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Klaus-Peter Wolf: Todesspiel im Hafen

Goya Lit

Im Juli 2017 tauchte „Dr. Sommerfeldt“ in „Totenstille im Watt“ auf. Zwar praktizierte er als Mediziner für einige Zeit in Norddeich, aber tatsächlich fehlte ihm die notwendige Approbation. Trotzdem mochten seine Patienten ihn, weil er „ganzheitlich“ behandelte und sie ihre Sorgen und Nöte mit ihm besprechen konnten. Besonders leidgeprüfte Ehefrauen, deren Ehemännern schon mal die Hand ausrutschte, fanden ein offenes Ohr bei dem guten Doktor. Der wandte dann seine Spezialität an und kam nachts zum Hausbesuch zu denen er gern sein Messer mitbrachte und damit „üble Subjekte“ beseitigte…
Im Verlauf häufen sich die Morde und Dr. Sommerfeldt flüchtet und taucht unter, denn überall im Land wird nach ihm wegen Mordes gefahndet und die aus den „Ostfriesenkrimis“ bekannte Kommissarin Ann-Kathrin Klaasen ist ihm dicht auf den Fersen.
Als Zuhörer lernt man Dr. Sommerfeldt gut kennen, denn er erzählt aus der Ich-Perspektive aus seinem bewegten Leben und dem Hass auf seine Mutter, seine Ex-Frau und deren neuen Lover….
In „Totentanz am Strand“ taucht er nach einer Auszeit mit verändertem Aussehen und neuer Identität wieder in Ostfriesland auf, wo ihn dann seine ehemalige Sprechstundenhilfe trotzdem wiedererkennt. Er verbringt einige Zeit mit ihr bis sie ihm ein ungewöhnliches Angebot unterbreitet…
Das besagte Angebot konnte Sommerfeldt nicht davor schützen, verhaftet zu werden.  In „Todesspiel im Hafen“, ist er anfangs noch inhaftiert. Dann gelingt ihn bei einer günstigen Gelegenheit die Flucht. Seiner Psyche geht es nicht so gut, denn mittlerweile „wohnen“ mehrere Identitäten in ihm und im Verlauf geschehen Morde, wo er sich fragt, „bin ich der Täter?“.
Da die Frauen auf ihn „fliegen“ und ihm „vertrauen“, gelingt es ihm Unterschlupft zu finden, sich finanziell abzusichern und zu bewaffnen, damit er sein gestecktes „Ziel“ erreichen kann. Ob ihm sein Vorhaben gelingt oder die Kommissarin in vorher schnappt, bleibt hier unerzählt….
Nachdem ich den letzten Teil der Trilogie um „Sommerfeldt“ angehört habe, fällt mir etwas auf:
Lieber Autor, in Ihren Krimis gibt es Realität und Fiktion. Bei den „Ostfriesenkrimis“ wirken auch immer reale Personen mit. Wenn ich die Trilogie so Revue passieren lasse, keimt in mir die Frage auf: Ist das hier eine Autobiographie? Ist Ihnen erneut die Flucht gelungen, haben Sie durch plastische Chirurgie ihr Äußeres verändert, danach im Internet eine neue Identität erworben und nun heißen Sie Klaus-Peter Wolf???
Es war wieder ein Genuss, der gelungenen Autorenlesung zu folgen. Als Zuhörer ertappt man sich dabei mit dem Serienkiller zu sympathisieren, obwohl doch Leichen seinen Weg pflastern…. Durch die bildhafte Sprache und dem ganz besonderen Humor, der hier verankert ist, ist man nah am Geschehen und es macht einfach nur Spaß zuzuhören und „Sommerfeldt“ auf seinem „Rachefeldzug“ zu begleiten.
Fazit: Diesen „Identitätswandler“ muss man einfach mögen, auch wenn er eine sehr böse Seite hat! Die Autorenlesung setzt dem Ganzen dann noch die Krone auf!

 

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Klaus-Peter Wolf: Das Jahrestreffen der glücklichen Witwen

