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Jonas Langvad Nilsson: JUSSI – Die vielen Leben des Jussi Adler-Olsen

Da die Lesung des Buchs Wolfram Koch übernommen hat, dessen Stimme ich  mittlerweile sofort mit den Hörbuchfassungen über das Sonderdezernat Q aus der Feder von Jussi Adler-Olsen verbinde, ist das schon mal eine gute Voraussetzung um sich die Biographie des erfolgreichen Autors, der durch seine spannenden Kriminalromane weitreichend bekannt ist, anzuhören.
Der Titel „Jussi. Die vielen Leben des Jussi Adler-Olsen“ ist genau richtig gewählt, denn der dänische Krimi-Autor ist schon ein richtiger „Tausendsasser“, denn bis er erfolgreich und berühmt wurde, hat es einige Zeit gedauert, obwohl es schon immer sein großes Bestreben war, in dieser Hinsicht bekannt zu werden. Um Geld zu verdienen hat er in vielerlei Bereichen „seine Fühler ausgestreckt“ …
Der Autor der Biographie, Jonas Langvad Nilsson hat hier genau den richtigen Ton getroffen wie er über das Leben von „Jussi“ berichtet, denn er lässt ihn teils selbst zu Wort kommen, spricht aber auch mit Familienmitgliedern, Freunden und Weggefährten und es ist ihm ein sehr spannendes und unterhaltsames Buch gelungen.
Ohne richtig ins Detail zu gehen, möchte ich nur ein paar Stichpunkte aufzählen, die hier Thema sind:
Wo Jussi in seiner Kindheit und Jugend aufgewachsen ist. Welche Bewandtnis es mit dem Namen „Jussi“ hat. Welche Berufe/Beschäftigungen er ausgeübt hat, bevor er erfolgreicher Krimi-Autor wurde.
Der steinige Weg bis seine Geschichten, den Erfolg hatten, den er sich gewünscht hatte.
Gesundheitliche Einschnitte im Verlauf der Jahre.
Außerdem erfährt man noch etwas über Comics, Jussi als Musiker und warum ein ganz bestimmtes Foto ihn zu einem Krimi inspirierte. Und last but not least gibt es reichlich Infos zu den Figuren und die noch ausstehenden Bücher über das des Sonderdezernats Q.
Der 7 ½ Stunden umfasse Einblick in das bewegte Leben des Jussi Adler-Olsen ist so spannend und unterhaltsam, dass man fast vergisst, dass es sich hier um eine Biographie handelt, was noch durch den gekonnten Vortrag von Wolfram Koch unterstrichen wird.
Fazit: Man vergisst beim Zuhören fast, dass es sich um eine Biographie handelt, so spannend abgefasst ist dieses Buch, welches passenderweise von Wolfram Koch vorgetragen wird!

 

 

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Jussi Adler-Olsen: Miese kleine Morde

DAV

Endlich gibt es wieder einmal etwas von Jussi Adler-Olsen zu lesen bzw. zu hören, denn auch diesmal habe ich mich für die ungekürzte Lesung mit Wolfram Koch entschieden, der dem Hörbuch „Miese kleine Morde“ mit seiner Stimme Leben einhaucht.
Dass Jussi Adler-Olsen auch ohne den Einsatz des Sonderdezernats Q spannende Kriminalgeschichten schreiben kann, das hat er ja schon mehrfach wie z.B. in „Das Versteck“ bewiesen und auch diesmal ist die Geschichte eigenständig und in sich abgeschlossen, aber eine nicht minder hörenswerte Krimi-Kurzgeschichte mit folgendem Inhalt:
Lars Hvilling Hansen ist in den Augen seiner Frau ein Langweiler und sie verlässt ihn kurzerhand und lässt ihn anschließend mit ganz wenig dastehen, so dass er in böse Rachephantasien verfällt, es sich dann aber doch anders überlegt und nach kurzem Innehalten sich schnurstracks in den ortsansässigen Kosmetik- und Frisiersalon von François begibt, wo er sich rundum „erneuern“ lässt. Da dies in seinem Alter ein etwas länger andauernder Prozess ist und auch einiges von seiner restlichen Barschaft verschlingt,  verbringt Lars einige Zeit an dem Ort, wo sich eine Vielzahl Frauen verschönen lässt und sich währenddessen tuschelnd und hinter vorgehaltener Hand über das ersehnte Ableben ihrer meist sehr wohlhabenden Gatten unterhält…
Und genau hier kommt Lars der Gedanke, warum nicht er diesen Frauen diesbezüglich helfen sollte und gegen eine angemessene Entlohnung sein leeres Konto wieder gefüllt werden könnte. Doch einfach so morden, das ist nicht sein Ding, nein, wenn Lars mordet ist Raffinesse im Spiel…
Gesagt, getan! Was einige Zeit ein recht florierendes Geschäft wird, endet dann doch anders als geplant….
Die gut zwei Stunden dauernde Krimikost ist dem Autor mal wieder wunderbar gelungen und durch seine genauen Beobachtungen der menschlichen Beweg- und Abgründe gibt es hier etwas zum Schmunzeln, aber auch viel „bösen Humor“, der durch Wolfram Kochs sehr wandelbare Stimme dann lebendig wird.
Fazit: Herrlich! Über zwei Stunden hörenswerte Krimi-Unterhaltung vom Feinsten, die mit bösem aber auch feinem Humor angereichert ist!

