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Valentina Nazarova: Hidden Track – Die verlorene Spur

Piper Verlag

Dieses Buch ist etwas für die Generation an Lesern, die sich mit/in den sozialen Medien/Netzwerken auskennt, aber auch für diejenigen, die sich für Musik interessieren und für die Gruppen wie Radiohead, Nirvana, Green Day oder auch die Libertines ein Begriff sind…
Die gesamte Handlung von „Hidden Track – Die verlorene Spur“ wird in „Postings bzw. Emails“ erzählt. Anfänglich ist es die Facebook-Korrespondenz zwischen Jen Lukina, einer 21jährigen jungen Frau, die aus dem russischen St. Petersburg aufgebrochen ist um in England zu studieren und ihrer daheim gebliebenen, einige Jahre jüngeren Schwester Nika.
Von Ende April 2007 bis Mitte Juni 2007 ist der Gedankenaustausch der beiden Schwestern noch regelmäßig, doch dann bricht er ab, denn Jen antwortet nicht mehr….
Nika gibt aber nicht auf und postet immer weiter an ihre Schwester mal kürzer, mal länger über ihr Leben in St. Petersburg und was sich so in der Familie ereignet..
Obwohl polizeiliche Ermittlungen stattfanden, die bald im Sande verlaufen, gibt Nika nicht auf  und hofft eines Tages hinter den Grund für das Verschwinden ihrer Schwester zu kommen.
Die Jahre vergehen, bis Nika selbst 21 Jahre alt und sie zufällig im Internet auf ein altes Video von einem großen Musikfestival in England stößt, wo sie dann ihre Schwester Jen entdeckt. Das Video wurde genau an dem Tag veröffentlicht, als Jen verschwand….
Aufgrund dieser neuen Hinweise macht sich Nika auf den Weg nach England, wo sie auf eigene Faust Nachforschungen zum Verbleib ihrer Schwester anstellt. Tatsächlich trifft sie auf Menschen, die Jen gekannt haben, bald wohnt sie dort, wo Jen einst einige Zeit verbracht hat. Nika taucht in den ehemaligen Freundeskreis ihrer Schwester ein und erfährt Dinge, die sich bald als lebensgefährlich für sie erweisen sollen…
Ob Nika tatsächlich hinter den Verbleib ihrer Schwester kommt, bleibt hier unerzählt. Der Erzählstil ist mal was anderes und das Buch liest sich gut und flüssig. Doch bald spielt sich die Handlung in einem Milieu ab, wo Drogen und Alkohol eine große Rolle spielen und Nikas Tun und Handeln auf der Suche nach der Wahrheit manches Mal nicht ganz nachvollziehbar ist bzw. etwas irritiert…
Besonders die ständigen Twists wenn es um die Auflösung der Frage was denn nun mit Jen passiert ist, geht, werden im Verlauf immer unglaubwürdiger und was so als „Beiwerk“ noch alles „aufgedeckt“ wird und eigentlich ohne Konsequenzen/Strafe bleibt, ist irgendwie unrealistisch und schade, hatte das Buch doch so spannend angefangen….
Schade, dass die anfängliche Spannung nicht gehalten werden kann bzw. sich leider aber im Verlauf verliert. Besonders die sich zum Ende hin häufenden Twists im Geschehen erscheinen teils unrealistisch und werden bald auch etwas „nervig“, denn war die erste „Auflösung“ vom Leser verdaut, kommt die Autorin mit einer neuen Variante daher, so als sollte man sich aussuchen, welches Ende man sich hier am besten vorstellen kann.
Fazit: Drei von fünf Punkten, da sich die anfängliche Spannung verliert, was schade ist, denn gutes Potential war vorhanden

 

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Chris Heath: Reveal Robbie Williams Enthüllungen