GoyaLIT

Das knapp 90minütige Hörbuch umfasst drei Kurzkrimis aus der Feder von Klaus-Peter Wolf.
Katharina Thalbach beginnt und sie ist eine gelungene Besetzung um „Der Racheengel“ vorzutragen. Sie hat eine ganz besondere und markante Stimme, die sie geschickt modulieren kann um die passende Atmosphäre aufkommen zu lassen, wenn sie in die Person schlüpft, die den 17-jährigen Kai dabei erwischt, wie er mit Hilfe einer Nagelfeile ihren Wagen knacken will. Der zwingt sie in den Wagen einzusteigen und bedroht sie dann vom Beifahrersitz. Durch geschickte Gesprächsführung schafft es die Autobesitzerin aber den jungen Mann zu irritieren und dann den Handlungsverlauf zu ihren Gunsten zu verändern…..
„Unter Menschen“ wird von Robert Missler gekonnt vorgetragen. Hier sinniert ein Herr Kowalski darüber nach ob er überhaupt ein Mensch ist oder ob er „von ihnen gemacht“ wurde. Schon wenige Worte reichen aus um in die Gedankenwelt des Mannes einzutauchen: „Nein ich bin kein Androide“ und „Das habt ihr euch fein ausgedacht“….
Zu guter Letzt wird „Das Jahrestreffen der glücklichen Witwen“ vom Autor selbst vorgetragen. Mit seiner unvergleichlichen Stimme kommt sein ganz eigener Erzählstil mit dem „bösen“ Humor hier zum Tragen:
Einsatzort: Ausgerechnet Unna! Die Zielperson ist der 69jährige Witwer Michael, der durch eine Kleinigkeit die Denkweise der auf ihn angesetzten Dame ändert und damit ihren Auftraggeber in lebensbedrohliche Schwierigkeiten bringt….
Ich habe alle drei Kurzkrimis genossen, sie sind alle „mörderisch gut“. Die treffend besetzten Vorleser verstehen ihr Handwerk und lassen den „bösen“ Humor lebendig werden, den der Autor hier in seinem ganz besonderen Erzählstil eingewoben hat.
Fazit: „Böser“ Humor durchzieht die wunderbar erzählten Kurzkrimis, die durch die Vortragskunst der Vorleser dann lebendig werden!
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Klaus-Peter Wolf: Ostfriesennacht

Fischer Verlage

Im letzten Jahr hatte ich hier ja mehrfach Hörbucher von Klaus-Peter Wolf vorgestellt, wobei zuletzt ein Einsatz von Kommissar Rupert in „Ostfriesenmelodie“ mir ganz besonders gefallen hatte.
Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen und ihr Team hatte zuvor den „Ostfriesenfluch“ als zwölfen Fall hinter sich gebracht, der wieder Spannung und Humor gekonnt vereinte.
Nun kommt mit „Ostfriesennacht“ ein etwas anders abgefasster Kriminalroman auf die Leser zu. Zwar sind alle Team-Mitglieder um Ann Kathrin Klaasen wieder im Einsatz um aktuell die brutalen Frauenmorde aufzuklären, aber im Verlauf passieren im privaten Umfeld von Frank Weller Dinge, die ihn aus Sorge um eine seiner Töchter dann aus den Mordermittlungen aussteigen lässt, so dass er sich nur um die Belange und die Sicherheit seiner Tochter kümmern kann, was der aber so gar nicht in den Kram passt und dies dann zu reichlich Konfliktstoff führt…
Auch Kommissar Rupert hat diesmal mehr Raum in der Handlung und zeigt Eigeninitiative um die Mordermittlungen voranzutreiben, was er wieder in seiner ganz eigenen Art und Weise praktiziert, so dass es mir beim Lesen passiert ist,  dass die eine oder andere Lachsalve Raum gefunden hat. Aber das ist auch gut so, denn dieser Humor gehört für mich auf jeden Fall zu den Krimis dieser Reihe dazu bzw. macht sie aus.
Nur mit dem „Profil“ des Täters hatte ich diesmal so meine Schwierigkeiten, denn auf der einen Seite fühlt der Täter sich ausgegrenzt, nicht dazugehörig, wie jemand der sich verstecken muss und kaum fähig ist ganze Sätze zu sprechen; der auf der Suche nach etwas Besonderen ist, dass er seiner Ansicht nach nur durch die Morde erlangen kann. Auf der anderen Seite begegnet man dann in der Handlung einem völlig anderen Typ Mann, dem man diese „dunkle Seite“ nicht zutraut bzw. der Unterschied so krass ist, was dann  etwas unglaubwürdig wird. Auch „wackelt“ es an anderen Stellen in der Handlung, so dass die Spannung diesmal eher in den Hintergrund tritt. Doch der engagierte Einsatz von Rupert fängt hier einiges auf.
Fazit: Der Humor ist diesmal ausgeprägter, so dass der Spannungsteil etwas in den Hintergrund tritt, was aber den Lesewert dieses Buches nicht sonderlich schmälert!

