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Tina Frennstedt: Cold Case  – Das verschwundene Mädchen

Lübbe

Die Autorin arbeitet beim schwedischen Fernsehen als Kriminalreporterin und ihr Hauptaugenmerk richtet sich auf Kriminalfälle, die nie aufgeklärt wurden.
Das verschwundene Mädchen“ ist das Thriller-Debüt  aus der „Cold-Case-Reihe“. Die Geschichte ist  – wie man am Ende des Buches erfährt – hauptsächlich fiktiv, enthält aber auch Teile, die auf wahren Begebenheiten basieren.
Im Mittelpunkt des Geschehens steht Hauptkommissarin Tess Hjalmarsson, die das Ermittler-Team  im schwedischen Malmö leitet und hier gibt es einen kleinen Einblick in den Kriminalfall, den sie gerade „auf den Tisch“ bekommen haben:
Anfang Februar 2018 ist eine Spaziergängerin mit ihrem Hund am Strand unterwegs, dabei findet sie die Leiche einer Frau, die wie sich später herausstellt, brutal vergewaltigt und mit ihrem eigenen Baseballschläger getötet wurde. Bei der Rekonstruktion des Tathergangs gibt es auffällige Parallelen zu einer Vergewaltigungs- und Mordserie in Dänemark. Die dortige Polizei hat zehn Jahre lang vergeblich versucht den Täter aufzuspüren….
Leider bleibt es auf schwedischer Seite nicht bei dem einen Übergriff. An einem weiteren Tatort gelingt es der Polizei Spuren zu sichern, die dann zur großen Überraschung des gesamten Teams zu einem ungelösten Vermisstenfall führen, wo vor vielen Jahren die 19-jährige Annika spurlos verschwand…
Wie und ob überhaupt die Fälle zusammenhängen, wird hier nicht erzählt, denn das Buch lohnt sich auf jeden Fall zu lesen. Die Erzähltechnik, die sich aus unterschiedlichen Sichtweisen sowie verschiedenen Zeitebenen zusammensetzt, ist gelungen und liest sich sehr gut. Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt und besonders in der Annahme eines realen Hintergrunds, ist hier ein „Gänsehaut-Effekt“ vorhanden!
Inhaltlich hätte es für meinen Geschmack etwas weniger von Tess Privatleben sein können und dafür mehr von der polizeilichen Aufarbeitung bzw. mehr Einblick in die aufwendige Ermittlungsarbeit der Kriminalfälle,  aber das nur am Rande. Die Autorin sollte man sich unbedingt merken und da bereits ein weiteres Buch aus der Reihe für nächstes Jahr angekündigt ist, werde ich das ganz bestimmt wieder gerne lesen!
Fazit: Diese Autorin sollte man sich unbedingt merken, ihr fesselndes Thriller-Debüt ist sehr gut gelungen so spannend darf es gern weitergehen!
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Die Brücke – Transit in den Tod – Staffel 3

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In der dritten Staffel „Die Brücke – Transit in den Tod“ hat Saga Norén als Ermittlerin der schwedischen Polizei in Malmö diesmal einen schweren Stand, denn sie ist auf sich gestellt, denn durch ihre Aussage sitzt nun ihr dänischer Kollege Martin Rohde wegen Mordes für lange Zeit im Gefängnis.
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Durch den bizarren Mord an einer dänischen Frau, die in einer Lagerhalle in Malmö an einem Tisch sitzend aufgefunden wird, und wie ein Kunstwerk drapiert wurde, bekommt Saga Unterstützung von einer dänischen Kollegin, die allerdings im Verlauf der Handlung schwer verletzt wird und durch den dänischen Kollegen Henrik Sabroe ersetzt wird.
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Da hat man nun ein Ermittlerduo zusammengebracht, dass jeder für sich seine sozialen Schwierigkeiten hat. Henrik Sabroe ist durch ein privates Trauma irgendwie neben der Spur. Er wirft ständig irgendwelche Pillen ein, weil er nachts nicht schlafen kann, denn die Sorge um seine seit Jahren vermisste Frau und seine zwei Töchter hält ihn wach.
Dann taucht plötzlich Sagas Mutter auf, da ihr Vater im Sterben liegt. Mutter und Tochter hatten seit Jahren keinen Kontakt und Saga will auch keinen…
Während der Ermittlungen im Fall der toten Dänin wird Sagas Chef Hans entführt und später dann verstümmelt und auch in Szene gesetzt, aufgefunden. Sein Leben hängt am seidenen Faden, was Saga schwer belastet und sie nun auch noch eine neue Vorgesetzte bekommt, die so ganz anders als ihr bisheriger Chef ist….
Es passieren noch weitere bizarre Morde und die Zusammenhänge zu erkennen, ist harte Arbeit, die Saga und Henrik neben ihren privaten Problemen dann einiges abverlangt.
Schwache Nerven darf man auch bei dieser Staffel nicht haben, denn die Mordfälle haben es in sich und lassen schon mal eine Gänsehaut erscheinen. Schon in den zwei Staffeln zuvor wird die Rolle der Saga Norén  eindrucksvoll von Sofia Helin gespielt und es würde etwas fehlen, wenn nicht dann und wann dem Zuschauer durch ihre besondere Art und Weise nicht auch ein kleines Schmunzeln entlockt wird.
Allerdings kommen durch die privaten Probleme und im Verlauf dann die etwas psychisch angeschlagene Saga und den pillenschluckenden, problembeladenen  dänischen Kollegen  die eigentlichen Ermittlungen etwas ins Hintertreffen.  Deshalb fand ich dann das „Warum“ es zu den vielen brutalen Morden überhaupt gekommen ist auch etwas schwer nachvollziehbar, bzw. einfach zu unspektakulär im Gegensatz zu der ganzen Brutalität, die sich durch die dritte Staffel zieht, was etwas schade ist, denn man verbringt ja lange Zeit als Zuschauer in dieser düsteren Anspannung und da hätte ich mir eine etwas andere Auflösung gewünscht.
Aber als Zuschauer kommt man trotz allem auf seine Kosten, denn die sozialen und privaten Probleme der beiden Ermittler sind undurchsichtig, rätselhaft und dadurch nicht weniger spannend. Durch das „open end“ der Staffel kann man hoffentlich auf eine baldige Fortsetzung der Reihe hoffen, was ich sehr begrüßen würde.
Fazit: Nichts für schwache Nerven, aber durch die tolle Darstellung von Sofia Haflin als Saga Norén, ein Muss für Fans dieser Krimi-Serie, die hoffentlich bald fortgesetzt wird!
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