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Viveca Sten: Tödliche Nachbarschaft

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Nachdem ich im letzten Monat hier die Verfilmungen der Krimis von Viveca Sten gesprochen habe, gibt es jetzt einen neuen Fall für Kommissar Andreasson mit dem Titel „Tödliche Nachbarschaft“, den ich als Hörbuch genossen habe.
Die Bewohner von Sandhamn, einem Ort im schwedischen Schärengarten sind eine eingeschworene Gemeinschaft, die einander kennen und achten und wenn sich dann plötzlich von „außen“ jemand ein „Sahnestück“ der Insel kauft und darauf eine imposante Strandvilla errichtet, die nur so vor Geld strotzt, dann sind nicht alle Einwohner davon angetan, denn es gibt so etwas wie ungeschriebene Gesetze, an die sich alle halten, was man von den „Neuankömmlingen“ nicht gerade sagen kann und es gibt Gegenwind von Seiten der Alteingesessenen……
Eine große Einweihungsparty soll nun die Gemüter beruhigen und ein Versuch sein, sich kennenzulernen und Frau und Kind nebst Kindermädchen in die Gemeinschaft zu integrieren, dass zumindest ist der Plan von Carsten Jonsson, dem Eigentümer der riesigen Strandvilla…..
Leider war das nur Wunschdenken des „Neuen“ und auf der Feier läuft alles irgendwie aus dem Ruder und als dann noch ein übel zugerichteter Toter am Morgen nach der Party gefunden wird, muss Kommissar Andreasson, der sich psychisch nicht auf der Höhe fühlt, all seine Sinne zusammennehmen um diesen komplizierten Fall zu lösen……
Wie bereits einige Bücher bzw. Geschichten aus der Reihe zuvor, findet sich des Rätsels Lösung in der Vergangenheit verankert und ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen, was ich persönlich an den Krimis von Viveca Sten besonders schätze. Das Hörbuch wird in gewohnter Weise und mit sympathischer Stimme von Stephan Schad gelesen und so kommt man ganz schnell wieder hinein in die Atmosphäre des schwedischen Schärengartens und Thomas, Nora (seine Freundin aus Kindertagen) und alle anderen bekannten Figuren sind sofort wieder präsent.
Bei diesem Fall ermittelt zwar Thomas Andreasson, aber Noras Einsatz steht diesmal doch etwas im Vordergrund und als sie dann auch noch – nur weil sie helfen will – in Lebensgefahr gerät, fiebert man als Zuhörer gebannt mit und hofft, dass sie wohlbehalten aus der brenzligen Situation herauskommt……
Fazit: Viveca Sten als Spannungsautorin und Stephan Schad als Erzähler bilden mittlerweile ein vertrautes Team, so dass ich – trotz Sinnkrise des ermittelnden Kommissars – auf eine Fortsetzung der Reihe hoffe.

 

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Viveca Sten: Tod in Stiller Nacht

