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Harlan Coben: In ewiger Schuld

Es gibt neuen spannenden Lesestoff von Harlan Coben!
Der amerikanische Autor hat es bei mir persönlich in die erste Reihe von herausragenden Autoren geschafft,  da seine spannenden Thriller – wie z.B. „Ich schweige für Dich“  – mich immer wieder begeistern konnten. Er hat einen sehr fesselnden, aber auch bildhaften Schreibstil, so dass man von Beginn an sofort ins Geschehen „gezogen“ wird.  Auch bei  „In ewiger Schuld“ ist ihm das wieder wunderbar gelungen, die spannende Handlung fesselt, verblüfft und berührt, was eine tolle Kombination ist.
Die ehemalige Militärangehörige Maya Burkett muss ihren Ehemann Joe beerdigen. Er kam bei einem versuchten Raubüberfall ums Leben. Während die Polizei ermittelt, versucht Maya ihren Alltag mit ihrer kleinen zweijährigen Tochter Lily zu meistern. Da Joe aus gutem Hause stammte und es dort so üblich ist, war von Anfang an klar, dass eine Nanny für Lily engagiert wird…
Maya’s beste Freundin schenkt ihr einen digitalen Bilderrahmen mit eingebauter Kamera, damit sie „ein Auge“ auf die Nanny hat, wenn sie mit Lily spielt. Maya kann sich anfangs nicht für die Idee begeistern, jemanden heimlich zu beobachten, doch das ändert sich schlagartig:
Als sie dann einige Zeit später tatsächlich einen Blick auf die Aufnahmen wirft, erstarrt sie, denn dort spielt ihr vor einigen Tagen beerdigter Ehemann Joe liebevoll mit seiner kleinen Tochter, wie kann das sein???
Ab hier erzähle ich nicht weiter, denn sonst nehme ich allen anderen das Lesevergnügen.
Was sich hinter der Ermordung von Joe Burkett für eine Geschichte verbirgt, hätte ich niemals erahnt! im Verlauf der Handlung gibt es immer wieder Wendungen bzw. entwirren sich so manche Knoten, die dann zu einem Art „Showdown“ führen, der wirklich überrascht!
Erneut hat Harlan Coben einen Thriller der besonderen Art geschrieben, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat, so dass ich das Buch innerhalb eines Wochenendes „verschlungen“ habe und ich erneut mit Begeistung eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen möchte!
Fazit: Spannung auf hohem Niveau bekommt man bei diesem Thriller geboten, der mit unvorhersehbaren Wendungen noch zusätzlich punktet! Unbedingt lesen!

 

Harlan Coben: In ewiger Schuld – Das Hörbuch

Das passende Hörbuch, beziehungsweise die Lesung von „In ewiger Schuld“ wird von Detlef Bierstedt, den bestimmt viele auch als Synchronstimme von George Clooney kennen und Thomas Petruo, der ebenfalls als Synchronsprecher z.B. von Gary Oldman tätig ist, übernommen, was schon allein ein großer Pluspunkt ist, denn hier sind zwei Sprecher, die etwas von ihrem Metier verstehen, so dass aus der spannenden Buchvorlage  ein Hörgenuss vom Feinsten wird!
Ich habe mir das Hörbuch angehört, nachdem ich das Buch  gelesen habe und aus der Perspektive der „Wissenden“,  wie die Geschichte ausgeht, erkennt man die besonderen Feinheiten dieser komplexen Geschichte noch viel besser. 
In vielen Büchern des Autors wird gleich zu Anfang  jemand vermisst und als Leser begibt man sich dann auf die  spannende Suche nach dieser Person. Im aktuellen Thriller ist das Handlungsgeschehen etwas anders angelegt, denn hier geht es gleich auf Mördersuche:
Genau betrachtet sind hier viele „kleine“ Geschichten/Geschehnisse in der Handlung vereint worden, wie z.B. Mayas militärischer Auslandseinsatz, die Liebesgeschichte von Joe und Maya, das Leben von Maya und ihrer Tochter nach dem Tod von Joe und dann noch die undurchsichtigen Geschäfte und Machenschaften der reichen Familie Burkett, die lange im Verborgenen bleiben, dann aber einen ganz besonderen Part in der Story übernehmen….
Egal ob man sich für die Buchfassung oder die Lesung entscheidet, die gesamte Handlung ist in keinster Weise vorhersehbar und auch so einen „Showdown“ hätte ich nicht erwartet und durch den „Epilog“ der viele Jahre später spielt, hat dieser Thriller auch letztendlich noch etwas Anrührendes.
Harlan Coben ist einer meiner Lieblingsautoren und egal welches Buch ich bisher von ihm gehört oder gelesen habe, die Geschichten, die er erzählt sind von Anfang an fesselnd und nie vorhersehbar, was mich immer wieder fasziniert und ich mich auch diesmal wieder frage, gibt es wohl einen realen Hintergrund zu diesen „wie aus dem Leben“ gegriffenen Geschichten?!
Fazit: Die Hörbuchfassung wird von zwei bekannten markanten „Stimmen“ vorgetragen, die aus der spannenden Vorlage dann ein besonderes Hörerlebnis machen. Empfehlenswert!