 

 

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Klaus-Peter Wolf: Ostfriesenmelodie

JumboVerlag
Was für eine Freude! Hier hat Kommissar Rupert seinen ganz speziellen Fall zu lösen!  Klaus-Peter Wolf liest die Hörbuchfassung selbst und erweckt durch seine ganz besondere und passende Vortragsart  die ganze Szenerie zum Leben.
Als Zuhörer ist man schnell im Geschehen verankert, kämpft anfangs noch mit dem „Lachmuskeln“, bis man nicht mehr kann. Es sind die ganz speziellen Situationen, in denen Ruperts kriminalistisches Gespür gefordert wird  und die vom Autor so wunderbar bildhaft beschrieben und stimmlich wiedergegeben werden. Am Ende habe ich Tränen vom vielen Lachen in den Augen und der arme Rupert hat es am Rücken…..
Aber von Anfang an:
Rupert und seine Frau Beate haben sich ein neues Eigenheim zugelegt. Rupert hoffte inständig, dass sich die räumliche Distanz zu seiner Schwiegermutter Gertrud positiv auswirken würde, denn früher konnte sie einfach mal kurz vorbeischauen um dann kein gutes Haar an ihm zu lassen. Aber die Freude über das neue Haus ist nur kurz, denn zum Leidwesen Ruperts Ohren wohnt seit kurzem in unmittelbarer Nachbarschaft ein Musiklehrer, der sein Eigenheim offenbar mit privatem Musikunterricht finanziert. Misstöne dringen in letzter Zeit ständig aus der immer offen stehenden Balkontür seines Nachbarn und verderben Rupert seine Freizeit.
Aber auch vor seiner Schwiegermutter ist er nicht in Sicherheit, denn nun muss er sie für Kaffee und Kuchen auch noch wegen der Entfernung mit dem Wagen abholen und ihre nervige Art während der Fahrt ertragen. Genauso eine Fahrt hat er gerade hinter sich und ist so genervt von ihr, dass er einfach aus dem Wagen aussteigt ohne sich weiter um sie zu kümmern und bereits gedanklich bei Kaffee und Erdbeerkuchen auf seiner Terrasse angekommen ist. Jäh wird sein Gedankengang unterbrochen als es plötzlich einen Knall gibt und etwas auf Ruperts Windschutzscheibe knallt. Rot-matschig erläuft etwas auf dem Glas, das offenbar einer Möwe aus dem Schnabel gefallen ist. Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich die Hinterlassenschaft dann als menschlicher Finger….
Ab hier geht es jetzt erst richtig los und ich möchte „Ostfriesenmelodie“ allen Rupert-Fans ans Herz legen, denn wie man es von ihm erwartet, tappt er von einem Fettnäpfchen ins andere und kann es seiner Schwiegermutter überhaupt nicht rechtmachen, aber trotz Einsatz und Hilfe von Kommissarin Ann-Kathrin Klaasen nebst Team steht Rupert hier im Rampenlicht und das ist auch gut so!
Fazit: Hat der Fall auch so seine Tücken, Kommissar Rupert am Ende es am Rücken, so ist eins doch sonnenklar, er ist hier der Star! Und das ist wunderbar! Herrlich, was für ein gelungenes Hörbuch!

 

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Klaus-Peter Wolf: Totentanz am Strand

Fischer Verlage

Vor einem Jahr tauchte in „Totenstille im Watt“ ja der psychisch doch recht auffällige Dr. Bernhard Sommerfeldt in Norddeich auf, wo er anfangs noch (unerlaubter Weise) als Arzt tätig war. Sein „Fachgebiet“ waren seine ganz speziellen Hausbesuche, die er allerdings nicht zum Wohle des „Patienten“ unternahm, denn im Verlauf „pflasterten Leichen seinen Weg“ und er musste untertauchen bzw. wechselt er seine Identität…..
Zwar hatte die aus den „Ostfriesenkrimis“ gut bekannte Ermittlerin Ann Kathrin Klaasen seine Spur aufgenommen, doch ihm gelingt es am Ende von der Bildfläche zu verschwinden….
 Jetzt taucht der Flüchtige in „Totentanz am Strand“ wieder auf, lebt nun im Ruhrgebiet als in sich gekehrter Schriftsteller, allerdings anfangs noch nicht als „Sommerfeldt“, denn der „gefährlichste Mann des Landes“ steht immer noch ganz oben auf der Fahndungsliste und nennt sich nun Rudolf Dietzen und auch den Fahndungsfotos sieht er nicht mehr ähnlich, da hat sich auch einiges verändert….
Doch so ganz gefällt ihm das Leben im „Exil“ nicht, denn er hat Sehnsucht nach Ostfriesland und ganz besonders fehlt ihm seine Beate….
….da er niemanden seine Sorgen und Nöte so richtig anvertrauen kann, denn wer hätte schon ein offenes Ohr für ihn, wenn er erzählen würde, dass er mehrere Männer ermordet hat…
….. reist er dann doch wieder nach Ostfriesland, wo er seiner früheren Sprechstundenhilfe Cordula über den Weg läuft, was er eher vermeiden wollte, sie aber vom Wiedersehen sehr angetan ist. Ganz schnell hat sie ihn „eingefangen“ und zu seinem großen Erstaunen macht sie ihm ein ungewöhnliches Angebot…..
 Klaus-Peter Wolf ist hier eine unterhaltsame, humorvolle und auch durchaus spannende Fortsetzung um den identitätswechselnden Serienmörder gelungen. Die Art wie man den Gedankengängen des sonderbaren bzw. psychisch auffälligen Mannes hier folgen kann, ist gelungen. Besonders wie sich handlungsmäßig am Ende alles noch „dreht“, hat mir gut gefallen und ich hoffe, dass eine weitere Fortsetung folgt!
Fazit: Die Fortsetzung ist wunderbar gelungen, denn Humor und Spannung vereinen sich zu einem unterhaltsamen und lesenswerten Krimi! Bitte mehr davon!