Was passt besser wenn man die biographischen Enthüllungen von Robbie Williams liest, natürlich musikalische Untermalung und „The Heavy Entertnainment Show“, sein neues Album eignet sich ausgezeichnet als „Hintergrundberieselung“.  Die Arbeit an diesem Album und die Suche nach dem ganz besonderen Song/Hit werden auch ausführlich in „Reveal“ geschildert.
Dass das Bühnenleben und das ganze Drumherum auch seine Schattenseiten haben, kann man sich vorstellen, seine Erfahrungen hat der beliebte Entertainer hier dem Musikjournalisten  Chris Heath erzählt und durch enge Zusammenarbeit  der beiden ist dieses Buch enstanden.  Robbie bzw. Rob – wie der Autor ihn nennt – war einige Zeit „abgetaucht“, denn seine inneren Dämonen hatten überhandgenommen und sein Selbstwertgefühl war kaum noch vorhanden bzw. wurde durch düstere Gedanken überschattet …
Am mentalen und wohl auch körperlichen Tiefpunkt durch Drogenkonsum etc. lernte Robbie Ayda Field kennen. Auch hier gibt es Höhen und Tiefen bis die beiden sich füreinander entscheiden. Mittlerweile sind sie verheiratet und haben zwei Kinder. Wie kleine „Post-its“-Zettel  bekommt der Leser Einblick ins Familienleben der Williams, die gerade ihr neues Haus nebst zehn Hunden in Los Angeles bezogen haben.
Ich hatte etwas Schwierigkeiten das  mehr als 650 Seiten starke Buch zu lesen, das wie eine Art unzusammenhängendes Tagebuch abgefasst ist. Zwar sind wage Jahresangaben eingefügt, aber erzähltechisch geht es immer hin und her..
Thematisiert werden neben dem sozialen Engagement für UNICEF auch die schwierige Zeit als Bandmitglied von Take That und wie es zum Wiederaufleben und erneuten Zusammenarbeiten der ehemaligen Boyband kommt.
Man bekommt ein Wechselbad der Gefühle präsentiert, das der Sänger/Songwriter/Mensch Robbie Williams offenbar immer wieder durchlebt.
Ob hier im Buch tatsächlich reale Einblicke in die Welt des Künstlers, Ehemanns und Familienvaters gewährt werden, ist von meiner Seite aus schwer zu beurteilen – bedenkt man aber, dass das Ehepaar Williams selbst gern Reality-TV-Sendungen anschaut, wäre es durchaus möglich, dass man hier „den Alltag“ miterleben darf.
Allerdings sollte man bedenken: Eins ist Robbie Williams ganz bestimmt, nämlich ein wunderbarer Entertainer, der mit seinen Liedern Millionen von Fans immer wieder begeistert (mich eingeschlossen) und dem willigen Publikum auf der Bühne eine tolle Performance bietet! Diese Fassade aufrechtzuerhalten, hinter der sicher nicht immer alles Eitel Sonnenschein ist, beherrscht er excellent! Auch vermittelt das Buch den Eindruck, dass er durch seine Frau Ayda und die beiden Kinder mittlerweile bei sich angekommen ist, was man ihm in dieser rauen Welt des Showbusiness durchaus wünschen möchte….
Fazit: Für Fans ein interessanter Einblick ins Showbusiness und ins Leben des beliebten Entertainers, das er hier mit allen Höhen und Tiefen schildert!

 

 

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Gisa Pauly: Venezianische Liebe

Die Autorin wandelt mal wieder auf „Abwegen“ und hat wie bereits schon mal zuvor bei  Der Mann ist das Problem“ nun erneut einen eigenständigen Roman mit dem Titel „Venezianische Liebe“ geschrieben, der zwar in Italien spielt, aber Mamma Carlotta kommt nicht darin vor.
Maria ist voll im „glückseligen Stress“ gefangen, denn ihre einzige Tochter Amelie will in Venedig heiraten! Während sie sich gedanklich mit Gästelisten, Tisch-Deko etc. beschäftigt, kommt sie in dem angemieteten Haus in Venedig an, so ist die ganze Familie unter einem Dach untergebracht, was einerseits praktisch gedacht ist, aber auch Maria etwas Bauchschmerzen bereitet, denn sie wird nach langer Zeit ihren Ex-Mann Adrian wiedersehen und auch ihr Bruder Cyrill, ein berühmter Modeschöpfer, der natürlich für das perfekte Brautkleid zuständig ist, plant sich hier mit seiner großen Liebe zu treffen, was heikel ist, darf doch niemand von dieser Liebe wissen. Außerdem soll auch noch Marias beste Freundin Judy mit in dem Haus wohnen, die als Patentante von Amelie natürlich bei den Hochzeitsvorbereitungen unbedingt dabei sein will….
Obwohl Maria durch das bevorstehende Zusammentreffen mit ihrem Ex-Mann ja schon etwas angespannt ist, passiert dann etwas, was sie völlig aus der Bahn wirft, denn während sie ihren Espresso auf einem der idyllischen Plätze Venedigs einnimmt, ertönt plötzlich eine ihr sehr bekannte Melodie, die von einem etwas ungepflegt wirkenden Mann auf einer Geige gespielt wird. Maria erstarrt, denn der Künstler, der vor vielen Jahren mit dem Lied „Venezianische Liebe“ berühmt wurde, ist tot! Doch irgendetwas an dem Mann, der da vor ihr steht, erinnert sie an den Künstler von einst, aber kann das sein???? Plötzlich verschwindet er aus Marias Sichtfeld und ist wie vom Erdboden verschluckt….
Maria unternimmt einiges um herauszufinden, wer der Mann ist. Sollte es wirklich der Künstler von einst sein, dann käme es zu reichlich Komplikationen bei der anstehenden Hochzeit, denn July, ihre beste Freundin war einst mit ihm verheiratet und ihr Bruder Cyrill bekäme sicherlich eine seiner „Krisen“, wenn er dem Totgeglaubten begegnen würde, hat er doch noch ein „Hühnchen mit ihm zu rupfen“…
Durch den Covertext wird man ja schon auf ein „Verwirrspiel“ hingewiesen und durch den mysteriösen Geigenspieler, der eine wichtige Rolle spielt, gibt es auch eine Ungewissheit im Handlungsablauf, die dann mit einigen humorvollen Einlagen vermengt wird. Aber mir waren es einfach zu viele Geheimnisse, die hier verdeckt/aufgedeckt wurden. Das Gefühlswirrwarr verkompliziert die Handlung und auch der Erzählstil ist irgendwie anders als sonst bzw. wie man ihn aus den „Sylt-Krimis“ kennt.
Fazit: Zwar kann man das italienische Flair spüren und sich auch durch die bildhafte Beschreibung der Örtlichkeiten gut in Venedig zurechtfinden, aber für mich war es einfach zu „emotional“, turbulent und durch die Geheimniskrämerei zu verwirrend um an das gewohnte Lesevergnügen anzuknüpfen, so dass ich nur 4 von 5 Sternchen vergebe.

