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Crypto – Angst ist die härteste Währung

Koch Media VÖ 23.04.20

Angelockt durch die mitwirkenden Darsteller wie z.B. Kurt Russell und Jill Hennessy, war ich gespannt, was mich  bei „Crypto – Angst ist die härteste Währung – „aus der Film-Kategorie Thriller erwartet:
Marty Duran arbeitet in New York als engagierter junger Banker für die große Omni-Bank an der Wall Street. Allerdings ist er ein sehr gewissenhafter Mensch, der seine Aufgaben bei der Arbeit sehr genau nimmt, immer sehr akribisch nachforscht und dann dabei einer gut getarnten Geldwäsche auf die Spur kommt, weswegen allerdings bei der Omni-Bank ein großer Geschäftsabschluss platzt. Die Geschäftsleitung ist nicht glücklich darüber und versetzt ihn ausgerechnet in seine alte Heimat, einem kleinen Ort in der Provinz, wo noch sein Vater und sein Bruder mehr recht als schlecht versuchen von den Erträgen ihrer Farm zu leben.
In der ortsansässigen Bank ist eine Mitarbeiterin schwer erkrankt und Marty soll nach dem Rechten schauen und dabei die dortigen Bankgeschäfte genauer unter die Lupe nehmen…
Marty wird im Ort argwöhnisch beäugt und auch sein Bruder ist nicht besonders glücklich über seine Rückkehr. Nur Martys Freund Earl, der im Ort einen Spirituosenladen betreibt, freut sich über seine Rückkehr.  Als Marty sich an seine Aufgabe macht und die Bankgeschäfte genauer betrachtet, gerät er in einen Strudel von Ereignissen, in deren Verlauf Menschen sterben, sein Freund von dubiosen Männern kontaktiert und sein Vater entführt wird….
So aufgeschrieben, klingt das noch nach einem vielversprechenden Spielfilm. Es wird zwar im Verlauf viel über Internetgeschäfte mit Bitcoins und Geldanlagen gesprochen und auch dass dubiose Geschäfte und kriminelle Energie in diesem Bereich nichts Ungewöhnliches sind,  aber was das mit der eigentlichen Handlung zu tun hat, erfährt man nicht wirklich. Auch das Mitwirken von bekannten Darstellern ist keine Garantie für einen spannungsgeladenen Thriller, zumal die anfangs erwähnten nur einen kleinen Part im Film übernommen haben. Ich hatte mir unter dem Titel irgendwie etwas anderes vorgestellt und als Thriller möchte ich diesen Film auch nicht einordnen, dazu fehlte mir dann doch die Spannung.
Fazit: Kein Thriller, eher durchnittlich unterhaltsamer Spielfilm, der mit guten Darstellern angereichert ist
!

 

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The Hateful 8

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Fast drei Stunden lang läuft der neue Film von Quentin Tarantino! Zudem gibt es auf der Blu-ray noch Bonusmaterial mit Blick hinter die Kulissen von ca. einer Viertelstunde! Und nun sitze ich hier und versuche in Worte zu fassen, was ich gesehen habe und das fällt mir echt schwer!
Das Cover deutet auf einen Western hin, die abgelichteten Schauspieler Samuel L. Jackson, Kurt Russell, Jennifer Jason Leigh oder Walton Goggins, Demian Bichir, Tim Roth, Michael Madson und Bruce Dern sind sicherlich vielen bekannt und eigentlich ist da ja schon gute Unterhaltung garantiert, aber so ganz kann ich da nicht zustimmen….
Für meinen Geschmack ist  bei „The Hateful 8“ anfangs handlungsmäßig wenig los, dafür wird viel geredet und man muss erst einmal den roten Faden finden, um zu verstehen, um was es hier eigentlich geht:

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Eine Postkutsche besetzt mit einem Kopfgeldjäger (Kurt Russell) und seiner Gefangenen (Jennifer Jason Leigh) schlängelt sich mühsam durch die schneelastige Landschaft Wyomings. Der amerikanische Bürgerkrieg ist ein paar Jahre her und hat seine Spuren hinterlassen. Die Besatzung der Postkutsche wird von einem Anhalter, ebenfalls ein Kopfgeldjäger (Samuel L. Jackson), um Hilfe gebeten, der dann auch in der Kutsche mitfährt. Ein weiterer Fahrgast – der sich als zukünftiger Sheriff (Walton Goggins) ausgibt –  erweitert die Gruppe.
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Ein aufkommender Schneesturm zwingt die Besatzung der Postkutsche zu einem Zwischenstopp in Minnies Miederwarenladen. Dort gibt es Kaffee  und Suppe zum Aufwärmen und bereits einen weiteren Gast. Im Verlauf kommen noch weitere Personen hinzu, die alle undurchsichtig sind und die Stimmung in der Unterkunft wird durch Misstrauen, unterschiedliche Ansichten und durch die Anwesenheit der Gefangenen immer angespannter und ab hier beginnt jetzt die Handlung, die man sonst so aus Western kennt: Es fliegen reichlich blaue Bohnen…….
Der Film – unterteilt in einzelne  Kapitel  –  war teils dialoglastig, manche Szenen brutal und eklig und sollte irgendwo versteckter Witz (Reparatur Ladentür) eingearbeitet worden sein, war er nur flüchtig und kaum fassbar…..
Ennio Morricone hat für die beigesteuerte Filmmusik einen Oscar bekommen. Aber erwähnenswert finde ich auch noch den ins Ohr gehenden Titel von Roy Orbison „There won’t be many coming home“, den man im Abspann hört, denn diese Textzeile des Liedes fasst dann eigentlich das ganze Geschehen des Filmes zusammen und bringt es auf den Punkt…
Fazit: Meinen Geschmack hat der Film nicht so ganz getroffen, obwohl schauspielerisch toll besetzt. Aber eins kann ich mit Sicherheit sagen, keinem der berüchtigten Acht möchte ich je begegnen, denn es sind echt schräge Figuren und sie sind alle „mordsmäßig“ unterwegs.

 

 

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