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Tony Parsons: In eisiger Nacht

Lübbe
Hatte ich bei „Dein finsteres Herz“ gehofft, dass Detective Max Wolfe nach so einem Debut noch weitere Einsätze in London hat, setzte Tony Parsons mit „Mit Zorn sie zu strafen“  dann spannungsmäßig noch einen drauf. Historische Ereignisse und immer noch existierende geschichtsträchtige Orte in London kombiniert mit einer sehr spannenden Kriminalhandlung gab es dann in „Wer Furcht sät“. Nun ist der vierte Teil mit dem Titel „In eisiger Nacht“ erschienen, den ich nun selbst gelesen habe, denn zuvor hatte ich mir die Hörbuch-Versionen mit Dietmar Wunder als Vorleser gegönnt.
Es ist Winter in London und Detective Wolfe nebst seiner Kollegin Edie warten in sicherer Entfernung in einen „ausgestorben“ wirkenden Teil Chinatowns, dass sich das Gerücht einer Bombe in dem halb auf dem Gehweg abgestellten Kühllaster nicht bewahrheitet. Tatsächlich gibt es bald Entwarnung und nun kann der Lkw geöffnet werden…
Es ist ein schrecklicher Anblick, der sich den Ermittlern dann bietet, denn im Laderaum des Lasters befinden sich zwölf erfrorene Frauen unterschiedlichster Nationalität. Offensichtlich hatten sie noch versucht aus ihrem eisigen Gefängnis zu entkommen,  was ihnen nicht gelang.
Bei der Durchsuchung des Führerhauses werden dreizehn Pässe von Frauen gefunden, doch im Lkw befinden sich nur zwölf davon, ist es tatsächlich einer von ihnen gelungen, zu fliehen?
Ab hier beginnt eine großangelegte Suche nach dem spurlos verschwundenen Fahrer des Lkw’s,  der fehlenden Frau, den Schleusern, den Hintermännern und das vorrangige Ziel ist es, den großen Unbekannten zu entlarven, der für den weit verzweigten Menschenhandel  zur Verantwortung gezogen werden kann. Besonders die Frage warum die Frauen sterben mussten und wie sie illegal ins Land geschmuggelt wurden, beschäftigt die Ermittler sehr und sie geraten bei den Ermittlungen in sehr brenzlige lebensbedrohliche Situationen……
Wie man es aus den vorherigen Büchern der Reihe kennt, gibt es immer auch einen ganz kleinen, nicht von der Rahmenhandlung ablenkenden Einblick ins Privatleben des alleinerziehenden Max Wolfe, der sich hingebungsvoll um seine sechsjährige Tochter Scout und den Familienhund Stan kümmert.
Dem Autor ist es erneut gelungen mich mit seinem neuen spannenden Buch von der ersten Seite an, fesselnd zu unterhalten, so dass ich es nur empfehlen kann und auf eine Fortsetzung der Reihe hoffe!
Fazit: Volle Punktzahl für Fall Nr. 4!  Von der ersten Seite an fesselnd, thematisch am Puls der Zeit, spannend und erschreckend anschaulich präsentiert!

 

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Lone Theils: Das Meer löscht alle Spuren