 

 

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Arnaldur Indridason: Tage der Schuld

Der junge Kommissar Erlendur ermittelt mit seinem Kollegen Marian Briem.
Wer bereits die Bücher und Verfilmungen über den isländischen grüblerischen Kommissar Erlendur kennt, der wird sich freuen ihn nun verjüngt in den Anfängen seiner beruflichen Laufbahn als Ermittler zu erleben. Sein langjähriger Freund und Kollege Marian Briem ist ebenfalls mit von der Partie.
Zeitlich ist die Handlung 1978 angesiedelt und dem Autor ist es gelungen hier mit dem Leser eine Zeitreise zu unternehmen, die man direkt vor Augen hat. Besonders interessant ist auch die geschichtliche „Untermalung“, so dass man Einblick in die  isländischen „Vorbehalte“ gegen den amerikanischen Stützpunkt und das Leben dort auf dem Militärgelände bekommt.
Zur Handlung: Um für ihre Gesundheit etwas Gutes zu tun, schwimmt eine Frau in einem etwas schwer zugänglichen Warmwassersee, der als Geheimtipp gilt und mitten in  einer bizarren Lavalandschaft  liegt. Im Wasser entdeckt sie die Leiche eines Mannes treiben…..
Erlendur und Marian übernehmen die Ermittlungen. Nachdem dann endlich die Identität des Toten feststeht, führt die berufliche Tätigkeit des Mannes auf die nahegelegene US-Militärbasis, wo aber die isländischen Ermittler nicht gern gesehen sind und sie viele Hürden nehmen müssen um überhaupt ermitteln zu können, was den ganzen Fall noch zusätzlich verkompliziert, denn im See ist der Mann nicht gestorben……
Neben dem aktuellen Fall geht Erlendur wieder seinem Hobby nach und beschäftigt sich mit alten Vermisstenfällen, die ihm keine Ruhe lassen. Auch diesmal durch den aktuellen Fall und den Ermittlungen auf der US-Militärbasis erinnert er sich an die Suche nach einem jungen Mädchen, die in den 50ziger Jahren spurlos verschwand und bald gibt es keinen mehr der sich an einen so alten Fall erinnert, deswegen wendet sich Erlendur an die einzige noch lebende Verwandte der Vermissten, die ihn dann beauftragt noch ein letztes Mal auf Spurensuche zu gehen…….
Beide Fälle entfalten von Anfang an eine Spannung, die so fesselnd ist, dass man „Tage der Schuld“ nicht aus der Hand legen mag. Besonders die Hartnäckigkeit  und Akribie die Erlendur hier wieder an den Tag legt und auf seine besonnene Art und Weise den Vermisstenfall erneut aufrollt, macht einfach nur Spaß zu Lesen und ich bedanke mich bei dem Autor, das er die Zeit zurückgedreht hat, so dass der grüblerische, aber ganz besondere Denker und Spurensucher Kommissar Erlendur wieder präsent ist und nun auch mit seinem Freund Marian im Einsatz ist, so dass der geneigte Leser vielleicht noch auf weitere Kriminalfälle aus der Jugend Erlendurs hoffen kann.
Fazit: Klasse! Kommissar Erlendur ist verjüngt zurück und er zeigt erneut,  dass man selbst verzwickte Kriminalfälle auch nur durch Denkarbeit lösen kann! Bitte mehr davon!

 

 

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Carl-Johan Vallgren: Schattenjunge