 

Klaus-Peter Wolf: Totentanz am Strand – Hörbuch

GoyaLiT

Parallel zu Buchveröffentlichung gibt es auch das vom Autor selbst gelesene Hörbuch „Totentanz am Strand„.  Da es mir bisher noch nicht gelungen ist, Klaus-Peter Wolf persönlich bei einer Lesung zu erleben, ist dies Hörbuch ein wunderbarer „Ersatz“ dafür. Denn wie er seine erschaffenen Figuren hier auch hörbar lebendig werden lässt,  ist unvergleichbar und ein besonderes Hörerlebnis!
Man kann direkt „Sympathie“ für den mordenden identitätswechselnden und ab und zu sich Dr. Sommerfeldt nennenden Mann entwickeln, besonders wenn er von seiner lieblosen Kindheit, seiner nicht sonderlich netten Mutter und überhaupt über sich und seinen „Werdegang“ berichtet.
Tatsächlich ist ihm ja im Debüt-KrimiTotenstille im Wattdie Flucht vor der mittlerweile als Zielfahnderin eingesetzten Kommissarin Ann-Kathrin Klaasen gelungen, aber ob er sich auch diesmal wieder aus den Klauen der Justiz befreien kann, bleibt hier unerzählt, denn die Autorenlesung von „Totentanz am Strand“ ist Hörgenuss vom Feinsten und den sollte man auf keinem Fall verpassen!
Fazit: Volle Punktzahl für diese gelungene Lesung des Autors, der seinen erschaffenen Figuren auch stimmlich Leben einhaucht, so dass man hier von einem humorvollen und spannenden Hörerlebnis sprechen kann, das unbedingt nach einer Fortsetzung verlangt!
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Klaus-Peter Wolf: Ostfriesenfluch

GoyaLiT

Nach „Ostfriesentod“ ist  jetzt Ostfriesenfluch“ nun Fall Nr. 12 für Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen und ihr Team!
Ich habe mir mal wieder die Autorenlesung „gegönnt“, d.h. die Hörbuchfassung gewählt, denn auf eine „Live-Lesung“ habe ich es bisher noch nicht geschafft, da diese meist recht schnell ausverkauft ist.
Die Handlung fängt gleich knallhart an: Eine nackte Frau rennt um ihr Leben, doch ihr Verfolger ist schneller und so endet das Leben der Frau  in einem Rapsfeld. Ein zufällig vorbeikommender Autofahrer, den die Frau noch versucht um Hilfe zu bitten, wird ebenfalls getötet…..
Nachdem die Identität der Frau geklärt ist, kontaktiert man den Ehemann und unterrichtet ihn über den Tod seiner Frau. Er gibt an wird, dass seine Frau ohne Vorwarnung verschwunden sei,  er aber vermutet habe, dass sie ihn verlassen habe. Auf eine Entführung habe nichts hingedeutet, niemand habe ihn zu einer Lösegeldzahlung o.ä. aufgefordert. Außerdem gibt er zu Protokoll, dass seine Frau vor einiger Zeit von einem Schüler gestalkt wurde…..
Die Ermittlungen laufen an und im Verlauf wird dann von einem Unbekannten auf den Ehemann der ermordeten/entführten Frau geschossen, woraufhin am ihn in eine sichere Unterkunft bringt…..
Es gibt dann noch weitere Entführungsopfer und Ann Kathrin Klaasen vermutet, dass hier jemand es auf glückliche Paare abgesehen hat….
Geschickt konstruiert Klaus-Peter Wolf hier die wendungsreiche Handlung, die durchgehend spannend erzählt und sehr gut von ihm vorgetragen wird, so dass man schnell ins Geschehen abtaucht und das Gefühl hat,  man ist direkt bei den Ermittlungen dabei und besucht nebenbei auch gleich mal die bekannten Örtlichkeiten wie z.B. das Cafe Ten Kate. Und sollte dann auch noch ein Seehund „jaulen“, kann man gewiss sein, dass Ann Kathrin Klaasen nicht weit sein kann….
Natürlich fehlt auch die humorvolle Seite dieser Krimi-Reihe nicht, diesmal hat Rupert einen ganz „besonderen Auftritt“ in der Handlung, was mir Lachtränen in die Augen gezaubert hat. Da ja bereits „Ostfriesenkiller“ aus der Reihe gelungen verfilmt wurde, darf am hier gespannt sein, ob die weiteren auch noch folgen, anbieten würden sie sich auf jeden Fall!
Fazit: Auch Fall Nr. 12 aus der Ostfriesen-Kult-Reihe ist wieder spannend und wendungsreich konstruiert, so dass man gebannt der gekonnten Autorenlesung lauschen kann und sollte!

