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Michael Tsokos: Zerbrochen

Einige Zeit ist vergangen und nun ist der Rechtsmediziner Dr. Fred Abel wieder von seinen schweren Verletzungen, die er bei einem brutalen Überfall erlitten hatte, genesen.
Er soll es laut seinem Vorgesetzten „langsam angehen lassen“ und deshalb zusammen mit einer Kollegin das jüngste Opfer des sogenannten „Darkroom-Killer“ untersuchen, der seit einiger Zeit sein Unwesen treibt. Außerdem soll Dr. Abel „mit frischem Blick“  den gesamten Fall anschauen, denn es ist bisher nicht gelungen einen Hinweis auf diesen Täter zu finden…… Dies ist ein Teil der Handlung von „Zerbrochen“.
Im nächsten Abschnitt freut sich Dr. Abel über die Ankunft seiner 16-jährigen Zwillinge, die ihn in Berlin besuchen wollen. Doch lange dauert die Freude über den Besuch der beiden nicht an, denn kaum hat man etwas Zeit miteinander verbracht, werden sie entführt…
Ab hier geht es dann richtig los und Dr. Abel ist nicht mehr zu halten, denn er setzt alle Mittel und Wege in Gang um hinter den Verbleib seiner Kinder zu kommmen und er übernimmt einen großen Teil der Suche selbst, denn er will unbedingt wissen, wer hinter dieser Tat steckt….
Wer die beiden vorherigen Bücher „Zerschunden“ und „Zersetzt“ nicht kennt, der erfährt in gut eingefügten Rückblicken die wichtigsten Details um diesen wirklich spannenden und gut gelungenen dritten Fall nachvollziehen zu können. Was mir allerdings sehr leicht fiel, da ich die vorherigen Fälle kenne und es auch ein „Wiedersehen“ mit bekannten Figuren gab.
David Nathan hat erneut die Lesung übernommen, was ich persönlich sehr gut finde, da er für mich einer der besten Sprecher ist um dem Zuhörer ein Buch vorzutragen, denn er schafft es einfach wunderbar der Handlung nebst seinen Mitwirkenden „Leben einzuhauchen“.
Diesmal finde ich auch das ganze Buch gelungen und es hat wirklich Spaß gemacht der spannenden und „actionreichen“ Handlung zu folgen,  außerdem werden  mit diesem Buch auch noch offene Fragen aus den vorherigen Teilen beantwortet, was mir gut gefallen hat.
Fazit: Hörgenuss vom Feinsten, so spannend und actionreich darf es weitergehen bei den nächsten Fällen für Dr. Fred Abel!

 

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Michael Tsokos: Sind Tote immer leichenblass? – Die größten Irrtümer über die Rechtsmedizin –

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Wer sich auch schon mal die Frage die im Titel dieses Buches: „Sind Tote immer leichenblass?“ verankert ist,  gestellt hat, der bekommt sie hier von jemanden beantwortet, der es wissen muss, denn der Autor ist Professor für Rechtsmedizin und er leitet  an der Berliner Charité das Institut für Rechtsmedizin und gerichtliche und soziale Medizin.
Da der Herr Professor offenbar auch gern die eine oder andere Krimisendung im Fernsehen (z.B. den münsteraner „Tatort“) verfolgt oder auch Bücher dieses Genre liest, sind ihm offenbar immer wieder Fauxpas oder Irrtümer aufgefallen, die er nun in diesem Buch geraderücken möchte. Besonders den Unterschied zwischen dem Beruf des „Pathologen“ und „Rechtsmediziners“ erklärt Herr Tsokos bereits in seinem Vorwort und deckt  im Anschluss 40 Irrtümer auf bzw. beantwortet Fragen wie z.B. ob nach dem Tod die Nägel und Haare weiterwachsen…
Michael Tsokos ist es gelungen auch einen gewissen Humor mit in dieses Buch einfließen zu lassen, wie z.B. bei Irrtum Nr. 16, wo er der Frage nachgeht, ob Rechtsmediziner chronisch schlecht gelaunte Zyniker sind, wie sie oftmals in Krimi-Serien etc. dargestellt werden. Nicht nur der Text regt ab und zu zum Schmunzeln an, sondern auch die Zeichnungen von Christoph J. Kellner, die das Buch durchziehen.
Natürlich wird hier auch die titelgebende Frage geklärt und auch z.B. ob Mann/Frau sich selbst erwürgen kann…
Nun, wer sich für dieses Metier interessiert und/oder schauen möchte ob er den Filmemachern auch auf den Leim gegangen ist, die ja den Zuschauer nur wirkungsvoll unterhalten wollen oder sich „weiterbilden“ möchte, der ist hier genau richtig.
Gut verständlich geschrieben ist dies Taschenbuch auf jeden Fall und das der Professor für Rechtsmedizin auch Krimis schreiben kann, hat er auch bereits mehrfach bewiesen wie z.B. zusammen mit dem  bekannten Schriftsteller Sebastian Fitzek (der kommt hier übrigens auch in einem Teil des Buches vor) „Abgeschnitten“ und dann eigenständig, die Bücher „Zerschunden“ und „Zersetzt„, die auf realen Vorkommnissen beruhen. …
Fazit: Unterhaltsame, aber auch durchaus informative „Aufklärung“ bzw. Richtigstellung von Irrtümern aus dem Bereich der Rechtsmedizin

