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Krischan Koch: Flucht übers Watt

Letzten Monat habe ich hier aus der „Thies-Detlefsen-Krimi-Reihe“ von Krischan Koch das neueste Hörbuch mit dem Titel „Backfisch-Alarm“ vorgestellt, welches er auch selbst vorgelesen hat.
Nun ist ein weiteres Hörbuch von Krischan Koch nach einer Buchvorlage aus dem Jahr 2009 mit dem Titel „Flucht übers Watt“ erschienen, das diesmal von Jürgen Holdorf  gekonnt vorgetragen wird.
Anders als die Geschichten um den „Dorfsheriff“ Thies Detlefsen dreht sich in dieser Geschichte alles um den Kunststudenten Harry Oldenburg, der seiner amerikanischen Ehefrau Zoe seine Heimat zeigen möchte, die er vor 18 Jahren Hals über Kopf verlassen hatte. Warum er das getan hat, erfährt der Zuhörer in zeitlichen Schwenks von damals zu heute und zurück.
Der Vorleser Jürgen Holdorf kann hier viel mit wunderbar vorgetragener Mundart zum besseren Verständnis des ganzen Geschehens beitragen, so dass man schnell die Personen und die Gegebenheiten vor Augen hat und es beim zeitlichen Einordnen keine Schwierigkeiten gibt.
Die Geschichte an sich kommt erst langsam in Fahrt, aber dann macht es richtig Spass den einstigen Kunststudenten und bis in die Jetztzeit hinein als Kunstdieb tätigen Harry Oldenburg auf seinen Streifzügen zu begleiten.
Welche Hürden Harry nehmen muss um die vor 18 Jahren gestohlenen Bilder aus dem Seebüller Museum vor den neugierigen Einheimischen zu verbergen, schildert der Autor hier sehr anschaulich und mit bösem Humor, denn wo Harry Oldenburg aufkreuzt, da dauert es nicht lange und es gibt Tote zu beklagen. Dies Phänomen hat sich dann auch bei seiner Wiederkehr in seine Heimat nicht verändert, denn Harry musste damals bei seiner übereilten Flucht etwas zurücklassen, was er jetzt unbedingt holen will, was sich allerdings als nicht ganz einfach herausstellt……
Die ungekürzte Lesung dauert acht Stunden, die recht schnell vergehen, denn Jürgen Holdorf macht seine Sache wirklich gut, würzt er seinen Vortrag doch wie bereits erwähnt durch den Einsatz von unterschiedlichen Dialekten, was den ganzen Vortrag noch abrundet.
Fazit: Wo dieser Kunstdieb auftaucht, gibt es unvorhergesehene Todesfälle. Die ganze Geschicht ist mit bösem Humor von Krischan Koch zu Papier gebracht worden und durch die gekonnte Lesung von Jürgen Holdorf noch durch Einsatz von Dialekt/Mundart verfeinert worden. Unterhaltsam und hörenswert!

 

