TOP

Sabine Kornbichler: Das böse Kind

Durch ein anderes lesenswertes Buch der Autorin, nämlich „Wie aus dem Nichts“ bin ich überhaupt auf sie aufmerksam geworden.
Das böse Kind“ ist bereits das dritte Buch aus der Reihe um die Nachlassverwalterin Kristina „Kris“ Mahlo. Diese „Figur“ kannte ich bisher nicht, doch im Verlauf des Lesens fand ich es sehr spannend in welche „Arbeitswelt“ man hier abtaucht und was für ein interessanter Fall sich hier dann im Verlauf dem Leser präsentiert:
Kris soll den Nachlass von Michaela Bauer verwalten, die in einer WG mit zwei weiteren Mitbewohnern lebte. Bei einem Treffen mit einem der beiden erfährt sie, dass die Verstorbene während eines Gespräches mit ihm durch etwas in Panik geraten ist und dann fluchtartig aus der Wohnung auf die Straße gelaufen ist, wo sie dann tödlich verunglückt ist…
Von einer guten Freundin der Verstorbenen erfährt Kris, dass Michaela Bauer wegen eines erlittenen Traumas in die WG gezogen ist, da sie sich dort sicher fühlte, sie aber auch immer noch durch eine ganz spezielle Sache in Angst und Panik versetzt werden konnte und sie sich verfolgt fühlte….
Durch die Schilderung dieses Angstauslösers „klingelt“ etwas bei Kris und sie fühlt sich an einen anderen Fall, den sie vor einigen Jahren bearbeitet hat, erinnert. Um Erben ausfindig zu machen, muss sie auch vorhandene Tagebücher lesen, was sie damals getan hatte, wo es um ähnliche Ereignisse ging, die Kris im aktuellen Fall geschildert bekommt…
Ihr „Ermittler-Instinkt“ ist geweckt und bald scheint es so, dass sie einem Verbrecher auf der Spur ist, der offenbar immer noch sein Unwesen treibt. Dass sie auf etwas gestoßen ist, wird ihr bald klar, als sie merkwürdige Gegenstände auf ihrem Fenstersims findet und sich Personen merkwürdig verhalten, die sie kontaktiert um die Parallelen der beiden Fälle genauer zu untersuchen…
Das Buch liest sich flüssig, die Handlung ist ungemein fesselnd, die Mitwirkenden gut gezeichnet und besonders Kris mit ihrer „Neugier“ Dingen auf den Grund zu gehen und sich auch nicht einschüchtern zu lassen, kommt hier gut rüber.
Lange Zeit hat man zwar Verdachtsmomente bzw. einen von mehreren in Frage kommenden Tätern im Visier, aber greifbar wird alles erst in einer Art „Showdown“ ganz am Ende des Buches, was mir wirklich gut gefallen hat, weswegen ich es auch nicht aus den Händen legen konnte, so spannend ist es!
Fazit: Spannung pur bekommt man hier geboten, die dann noch in einem Showdown endet, so dass ich hier nur meine unbedingte Leseempfehlung aussprechen kann! Klasse!

 

 

Read More