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Hjorth & Rosenfeldt: Die Menschen, die es nicht verdienen

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Der Kriminalpsychologe Sebastian Bergman ist zurück! Den bereits fünften Fall aus dieser Reihe liest wieder mit seiner unverkennbaren Stimme Douglas Welbat vor! Mittlerweile verbinde ich die Stimme von Herrn Welbat mit der Figur Sebastian Bergman, denn dadurch nimmt sie auch gleich Gestalt an und man ist schnell im Geschehen verankert.
Nachdem beim letzten Fall mit dem Titel „Das Mädchen, das verstummte“ Sebastian Bergman noch um sein gut gehütetes Geheimnis bangen musste, ist dies im aktuellen Fall „Die Menschen, die es nicht verdienennun gelüftet und mit der neuen Situation muss er erst einmal umgehen lernen…
Auch sein Hunger nach der holden Weiblichkeit ist in keiner Weise gebrochen, es gibt wieder einige One-Night-Stands zu vermelden…
Der Kriminalfall, den die Reichsmordkommission unter der Leitung von Torkel Höglund zu bearbeiten hat, der hat es mal wieder in sich:
In einem Klassenzimmer wird die Leiche eines Mannes entdeckt. Der Tote war kein Unbekannter, war er doch zum Star einer Doko-Soap avanciert. Der Mann wurde offensichtlich ermordet und auf seinem Rücken finden die Ermittler eine Art Testbogen mit dem Urteil: Mangelhaft…
Es gibt weitere Tote und Sebastian ist sich sicher, der Mörder will ihnen etwas durch seine Taten mitteilen….
Der Täter hat es offensichtlich auf Menschen abgesehen, die in der Öffentlichkeit stehen und sie durch ihre Bekanntheit eine gewisse Vorbildfunktion haben sollten, doch der Täter sieht in ihnen keine Vorbilder, mangelt es ihnen doch an einem gewissen Bildungsstand, was die hinterlassenen Testergebnisse wohl symbolisieren sollen….
Im Verlauf der Handlung gerät Sebastian Bergman dann selbst in die Fänge des Mörders und muss dann sein Wissen unter Beweis stellen. Nun ist guter Rat teuer, denn nicht nur Sebastians Leben steht auf dem Spiel…..
Mehr darf man nicht verraten, denn auch dieser fünfte Fall ist wieder gelungen, zumal ja – wie bereits erwähnt – Douglas Welbat hier wieder stimmlich einiges zu bieten hat, so dass es eine Freude ist, ihm zuzuhören, wenn er die spannende Kriminalgeschichte vorträgt.
Da ich alle vorherigen Hörbücher kenne, war es ganz leicht für mich die verschiedenen Personen und weiteren Geschehnisse zuzuordnen, ob das einem Ersthörer ganz gelingt, kann ich schwer beurteilen. Obwohl zeitweise die privaten Probleme der verschiedenen Figuren hier in den Vordergrund treten, finden die Autoren doch immer wieder geschickt zum Kriminalfall zurück, was mir gut gefallen hat. Nach der Lösung des Falls gibt es noch ein Nachwirken bei einigen Figuren, was wiederum durch das offene Ende auf eine Fortsetzung der Reihe hoffen lässt, was wirklich wünschenswert wäre!
Fazit: Douglas Welbat als Vorleser ist eine sehr gut Wahl und die Fortsetzung der Reihe um Sebastian Bergman ist aus meiner Sicht gelungen, außerdem würde ich mich über eine Fortsetzung freuen!
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Art Wolfe: Eden

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Ich muss gestehen, der Name Art Wolfe sagte mir bis zu diesem beeindruckenden Bildband, der bei jetzt National Geographic erschienen ist, nichts.
Aber gleich auf den ersten Seiten dieses Buches, habe ich ein Foto wiedererkannt, dass ich einmal als Kalenderblatt schon beeindruckend fand und es deswegen ausgeschnitten, gerahmt und lange Zeit als Blickfang an der Wand hängen hatte: Es zeigt die offenbar größte Thermalquelle der USA den „Grand Prismatic Spring“ im Yellowstone Nationalpark von oben gesehen. Die Farbenpracht dieser Aufnahme – dunkelbau in allen Schattierungen in der Mitte, über türkis, gelb, orange bis rotbraun an den Rändern – ist beeindruckend und hat etwas, dass die Blicke magisch anzieht! Da hatte ich ein Foto von Art Wolfe an meiner Wand hängen und wusste es bis dato nicht!
Art Wolfe ist in Fachkreisen eine Legende und dieser großformatige und seitenstarke Bildband ist sozusagen ein Querschnitt seines Schaffens, den er über 50 Jahre als leidenschaftlicher Naturfotograf mit seiner Kamera festgehalten hat. Die Fotos – Landschaften, Tiere und über alle Kontinente hinweg abgelichtete „alte Kulturen“ und Volksstämme – erzählen ohne Worte Geschichten und lassen den Betrachter in die Aufnahmen regelrecht eintauchen…
Ich selbst fotografiere ganz bescheiden gerne Blumen und Tiere, besonders das Stelldichein an unserem Vogelhäuschen hat es mir angetan und tatsächlich ist mir schon das eine oder andere schöne Foto gelungen. Wenn ich mir dann aber die Tieraufnahmen z.B. auf Seite 46 anschaue, wo vor einem Baumstamm, farblich getarnt, ein Waldkauz abgelichtet ist, hat das etwas von einem Kunstwerk für mich und ist kein Vergleich mit meinen Schnappschüssen!
Auf Seite 102, wo sich alles um Eis und Schnee dreht, kommt Art Wolfe, der 1951 in Seattle geboren ist und nach seinem Kunststudium schon mit Ende zwanzig im Auftrag von National Geographic unterwegs war, selbst zu Wort. Er erzählt, wie seine Karriere in den späten 1970ziger Jahren begann sowie von seinen Reisen in die Antarktis und was er dort alles erlebte und vor die Kamera bekam, sieht man dann eindrucksvoll auf den folgenden Seiten…
Tiere in Zoos abzulichten, dass kann mittlerweile heute jeder, der ein Handy hat, aber Tiere in der freien Natur in ihrem natürlichen Lebensraum wie z.B. auf Seite 113 die puscheligen Polarfüchse, da muss man schon etwas mehr auf sich nehmen um solche Aufnahmen zu bekommen!
Es braucht schon etwas Zeit und Muße um den Bildband „Eden“ zu genießen! Denn es hat etwas Magisches an sich, wenn man nach und nach die Fotos betrachtet, die an vielen unterschiedlichen Orten überall auf der Erde entstanden sind. Die Textbeiträge ergänzen die Bilder, so dass man noch mehr Einblick in die vielen Reisen rund um den Globus bekommt, die zu diesen teils atemberaubenden Bildern geführt haben!
Menschen, Tiere und Landschaften in ausdrucksstarken Farben und Perspektiven sind es, die Art Wolfe über viele Jahre vor die Linse bekommen hat und sie auf ganz besondere Art und Weise dann in seinen Fotografien festgehalten hat, so dass die Bilder ohne Worte Geschichten erzählen, wenn man sie betrachtet. Für mich ist das hohe Kunst, die man hier in diesem Bildband betrachten darf, spricht es doch auch für sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen um solche Bilder entstehen zu lassen!
Fazit: Rund um den Erdball entstandene farbenprächtige Fotografien bekommt man hier geboten, die ohne Worte Geschichten erzählen und in diesem seitenstarken, großformatigen Bildband den Betrachter in den Bann ziehen und nachhaltig beeindrucken! Einfach wundervoll!

 

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