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Sven Koch: Dünenfluch

Ich habe beim neusten Fall für Femke Folkmer und Tjark Wolf die Zeit vergessen und immer weiter gelesen –  ach was sag ich,  ich habe dies Buch verschlungen!
Ähnlich ist es mir übrigens bei den vorherigen Büchern aus dieser Reihe „Dünengrab„, Dünentod„, „Dünenkiller“ und „Dünenfeuer“ auch gegangen. Allesamt toll geschrieben und spannend!
Dünenfluch“ macht einfach von der ersten Seite an süchtig! Die Seiten fliegen einfach nur so dahin, denn Sven Koch hat einen Schreibstil, der mir sehr gut gefällt, zumal er auch wieder die Mundart von der Nordseeküste hat einfließen lassen. Da muss man sich nur noch Wind und Wellen vorstellen und schwups ist man mitten im Geschehen……
Werlesiel hat Femke beruflich bzw. die dortige Polizeistation vor einiger Zeit hinter sich gelassen, nur ab und zu ist sie noch privat hier, der Liebe wegen und um ihr Pferd Justin, der wegen seines Alters sein Gnadenbrot auf einem Hof im Ort bekommt, zu besuchen.  Und nun ist dieses liebenswerte Tier tot! Es wurde mit zwei weiteren Pferden auf der Weide regelrecht abgestochen…… Wer tut so etwas??? Geht hier ein Pferderipper um???
Femke ist am Boden zerstört und sie eilt nach Werlesiel um sich selbst ein Bild zu machen. Während sie noch überlegt, was hinter dieser Tat steckt, kommt es kurz nach der Tiertötung zu einem spektakulären und aufsehenerregenden Zwischenfall, bei dem ein Mann zu Tode kommt. Doch bei näherem Betrachten, war es kein natürlicher Tod, sondern offenbar Mord…
Wären diesen Vorfälle nicht schon schlimm genug für den sonst beschaulichen Touristenort, geschehen nach kurzer Zeit noch weitere Morde, die die zuständige Polizei auf Trapp halten und so kommt es im Verlauf, dass Femke und Tjark ihre Mithilfe anbieten. Dies Angebot wird gern angenommen, zumal sich sich Femke gut im Ort auskennt und auch sonst einen besonderen Draht zu den Bewohnern des Ortes hat, stammt sie doch selbst von hier…..
Ob tatsächlich ein „Fluch“ über dem ostfriesischen Ort liegt, werde ich nicht verraten, denn dieser Krimi ist einfach nur klasse, besonders da man bis zum Schluss nicht erkennen kann,  wer bzw. was hinter diesen ganzen aufsehenerregenden Vorkommissen steckt, denn die Wahrheit liegt tief verborgen und führt zurück in eine ganz andere Zeitepoche….
Fazit: Was für ein Krimi, sogartig wird man in die Handlung gezogen, bleibt drin verankert und merkt dabei gar nicht wie die Zeit verfliegt. Toll, Krimi-Kost vom Feinsten, die Suchtpotential hat!

 

 

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Mord auf Shetland – Pilotfilm & Staffel 1

Schon gleich bei den ersten Landschaftsaufnahmen, kam mir der Gedanke, wo liegen eigentlich genau die Shetland-Inseln?
Nun ein Blick in den Atlas und ein wenig Internet-Recherche später war ich schlauer:
Die Shetland-Inseln ist eine Inselgruppe die zu Schottland gehört und in der Nordsee und im Nordatlantik liegt. Die Orte bzw. Inselnamen, die hier in der Krimi-Serie vorkommen, sind real.
Die Landschaft ist wirkt düster und karg, teils flach, aber auch hügelig und die felsige Küste bildet den Abschluss.  Grün und braun sind die vorherrschenden Farben. Wind und die ständig wechselnden Wetterverhältnisse fließen in den Alltag der hier lebenden und arbeitenden Menschen hinein, die besonders auch durch ihre Sitten und Gebräuche geprägt sind, was hier als Rahmenhandlung in die Kriminalfälle einfließt. Zwar ist man in der modernen Technikzeit auf den Inseln angekommen, aber Handyempfang ist nicht überall gegeben und Funklöcher erschweren die Arbeit der Ermittler hier nicht nur einmal…..

Der auf Shetland geborene Ermittler DI Jimmy Perez, der nach dem Tod seiner Frau mit seiner Stieftocher Cassie zurück vom Festland auf die Inseln kommt, will hier neu anzufangen. Seine Eltern und der leibliche Vater von Cassie leben ebenfalls hier.
DI Perez ermittelt mit einem kleinen, aber feinen Team, das Köpfchen hat und das sich mit den Sitten und Gebräuchen und besonders mit dem hier lebenden Menschenschlag auf den Inseln sehr gut auskennt und auch mal ganz konsequent durchgreift, wenn es die Situation notwendig macht.

