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Nancy Bush: Dafür wirst Du leiden

Das Geschwister-Ermittler-Duo September und August Rafferty haben in „Dafür wirst du leiden“ nur einen kleinen Auftritt. Nancy Bush lässt diesmal zwei Journalisten auf Spurensuche gehen und die fängt gleich mal mit einer Bombe an:
Der Enthüllungsjournalist Jay Danziger hat die Explosion tatsächlich überlebt und liegt nun im Krankenhaus. Für wen diese Bombe gedacht war, kann er nur mutmaßen und es wird sein Part in der Geschichte sein, dieser Frage nachzugehen.
Als er im Krankenhaus erwacht, teilt man ihm mit, dass seine Ehefrau ihn besuchen möchte, doch die Frau, die an sein Bett tritt, ist ihm völlig unbekannt. Aber  um aus dem Krankenhaus herauszukommen, ist ihm jedes Mittel recht und so lässt er sich auf die Hilfe dieser Unbekannten ein…
Jay erfährt, dass es sich bei der Frau um die ihn bewundernde junge Journalistin Johanna Winters handelt. Sie bringt den verwundeten Mann nach Rock Springs, wo sie aufgewachsen ist und im  mittlerweile heruntergekommenen und unbewohnten Farmhaus der Familie finden sie Unterschlupf.
Während Jay sich ausruht und darüber nachdenkt, weshalb sein Freund Max nicht vor Ort war als die Bombe hochging und wem sie galt, ist Johanna auf der Suche nach einer interessanten Story. Als sie dann erfährt, dass man vor einiger Zeit ganz in der Nähe des Farmhauses einen unbekannten Toten aufgefunden hatte, der gebrandmarkt war, wird sie hellhörig und als dann im Verlauf noch zwei Personen unauffindbar sind, ist ihr journalistischer Instinkt geweckt und sie fängt an Nachforschungen zu betreiben. Allerdings stößt sie dabei auch immer wieder auf einen wunden Punkt aus ihrer familären Vergangenheit, was zu einigen Komplikationen führt. Ihr Instinkt hat sich allerdings nicht geirrt, denn tatsächlich spitzt sich die Lage zu und es geht auf Mörderjagd….
Die Bombenexplosion wird von den beiden Rafferty-Dectives untersucht, allerdings eher nebensächlich, was etwas schade ist. Zwar ist auch das vierte Buch aus der Reihe wieder fesselnd geschrieben und die Seiten fliegen nur so dahin, aber so ein paar kleine Abstriche in der Handlung gab es dann doch für mich im Vergleich zu den drei anderen aus der Reihe „Nirgends wirst du sicher sein„, „Niemals wirst du ihn vergessen“ und „Niemand kannst du trauen“ denn letztendlich finde ich Jay’s Fall zu wenig beleuchtet/erklärt und etwas verwirrend fand ich auch die Krankheitgeschichte, die hier eingewoben ist. Nichtsdestotrotz war in beiden „Fällen“ der Täter im Vorfeld nicht erkennbar und offenbarte sich erst ganz zum Schluss, so dass man  wieder spannende Unterhaltung  geboten bekommt.
Obwohl diesmal handlungsmäßig ein kleiner Punkteabzug anzumerken ist, hoffe ich, dass beim nächsten Mal die Geschwister Rafferty wieder ermittlungstechnisch im Vordergrund stehen….
Fazit: Zwar Page-Turner, aber handlungsmäßig gibt es einen kleinen Punkt- Abzug im Vergleich zu den drei vorherigen Büchern aus der Reihe!

 

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Liza Marklund: Jagd

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In der Redaktion des Abendblatts hat Journalistin Annika Bengtzon jetzt den Praktikanten Valter an ihrer Seite, der sich tatsächlich als nützlich erweist und ihr bei den Recherchen im Fall des in seinem Haus gefolterten Politikers und Geschäftsmannes Ingmar Lerberg, der nur knapp dem Tod entgangen ist, hilft. Aber nicht nur der brutale Überfall lässt die Presse aufhorchen, nein besonderes Augenmerk wird auf das spurlose Verschwinden Lerbergs Ehefrau Nora gelegt. Auch nach vielen Tagen gibt es keine richtige Spur von ihr, was besonders schlimm für die beiden kleinen Kinder des Ehepaares ist…
Anders Schyman, der Chefredakteur des Abendblatts gerät wegen einer alten preisgekrönten Dokumentation über eine verschwundene Frau in den Fokus einer Hetzkampagne im Internet…
Auch im Privatleben von Annika hat sich einiges verändert, was auch neben den beruflichen Tätigkeit eine Herausforderung ist, denn auch Annikas neuer Lebensgefährte hat wie sie zwei Kinder und diese Patchworkfamilie muss sich erst einmal aufeinander einstellen, da sind Probleme vorprogrammiert…
Ich habe bereits mehrere Bücher von Liza Marklund mit Annika Bengtzon gelesen und habe mich eigentlich immer gut unterhalten gefühlt, aber diesmal bin ich etwas enttäuscht, denn irgendwie hatte ich das ganze Buch über den Verdacht, ich hätte das vorherige lesen sollen um hier die eine oder andere Passage besser zu verstehen.  Außerdem hatte ich unter dem Titel „Jagd“ eine andere Handlung erwartet oder mehr Tempo an sich im Geschehen, aber die plätschert nur so dahin und ab und zu kommt die Autorin wieder auf den doch recht brutal beginnenden Kriminalfall zurück. Auch das Ende der ganzen Geschichte war nicht besonders klar gezeichnet und alles blieb etwas nebulös…
Schade,  „Paradies“ oder auch „Olympisches Feuer“ habe ich mit Begeisterung gelesen, dies Buch konnte mich nicht so überzeugen.
Fazit: Schade, Annika Bengtzon hatte schon mal mehr Biss und andere Bücher der Autorin konnten mich mehr fesseln!

 

 

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