 

 

 

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Harlan Coben: Sein letzter Wille

Sein letzter Wille von Harlan Coben
Dieses Taschenbuch ist eines der früheren Werke des Autors und bereits 2012 erschienen. Da ich aber von den bereits danach erschienen Büchern so begeistert war, habe ich nun „Sein letzter Wille“ durchgelesen. So ganz an die nachfolgenden Thriller kommt es nicht heran, ist aber auf jeden Fall lesenwert!
Harlan Coben nimmt den Leser diesmal mit in die Welt von Rockstars und anderen Promis, dessen Agent Myron Bolitar alle Hände voll zu tun hat um seinen „Schützlingen“ bei so manchen Problemen zu helfen.
Der ehemalige Tennisstar Suzzy Treventino ist schwanger und sie freut sich mit ihrem Ehemann, den Rockstar Lex Ryder über die baldige Ankunft des Kindes. Doch die Freude wird getrübt als jemand in den sozialen Netzwerken die Beziehung zu ihrem Mann mit nur zwei geposteten Worten auf dem Spiel stehen lässt! Suzzy wendet sich an ihren Agenten Myron, der herausbekommen soll, wer der Absender des Posts ist…..
Offensichtlich hat Lex auch den Eintrag gelesen und ist abgetaucht und so macht sich Myron auf die Suche nach ihm. Als er ihn dann endlich im VIP-Bereich eines angesagten Clubs aufstöbert, kommt es für zu Myron zu einer folgenschweren Begegnung, die nur von Sekundendauer ist, aber Myron zurück in die Vergangenheit katapultiert:
Vor mehr als zehn Jahren sind sein jüngerer Bruder und dessen schwangere Freundin Kitty aus seinem Leben verschwunden und nun taucht genau jene Kitty in diesem Club auf. Als er versucht hinter ihr herzulaufen um mit ihr zu sprechen, wird er von einem Elektroschocker ausgeknockt….
Im Verlauf der Handlung sucht Myron nicht nur Kitty, sondern auch seinen Bruder und immer wieder wird er körperlich angegangen, wenn er Kitty näherkommt…..
Wie bereits oben erwähnt, gibt es diesmal nicht die volle Punktzahl, aber 4 von 5 Punkten auf jeden Fall.
Den Punktabzug gibt es weil es hier zu viele Geheimnisse zu entschlüsseln gibt und man ganz genau aufpassen muss, wer hier wen belogen und betrogen hat, zumal dann auch noch vieles in der Vergangenheit passiert ist und sich jetzt erst in der Gegenwart als Drama zusammenspitzt.
Doch spannend ist die Suche nach Kitty und im Verlauf auch noch nach anderen Personen durchaus und die nachfolgenden Bücher wie z.B. „Ich finde Dich“, „Ich vermisse Dich“, „Kein Sterbenswort“ oder auch „Das Grab im Wald“ sind echte Page-Turner!
Fazit: Vier von fünf Punkten, Punktabzug gibt es für die sehr komplexe Handlung, auf die man sich konzentrieren muss, aber trotz allen ist das Buch spannend und lesenswert!

 

 

 

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