Gleich im Pilotfilm von „Mord auf Shetland“ muss DI Perez seinen kühlen Verstand einsetzen. Die Großmutter eines seiner Mitarbeiter wird erschossen aufgefunden. Ein paar alte Fotografien, die man im Haus der alleinlebenden Toten findet, führt die Ermittler in eine andere Zeitepoche und bei der Recherche innerhalb der in der Nähe lebenden restlichen Familie, der offenbar streitbaren Frau, ist Trauer nicht der erste Eindruck, der hier vermittelt wird….
Im nächsten Fall spielen ein grausiger Fund am Strand, ein etwas kauziger alter Mann sowie ein fast 20 Jahre zurückliegender Vermisstenfall eine besondere Rolle.
Besonders tragisch ist der nächste Fall für DI Perez, denn sein alter Freund der Journalist Jerry Markham taucht auf der Insel auf und man trifft sich auf einen Drink. Am nächsten Tag ist Jerry tot, offenbar kam er mit dem Wagen von der Straße ab und stürzte die Klippen herunter…. An einen Unfalltod glaubt Jimmy nicht, was sich  dann bald bestätigt….

Im hoffentlich nur vorerst letzten Teil dieser Serie kommt eine bekannte Vogelkundlerin ums Leben. Wegen eines schweren Sturms ist die Fährverbindung eingestellt worden. Per Flugzeug erreicht Jimmy nebst einer Kollegin Fair Isle und muss nun in der Mini-Besetzung versuchen den Mörder dingfest zu machen.
Jeder Fall für sich ist hier nicht auf den ersten Blick zu lösen, viele Steine müssen umgedreht werden und auch Zusammenhänge in der Vergangenheit spielen hier oftmals eine wichtige Rolle. Die privaten Situationen des Ermittler-Teams fließen in die Handlung hinein, stören aber nie, sondern passen zu dieser rundum gelungenen spannungsgeladenen Krimi-Serie, die übrigen auf die Romane von Ann Cleeves zurückgeht.
Landschaftlich beeindruckt diese Serie außerdem und ich hoffe die nächste Staffel lässt nicht zu lange auf sich warten.
Fazit: Nicht nur landschaftlich beeindruckt diese neue britische Krimi-Serie, die man nicht verpassen sollte und die hoffentlich bald fortgesetzt wird!
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National Geographic: Wildes Deutschland – Bilder einzigartiger Naturschätze