rororo

Mich hatte im Mai letzten Jahres bereits das erste spannende Buch „Die Mädchen von der Englandfähre“ über die Journalistin Nora Sand, die mit ihrem Kollegen Pete in London für eine dänische Zeitung arbeitet, begeistert.
Jetzt folgt mitDas Meer löscht alle Spuren“ der zweite journalistische Einsatz der beiden.
Während viele Medienvertreter vergeblich versuchen ein Interview mit dem bekannten iranischen Dichter Manash Ishmail zu gekommen, der nach seiner Flucht aus seinem Heimatland in einem Flüchtlingsheim in Dänemark sitzt, will dieser zur großen Überraschung für Nora nur mit ihr sprechen. Doch bevor er ihr ein Exklusiv-Interview gibt, tritt er mit einer großen Bitte an sie heran:
Manash ist zusammen mit seiner Frau Amina aus dem Iran geflohen, doch sie wurden getrennt, er vermutet sie in London, doch er kann sie telefonisch nicht erreichen, weswegen er Nora eindringlich bittet, seine Frau zu suchen.
Während Nora sich mit dem Fall vertraut macht und bröckchenweise vorankommt, führt sie eine Spur in ein Abschliebelager, das wie eine Festung von einer dubiosen Security-Firma abgeschirmt und bewacht wird.
Parallel zu dieser Personen-Suche, bekommt sie von ihrem Chef den Auftrag über einen bekannten Firmenchef ein Porträt zu verfassen, dass anlässlich seines Geburtstags veröffentlich werden soll. Während Nora für diesen Artikel recherchiert, stößt sie auf Zusammenhänge, die ihr bei der Suche nach Amina bald nützlich sind….
Von der weiteren Handlung möchte ich hier gar nichts preisgeben, denn dazu ist dieses Buch einfach zu spannend und lesenswert!
Nur so viel sei noch verraten, im Verlauf geraten Nora nebst ihrem Kollegen Pete in höchste Lebensgefahr, denn sie st0ßen bei der Suche nach Amina auf ein skrupelloses Pharma-Unternehmen, das kurz davor ist ein bahnbrechendes Medikament auf den Markt zu bringen, komme was da wolle und „schnüffelnde“ Reporter kann dieses Unternehmen nun gar nicht gebrauchen…..
Vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingsproblematik ist es der Autorin gelungen, einen spannenden, bis zum Schluss fesselnden Kriminalroman zu schreiben. Die Figuren sind gut gezeichnet, die unterschiedlichen Schauplätze anschaulich/bildhaft beschrieben, so dass man gut ins Geschehen abtauchen und die vielfältigen Emotionen, die hier aufkommen, durchaus nachvollziehen kann.
Fazit: Rundum gelungener, spannend geschriebener Kriminalroman, der bis zum Schluss so fesselt, dass man das Buch kaum aus den Händen legen mag. Klasse, bitte mehr davon!
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Paddington 2

Studiocanal VÖ 26.03.18

Das Warten hat ein Ende und nun gibt es mit „Paddington 2“ fürs Heimkino, die ersehnte Fortsetzung der Buchverfilmung „Paddington“ des britischen Kinderbuchautors Michael Bond.  Widmete sich der erste Film „Paddington“ noch den „Kinderjahren“ des kleinen Bären mit den guten Manieren und erzählte wie er nach London kam und bei der Familie Brown ein neues Zuhause bekommt, ist er nun bereits in der Wohngegend der Browns gut bekannt und er hat Kontakt zu vielen Menschen, die ihm während seines täglichen Lebens begegnen und seine liebenswerte Art mögen.
Bald feiert Paddingtons Tante Lucy ihren 100. Geburtstag und da will er ihr ein ganz besonderes Geschenk machen. Es dauert auch nicht lange und er findet im Gruber-Antiquitäten-Laden ein ganz schönes aufklappbares Bilderbuch über London, das er für seine Tante kaufen möchte. Aber das Buch ist sehr teuer und Paddington hat nicht so viel Geld, also muss er es verdienen und er scheut keine Arbeit, sei es nun als Aushilfe beim Friseur oder als fleißiger Fensterputzer. Es nähert sich der Tag an dem er das Geld für das Geschenk zusammen hat.  Auf seinem Nachhauseweg schaut er noch einmal durchs Schaufenster des Antiquitätenladen und wird Zeuge als ein Dieb genau besagtes Buch vor seinen Augen stiehlt, Paddington versucht den Mann noch zu verfolgen, was ihm aber nicht ganz gelingt, denn der Mann verwandelt sich vor seinen Augen in eine Rauchwolke…
Die herbeigerufene Polizei sieht in Paddington den Dieb und alles Beteuern, dass er das nicht sei hilft ihm nichts und er landet im Gefängnis…
Familie Brown versucht indes anhand einer Phantomskizze den richtigen Dieb zu finden…..
Der Film verzaubert den Zuschauer gleich wieder von Beginn an, denn diesen Bärenaugen kann man sich nicht entziehen. Wenn auch im neuen Film nicht so viele lustige Begebenheiten oder Tapsigkeiten von Paddington vorkommen wie man es aus Teil 1 kennt, ist die Handlung aber wieder genau auf die Charaktereigenschaften des sympathischen Bären zugeschnitten und zeigt z.B.  seinen besonderen Mut auf, wenn er sich dem gefürchteten Koch des Gefängnis gegenüberstellt und sich für besseres Essen einsetzt und auch noch seine Vorliebe für Orangenmarmelade zum Tragen kommt…
Besonders gut hat mit die filmische Umsetzung gefallen, wie die Macher Paddington nebst Tante Lucy durch das Pop-up-Buch laufen lässt. Bekannte Schauspieler wie Brendon Gleeson als Gefängniskoch und Hugh Grant in der Rolle eines Schauspielers (!) und natürlich Elyas M’Barek, der Paddington seine Stimme leiht, runden den Film ab und machen daraus einen sehenswerten Film, der sicherlich die ganze Familie wieder begeistern und gut unterhalten wird.
Außerdem gibt es noch reichlich Bonusmaterial mit Interviews und Making of.
Fazit: Gelungene Fortsetzung, die aus dem tapsigen Bärchen einen schlauen und liebenswerten Bären hat werden lassen, der weiterhin durch seinen Charme die Zuschauer ganz schnell in seinen Bann zieht! Bitte weiter so!
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Jane Corry: Lass mich los

