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Arnaldur Indridason: Tage der Schuld

Der junge Kommissar Erlendur ermittelt mit seinem Kollegen Marian Briem.
Wer bereits die Bücher und Verfilmungen über den isländischen grüblerischen Kommissar Erlendur kennt, der wird sich freuen ihn nun verjüngt in den Anfängen seiner beruflichen Laufbahn als Ermittler zu erleben. Sein langjähriger Freund und Kollege Marian Briem ist ebenfalls mit von der Partie.
Zeitlich ist die Handlung 1978 angesiedelt und dem Autor ist es gelungen hier mit dem Leser eine Zeitreise zu unternehmen, die man direkt vor Augen hat. Besonders interessant ist auch die geschichtliche „Untermalung“, so dass man Einblick in die  isländischen „Vorbehalte“ gegen den amerikanischen Stützpunkt und das Leben dort auf dem Militärgelände bekommt.
Zur Handlung: Um für ihre Gesundheit etwas Gutes zu tun, schwimmt eine Frau in einem etwas schwer zugänglichen Warmwassersee, der als Geheimtipp gilt und mitten in  einer bizarren Lavalandschaft  liegt. Im Wasser entdeckt sie die Leiche eines Mannes treiben…..
Erlendur und Marian übernehmen die Ermittlungen. Nachdem dann endlich die Identität des Toten feststeht, führt die berufliche Tätigkeit des Mannes auf die nahegelegene US-Militärbasis, wo aber die isländischen Ermittler nicht gern gesehen sind und sie viele Hürden nehmen müssen um überhaupt ermitteln zu können, was den ganzen Fall noch zusätzlich verkompliziert, denn im See ist der Mann nicht gestorben……
Neben dem aktuellen Fall geht Erlendur wieder seinem Hobby nach und beschäftigt sich mit alten Vermisstenfällen, die ihm keine Ruhe lassen. Auch diesmal durch den aktuellen Fall und den Ermittlungen auf der US-Militärbasis erinnert er sich an die Suche nach einem jungen Mädchen, die in den 50ziger Jahren spurlos verschwand und bald gibt es keinen mehr der sich an einen so alten Fall erinnert, deswegen wendet sich Erlendur an die einzige noch lebende Verwandte der Vermissten, die ihn dann beauftragt noch ein letztes Mal auf Spurensuche zu gehen…….
Beide Fälle entfalten von Anfang an eine Spannung, die so fesselnd ist, dass man „Tage der Schuld“ nicht aus der Hand legen mag. Besonders die Hartnäckigkeit  und Akribie die Erlendur hier wieder an den Tag legt und auf seine besonnene Art und Weise den Vermisstenfall erneut aufrollt, macht einfach nur Spaß zu Lesen und ich bedanke mich bei dem Autor, das er die Zeit zurückgedreht hat, so dass der grüblerische, aber ganz besondere Denker und Spurensucher Kommissar Erlendur wieder präsent ist und nun auch mit seinem Freund Marian im Einsatz ist, so dass der geneigte Leser vielleicht noch auf weitere Kriminalfälle aus der Jugend Erlendurs hoffen kann.
Fazit: Klasse! Kommissar Erlendur ist verjüngt zurück und er zeigt erneut,  dass man selbst verzwickte Kriminalfälle auch nur durch Denkarbeit lösen kann! Bitte mehr davon!

 

 

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Die Entstehung unserer Erde in 3 D und 2 D

Die Dokumentationsreihe über die Entstehung unserer Erde wird durch drei weitere Veröffentlichungen ergänzt, die wiederum sehr lehrreich und spannend aufgemacht sind. Außerdem bekommt man Orte zu sehen, die sonst zumeist nur zu Forschungszwecken freigegeben sind.
Mich hat wieder die 3D-Version fasziniert, denn so ist das Erleben z.B. unter einem Vulkan zu sein oder am Rand der Niagara-Fälle zu stehen noch atemberaubender.
Hier kommt ein kleiner Vorgeschmack auf die drei neuen Expeditionen, die sich thematisch mit der Entstehung unserer Erde befassen:

die-entstehung-unserer-erde---3d-die-san-andreas-verwerfung--der-marianengraben_JPG-I1©TiberiusFilm