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Deutschland in wunderschönen Bildern abgelichtet von Norbert Rosing. Seine Aufnahmen wurden in diesem eindrucksvollen Buch kombiniert mit Reiseberichten, die wie eine Art Wegweiser durch unsere wunderschöne Natur  zu verstehen sind.
In einem Vorwort erzählt Norbert Rosing, wie dieses Buch und seine Bilder entstanden sind und dass er immer auch auf die Geheimtipps der Einheimischen angewiesen ist, um ganz besondere Teile unserer Natur in schönen Bildern festzuhalten. Das ist ihm in diesem Buch wieder einmal sehr gut gelungen….
Nun, dass es an der norddeutschen Küste schon mal rau wird, ist jedem bekannt, der diesen Teil Deutschlands schon einmal besucht hat und bei Sturm und Regen einen Spaziergang am Strand gemacht hat. Und so beginnt auch die Bilderreise quer durch Deutschland, nämlich im Wattenmeer und endet im Berchdesgardener Land in schwindelnder Höhe…
Das seitenstarke Buch beginnt aber mit ein paar Bildern, die man ohne Worte auf sich wirken lassen kann,  denn die Bilder sprechen ihre eigene Sprache und verzaubern den Betrachter….
Von Nord nach Süd und West nach Ost kommen Naturschutzgebiete oder Biosphärenreservate zur Darstellung und man kann sich an der Schönheit der Natur kaum sattsehen. Das Buch lädt den Betrachter ein sich selbst einmal vor Ort ein Bild zu machen und da kann ich schon auf einige Ausflüge zurückgreifen und finde mich anhand der Bilder hier im Buch wieder an der Ostsee, auf Rügen, Usedom oder schippere mit einem Fischerboot an den Sandbänken vorbei, wo sich Seehunde in der Sonne aalen.
Nördlich von Berlin liegt eine eindrucksvolle Seenlandschaft, die man einmal erkunden sollte. Dort liegt der Müritz-Nationalpark. An vielen Stationen und Seen dieser Gegend habe ich selbst schon einmal Halt gemacht und die Natur auf mich wirken lassen. Hier kann man in abgelegenen Winkeln Tiere beobachten oder mit dem Boot die Wasserflächen erkunden. Alte Baumbestände und unberührte Natur lassen Raum für Sagen und Mythen.
Auch ist in den Bildern und Berichten der Jahreszeitenwechsel thematisiert und auf Seite 242/3 ist das anhand des Todtnauer Wasserfalls in „flüssigem“ und „gefrorenen“ Zustand besonders gut zu sehen.
Anhand von Ausschnittskarten wird aufgezeigt, wo die Aufnahmen entstanden sind und man bekommt noch viele Tipps und Hinweise zu der entsprechenden Gegend, was sehr hilfreich ist, wenn man auf den Spuren des Fotographen wandeln möchte.
Die wunderschöne Landschaftsvielfalt mit seinen Tieren und Pflanzen ist im Buch „Wildes Deutschland“ eindrucksvoll in Szene gesetzt und anhand der Reiseberichte bekommt man gleich Lust seine Sachen zu packen und selbst auf Entdeckertour zu gehen. Einige Stationen waren mir bereits bekannt und die Bilder haben einen Aha-Effekt bei mir ausgelöst. Dies Buch kann man als großen Reiseführer ansehen, der wirklich Lust darauf macht die Naturschätze, die unser Land bietet zu entdecken, oder einfach die wunderschönen Bilder auf sich wirken lassen und dabei die Seele baumeln lassen!
Fazit: Diesen eindrucksvollen Bildband mit Reiseberichten zu den schönsten Naturschauplätzen Deutschlands kann man als Einladung verstehen, selbst einmal auf Entdeckungstour zu gehen! Empfehlenswert!
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Sven Koch: Dünenkiller

