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River – Staffel 1

Gleich mal vorweg, der Namensgeber dieser sechsteiligen Staffel John „River“ wird eindrucksvoll von Stellan Skarsgård dargestellt. Und dieser Schauspieler hat es durch seine tolle Performance  geschafft,  dass ich mir diese –  etwas anders geratene britische Krimi-Serie  – überhaupt ganz angesehen habe!
Zu Beginn der Handlung sieht man – wie sich später herausstellt – DI John River neben seiner Partnerin Jackie „Stevie“ Stevenson im Auto sitzen. Er sieht erschöpft aus und scheint irgendwie nicht bei der Sache bzw. an der Unterhaltung teilzunehmen. Ein Schnellrestaurant wird angesteuert, eingekauft und dann plötzlich kommt Fahrt auf, denn sie verfolgen einen Wagen…..

Bis dahin weiß der Zuschauer noch nicht, dass DI River vor zwei Wochen mit ansehen musste, wie seine Kollegin vor seinen Augen erschossen wurde und besagter verfolgter Wagen rückt dann auf einem Überwachungsvideo ins Visier der Ermittlungen. Besonders bizarr wird es dann als herauskommt, dass DI River Halluzinationen hat und ihm nicht nur seine Kollegin Stevie, sondern auch die Opfer seiner ungeklärten Fälle immer wieder „erscheinen“…..
Rivers Vorgesetzten verlangen ein psychologisches Gutachten, dass ihm seine geistige „Unversehrtheit“ bescheinigt. Zwar passt John River das gar nicht, aber ihm bleibt keine Wahl, denn er hat nur ein Ziel, den Mörder seiner Kollegin zu suchen….
Ihm zur Seite wird ein neuer Kollege gestellt, der einen schweren Job hat, denn John River bietet schon dann und wann eigenwillige Auftritte in der Öffentlichkeit, wenn er mal wieder mit nur für ihn sichtbaren Personen spricht. Doch trotz seiner psychischen Angeschlagenheit ist der Ermittlerspürsinn nicht beeinträchtigt und er kann tatsächlich im Verlauf dann wichtige Hinweise zum Mörder seiner Kollegin aufdecken…
Wie bereits oben erwähnt, ist die schauspielerische Leistung von Stellan Skarsgård hier hervorzuheben.  Man kann die seelischen Qualen nachvollziehen, die er durchleidet. Besonders eindrucksvoll ist ihm schauspielerisch die Umsetzung seiner „Selbstgespräche“ gelungen…
Die eigenwillige Ermittlung bzw. die Suche nach dem Mörder konnte mich nicht sonderlich begeistern, denn eigentlich wird hier ein Sozialdrama erzählt, wo am Ende die Erkenntnis steht, dass man seine Mitmenschen eigentlich nie ganz richtig kennt, zumal  man nicht hinter seine Fassade blicken kann….
Als „Extras“ gibt es noch reichlich Bonusmaterial mit geschnittenen Szenen, Trailer etc.
Fazit: Eigenwillige Mördersuche, die durch die hervorragende schauspielerische Darstellung Stellan Skarsgårds aber sehenswert ist
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