 

 

 

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Ostfriesenkiller

Moin! 
Gleich die ersten Filmsequenzen sieht man Watt so weit das Auge reicht, gepaart mit viel Wind, so wird der Krimi-Fan auf  die Landschaft Ostfrieslands eingestimmt, wo der „Ostfriesenkiller“ umgeht!
Dies ist die Verfilmung der Buchvorlage“OstfriesenKiller“ von Klaus-Peter Wolf (der übrigens auch im Film auftaucht…), die jetzt für das Heimkino herausgekommen ist.

ZDF/Sandra Hoever

Zum Inhalt:
Während eines lauschigen Stelldicheins wird ein Mann heimtückisch durch eine Fensterscheibe erschossen….
Nun ist Kommissarin Ann Kathrin Klaasens Einsatz nebst ihren Kollegen Frank Weller und Rupert gefragt.  Obwohl sie gerade in einer privaten Krise steckt, meistert sie ihre berufliche Tätigkeit sehr einfühlsam und mit dem nötigen Know-how.
Das Opfer, Ulf Speicher,  war Mitarbeiter des Heims Regenbogen e.V., wo man sich um behinderte Menschen kümmert. Ein Angehöriger eines Heimbewohners rückt bald in den Fokus der Ermittlungen, hatte er doch zuvor Beschwerdebriefe an den Toten geschrieben…
Während die Ermittlungen im vollem Gange sind, geschieht ein weiterer Mord und bald der nächste…
Nachdem Weller und Rupert den vermeintlichen Täter festgesetzt haben, meldet Ann Kathrin Klaasen dann doch ihre Bedenken an, denn ihre Intuition „zeigt“ in eine andere Richtung….
Mehr vom Inhalt dieses wirklich gut gelungen und spannend umgesetzten Kriminalfilms wird von meiner Seite nicht verraten, selber anschauen ist hier angesagt!
Wer allerdings die Bücher gelesen hat oder sich gar vom Autor selbst in der „Hörbuchfassung“ hat vorlesen lassen, der wird in der Verfilmung allerdings den feinen Humor vermissen, der eigentlich fester Bestandteil der Ostfriesenkrimis ist, aber die gekonnte Darstellung von Barnaby Metschurat als Rupert entschädigt dies Fehlen dann ein wenig.
Auch die übrigen Rollen, begonnen mit Christiane Paul als Ann Kathrin Klaassen, Christian Erdmann als Frank Weller, Peter Heinrich Brix als Ubbo Heide und auch alle übrigen Rollen sind darstellerisch ausgezeichnet besetzt, was ein großer Pluspunkt ist. Unterstrichen wird die teils düstere Stimmung mit passenden Landschaftsimpressionen, so dass man hier von einer rundum gelungenen Verfilmung sprechen kann, die hoffentlich bald fortgesetzt wird, denn weitere Buchvorlagen gibt es ja schon reichlich…
Fazit: Obwohl der feine Humor der Buchvorlage zu kurz kommt, ist die Verfilmung rundum spannend gelungen, was durch passende Landschaftsimpressionen unterstrichen wird, so daß man nicht zuletzt durch das tolle Darsteller-Ensemble hier Krimi-Unterhaltung vom Feinsten geboten bekommt! Bitte mehr davon!

 

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