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Veronika Aydin & Kerstin Klamroth: Bestattungsfragen

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Elfriedes zweiter Fall
Privatdetektivin Elfriede Schmittke ist auf den Hund gekommen, zwar nur leihweise und erst etwas ungewollt, aber dann doch als treuer Begleiter und zum Schluss als Hugo wieder bei seinem Herrchen ist, wehmütig und mit einer Träne im Knopfloch.
Etwas Zeit ist vergangen, seit ich den ersten spannenden und mit viel Humor angereicherten Fall „Schulsachen“ mit Elfriede gelesen habe.
Der neue Titel „Bestattungsfragen“ klingt ein bisschen gruselig und tatsächlich ist der Fund, den Elfriede und ihr Nachbar Bruno machen, der eine Firma für Tierbestattungen unterhält, sehr bizarr:
Da Elfriede Bruno um Rat fragen will, da sie sich mit Hunde-Wehwehchen nicht auskennt, macht sie sich an einem sehr heißen Tag auf den Weg zu ihm. Bei Bruno herrscht Hochbetrieb und so muss er sich eine weitere Kühltruhe zulegen. Gerade als Elfriede bei ihm eintrifft, will er einen verstorbenen Hund für die Bestattung zwischenlagern, als er die Kühltruhe öffnet, in der bereits liegt ein verstorbenes Kaninchen liegt. Doch Bruno erstarrt, denn dort liegt kein Tierkadaver, sondern gemeinsam mit Elfriede blickt er in die toten Augen einer rothaarigen Frau. Elfriede kommt als erstes aus der Schockstarre heraus und ruft die Polizei…
Erst einmal muss die Identität der Toten herausgefunden werden, was schnell gelingt, denn als Ehefrau eines bekannten ehemaligen Opernsängers, der sich mittlerweile nur noch für sein soziales Projekt, den Obdachlosenchor „Die Straßenkatzen“ engagiert, war sie des Öfteren in den Medien vertreten.
Da das tote Kaninchen mit Namen Oskar verschwunden ist, soll Elfriede es im Auftrag der Eigentümer ausfindig machen…
Natürlich kann sich Elfriede auch aus den polizeilichen Ermittlungen nicht heraushalten, ihr Spürsinn ist geweckt, denn die Tote ist ermordet worden und kurze Zeit später begeht ihr Mann einen Selbstmordversuch…..
Dieses Buch liest sich wunderbar. Es finden sich Spannung und ein sehr gut portionierter Humor in diesem Krimi. Die Personen sind gut beschrieben und die Handlung lebendig und gut nachvollziehbar. Die Täterentlarvung kommt erst ganz am Ende zustande und verblüfft, hat man doch lange Zeit eine andere Spur verfolgt, was dafür spricht, dass die Autorinnen durch ihre geschickte Erzählweise viele falsche Fährten ausgelegt haben, was mir gut gefallen hat.
Fazit: Tätersuche auf charmante Art, die Spannung und Humor enthält, bitte mehr davon!
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