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Ein neuer Fall für Femke Folkmer und Tjark Wolf, die jetzt beide unter der Leitung von Ceylan Özer mit ihrem Kollegen Fred die SOK für Schwerverbrechen und organisierte Kriminalität für das nördliche Niedersachen bilden.
Vor dem Kutter „Nadja“, der auf Garnelenfang ist, taucht plötzlich aus dem Nichts eine Art Geisterschiff auf. Der Kapitän hatte es plötzlich auf dem Radar, war er doch noch kurz vorher der Meinung hier draußen vor den Ostfriesischen Inseln allein unterwegs zu sein.
Mit dem Fernglas ist eine weiße moderne Segelyacht auszumachen, doch auf die Funksprüche der „Nadja“ kommt keine Reaktion. Als sie in Sichtweite ist, scheint es so, als wenn die Yacht Schlagseite hat, aber niemand ist an Deck zu sehen.
Da stimmt etwas nicht, sind die Gedanken des Kapitäns und er macht sich daran nachsehen, ob jemand Hilfe braucht.
Auf der Yacht macht er dann eine schreckliche Entdeckung: Überall ist Blut und es riecht verkohlt, offensichtlich war ein Feuer ausgebrochen. Unter Deck findet er dann drei verkohlte Leichen. Nach diesem grausigen Fund will er nur noch weg von hier, doch dann hört er ein leises Wimmern und das kommt von einer schwer verletzten Frau, die in einer der Kabinen liegt….
Nun ist der Einsatz des SOK gefragt und es wird ein kniffeliger Fall, denn die einzige Überlebende spricht nur unverständliche Worte, die sich anhören wie: „Ich bin neu“…..
Lange Zeit fischen die Ermittler im Trüben und kommen nur langsam voran, aber als dann die Überlebende aus dem Krankenhaus entlassen wird und für kurze Zeit im ehemaligen Haus von Femkes Oma einzieht, überschlagen sich die Ereignisse, denn in das Haus wird eingebrochen und es kommt zu einem Schusswechsel……..
Nach „Dünengrab“ und „Dünentod“ geht an der ostfriesischen Küste nun der „Dünenkiller“ um!
Durch die flüssige und anschauliche Erzählweise des Autors macht es richtig Spaß diesen Krimi zu lesen, es sind mundartliche Sätze eingefügt, die die Atmosphäre und Lebensart der Landschaft unterstreichen, was mir gut gefallen hat. Die Spannung wird bis zuletzt gehalten und es gibt wieder einen spektakulären Showdown, der filmreif ist..
Das vierköpfige SOK-Team ist einem bereits durch die vorherigen Einsätze gut bekannt und es gibt auch einen kleinen Einblick in das Privatleben der Ermittler, wo es im zwischenmenschlichen Bereich an manchen Stellen knistert und es auch einiges Neues zu erfahren gibt, was aber nie von der eigentlichen Krimihandlung ablenkt, sondern sich gut ins eigentliche Geschehen einfügt. Am Ende des Buches taucht ein kleiner Hinweis auf, der mich auf eine Fortsetzung der Reihe hoffen lässt..
Fazit: Lesenswerte, gelungene Fortsetzung der „Dünen-Reihe“: Tolles Ermittlerteam muss in filmreifen Szenen gegen einen mächtigen Gegner kämpfen

Auch spannend und vom gleichen Autor: Totenmond

 

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Andrea Walter/Norbert Rosing: Deutschlands Küsten und Inseln

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Naturwunder an Nord- und Ostsee
Schon die ersten Momentaufnahmen, die Norbert Rosing hier in Bildern festgehalten hat, lassen einen in Wind, Wetter, Wasser und wundervolle Landschaften eintauchen und ich kann sagen, an einigen der abgelichteten Orte bin ich selbst schon gewesen und habe am Strand Muscheln und Steine gesammelt. 
Aus dem Bildband „Wildes Niedersachsen“ ist mir der Fotograph Norbert Rosing bereits ein Begriff und schon dort habe ich seine Fotographien bewundert.
Die Kreidefelsen auf Rügen begrüßen den Betrachter als erstes und eine Seite weiter geht glutrot die Sonne im Meer unter und man sieht noch etwas von der Küste Helgolands. Ein Bild von oben auf die Boddenlandschaft, die sich vor der Halbinsel Zingst erstreckt folgt danach. Diese Gegend ist ein Vogelparadies und bei einer Schifffahrt von Zingst nach Stralsund über den Bodden bin ich schon daran vorbeigekommen und habe die vielen Vogelschwärme erleben können.
Der Bildband fängt dann chronologisch mit der Nordsee mit niedersächsischen Wattenmeer an. Andrea Walter hat die informativen Texte verfasst und ihre Eindrücke zu den vielfältigen Landschaften aufgeschrieben.
Man begegnet Küstentieren wie z.B. Seehunden, die neben Möwen und Kormoranen auf den Sandbänken träumen oder wer schon einmal eine Wattwanderung gemacht hat, der weiß um die vielen Muscheln, (Einsiedler-)Krebse oder das andere Getier, was einem dort begegnet und erkennt es auf den Bildern hier wieder.
Nach über 100 Seiten Nordsee dreht sich dann alles um meinem persönlichen Favoriten, die Ostsee mit ihrer Küstenlandschaft sowie ihren Inseln wie z.B. Fischland/Darß/Zingst oder auch Usedom, denn hier ist immer das Meer zu sehen und nicht wie durch die Gezeiten bei der Nordsee immer mal wieder Ebbe.
Die  ausdrucksstarken Landschafts- und Tierbilder erzählen ihre eigenen Geschichten und als Betrachter kann man seine Phantasie beflügeln und sich in die Darstellungen hineinversetzen, als wäre man direkt vor Ort. Die Fotos sind zu den unterschiedlichsten Jahreszeiten aufgenommen und haben mich persönlich in Erinnerungen schwelgen lassen, denn z.B. das Farbenspiel beim  Sonnenuntergang am Strand  ist beeindruckend und sehenswert.
All dies ist hier eindrucksvoll im Bildband „Deutschlands Küsten und Inseln“ zusammengestellt und wird durch die erklärenden und informativen Texte komplettiert. Die Bilder erzählen eigene Geschichten und ziehen den Betrachter einfach magisch an, was den einen oder anderen vielleicht sogar inspiriert diese Naturwunder zu besuchen!
Fazit: Nord- und Ostsee wurden hier in beeindruckenden Bildern festgehalten, die man immer wieder ansehen kann!
 
