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Der Nebelmann – Der Film

Koch Media Film VÖ 27.09.18

Bei Buchverfilmungen bin ich immer etwas skeptisch, denn meistens weichen die gelesenen Versionen von der filmischen Umsetzung ab. Doch die Verfilmung von „Der Nebelmann“ ist genauso wie ich sie mir vorgestellt habe. Selbst gelesen habe ich das Buch nicht, sondern ich hatte mir die ungekürzte Hörbuchversion von Uve Teschner vorlesen lassen, der mit seinem lebendigen Vortrag schon mal die passende Atmosphäre hatte aufkommen lassen:
Zum Inhalt:
Schauplatz der Handlung ist ein abgeschiedenes kleines Alpendorf.
Sonderermittler Kommissar Vogel wird blutverschmiert und verwirrt wirkend von der Polizei aufgegriffen und zur Befragung auf Polizeirevier gebracht, weswegen man den ortsansässigen Psychiater Flores hinzuzieht.
Bei dem Gespräch zwischen Psychiater und Kommissar wird in Rückblenden die Suche nach der Jugendlichen Anna-Lou rekonstruiert, sie ist in der Weihnachtszeit auf dem kurzen Weg zu ihrer Kirchengemeinde spurlos verschwunden…
Sonderermittler Vogel ist zwar elegant gekleidet, aber sonst kein besonders sympathischer Mensch. Auch seine Handhabung mit den Ermittlungen ist zwielichtig und selbst in den eigenen Reihen ist er nicht sonderlich beliebt. Trotz allem hat er genaue Vorstellungen wie die Ermittlungen zu laufen haben und bald werden die Medien auf das kleine Alpendorf und das Verschwinden von Anna-Lou aufmerksam. Es dauert nicht lange und bald ist der „Fall Anna-Lou“ und das kleine Alpendorf in aller Munde und es wimmelt dort nur so von Medienvertretern, denen es nach Informationen dürstet…
Es wird in alle Richtungen ermittelt und dann gibt es einen Verdächtigen, dem es kaum gelingt Stellung zu den Anschuldigungen zu nehmen bzw. seine Unschuld zu beteuern, denn die Presse hat ihn im Visier und macht Jagd auf ihn..
Lange Zeit bleibt das Verschwinden Anna-Lous spekulativ, wage und nebulös, was durch die düstere Szenerie noch „angeheizt“ wird. Schauspielerisch ist der Film mit Jean Reno  und Toni Servillo toll besetzt, was ebenfalls ein Pluspunkt ist.
Dass der Autor, Donato Carrisi (der kommt übrigens im „Bonus“ selbst zu Wort) eigentlich Drehbücher schreibt, merkte man dem düsteren Thriller bereits in der Hörbuchversion an, denn die Szenarien waren bildhaft beschrieben und die „Twists“ in der Handlung sind in der Verfilmung ebenfalls gut erkennbar „markiert“, so dass man dem Geschehen gut folgen kann und auch das überraschende und unvorhersehbare Ende ist gelungen. Nun hat er auch die Regie bei diesem Film übernommen und das Ergebnis ist meines Erachtens nach wirklich spannend und sehenswert gelungen.
Fazit: Die Verfilmung der spannenden Thriller ist schauspielerisch toll besetzt, wird fesselnd erzählt und ist sehenswert gelungen!

 

 

 

