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Megan Goldin: The wrong girl – Die perfekte Täuschung

Piper Verlag

Im Mittelpunkt der Handlung steht Julie West, die vermutet, dass ihr Mann Matt sie mit einer seiner Studentinnen betrügt. (Als Leser bekommt man Einblick in die Gedankenwelt von Julie, bzw. aus ihrem Blickwinkel wird ein Teil der Handlung erzählt).
Während Julie sich nach langer Zeit mal wieder aufrafft auf ihrem Lieblingsweg zu joggen, wird sie dort beinahe von einem Auto erfasst, kann aber gerade noch beiseite springen. Der Autofahrer selbst hat nicht so viel Glück, bevor er in seinem Autowrack verstirbt, flüstert er Julie noch etwas zu…
In Matts Augen ist dieser Unfall nicht passiert und er versichert seiner Frau, sie sei beim Joggen gestürzt und habe sich dabei kräftig den Kopf gestoßen….
Offenbar ist Julie psychisch angeschlagen, was aber nicht nur mit dem mysteriösen Autounfall zusammenhängt, sondern im Vorfeld ist auch schon einiges passiert und Matts Verhalten, besonders im Zusammenhang mit seiner verstorbenen ersten Ehefrau, machen ihr das Leben nicht leichter.
Parallel zu Julies Sichtweise, wird der andere Teil der Handlung von der Kriminalermittlerin Mel Carter erzählt.
In der Nähe Julies Joggingpfads findet man Überreste einer Frauenleiche, die Rätsel aufgibt. Die Ermittler finden Hinweise zu einem alten, abgeschlossenen Kriminalfall, der auch den Tod Matts erster Ehefrau in ein ganz anderes Licht rückt…..
So zusammengefasst, klingt die Rahmenhandlung noch ganz interessant und hätte spannend werden können. Leider ist es der Autorin nicht gelungen eine fesselnde Spannung zu erzeugen, für mich war vieles vorhersehbar und besonders bei Julie und Matt war schnell klar, wer hier wen manipuliert….
Was als „Twist“ eingewoben ist um die Aufklärung des Kriminalfalls spannend zu „vernebeln“, ist dann am Ende eher ein abrupter Break und man fragt sich, schreibt die Autorin hier noch an einer erklärenden Fortsetzung?
Da es sich bei „The Wrong Girl – Die perfekte Täuschung“ um ein Erstlingswerk handelt, möchte ich hier drei von fünf möglichen Punkten geben, da die Thematik an sich interessant ist, aber eben nicht spannend umgesetzt wurde und die Erzähltechnik nicht so gut gelungen ist.
Fazit: Interessanter Ansatz, aber leider hapert es noch an der einen oder anderen Stelle, daher nur drei von fünf möglichen Punkten

 

 

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