Schattenjunge von Carl-Johan Vallgren

Die Handlung beginnt in Stockholm 1970:
Ein Vater, der in Begleitung seiner zwei Söhne ist, hat es eilig die U-Bahn zu erreichen. Der Siebenjährige Kristoffer ist quengelig und will unbedingt die Treppe nehmen, was der Vater aber mit dem kleinen Joel im Kinderwagen nicht bewerkstelligen kann und daher den Fahrstuhl nehmen muss. Da kommt eine hilfsbereite Frau gerade recht, die anbietet mit Kristoffer die Treppe zu nehmen und dann mit ihm auf  dem Bahnsteig zu warten. Doch das tut sie nicht und der Junge bleibt auch nach einer großangelegten Suchaktion für immer verschwunden…….
 2012 geht die Handlung des Buches weiter:
Der in seiner Jugend und auch später immer wieder zu Drogenexzessen neigende Danny Katz hat während seiner militärischen Laufbahn als Dolmetscher gearbeitet. Seine streng geheimen Aufträge hat er  überall auf  der Welt erledigt. Dass er nach seinen kriminellen Rüpeljahren überhaupt wieder Fuß gefasst hat, verdankt er seinem Freund Rickard Julin.
Während Danny bei der Armee angefangen hatte, wurde auch Joel Klingberg rekrutiert, ein junger Mann, der aus gutem Hause stammte und eigentlich nicht zu Katz Dunstkreis gehörte und er auch eigentlich nicht von ihm wusste, was sich dann ganz plötzlich ändern sollte:  Angela Klingberg, die Ehefrau von Joel wendet sich an ihn und bittet Katz ihren Mann zu suchen, denn er ist verschwunden, genau wie vor 42 Jahren sein Bruder Kristoffer!!!!!!
Danny Katz muss sich während der Suche nach Joel mit seiner eigenen Vergangenheit auseinandersetzen und dann passiert es, dass sich das Blatt wendet und er selbst auf der Fahndungsliste der Polizei steht, denn Angela Klingberg wird ermordet und er war der Letzte, der mit ihr Kontakt hatte……
Eins ist schon mal klar, diesen Thriller kann man nicht einfach so nebenbei lesen, denn dazu ist die Handlung zu komplex und mit vielen Personen bestückt, die man erst einmal zuordnen muss. Nichtsdestotrotz ist „Schattenjunge“ ein spannungsgeladenes Buch und des Rätsels Lösung wird auch erst ganz am Ende der Geschichte greifbar.
Den Namen Carl-Johan Vallgren, der in Schweden übrigens bereits ein bekannter Schriftsteller ist, sollte man sich merken, denn er kann spannende Thriller schreiben! Obwohl man sehr konzentriert sein muss um die ganzen Spuren und Hinweise zusammenzufügen, so hat dieses Buch doch etwas von einem Sog, der einen immer wieder einfängt und dem man sich schwer entziehen kann.
Fazit: Sehr fesselnd geschriebener Thriller!
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Schünemann & Volic: Kornblumenblau

978-3-257-06833-7

 

 

Ein Fall für Milena Lukin
Die Handlung dieses Buches führt den Leser nach Serbien, denn dort lebt Milena Lukin. Sie arbeitet nach ihrem Studium in Berlin jetzt in Serbian an der Universität und ist dort Spezialistin für internationale Strafverfolgung und Gerichtsbarkeit. Sie lebt in bescheidenen Verhältnissen in einer beengten Wohnung mit ihrer Mutter und ihrem Sohn.
Ihr guter Freund und Anwalt Sinisa Stojkovic bittet sie für ihn in einer heiklen Sache tätig zu werden. Er vertritt zwei Elternpaare, deren Söhne als Gardisten bei der serbischen Eliteeinheit ihren Dienst taten. Die beiden waren wie Brüder und deswegen waren sie wohl auch zusammen zum Nachtdienst für die Patrouillengänge auf dem Militärgelände von Topcider eingeteilt. Am 12. Juli wurden sie dann tot aufgefunden. Die Ermittlungen des Militärs ergaben Mord und Selbstmord und so wurde es auch offiziell den Eltern der beiden mitgeteilt. Doch die können mit dieser offiziellen Darstellung nicht leben und haben deswegen den Anwalt um Mithilfe bei der Aufklärung der Todesursache gebeten. Nun braucht dieser Hilfe bei der Übersetzung der deutschen Untersuchungsergebnisse, denn er hat alles was er vom Militär an Fotos und sonstigen Beweisen erhalten hat nach Deutschland geschickt und um ein Gutachten gebeten. Milena soll dieses ihm dieses nun übersetzen.
Sie stößt auf Ungereimtheiten und hat bald stichhaltige Informationen, dass etwas an der offiziellen Todesursache nicht stimmen kann. Sie wagt einen sehr mutigen Schritt: Ohne vorherige Ankündigung fährt sie zu dem Militärgelände und will mit dem Vorgesetzten und Ausbilder der beiden toten Gardisten sprechen. Zuerst wird ihr der Zutritt zu dem streng bewachten Gelände verwehrt, doch dann zu ihrem Erstaunen bekommt sie tatsächlich ein Gespräch mit dem Oberst.
Kurze Zeit später, als sie in der Stadt einkaufen will, wird sie ohne ersichtlichen Grund verhaftet und auf Polizeirevier gebracht. Warum? Ist doch etwas Verdächtiges an den Todesfällen?  Ist sie jemanden zu nahe gekommen?
Im Vorfeld wird erwähnt, dass das Buch „Kornblumenblau“ auf einer wahren Begebenheit beruht, aber die Story darum frei erfunden ist.  Der Leser bekommt einen Einblick in die serbische Mentalität, ihre Lebensweise und erfährt wie heute das Leben nach den schlimmen Kriegsereignissen dort ist.
Man spürt beim Lesen eigentlich keine Spannung, sondern man bekommt ein mulmiges Gefühl in der Bauchgegend und es ist wohl immer noch traurige Gewissheit, dass man immer noch auf der Hut sein muss mit wem man in Kontakt kommt und wem man eigentlich trauen kann.
Fazit: Lesenswerte Geschichte mit wahrem Hintergrund
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