 

 

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Jussi Adler-Olsen: Selfies

Im April 2015 hatte ich hier „Verheissung“ vorgestellt, nun kommt endlich Fall Nr. 7 für das Sonderdezernat Q!
Die ungekürzte Lesung (über 17 Stunden!) hat erneut Wolfram Koch übernommen, was ich persönlich sehr gut finde. Durch die bekannten Klangnuanchen seiner Stimme hat man als Zuhörer ganz schnell wieder die verschiedenen Team-Mitglieder um den Vizepolizeikommissar Carl Mørck vor Augen und kann so gleich ins Geschehen eintauchen…
Handlungsmäßig ist hier diesmal ganz schön was los, denn nicht nur ein ungelöster „alter“ Fall steht auf der Tagesordnung des Sonderdezernat Q, sondern auch aktuelle Ereignisse/Fälle kreuzen ihre Ermittlungen, was zu einigem Gerangel bezüglich der Zuständigkeit führt.
Der Prolog beginnt 1995, wo man Einblick in die Familie Kirschmeier bekommt, einige Mitglieder dieser Familie trifft man dann in der Haupthandlung wieder, die 2016 angesiedelt ist.
Durch Besuche auf dem Sozialamt lernen sich die drei jungen Frauen Denise, Michelle und Jasmin kennen, da für sie ein und dieselbe Sozialarbeiterin zuständig ist. Die ist nicht sonderlich gut auf die drei Frauen zu sprechen, denn sie glaubt, dass sie sich das Geld vom Sozialamt nur erschleichen…
Jede dieser drei Frauen hat so ihr Päckchen zu tragen und durch äußere Umstände schließen sie sich zusammen und entfalten dabei kriminelle Energie, die dann allerdings aus anfänglicher Euphorie über einen gelungenen Coup in einer Spirale aus Gewalt endet….
Der besorgniserregende Gesundheitszustand von Carls Mitarbeiterin Rose spielt in Selfies“ eine ganz wichtige Rolle, denn sie hat psychische Probleme, deren Ursache offenbar in ihrer Jugend/Kindheit liegen, die hier diesmal auch Teil der Handlung ist.
Wer die Bücher von Jussi Adler-Olsen kennt, der weiß, auch wenn man anfänglich die Verbindungen zwischen den vielen Geschehnissen in der Handlung noch nicht sieht, es gibt sie und der Autor führt einen durch seinen wunderbaren Erzählstil langsam aber unaufhaltsam darauf zu, so dass man letztendlich erkennt, wie alles zusammenhängt. Durch gut gezeichnete Personen- und bildhafte Situationsbeschreibungen sowie erfrischende Dialoge, ist alles sehr gut nachvollziehbar und man hört gefesselt zu, so dass die mehrstündige Lesung wieder einmal viel zu schnell vorbei ist!
Fazit: Jussi Adler-Olsen ist ein wunderbarer Geschichtenerzähler und Wolfram Koch lässt durch seine Stimmnuancen die Figuren aus diesen spannenden Büchern lebendig werden, so dass Fall Nr. 7 für das Sonderdezernat Q in dieser Kombination wieder exzellent gelungen ist!

