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Klaus-Peter Wolf: Das Jahrestreffen der glücklichen Witwen

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Das knapp 90minütige Hörbuch umfasst drei Kurzkrimis aus der Feder von Klaus-Peter Wolf.
Katharina Thalbach beginnt und sie ist eine gelungene Besetzung um „Der Racheengel“ vorzutragen. Sie hat eine ganz besondere und markante Stimme, die sie geschickt modulieren kann um die passende Atmosphäre aufkommen zu lassen, wenn sie in die Person schlüpft, die den 17-jährigen Kai dabei erwischt, wie er mit Hilfe einer Nagelfeile ihren Wagen knacken will. Der zwingt sie in den Wagen einzusteigen und bedroht sie dann vom Beifahrersitz. Durch geschickte Gesprächsführung schafft es die Autobesitzerin aber den jungen Mann zu irritieren und dann den Handlungsverlauf zu ihren Gunsten zu verändern…..
„Unter Menschen“ wird von Robert Missler gekonnt vorgetragen. Hier sinniert ein Herr Kowalski darüber nach ob er überhaupt ein Mensch ist oder ob er „von ihnen gemacht“ wurde. Schon wenige Worte reichen aus um in die Gedankenwelt des Mannes einzutauchen: „Nein ich bin kein Androide“ und „Das habt ihr euch fein ausgedacht“….
Zu guter Letzt wird „Das Jahrestreffen der glücklichen Witwen“ vom Autor selbst vorgetragen. Mit seiner unvergleichlichen Stimme kommt sein ganz eigener Erzählstil mit dem „bösen“ Humor hier zum Tragen:
Einsatzort: Ausgerechnet Unna! Die Zielperson ist der 69jährige Witwer Michael, der durch eine Kleinigkeit die Denkweise der auf ihn angesetzten Dame ändert und damit ihren Auftraggeber in lebensbedrohliche Schwierigkeiten bringt….
Ich habe alle drei Kurzkrimis genossen, sie sind alle „mörderisch gut“. Die treffend besetzten Vorleser verstehen ihr Handwerk und lassen den „bösen“ Humor lebendig werden, den der Autor hier in seinem ganz besonderen Erzählstil eingewoben hat.
Fazit: „Böser“ Humor durchzieht die wunderbar erzählten Kurzkrimis, die durch die Vortragskunst der Vorleser dann lebendig werden!
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Teresa Pütz: Ausgezeichnete Morde

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Spannende Kurzgeschichten findet man in diesem Taschenbuch. Die unterschiedlichen Verfasser sind allesamt für ihr Können, nämlich Spannungsliteratur auf ganz unterschiedliche Weise zu kreieren, mit Preisen ausgezeichnet worden. Und ich muss sagen, ganz zu Recht, denn was man hier zu lesen bekommt, kann unterschiedlicher nicht sein, ist aber unterhaltsam, spannend und sehr gekonnt zusammengestellt:
Manche Autoren-Namen waren mir bereits bekannt, denn von ihnen habe ich bereits Bücher gelesen  wie z.B.  Val McDermid, Judith Merchant, Wolfram Fleischhauer und natürlich Sebastian Fitzek.
Friedrich Ani, Judith W. Taschler, Mechthild Borrmann, Tatjana Kruse, Nina George, Thomas Kastra und Harald Gilbers sollen aber hier nicht unerwähnt bleiben, denn ihre beigesteuerten Geschichten für „Ausgezeichnete Morde“ sind ebenfalls lesenswert und haben mein Blickfeld auf die Vielzahl von Krimi-Autoren erweitert, so dass ich ab und an mal nachschauen werde ob es etwas „Druckfrisches“ aus deren Federn gibt.
Bei Kurzkrimis darf man natürlich nicht zu viel vom Inhalt erzählen und deshalb will ich nur auf einige mir besonders gut gefallene hinweisen:
„In einer kleinen Straße“ hängen Plakate an Bäumen, die auf das Verschwinden eines Kindes hinweisen. Jemand entfernt diese Plakate seit einiger Zeit und macht sich so verdächtig….
Nach jeder Geschichte erfährt man etwas über den jeweiligen Autor, nämlich in diesem Falle Sebastian Fitzek, seine weiteren Werke und die erhaltenen Auszeichnungen für sein Können.
Die Queen of Crime Val McDermid ist mit „Der Schluck des Teufels“ vertreten und dieser Text hat es in sich, denn ein uraltes Fass Whisky birgt ein Geheimnis, das eigentlich nie gelüftet werden sollte….
Judith W. Taschler schreibt in „Bis das der Tod uns scheidet“ über Liebe und Eheschließung, die mit der Geburt eines Kindes gekrönt wird. Alles könnte so schön sein, doch langsam kristallisiert sich ein Problem heraus mit dem der Ehemann zu kämpfen hat: Der starke Glaube seiner Frau…..
Alle hier aufgeschriebenen Geschichten sind auf ihre Art und Weise spannend und lesenswert. Besonders gut hat mir übrigens auch „Annette schreibt eine Ballade“ von Judith Merchant gefallen, denn hier erzählt jemand seinem Tagebuch wie er mit Hilfe eines großen Dichters die Kunst des Schreibens bzw. Formulieren erlernt, was sich dann aber ganz anders entwickelt als gedacht…..
Mich haben die unterschiedlichen Kurz-Krimis gut unterhalten, sie sind nicht nur spannend, sondern abwechslungsreich und teils auch inhaltlich überraschend, da nicht vorhersehbar!
Fazit:  Von unterschiedlichen Autoren verfasste Kurzkrimis sind hier zusammengetragen. Die Verfasser haben eins gemeinsam, sie wissen mit ihren Geschichten den Leser mörderisch zu fesseln und sind deswegen zu Recht ausgezeichnet worden!

 

 

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