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Harlan Coben: Wer einmal lügt

Wer einmal luegt von Harlan Coben

Obwohl Harlan Coben wohl schon mehrere spannende Bücher geschrieben hat, hatte ich bis dato nichts von ihm gehört. Aus diesem Grunde habe ich mich auch für die ungekürzte Hörbuchfassung entschieden.
Ein bisschen Zeit muss man schon investieren, denn die vollständige Lesung geht über 12 Stunden. Doch die Zeit vergeht wie im Fluge, was zum einen mit dem Vorleser Detlef Bierstedt zusammenhängt und natürlich mit der Handlung von „Wer einmal lügt“. Detlef Bierstedt schafft durch seine markante Stimme den Zuhörer zu fesseln und bald ist man im Geschehen gefangen:
17 Jahre ist es her, dass sich das Leben von Cassie von heute auf morgen ändert. Sie arbeitet als Stripperin und sie macht das gern, obwohl die Lokalitäten in denen sie arbeitet eher schäbig sind. Dann passiert etwas Schreckliches und sie flieht, weit, weit weg von ihrem bisherigen Leben und sie ändert ihre Identität und heißt fortan Megan. Sie heiratet und bekommt zwei Kinder. Ihr Ehemann, der ihr ein Leben in einem schönen Haus und in einem noblen Wohnviertel ermöglicht, ahnt nichts von ihren früheren Leben.
Seit 17 Jahren verschwinden immer wieder Menschen spurlos. Als Megan von dem erneuten Verschwinden eines jungen Mannes hört, rumort es in ihr und sie fühlt sich an ihre Vergangenheit erinnert…
Das ist nur ein kleiner Teil der Handlungsstränge die der Autor hier niedergeschrieben hat. Der Zuhörer lernt einige Personen aus der Vergangenheit von Megan kennen, die dann im Verlauf der Handlung bei einem Rechtsanwalt in dem Ort ihrer Vergangenheit auftaucht um dort Angaben zu der schrecklichen Nacht, die alles veränderte, zu machen.  Doch sie kann die weiteren Geschehnisse nicht aufhalten, denn es gibt Tote überall wo Megan auftaucht und scheinbar ist der Killer jetzt hinter ihr her……
Dadurch das man auch als Zuhörer nicht weiß, was Megan zu ihrem Identitätswechsel veranlasst hat und der Autor durch seine geschickte Erzählweise den Zuhörer nur ganz langsam in die Vergangenheit führt, liegt eine knisternde angespannte Ungewissheit in der Luft. Auch die Lösung des Rätsels wer oder was Megan 17 Jahre lang eine Lüge leben ließ, kommt er fast am Ende des Buches zum Vorschein, so dass man gar nicht anders kann als gebannt zuzuhören.
Fazit: Detlef Bierstedts Stimme und die Handlung an sich fesseln den Zuhörer!
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