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Ein Sommer in der Provence

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Diesen oben erwähnten Sommer hatten sich die drei Geschwister Léa, Adrien, bereits Teenager und der kleine gehörlose Theó sicherlich ganz anders vorgestellt, aber es herrscht Krisenstimmung in der Familie, denn ihr Vater hat von heute auf morgen die Familie sitzen gelassen, die Mutter ist im Ausland auf Arbeitssuche und da bleibt ihrer Oma nichts weiter übrig als die drei mit zu sich zu nehmen…. Und da tauchen dann schon die ersten Schwierigkeiten auf, denn ihr Großvater (schön grummelig gespielt von Jean Reno!) ahnt noch nichts davon und es ist kein sonderlich herzlicher Empfang, denn er kennt seine Enkel gar nicht, da seine schwangere Tochter vor Jahren auf und davon ist, um in Paris zu leben.
Der Bauernhof der Großeltern liegt irgendwo in der provencialen Landschaft und so ein High-Tech-Leben wie es die Kinder kennen, gibt es hier nicht…..
Auch was die Ernährung auf dem Land angeht, da sind die Geschmäcker der Generationen anders und auch hier gibt es Differenzen.
Der kleine Ort der in der Nähe ist, bietet dann nicht viel Abwechslung, aber Léa bandelt mit einem Typen an, der aber in den Augen der Dorfbewohner nicht gut dasteht, was dann im Verlauf auch noch zu einer ungeplanten Aktion ihres Opas führt, die sich sehen lassen kann.
Adrien ist dann auch bald in seinem Element und er flirtet mit den hübschen Touristinnen aus aller Herren Länder.
Ob er  nun seinem Opa eins Auszuwischen wollte weil er immer so knurrig und allem Neuen irgendwie negativ gegenübersteht oder einfach weil man heute im Internet auf allen möglichen Plattformen sein Profil eingibt,  stellt Adrien die Daten seines Opas ins Netz. Und plötzlich rollen schwere Motorräder auf den Hof und es kommt zu einem Wiedersehen alter Freunde, die dann den erstaunten Enkeln etwas über Opa und Oma erzählen, was die nicht für möglich gehalten hätten…
Der Film „Ein Sommer in der Provence„ist charmant, witzig, geht ans Herz und wird durch bekannte Musikstücke aus den 70ziger Jahren noch verfeinert. Besonders die Gesangseinlagen am Lagerfeuer haben mir gut gefallen und wie die zarten Bande langsam zwischen den Generationen wachsen wird gut dargestellt und der kleine gehörlose Theó versprüht so viel Charme, das man ihm sofort in sein Herz schließt.
Als Bonus gibt es dann noch einen Blick hinter die Kulissen und den Originaltrailer.
Fazit: Ein Film für die ganze Familie, der mit Witz und Charme zu unterhalten weis
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Alex Cross

 

Der Titelheld „Alex Cross “ aus den Krimis von James Patterson bekommt ein neues jüngeres Gesicht. In den vorherigen Buchverfilmungen (Im Netz der Spinne und Denn zum Küssen sind sie da)  wurde der Profiler  zweimal hervorragend von Morgan Freemann dargestellt.
Zum Inhalt: Detroit wird von einer Mordserie erschüttert. Erst wird in einem gut gesicherten Haus eine Frau gefoltert und anschließend getötet. Sie arbeitete  in leitender Postition für einen großen Konzern. Auch ihre drei Leibwächter können den Täter nicht aufhalten und werden erschossen. Am Tatort finden die Ermittler eine Zeichnung, die der Mörder anscheinend angefertigt hat, während der sein Opfer folterte. Darauf entdeckt Alex Cross Hinweise auf den nächsten Mord. Das verschaft dem Team einen gewissen Vorsprung und sie sind schnell am Tatort und können so  den nächsten Mord verhindern. Während eines Schusswechsels wird der Täter schwer verletzt. Trotzdem gelingt ihm die Flucht.
Der psychisch sehr auffällige  Killer mag es gar nicht, dass man ihm so nah kommt und er richtet sein Augenmerk auf das Ermittlungsteam und ganz besonders auf Alex Cross und seine Familie. Im Verlauf gibt es Tote und Verletzte und extrem hart trifft es den Profiler selbst….
In diesem Film ist Alex Cross jünger und diesmal hat die Rolle Tyler Perry übernommen, was ich persönlich nicht besonders passend finde, der Funke springt irgendwie nicht rüber.
Den bösen Part spielt Mathew Fox, vielen bekannt aus „Party of Five“ oder „Lost“. Doch man muss schon zweimal hinsehen um ihn zu erkennen, denn er hat sichtlich an Gewicht verloren und er verkörpert regelrecht die Rolle des Psychopathen, dass einem Angst und Bange wird. Weitere Rollen haben Edward Burns und Jean Reno übernommen.
Als Bonusmaterial findet sich auf der DVD ein Interview mit James Patterson und Tyler Perry
Fazit : Der mit vielen Action-Szenen angereicherte Film ist wegen Mathew Fox Darstellung des psychopathischen Mörders sehenswert.

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