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Arnaldur Indridason: Schattenwege

Ich kann sagen, ich habe bis jetzt alle in Deutschland erschienenen Krimis des isländischen Autors gelesen oder gehört und ich bin immer wieder begeistert von den spannenden Geschichten aus seiner Feder. Sein Erzählstil ist flüssig, anschaulich, nie langweilig und die Ermittler sind sehr ausdauernde und akribisch arbeitende Menschen, die jedem auch nur kleinsten Hinweis nachgehen um den Kriminalfall zu lösen und wenn es Jahre dauert – wie hier in „Schattenwege“ um den Täter zu überführen und dingfest zu machen. Viele Bücher von Arnaldur Indridason sind bereits verfilmt, wie z.B. die Kommissar-Erlendur-Krimis!
Die Gesamthandlung von „Schattenwege“ setzt sich aus zwei Zeitebenen zusammen, wo jeweils ein Kriminalfall stattfindet und die nebeneinander erzählt werden.  Jeder für sich ist schon interessant und spannend und man hat keine Schwierigkeiten von 1944 in die Jetztzeit und zurück zu wechseln. Neben der Krimi-Handlung schildert der Autor eindrucksvoll die Lebensumstände in Kriegszeiten mit amerikanischen Soldaten, die in Reykjavik stationiert sind. Auch gibt er Einblick in die isländische Sagen- und Mythenwelt und verbindet dann dies als Beiwerk zu einem sehr spannenden Buch, das ich kaum aus den Händen legen konnte, so fesselnd ist es geschrieben.
1944 findet ein Liebespaar, das sich aus einer isländischen Frau und einem amerikanischen Soldaten zusammensetzt, während eines Stell-dich-eins in der Nähe des Nationaltheaters die Leiche einer Frau, die wie sich später herausstellt, erdrosselt wurde. Sie verständigen aber auf Drängen des Mannes nicht die Polizei, sondern flüchten vom Fundort. Sie werden dabei beobachtet und so geraten sie unter Verdacht etwas mit dem Tod der Frau zu tun zu haben. Der isländische Polizist Flóvent wird daher von einem amerikanischen Militärpolizisten mit Namen Thorson bei den Ermitttlungen unterstützt…..
In der Jetztzeit wird in seiner Wohnung ein alter Mann tot aufgefunden. Alles deutet auf den ersten Blick daraufhin, dass er während des Mittagsschlafes verstorben ist, doch die Obduktion bringt dann etwas zu Tage, dass daraus ein Mordfall wird…..
Die Identität des Mannes stellt sich schnell raus, sein Name ist Thorson und in seiner Wohnung findet man Zeitungsausschnitte über den oben geschilderten Mordfall…..
Es handelt sich hier tatsächlich um den ehemaligen Militärpolizisten Thorson, der den Fall der ermordeten jungen Frau untersucht hat…. Warum wurde er ermordet?
Nun, dass sollte jeder selbst herausfinden, denn ich kann dieses spannende Buch nur jedem Krimi-Liebhaber empfehlen.
Fazit: Arnaldur Indridason ist ein sehr guter Geschichtenerzähler, der genau weiß wie er seine Leser fesseln kann, so dass man das Buch nicht mehr aus den Händen legen mag und die Seiten nur so dahinfliegen! Diesen Island-Krimi kann ich nur empfehlen!
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Rolf Sakulowski: Das Feengrottengeheimnis

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Das Cover des Buches zeigt schon einen verwunschenen Ort, den ich mir dann im Internet noch auf einen Info-Video etwas genauer angesehen  habe und ich kann durchaus verstehen, dass dieser magische Ort, der von der Natur so wundervoll gestaltet wurde zu vielen Sagen und Mythen inspiriert hat:
Die Feengrotten liegen im thüringischen Saalfeld und Fenja Wolff ist Geologie-Studentin.  Sie hat einen ganz besonderen Studentenjob ergattert, denn sie arbeitet als Fee bei den Schaugrotten um die Kinder mit ihrem goldenen Kostüm zu verzaubern. Neben dieser Tätigkeit hat sie auch die Erlaubnis nach Feierabend geologische Untersuchungen im Bergwerk durchzuführen.
An ihrem letzten Arbeitstag will sie unbedingt noch einmal in die Stollen um ihre Arbeiten abzuschließen. Ihr Freund Jonas ist bereits angereist um sie abzuholen.
Ein letztes Mal geht sie mit Blaumann, Helm und anderer Ausrüstung in die Feengrotten und dann ward sie nicht mehr gesehen….
Erst glaubt Jonas Fenja hätte die Zeit vergessen und deswegen macht er sich anfangs noch keine Sorgen, doch das ändert sich schnell.
Mit Hilfe von Mitarbeitern des Bergwerks macht Jonas sich auf die Suche, doch vergebens, nur Fenjas Handy wird durch Zufall gefunden.
Jonas sieht keine andere Möglichkeit als Fenja als vermisst zu melden und geht zur Polizei. Nachdem man dort das Handy untersucht hat, geht alles ganz schnell, denn es wird Blut darauf entdeckt und eine großangelegte Suche beginnt, doch Fenja wird nicht entdeckt.
Jonas will aber nicht tatenlos rumsitzen und macht das, was er als Geschichtsstudent gut kann, er begibt sich ins Stadtarchiv und fängt an über die  Sagen und Erzählungen über einen weiteren Stollentrakt zu recherchieren, von dem immer nur getuschelt wird, denn er ist fest der Überzeugung, dass Fenja sich immer noch irgendwo im Berg befindet…
Im Verlauf der Handlung passieren dann noch viele mysteriöse Dinge und irgendwie scheint Jonas bei seinen Recherchen und Beobachtungen über Leichen zu stolpern und die Polizei kann das natürlich nicht ignorieren und nimmt ihn mit zum Verhör….
Neben der Suche nach Fenja hat der Autor noch alte Tagebucheinträge mit in die Handlung eingewoben, die der ganzen Geschichte einen unheimlichen und geheimnisvollen Touch geben, was eine kribbelnde Angespanntheit aufkommen läßt, die bis zum Ende des Buches anhält und einen fesselt, was zur Folge hatte, dass ich das Buch „Das Feengrottengeheimnis“ kaum aus den Händen legen konnte.
Fazit: Sagenumwobener Ort als Hintergrund für eine fesselnde und bis zum Ende anhaltende spannende Kriminalgeschichte! Unbedingt lesen!
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