 

 

 

 

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Jussi Adler-Olsen: Takeover

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Das neue Werk von Jussi Adler-Olsen mit dem Titel „Takeover“ wird in der Hörbuchfassung, von Wolfram Koch vorgetragen, was mich persönlich schon einmal sehr gefreut hat.
Die Handlung ist im Jahr 1996 angesiedelt:
In den Niederlanden hat sich Peter de Boers Unternehmen auf die Zerschlagung von großen Firmen spezialisiert. Er selbst ist immer mal wieder in den Medien vertreten und diesmal weil er vor seinem Wohnhaus überfallen wurde.
Diese Nachricht sieht die Halbindonesierin Nicky Landsaat im Fernsehen und es macht „Klick“ bei ihr als sie das Foto von de Boer sieht. Sie setzt alles daran ihn kennenzulernen und durch einen Blick in die Zeitung erfährt sie, dass Mitarbeiter für sein Unternehmen gesucht werden. Bald ist sie Trainee bei Peter de Boer, der sich auf merkwürdige Weise von der jungen Frau angezogen fühlt.
In Peters familiären Umfeld gibt es so einiges was ihn angreifbar macht und auch Nicky hat familiäre Probleme, wovon ein gewalttätiger Vater und zwei sich prostituierende Schwestern nur ein kleiner Teil sind.
Dann kommt es im Verlauf dazu, dass de Boer einen Zerschlagungsplan für einen großen Konzern ausarbeiten soll. Die Drahtzieher dieses Wunsches bleiben erst einmal im Hintergrund. Als sich Peter weigert, wird er mit seiner Vergangenheit erpresst und ihm bleibt keine Wahl.
Da er allein operieren soll, es aber nicht will und kann, bringt er heimlich Nicky dazu ihm zu helfen. Anfangs geht das noch gut, aber als ihre Beteiligung auffliegt, entgeht sie nur knapp einem Mordanschlag…
Da Peter und Nicky  anfangs einem unsichtbarem Gegner gegenüberstehen, haben sie keine andere Wahl als sich nur aufeinander zu verlassen, denn wer Freund und Feind ist, verschwimmt allmählich….
Ein bisschen aufpassen muss man schon, wer hier alles involviert ist, denn da kommen Geheimdienste aller Couleur zum Einsatz, es geht u.a. um Terrorismus, Konflikte im Nahen Osten und um viel Geld.
Der Autor hat eine unterhaltsame, spannende, politisch angehauchte Geschichte geschrieben, in der dann auch noch zwei Menschen zueinander finden, was offensichtlich Kismet (vorbestimmtes Schicksal) ist.
Da ich mich mit den ganzen Machenschaften und den politischen Zusammenhängen nicht so gut auskenne, nehme ich diesen Teil der Handlung als so gegeben an.  Durch die Lesung von Wolfram Koch bleibt man aber immer dicht am Geschehen und kann auch die Personen sehr gut unterscheiden, was sehr hilfreich ist.
Fazit: Ein Paar, dessen Begegnung vorbestimmt ist, kämpft anfangs gegen einen unsichtbaren Feind und gerät als Spielball mitten hinein in ein Netz aus Erpressung und bösen Machenschaften, die bis ganz nach oben reichen.
Spannende Unterhaltung garantiert!
Was will man mehr? Na, weitere so spannende Geschichten ersonnen von Jussi Adler-Olsen, die dann durch Wolfram Kochs Lesung lebendig werden.
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Jussi Adler-Olsen: Das Versteck

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Um die Wartezeit bis September zu verkürzen –  denn da erscheint ein neues Hörbuch des Autors – gibt es jetzt  nur als mp3-Download bei DAV im Webshop oder auf anderen Downloadportalen einen Kurzkrimi, der im Rahmen eines Krimi-Festivals entstanden ist.
Wolfram Koch hat erfreulicherweise wieder souverän die Lesung übernommen, was er bisher bei den anderen Bücher von Jussi Adler-Olsen schon mit Wiedererkennungsfaktor gemacht hat.
Das Sonderdezernat Q mit seinen Mitarbeitern hat momentan keinen Einsatz, aber wir lernen hier im kleinen Städtchen Lünen den Kriminalkommissar Schmidt kennen, der zu einem bizarren Leichenfund gerufen wird: Zwei alte Leute liegen tot übereinander auf dem Dach eines Lieferwagens. Ihre Wohnung befindet sich im obersten Stock des angrenzenden Hauses, aber Selbstmord erscheint dem Kommissar dann doch unwahrscheinlich, denn da passen einige Dinge nicht zusammen. Aber trotzdem ist die Spurenlage ist sehr dürftig und der Ermittler steht vor einem knifflige Rätsel…
Der Zuhörer hat es da besser, denn der nächste Handlungsstrang führt zu einem Deserteur, der während des Zweiten Weltkriegs nach Lünen gekommen ist und sich bei seiner Ehefrau auf dem Dachboden versteckt. Doch die ist nicht glücklich darüber, dass er sich dort oben aufhält, muss ihn aber dulden, schließlich ist es sein Elternhaus, in dem sie wohnen. Sie greift zu einer bösen List und es gelingt ihr tatsächlich, dass er „Das Versteck“ lange Zeit nicht verlässt……
Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen dann und führen zu den Toten….
Mehr gebe ich nicht preis von der Kurzgeschichte, die mir übrigens gut gefallen hat, obwohl die Krimihandlung nur den Rahmen bildet und der Rest eine tragische Biographie ist oder anders formuliert, eine bitterböse Liebes- bzw. Leidensgeschichte eines anfangs wohl kriegstraumatisierten gutgläubigen Menschens, dem eines Tages die Augen geöffnet werden….
Fazit: Jussi Adler-Olsen wandelt diesmal auf bitterbösen Pfaden, Wolfram Koch  fängt mit genau dem richtigen Tembre in der Stimme die Stimmung ein, so dass das Zuhören  wieder mal ein Genuss ist.
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Erbarmen