 

 

 

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Michael Tsokos: Zersetzt

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Michael Tsokos und Andreas Gössling  lassen zum zweiten Mal den BKA-Rechtsmediziners Dr. Fred Abel „Extremdelikte“ bearbeiten, die teils Fiktion, wohl aber auf realen Vorkommnissen beruhen.
Wie schon beim ersten Buch „ Zerschunden“ habe ich wieder die Hörbuchfassung gewählt, denn David Nathan ist hier diesmal der Vorleser, was schon mal ein Pluspunkt ist, denn er weiß genau wie er den Zuhörer mit seiner Stimme fesseln kann:
Gleich zu Anfang wird man Zeuge wie eine Frau in die Fänge ihres Peinigers gerät. Er hält sie in einem Verlies gefangen. Den weiteren Verlauf des Geschehens bekommt man in Puzzlesteilen erzählt, die in die Gesamthandlung, die aus weiteren Fällen besteht, eingestreut sind.
Nicht nur in Deutschland hat Dr. Abel zu tun, sondern ein „Auftrag“ führt ihn nach Osteuropa, wo man in zwei Behältern menschliche Überreste gefunden hat. Viel ist nicht mehr übrig, denn Kalk hat die Körper bereits „Zersetzt„. Sein Vorgesetzter beauftragt ihn auf diese nicht nur politisch diffizile Reise zu gehen, er soll die Opfer identifizieren, denn es könnten die seit einiger Zeit verschwundenen zwei Familienmitglieder eines einflussreichen Oligarchen sein….
Bei der Leichenschau in einem Krematorium fällt der zuständigen Ärztin ein Einstich in der Kniekehle des Toten auf, was nicht zur Todesursache auf dem Totenschein passt, was dazu führt, dass der Tote zur Obduktion bei Dr. Abel „auf dem Tisch“ landet. Und tatsächlich passt hier einiges nicht zusammen und am Ende steht fest, es war kein natürlicher Tod, sondern Mord…..
Bei einem weiteren Toten soll geklärt werden, ob er durch sogenanntes „Waterboarding“ gestorben ist…
Einige der hier erwähnten Opfer führen dann zu ein und demselben psychopathischen Mörder und für Dr. Abel ist er kein Unbekannter……
Hier muss man genau zuhören um nicht bei den verschiedenen Fällen durcheinander zu kommen, zwar wird beim jeweiligen Switch Zeit und Ort genannt, aber etwas irritierend ist es schon.  Es wäre vielleicht besser gewesen nur den doch komplexen „Verlies-Fall“ zu erzählen,  damit auch richtige Spannung aufkommt, die ich hier jetzt vermisst habe. Etwas irritierend finde ich auch, dass Dr. Abel – wie auch im ersten Buch – entweder im Vorfeld dem Opfer oder dem Täter bereits einmal begegnet ist und er deshalb „aus seinem Bauchgefühl heraus“ in die eine oder andere Richtung „ermittelt“, da fragt man sich, wen dieser Mann alles kennt?
Fazit: Die Wahl des Vorlesers – David Nathan – ist gelungen, die Handlung schwächelt durch zu viele Fälle, so dass richtige Spannung hier nicht aufkommt.