Diana Verlag

Nach einer Pressemeldung 2015 im Daily Telegraph geht es erst einmal 15 Jahre in die Vergangenheit, wo die junge Anwältin Lily und der Künstler Ed gerade geheiratet haben.
Beruflich startet Lily gerade erst als Anwältin und ihr erster komplizierter Fall dreht sich um den wegen Mordes an seiner Freundin verurteilten und in Haft sitzenden Joe Thomas, der seine Unschuld beteuert und durch neue Beweise ein neues Gerichtsverfahren erwirken will.
Der erste Gang ins Gefängnis zu ihrem Mandanten fällt Lily schwer. Als sie Joe Thomas dann gegenübersitzt, umgibt diesen eine faszinierende Aura. Seine eigenwillige Art in Rätseln zu sprechen und sein gesamtes Auftreten erinneren Lily dann schmerzlich an jemanden aus ihrem näheren Umfeld…
Während sie sich in ihre Arbeit stürzt, gerät ihr Eheleben in Schieflage…
Im gleichen Haus wohnt die kleine Carla mit ihrer Mutter Francesca. Die Mutter ist alleinerziehend und Carla hat es schwer in der Schule, wo sie vielen Hänseleien ausgesetzt ist.
Im Verlauf der Handlung wird Carla die meisten Sonntage bei Lily und Ed verbringen. Ed hat eine künstlerische Ader und er ist von der kleinen Carla und ihrem Wesen fasziniert und er malt sie. Ein ganz besonderes Bild entsteht, das dann im weiteren Verlauf Ed zu einem gewissen Ruhm verhilft.
Irgendwann verschwindet dann Carla mit ihrer Mutter von der Bildfläche, Lily und Ed werden Eltern eines Sohns, der ihnen allerdings durch eine Erkrankung viele Sorgen bereitet und so vergehen die Jahre…
Im zweiten Teil des Buches sind zwölf Jahre vergangen und der Leser begegnet der jungen Carla, die sich auf den Weg nach London macht um ihr Jurastudium zu vervollständigen.
Carla ist eine Schönheit geworden und sie weiß um ihr Aussehen und die damit verbundenen Chancen zu nutzen…
Carlas, Lilys und Eds Wege kreuzen sich wieder, was allerdings im Verlauf schwerwiegende Veränderungen bei allen zur Folge hat und letztendlich wieder zu der Pressemitteilung im Jahr 2015 im Daily Telegraph führt…..
In unterschiedlichen, immer wieder wechselnden Sichtweisen von Lily und Carla wird diese Geschichte hier erzählt. Man hat während des Lesens die Mitwirkenden gut vor Augen, auch wenn keiner davon mir so richtig sympathisch ist, denn alle scheinen irgendwie Geheimnisse zu haben.
Auch als richtigen Psychothriller möchte ich „Lass mich los“  nicht unbedingt einordnen, sondern eher als gut gelungenes, packendes Ehedrama, was aber nicht weniger spannend und fesselnd erzählt wird. Zwar ist es stellenweise etwas „wackelig“ in der Handlung, da man den Verlauf manchmal erahnen kann, aber die Autorin kriegt immer wieder zu guter Letzt die Kurve, was mir gut gefallen hat. Das ganze Buch hindurch schwebt eine „Ungewissheit“ über dem ganzen Geschehen und man wartet eigentlich immer darauf, dass gleich etwas Schlimmes passiert, was ja dann auch tatsächlich mehrfach stattfindet….
Fazit: Ich habe dieses Buch gern gelesen, ungern aus der Hand gelegt, da die Handlung fesselnd war und ich kann nur hoffen, dass die Autorin weitere spannende Bücher dieser Art formuliert!

