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Romy Fölck: Mordsand

LÜBBE

Schon seit dem ersten Buch hat mir der Erzählstil der Autorin gut gefallen und ich habe immer nach einer Fortsetzung der spannenden Krimi-Reihe geschaut. Die „Figuren“ kommen sympathisch rüber und sind gut gezeichnet. Mittlerweile fühlt man sich gleich nach den ersten Textpassagen wieder auf dem Paulsenhof „heimisch“, weswegen ich auch gespannt war, welche Ereignisse in „Mordsand“ auf die beiden Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn, die für die Kriminalpolizei in Itzehoe arbeiten, wieder zukommen.
Nachdem nun einige Zeit vergangen ist und Frida Paulsen wieder auf dem Apfelhof ihrer Eltern in der Elbmarsch wohnt, hat sich durch ihr Engagement nun auch der recht in die Jahre gekommene Hof neu herausgeputzt, was ja im letzten Buch „Sterbekammer“ schon seinen Anfang nahm. Im Verlauf der neuen Handlung passiert noch einiges und es kommt „neuer Schwung und neues Leben“ auf das Hofgelände, worüber  gut eingewoben in den Kriminalfall berichtet wird.
Seit geraumer Zeit sind Frida und der Rechtsmediziner Dr. Torben Kielmann ein Paar, was aber bisher nur ihr Kollege Bjarne Haverkorn auf dem Revier „mitbekommen“ hat, weswegen er auch nicht erstaunt ist, dass er beim morgendlichen „Besuch“ auf dem Apfelhof, die beiden gemeinsam mit dem Rest der Hofbewohner am Frühstückstisch sitzen sieht. Eigentlich passt ihm das genau in den Kram, denn ihr neuer Fall verlangt auch nach einem Rechtsmediziner, denn auf einer der Elbinseln wurde ein Kochenfund gemeldet
Und dieser Knochenfund hat es in sich: Aus dem anfangs entdeckten Schädel, der am Ufersaum aus dem Sand ragt, entpuppt sich dann bei genauerer Untersuchung ein ganzes männliches Skelett, das einige „Besonderheiten“ aufweist…
Während die Ermittlungen im „Knochenfund“ laufen, wird kurze Zeit später auf einer anderen Elbinsel der Leichnam eines Mannes entdeckt, der nur mit dem Oberkörper aus dem Schlick ragt…..
Es gibt reichlich zu tun für das gesamte Team und was sie dann letztendlich zu Tage fördern, führt sie „rüber“ in das Gebiet der ehemaligen DDR und in die Vergangenheit zu einer Institution wo „Umerziehung“ praktiziert wurde…..
Ich kann nur sagen, Romy Fölck ist eine ganz tolle „Geschichtenerzählerin“. Durch die bildhaft geschilderte Szenerie ist man gleich mitten im Geschehen bzw. „live“ dabei als das junge Paar die menschlichen Überreste findet…..grrrh!
Parallel zur aktuellen Handlung gibt es einen Blick in die Vergangenheit und einen Einblick in die „Umerziehung“, die damals praktiziert wurde. Was man hier dann darüber erfährt, lässt einen erschauern und entsetzt innehalten….
Trotz dieser nachdenklich machenden Geschichte, habe dieses Buch gern gelesen und mich spannend unterhalten gefühlt. Auch freue mich schon auf die in „Mein Dank“ angekündigte Fortsetzung der Reihe. Besonders gut hat mir auch gefallen, dass erst ganz am Schluss des Rätsels Lösung sichtbar wurde und nicht vorhersehbar war.Toll!
Fazit: Spannender, unvorhersehbarer, aber auch nachdenklich machender, lesenswerter Page-Turner!
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