 

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Michael Tsokos: Zerschunden

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Vor ca. zwei Jahren habe ich das Hörbuch „Abgeschnitten“ aus der Feder von Sebastian Fitzek und Michael Tsokos angehört, das von David Nathan und Simon Jäger vorgetragen wurde und war begeistert, was zum Einen mit der gesamten Handlung, aber auch mit den beiden Sprechern zu tun hatte.
Zerschunden“ heißt nun der erste Thriller von Michael Tsokos um den Rechtsmediziner Fred Abel, der in der Abteilung für „Extremdelikte“ beim BKA arbeitet. Da die Hörbuchfassung wiederum von Simon Jäger vorgetragen wird, fiel mir die Wahl ganz leicht um diese „Buchform“ zu wählen und damit lag ich genau richtig, denn besser kann man sich ein spannendes Buch nicht vortragen lassen!
Zum Inhalt:
Fred Abel kommt zum Einsatz, weil alle anderen Rechtsmediziner mit einem tragischen Flugzeugabsturz mit vielen Toten beschäftigt sind. Nun landen alle verdächtigen Todesfälle auf seinem „Tisch“.
Der erste Fall lässt dann auch nicht lange auf sich warten: Irina Petrowa, 76 Jahre, offensichtlich ermordet, wird in ihrer Wohnung in Berlin aufgefunden. Besonderes Augenmerk fällt auf eine merkwürdige, grammatikalisch nicht ganz einwandfreie Botschaft auf  der Haut der Leiche.
Dann gibt es einen Tatverdächtigen, der dann auch wegen einiger Ungereimtheiten in seinen Aussagen verhaftet wird.
Fred Abel kennt den Verdächtigen Lars Moewig, haben sie doch eine gemeinsame Vergangenheit und waren einmal befreundet. Doch die Zeit verändert Menschen, aber Abel will seinen ehemaligen Freund nicht hängenlassen, denn dessen kleine Tochter ist sterbenskrank  und ihre Lebenszeit ist nur noch sehr begrenzt. Als Moewig, der seine Unschuld beteuert, nicht aus der U-Haft entlassen wird, kommt es zu einem Zwischenfall in deren Verlauf er einen Wärter angreift und nun kann Abel nur noch auf eigene Faust ermitteln um seinem Freund zu helfen….
Es dauert auch nicht lange und es wird wieder die Leiche einer älteren Frau gefunden, die ebenfalls die merkwürdige Botschaft auf der Haut trägt. Es gibt weitere ähnlich gelagerte Fälle und Abel jettet länderübergreifend von einem Tatort zum anderen…
Durch die gekonnte Vortragsweise Simon Jägers kann man der temporeichen Handlung gut folgen, die – wie man auf der Rückseite des Covers lesen kann – auf authentischen Fällen und realen Ermittlungen basiert, was wirklich erschreckend ist.
Wieviel von diesem Fall nun Fiktion und Realität ist, will ich gar nicht wissen, aber dass ein Rechtsmediziner so wie Fred Abel „ermitteln“ darf ohne seine Befugnisse zu überschreiben, kann ich mir nicht vorstellen und da gibt einen gewissen Punktabzug.
Da Herr Tsokos ja Rechtsmediziner ist, hätte ich mir auch etwas mehr Einblick in dieses Metier vorstellen können um den Täter aufzuspüren.
Nichtsdestotrotz  habe ich mich gut unterhalten gefühlt und kann ich mir eine Fortsetzung um Fred Abel gut vorstellen, endet dieses Hörbuch doch auch mit einem gewissen Fragezeichen!
Fazit: Der auf realen Ereignissen basierende Kriminalfall ist fiktiv aufgearbeitet worden und schwächelt etwas bei den Kompetenzen des von Fall zu Fall hechtenden Rechtsmediziners, wird aber durch die lebendige Vortragsweise von Simon Jäger aufgefangen und ist daher ein Thriller, der wirklich hörenswert ist!
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