 

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The Limehouse Golem

  Concorde Home Entertainment, VÖ 30.12.17

1880 geht die Angst unter der Londoner Bevölkerung um, denn eine Serie von brutalen Morden im Bezirk Limehouse ist das Gesprächsthema Nr. 1, denn der Täter ist noch nicht gefasst, was die Menschen sehr beunruhigt.
Police Inspector Kildare (toll gespielt von Bill Nighy), der eigentlich in einem ganz anderen Bereich von Scotland Yard arbeitet und mit der Aufklärung von Morden keine Erfahrung hat, soll nun diesen umtriebigen Killer fangen….

Bei der Tatortbesichtigung fällt  ihm dann eine blutige Botschaft in lateinischer Sprache an der Wand auf, doch was will der Täter hier mitteilen?
Da der ganze Bezirk Limehouse kein Vorzeige-Ort ist und durch seine düsteren Gassen die Szenerie noch unheimlicher ist, kann man sich gut vorstellen, dass durch die sehr blutrünstigen Mordfälle bald unter der Bevölkerung das Gerücht umgeht, dass die Verbrechen von einem sagenumwobenen Wesen, nämlich dem Golem (laut jüdischer Literatur eine aus Lehm geformte menschenähnliche Kreatur, die besondere Kräfte entwickeln kann) verübt worden….

Die Nachforschungen führen Inspector Kildare in die Welt des Varieté bzw. zu dem Travestie-Künstler Dan Leno, wo er auch die junge Elisabeth Cree kennenlernt, die eine besondere Faszination auf ihn ausübt, aber auch im Verdacht steht, ihren Ehemann vergiftet zu haben….

Im Verlauf gibt es einige Verdächtige die für die Morde in Betracht kommen und sie werden durch eine besondere Betrachtungsweise dem Zuschauer präsentiert, so dass jeder sich selbst ein Bild machen kann, wer nun für die bestialischen Taten in Frage kommt..

Ob Inspector Kildare diesen Fall überhaupt lösen kann, bleibt hier unerzählt..
The Limehouse Golem“ ist  ein düsterer und mit einigen „unschönen“ Szenenbildern ausgestatteter Spielfilm, der darstellerisch in allen Rollen sehr passend besetzt ist. Die Gesamtkulisse ist gut eingefangen und man hat das Gefühl einen Zeitsprung in die damalige Zeit getan zu haben und besonders die Szenerie nebst Galgen lässt einen schon die Nackenhaare hochstehen….
Fazit: Düsterer, unterhaltsamer und sehenswerter Spielfilm, der darstellerisch in allen Rollen gut besetzt ist und durch das passende Ambiente eine unheimliche Stimmung verbreitet