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Ein neuer Fall für Thomas Andreasson!
Es ist der 24.12.2008 und Kommissar Andreasson freut sich auf die Festtage mit seiner Frau und der kleinen Elin auf der Insel Sandhamn. Doch leider wird die Festtagsstimmung durch den Fund einer Frauenleiche  draußem im Schnee jäh unterbrochen. Bei der Toten handelt sich um die bekannte Kriegsberichterstatterin Jeannette Thiels und was zu ihrem Tod geführt hat, ist anfangs nicht ersichtlich und erst die Obduktion bringt einen entscheidenden Hinweis und dann steht fest, es war Mord!
Beim Durchleuchten des Privatlebens der Toten wird klar, dass sie sich in einem unerfreulichen Sorgerechtsstreit um ihre Tochter Alice befand, aber auch ihre Reportagen waren nicht unumstritten und so muss Thomas mit seinen Kollegen in alle Richtungen ermitteln….
Auch Nora, die Jugendfreundin von Thomas hat wieder einen Part im Buch, der aber diesmal nichts mit der Kriminalhandlung zu tun hat. Doch wer die anderen fünf Bücher aus dieser Reihe kennt, der hätte sicherlich Nora vermisst, wenn ihre Figur hier nicht aufgetaucht wäre. Zu Weihnachten ist ihr Ex-Mann zu Besuch, was sie emotional auf eine harte Probe stellt, denn sie hat einen neuen Freund, der aber zu den Feiertagen nicht vor Ort sein kann. Auch beruflich gibt es Schwierigkeiten, die ihr Kopfzerbrechen bereiten…..
Nachdem nun feststeht,  dass die Frau ermordet wurde, stellt sich heraus, dass ihr PC fehlt. Hatte der Mörder es auf ihre neueste Veröffentlichung abgesehen? Ein USB-Stick als Sicherheitskopie muss irgendwo von ihr hinterlegt sein, da sind sich alle Befragten sicher, doch wo kann das sein?
Auch der sechste Fall „Tod in stiller Nacht“ wird von Stephan Schad gesprochen, was ich persönlich sehr schön finde, denn ich verbinde seine Stimme mittlerweile fest mit den Hörbüchern von Vivica Sten. Seine ruhige angenehme Vortragsart passt wunderbar zur Handlung und ich hoffe auf weitere Hörbücher in dieser Kombination.
Fazit: Stephan Schad als Vorleser ist fester Bestandteil der Reihe, was zu der gelungenen Fortsetzung der Reihe um Kommissar Andreasson beiträgt! Bitte mehr davon!

 

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Liza Marklund: Jagd

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In der Redaktion des Abendblatts hat Journalistin Annika Bengtzon jetzt den Praktikanten Valter an ihrer Seite, der sich tatsächlich als nützlich erweist und ihr bei den Recherchen im Fall des in seinem Haus gefolterten Politikers und Geschäftsmannes Ingmar Lerberg, der nur knapp dem Tod entgangen ist, hilft. Aber nicht nur der brutale Überfall lässt die Presse aufhorchen, nein besonderes Augenmerk wird auf das spurlose Verschwinden Lerbergs Ehefrau Nora gelegt. Auch nach vielen Tagen gibt es keine richtige Spur von ihr, was besonders schlimm für die beiden kleinen Kinder des Ehepaares ist…
Anders Schyman, der Chefredakteur des Abendblatts gerät wegen einer alten preisgekrönten Dokumentation über eine verschwundene Frau in den Fokus einer Hetzkampagne im Internet…
Auch im Privatleben von Annika hat sich einiges verändert, was auch neben den beruflichen Tätigkeit eine Herausforderung ist, denn auch Annikas neuer Lebensgefährte hat wie sie zwei Kinder und diese Patchworkfamilie muss sich erst einmal aufeinander einstellen, da sind Probleme vorprogrammiert…
Ich habe bereits mehrere Bücher von Liza Marklund mit Annika Bengtzon gelesen und habe mich eigentlich immer gut unterhalten gefühlt, aber diesmal bin ich etwas enttäuscht, denn irgendwie hatte ich das ganze Buch über den Verdacht, ich hätte das vorherige lesen sollen um hier die eine oder andere Passage besser zu verstehen.  Außerdem hatte ich unter dem Titel „Jagd“ eine andere Handlung erwartet oder mehr Tempo an sich im Geschehen, aber die plätschert nur so dahin und ab und zu kommt die Autorin wieder auf den doch recht brutal beginnenden Kriminalfall zurück. Auch das Ende der ganzen Geschichte war nicht besonders klar gezeichnet und alles blieb etwas nebulös…
Schade,  „Paradies“ oder auch „Olympisches Feuer“ habe ich mit Begeisterung gelesen, dies Buch konnte mich nicht so überzeugen.
Fazit: Schade, Annika Bengtzon hatte schon mal mehr Biss und andere Bücher der Autorin konnten mich mehr fesseln!

 

 

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