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Ein kurzer Einblick ins Geschehen für alle, die das Buch von Jussi Adler-Olsen nicht kennen:
Bei einem Polizeieinsatz geht etwas schief und Carl Mørck und sein Kollege werden durch Schüsse schwer verletzt.
Es ist einige Zeit vergangen und Carl hat sich wieder erholt und fühlt sich fit um wieder zu arbeiten. Doch sein Vorgesetzter macht ihm klar, dass nach diesem Zwischenfall niemand mehr mit ihm arbeiten will, da er sowieso als schwierig gilt.
Eine Rückkehr in die alte Abteilung ist nicht möglich, aber die dänische Regierung hat Geld zur Verfügung gestellt um das Sonderdezernat Q einzurichten. Dort soll sich Carl als Leiter dieser Abteilung um ungelöste Kriminalfälle der letzten Jahre kümmern. Als Unterstützung bekommt er einen Assistenten, der ihn unterstützen soll.

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Carl ist nicht sonderlich begeistert von der Versetzung in die Kellergewölbe des Reviers und auch an seinen Assistenten Assad, der mit viel Ehrgeiz an die neue Aufgabe herangeht und schon mal aus den unzähligen Kartons mit ungelösten Fällen einige zur Auswahl herausgepickt hat, muss er sich erst gewöhnen…
Bei ihrem ersten Fall beschäftigen sie sich mit dem spurlosen Verschwinden der Politikerin Merete Lynggaard. Diese soll auf einer Schiffsreise mit ihrem Bruder Uffe, der durch einen schweren Autounfall geistig behindert ist, in suizidaler Absicht über Bord gegangen sein. Ein Streit zwischen den beiden war im Vorfeld an Bord beobachtet worden…
In einem anderen Handlungsabschnitt sieht der Zuschauer, was mit Merete tatsächlich passiert ist…

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Und ab hier wird des düster und unheimlich…..
Was war ich gespannt auf diesen Film! Und ich bin nicht enttäuscht worden, denn die Verfilmung des ersten Buches von Jussi Adler-Olsen ist wirklich gut gelungen!
Zwar hatte ich mir Carl Mørck etwas älter vorgestellt, aber das ist egal, da Nikolaj Lie Kaas die Rolle sehr gut verkörpert. Außerdem ist mir der dänische Schauspieler bereits aus anderen Filmen wie z.B. aus Dänische Delikatessen oder Illuminati bekannt. Auch die Rolle von Assad ist mit Fares Fares passend besetzt und ich freue mich schon auf die weiteren Verfilmungen…
Besonders gut hat mir gefallen, dass der Film „Erbarmen“ auch wirklich den Inhalt des Buches zeigt und das gibt es bei Buchverfilmungen recht selten. Auch der Aufenthaltsort von Merete ist im Film beklemmend und düster dargestellt, so dass man als Zuschauer die Anspannung direkt fühlen kann, genau wie der Autor es im Buch beschrieben hat. Echt klasse!
Als Bonus auf der Blu-ray kommen die Hauptdarsteller und der Regisseur im Interview zu Wort und es gibt ein Making of sowie Kinotrailer. Als ganz kleinen Anreiz auf die nächste Verfilmung der Reihe um Carl Mørck und Co. gibt es einen Teaser zu „Schändung“…
Fazit: Klasse! Gelungene Verfilmung des Bestsellers, die die Spannung und Emotionen des Buches genau widerspiegelt!
Trailer zum Film

 

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