Hier gehst zur Facebook-Seite des Films

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Rellik – Staffel 1 –

Bei der sechsteiligen britischen Krimi-Serie „Rellik“ ist einiges anders, denn hier wird die Handlung teilweise rückwärts gespult bzw. erzählt! Liest man den Serientitel rückwärts steht dort dann „Killer“ und den bekommt man dann gleich zu Anfang der Serie wie folgt präsentiert:
Ein Mann ist auf der Flucht vor der Polizei, die kann ihn stellen und als es dann zur Verhaftung kommen soll, läuft einiges schief,  denn der offenbar psychisch kranke Mann reagiert anders als erwartet auf seine Verfolger und dann fallen Schüsse, in deren Verlauf der Mann stirbt. Man hatte ihn verdächtigt eine Serie von brutalen „Säure-Morden“ in London begangen zu haben…
Der zuständige leitende DCI Markham wurde selbst Opfer einer dieser Säure-Attacken und sein Gesicht ist entstellt. Doch nachdem er aus dem Krankenhaus entlassen wurde, will er nur eins, den Täter dingfest machen und den Fall abschließen.
Doch ob der Hauptverdächtige tatsächlich die sehr brutalen Morde begangen hat, fragt man sich dann schon beim ersten „Zurückspulen in der Zeit“, denn der Getötete hatte seiner Ehefrau noch eine wichtige Nachricht hinterlassen, die dann die Ermittlungen in eine andere Richtung weisen und somit auch weitere Personen verdächtig erscheinen und befragt werden müssen…
So aufgeschrieben klingt der Handlungsverlauf ganz nachvollziehbar, was aber beim Anschauen nicht immer gleich klar und deutlich ist.  Was anfangs noch als interessante Variante einer Krimi-Erzählung durchgeht, wird nach dem wiederholten Hin- und Herspulen diffus, undeutlich und ist nicht besonders spannungsfördernd.
Die ganzen „Nebenschauplätze“ sowie die privaten Verwicklungen der Ermittler untereinander bzw. mit Informanten und wie man überhaupt auf dem Revier miteinander umgeht, macht keinen sonderlich seriösen Eindruck, besonders  wenn es darum geht eine brutale Mordserie aufzuklären. Man hat eher den Eindruck die Ermittler sind geistig mit ganz anderen Dingen beschäftigt, als sich auf den Fall zu konzentrieren, weshalb die eigentliche „Mordermittlung“ in den Hintergrund gerät und so die Spannung bald verloren geht…
Eigentlich sehe ich britische Krimis und Serien sehr gerne, denn die meisten sind wirklich sehenswert und punkten schon durch ihre besonderen Ermittler, was sich dann auch durch mehrere Staffeln erfolgreich fortsetzt. Bei dieser Serie hier war mir das mehrfache Rückwärtsspulen dann etwas  zu viel des Guten und das Staffelende war für mich keine Überraschung, da ich schon nach kurzer Zeit eine Vermutung diesbezüglich hatte….
Fazit: Die neue Erzählvariante verlangt dem Zuschauer einiges ab, so dass die Spannung hier leider recht bald verloren geht!
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Zeugin der Anklage

Agatha Christie’s Film-Klassiker „ Zeugin der Anklage “ in einer Neuverfilmung, die sich sehen lassen kann!
Ich kann mich noch schwach an die Schwarz-Weiß-Verfilmung mit Marlene Dietrich und Tyrone Power, allerdings nicht mehr den genauen Handlungsablauf erinnern, so dass ich beim Anschauen des Remake genauso überrascht wurde, was für tückische/unvorhersehbare Wendungen hier den Handlungsverlauf bestimmen:
England im Jahr 1923: Emily French (Kim Cattrall) ist eine etwas in die Jahre gekommene, jedoch wohlhabende Witwe, die die Gesellschaft jüngerer Männer liebt und daher wechseln auch ständig ihr Umgang und ihre Begleiter, denn sie wird ihnen schnell überdrüssig. Dann lernt sie in einem Lokal den von einem Job zum anderen wechselnden dortigen Kellner Leonard Vole kennen und sie vereinnahmt ihn für sich, obwohl er nicht frei und ungebunden ist…

Einige Wochen geht diese „Zweisamkeit“ gut bis Mrs. French von ihrer Haushälterin ermordet aufgefunden wird. Diese kann der Polizei auch gleich berichten, wen sie als Täter für wahrscheinlich hält, nämlich Leonard Vole….

Im Verlauf kommt es zur Gerichtsverhandlung, wo Leonard Vole wegen Mordes angeklagt wird. Sein Rechtsbeistand John Mayhew versucht die Unschuld seines Mandanten zu beweisen, doch ob ihm das gelingt?
Ab hier fängt der Kriminalfall erst richtig an…..
Die Ausstattung des Films mit Einblick in die damalige Varieté-Szene, die Kostüme und die Gesangsdarbietungen sind gelungen.  Die Darsteller sind alle gut gewählt und besonders Toby Jones als Voles etwas kränkelnder Anwalt John Mayhew ist eine tolle Besetzung. Kim Cattrals Rolle ist ja „zwangsläufig“ nur kurz, aber doch sehr passend besetzt.
Undurchsichtige Charaktere geben sich hier die Klinke in die Hand, denn man weiß eigentlich bis zum Schluss nicht wer hier die Wahrheit sagt bzw. wer Mrs. French getötet hat, denn der Angeklagte beteuert seine Unschuld und pocht auf ein Alibi…
Tolle Darsteller, das Ambiente und die Ausstattung des Films passen in die Zeitepoche und der wendungsreiche  Mordfall ist sehr gut in Szene gesetzt, so dass man von einem gelungenen sehenswerten Remake des Krimi-Klassikers sprechen kann!
Fazit: Remake gelungen! Sehenswerte Krimi-Verfilmung mit toller schauspielerischer Besetzung, Ansehen lohnt sich!
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