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Elisabeth Herrmann: Seefeuer

Seefeuer von Elisabeth Herrmann

Über sieben Stunden! fesselt diese spannende Familiengeschichte den Zuhörer.
Laura Maire, die eine sehr jugendliche Stimme hat, ist die ideale Besetzung um das Hörbuch „Seefeuer“ vorzutragen, denn die Hauptperson in diesem unblutigen Thriller ist die junge Marie Vosskamp, die ihr Praktikum in der Seehundaufzuchtstation in Friedrichkoog an der Nordsee absolviert um später einmal Meeresbiologie zu studieren. In das traditionsreicheTeeimportgeschäft ihrer Familie will sie auf keinem Fall einsteigen.
Als von einem Vogelwart zwei Heuler gemeldet werden, ist sie mit an Bord um diese beiden Tiere zu retten. Doch bei rauer See passiert es dann, dass irgendetwas das Boot festhält und sie es nur mit knapper Mühe wieder an Land schaffen.
Nachdem der Trawler, der die Seehunde und die Besatzung an Bord hatte mit letzter Kraft wieder im Hafen angekommen ist, wird untersucht was das Boot fast in die Tiefe gezogen hätte und man wird fündig: Ein Teil der 1951 gesunkenen „Trinity“ hatte sich daran verhakt!
Ein Aufschrei geht durch die Medien, denn die „Trinity“ hatte wertvolle Ladung an Bort u.a. ein sehr wertvolles Teeservice, das einmal der Familie Vosskamp gehörte.
Noch ahnt Marie nicht, was plötzlich alles auf sie zukommt, als sich ein Bergungstrupp im Hafen einfindet und vor hat nach den versunkenen Schätzen der „Trinity“ zu suchen.
Bei einer großangelegten Berichterstattung über die mögliche Bergung lernt Marie den gutaussehenden Taucher Vince kennen, der ihr Gefühlsleben ganz schön durcheinanderwirbelt.
Nachdem in den Medien von einem Millionenschatz berichtet wird, der dann den Nachfahren der Familie Vosskamp zusteht, passieren merkwürdige Dinge: Maries Mutter glaubt sich verfolgt und kurze Zeit später hat auch Marie das Gefühl, dass man ihr nach dem Leben trachtet…..
Puh, was für ein spannendes Hörbuch!  Ganz unblutig gelingt es der Autorin hier einen Thriller zu präsentieren, der den Zuhörer fesselt und einen nicht mehr loslässt und auch die jüngere Zuhörergeneration anspricht.
Fazit: Den Spannungspegel könnte man so definieren: Aus einer Brise wird ein Orkan, der den Zuhörer mitreißt und nicht mehr lösläßt!
Ebenfalls sehr spannend und empfehlenswert von der Autorin:
Versunkene Gräber
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