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Miroslav Nemec: Die Toten von der Falkneralm – Mein erster Fall

Die Toten von der Falkneralm von Miroslav Nemec

Miroslav Nemec ist der Schauspieler, der für mich als Krimi-Fan natürlich unabdingbar mit  seiner „Tatort“-Rolle als Kommissar Ivo Batic verbunden ist, wo er in München mit seinem langjährigen Kollegen Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) spannende Kriminalfälle löst.
Nun ist aus dem Schauspieler der Autor geworden und „Die Toten von der Falkneralm“ ist sein Debut. Er liest seinen ersten Fall selbst vor, was gut passt, denn Miroslav Nemec hat selbst einen Part in der Geschichte übernommen. Er ist als Schauspieler nämlich für eine Krimilesung gebucht worden….
Zu einem „Mörderischen Wochenende“ wird er auf der Falkneralm erwartet, einem Hotel im Berchtesgadener Land, das nur durch eine einzige Seilbahn erreichbar ist. Der Autor ist glücklich als er die Fahrt mit der Seilbahn hinter sich hat und er bezieht sein Zimmer, am nächsten Tag soll die Veranstaltung beginnen. Einige Gäste, die der Lesung beiwohnen wollen, sind schon eingetroffen, aber die anderen, die unten noch an der Seilbahnstation ankommen, erreichen ihr Ziel nicht, denn ein schlimmes Unwetter mit Sturm, Gewitter und Regen schneidet ihnen den Weg ab. Im Berghotel trifft man sich an der Bar und man versucht das Beste aus der Situation zu machen. Der Autor lernt einige Gäste kennen und Smalltalk ist angesagt bis die ungetrübte Stimmung plötzlich umschlägt, denn einer der Gäste wird tot im Schwimmbad des Hotels aufgefunden, man geht von einem tragischen Unfall aus, doch dann kommen plötzlich Zweifel auf, denn in kürzester Zeit versterben noch zwei weitere Gäste….
Nun ist der Detektivsinn des Schauspielers geweckt und mit Hilfe einer durch Zufall unter den Gästen anwesenden „richtigen“ Polizistin begibt er sich auf Spurensuche und bald kommt tatsächlich der Verdacht auf, hier könnte es sich um einen perfiden Mordplan handeln….
Ich muss sagen, ich habe mich hier gut unterhalten gefühlt, allerdings hätte es noch ein Schuss mehr Spannung sein dürfen. Da Herr Nemec sein Buch selbst vorträgt, kommt das „Persönliche“ sehr gut rüber und man hat das Gefühl man sitzt ihm gegenüber und er erzählt diese Geschichte so, als wenn sie ihm in der Realität passiert ist. Der Erzählstil ist flüssig, gut nachvollziehbar und Situation werden sehr anschaulich geschildert, was mir gut gefallen hat. Bitte mehr davon!
Fazit: Miroslav Nemec kann nicht nur gut schauspielern, sondern auch sein Debut als Krimi-Autor ist ihm gut gelungen. Da er die Lesung selbst übernimmt, ist das Hörbuch besonders zu empfehlen!
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Dora Heldt: Jetzt mal unter uns….

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Besonders gut gefallen mir neben den eigentlichen Büchern von Dora Heldt auch die Cover ihrer Veröffentlichungen. Auch diesmal ist es wieder sehr gut gelungen und ganz schnell habe ich mich bildlich gesprochen in den weißen Dünensand gesetzt und habe die Autorin, die dort am Tischchen sitzt,  sagen hören: „Jetzt Mal Unter Uns…“ Das kann jeder nachmachen, denn das Hörbuch wird von Dora Held selbst vorgetragen.
Mir gelingt das besonders gut, denn ich hatte bereits das Vergnügen und habe der Autorin bei einer ihrer Lesungen aus der ersten Reihe lauschen dürfen.
Auf den zwei CD’s sind ihre Kolumnen zusammengefasst, die sie in der Zeitschrift „FÜR SIE“ veröffentlicht hat.
Gleich zu Anfang schildert sie wie sie in einem Telefongespräch versucht ihrer Mutter zu erklären, was denn eigentlich eine Kolumne ist. Die versteht sie nämlich falsch und denkt, die Autorin soll jetzt von dieser  Frauenzeitschrift Tipps für ihr neues Outfit oder eine neue Haarfarbe bekommen.
Nachdem der Irrtum erklärt ist, macht die Mutter den Vorschlag Dora Heldt solle doch über Läuse auf Begonien schreiben, das wäre doch bestimmt ein Thema, das jede Frau interessieren würde….
So erfährt man auch in den kleinen Alltagsgeschichten etwas über Tischmanieren von Kindern, die Bikinifigur, wie man sinnvoll einen Keller entrümpelt oder sie lüftet auch das Geheimnis ihrer schwarzen Strickjacken. Ein anderes Thema ist Kochen mit Freunden, das dann zu einer Art Wettkampf ausartet. Auch schildert sie, wie kurfristig angesetze Besuche ihrer Eltern bei ihr eine einer Art Putzpanik auslösen und ihre blitzeblanke Wohnung trotz allem ihre Mutter nicht zufriedenstellt.
Schon nach der ersten kleinen Geschichte der Autorin ertappe ich mir dabei, dass ich zustimmend nicke, denn in vielen Dingen habe ich die gleiche Erfahrung gemacht, auch kann ich vieles nachempfinden, was sie hier treffsicher niedergeschrieben hat.
Dora Heldt hat eine erfrischende Beobachtungsgabe und hat dies wörtlich auf den Punkt gebracht und in ihren Kolumnen niedergeschrieben. Es aus ihrem eigenen Mund vorgetragen zu bekommen, macht es noch einmal persönlicher und sie spricht bestimmt nicht nur mir aus der Seele, wenn sie von ihren Erlebnissen und Alltagssituationen berichtet, wie z.B. Porzellan zum Abwinken, dass von der Oma für sie seit ihrem 14. Lebensjahr gesammelt wird und von der Mutter dann noch in Panik in riesiger Menge als Restkauf angeschafft wird, denn es könne ja mal etwas kaputt gehen…..
Fazit: Einfach herrlich! Diese Kurzgeschichten treffen voll ins Schwarze!
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