Die Entstehung unserer Erde: Die San Andreas Verwerfung & Der Marianengraben

Die San-Andreas-Verwerfung ist eine geologische Formation, die sich wie eine Narbe durch die kalifornische Landschaft schlängelt. Dort treffen zwei der Erdplatten aufeinander. Die riesigen Kräfte die dort entstehen haben bereits zu zahlreichen schweren  Erdbeben in der Region geführt. Die Millionenstädte wie Los Angeles und San Francisco haben bereits viele davon erlebt. Um die genauen Gefahren abzuwägen und ein Frühwarnsystem zu entwickeln, wird in dieser Richtung immens geforscht. Die Ursachenforschung führt tief in die Erde..
Der zweite Teil der Expedition führt zum tiefsten Punkt aller Weltmeere: Dem Marianengraben. Bis man ganz bis auf den Meeresgrund hinab steigen konnte war es ein weiter Weg, denn der extreme Druck der in über 11.000 Metern Tiefe herrscht, musste erst einmal technisch ausgeglichen werden, damit ein Mensch so tief hinab tauchen konnte. Einem Zweimann-Team ist dies dann 1960 in einem ausgeklügelten Mini-U-Boot gelungen. Zu ihrem größten Erstauen fanden sie dort unten eine ganz besondere Tierwelt vor…

die-entstehung-unserer-erde---3d-hawaii--die-grossen-seen_JPG-I1©TiberiusFilm

Die Entstehung unserer Erde: Hawaii & Die großen Seen

Hawaii: Acht Inseln im tropischen Klima weit abgelegen im Pazifik und eine Gegend in der es die aktivsten Vulkane auf unser Erde gibt. Man sagt auch hier treffen Himmel und Hölle aufeinander. Trotz der immer gegenwärtigen Gefahr sind Geologen und andere Wissenschaftler unermüdlich am Erforschen wie es zu den Erdbeben, Vulkanausbrüchen und auch Tsunamis kommen kann. Besonders faszinierend fand ich an diesem Teil, wie das Kamerateam unter einer riesigen Lavaschicht in einen sogenannten Lava-Tunnel filmen konnte…
Die großen Seen  in den USA sind das größte Frischwasserreservat der Erde. Unter einem dieser fünf Süßwasserseen befindet sich ein Naturphänomen, denn bei der Suche nach Oelquellen bohrte man tief ins Erdreich und stieß anstatt auf Oel auf eine riesige Salzmine. Außerdem befinden sich in der Nähe der großen Seen auch die Niagara-Fälle und was die Forscher über dieses Naturereignis herausgefunden haben, erzähle ich hier natürlich nicht….
die-entstehung-unserer-erde---3d-der-vesuv--der-pazifische-feuerring_JPG-I1©TiberiusFilm

Die Entstehung unserer Erde: Der Vesuv & Der Pazifische Feuerring

Der Vesuv: An der Westküste Italiens ragt dieser immer noch sehr aktive Vulkan in die Höhe. In den tiefen Krater geht es tief hinab (irre in 3D!!)
Über die ständige Gefahr, in der die Menschen in seiner Umgebung leben wird berichtet und auch gezeigt, was passiert, wenn man vor den schnell fließenden Lavaströmen nicht mehr fliehen kann, was man sehr anschaulich in der zerstörten Stadt Pompej sehen kann (gruselig)
Der Pazifische Feuerring: Mit Feuerring ist eine Vulkankette gemeint, die sich über 40.000 Kilometer (!) erstreckt und aktive Vulkane von White Island im Norden Neuseelands über Japan, Kamtschatka bis hin zu den Anden umfasst. Man sitzt gebannt vor dem Fernseher und ist fasziniert von der Schönheit, aber auch Zerstörungswut der geballten Kräfte unserer Erde.
Fazit: Wie schon die drei Teile zuvor aus der Reihe kann man auch diese drei nur empfehlen, denn besser kann man die Entstehungsgeschichte der Erde nicht erklärt bekommen. Und in 3 D hat man das Gefühl man ist ganz nah dabei und zuckt zusammen, wenn ein Vulkan seine Lava speiht!

Hier geht es zu den drei vorherigen Teilen Die Entstehung unserer Erde in 3 D

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