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Markku Ropponen: Faule Finnen fangen keine Fische

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Das Cover des Buches ist schon ganz schön schräg, was nichts gegen den Inhalt dieses Buch ist, denn wo Kriminalroman drauf steht, kann ich leider keinen spannenden Inhalt entdecken. Zwar lässt der Anfang des Buches darauf hoffen, aber man bekommt eine dahinplätschernde Erzählung und auf dem Weg zum eigentlichen Ermittlungsauftrag einen Einblick in die finnische Gesellschaft, ihre etwas eigenwilligen Gewohnheiten und einen Privatdetektiv, der auch nicht ganz in der Spur läuft. Man erfährt mehr von seinen Besuchen beim Urologen und seinen dortigen Erfahrungen, was zwar zum Teil Schmunzelattacken auslöst oder auch den einen oder anderen Lacher bewirkt, aber einen spannenden oder auch humorvollen Krimi stelle ich mir anders vor.
Auch deswegen habe ich mich eher durch das Buch“Faule Finnen fangen keine Fische“  gequält und immer gehofft, dass nun endlich die Spurensuche bzw. Tätersuche beginnt, doch die verliert sich in zwischenmenschlichen Geplänkel, Kontakt mit dem einen oder anderen etwas merkwürdigen Typen und die ausführliche Schilderung eines Angelausflugs des Privatdetektivs Otto Kuhala mit seinen zwei Freunden, was dann in einem Saufgelage mündet und mit der Suche nach einem abgetauchten Kumpel endet….
Das Buch fängt mit der Erzählung an, wie die junge Ilona Lost ihren letzten Tag an der Kasse des Supermarkts im finnischen Jyväskylä verbringt und davon träumt, dass sie bald ihr Studium beginnen kann. Doch dazu kommt es nicht mehr, denn Ilonas letzter Arbeitstag ist auch ihr Todestag, denn sie wird von einem Unbekannten erschlagen. Auch nach zwei Jahren ist der Fall noch immer nicht von der Polizei geklärt und nun wendet sich der Vater von Ilona an den Privatdetektiv Otto Kuhala. Der hält sich mehr recht als schlecht mit kleinen Aufträgen über Wasser. Außerdem ist er gerade von seiner Freundin verlassen worden und dadurch seelisch traumatisiert. Nur sein Hund Jeri hält ihn noch aufrecht.
Doch bevor Kuhala mit den Nachforschungen anfangen kann, bittet ihn sein  Freund Ratsku telefonisch  um Hilfe, denn ihm ist die Kellertür zugeschlagen und nun kann er nicht mehr nach draußen, was besonders schlimm ist, denn das benötigte Herzmittel liegt in der Küche…
Als Kuhala am Haus von Ratsku ankommt, steht die Haustür auf und im Haus befinden sich zwei vermummte Gestalten, die alles durchsuchen. Als sie Kuhala bemerken, kommt es zu einem Kampf in deren Verlauf Kuhala etwas auf den Kopf bekommt. Als er wieder zu sich kommt liegt einer der beiden Gestalten tot im Flur…
Fazit: Die beiden Ermittlungsansätze hätten spannend werden können, verlieren sich aber leider in den ablenkenden alltäglichen Unzulänglichkeiten und privaten Aktivitäten des Ermittlers
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