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Geir Tangen: Seelenmesse

Es geht nach Norwegen. Der Autor Geir Tangen betreibt dort seit 2012 einen Krimi-Blog, wo er Krimis und Thriller rezensiert. Nun hat er sich seinen Traum verwirklicht  und mit „Seelenmesse“ seinen ersten eigenen Krimi veröffentlicht.
Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den für mich ungewöhnlich klingenden Namen der Mitwirkenden, so dass ich mir während des Lesens einige Notizen gemacht habe. Das hat mir in der Anfangszeit des Lesens auch geholfen, handlungsmäßig alles richtig einzuordnen, denn es wird in unterschiedlichen Zeitzonen berichtet, die zwar gekennzeichnet sind, aber auch zu unterschiedlichen Orten führen, deren Namen für ungeübte Leser in Sachen Norwegisch auch „fremd“ klingen und da waren die kurzen Notizen für mich jedenfalls sehr hilfreich.
Doch diesen „Spickzettel“ brauchte ich bald nicht mehr, denn dieser Thriller ist so fesselnd, dass man das Buch nicht aus den Händen legen kann und dann ganz schnell ins Geschehen „abgleitet“.
Allerdings sollte man starke Nerven haben, wenn man dieses Buch liest, denn ein selbsternannter Richter,  treibt hier sein Unwesen. Er wendet sich per Mail an den einst sehr erfolgreichen Journalisten Viljar Ravn Gudmundsson und kündigt einen Mord an, denn jemand habe Schuld auf sich geladen, wurde dafür aber vom Gericht nicht belangt. Ins Detail geht der Mörder nicht und Viljar ist sich nicht sicher was er von dieser Mail halten soll.
Als dann einige Zeit später eine Frau auf spektakuläre Weise ums Leben kommt und Mord nicht auszuschließen ist, wird Viljar hellhörig. Allerdings hat er seinen „Biss“ von früher verloren, denn er ist psychisch zu angeschlagen um spontan weitere Nachforschungen zu betreiben…..
Es kommen weitere Mails und es passieren weitere Morde, die die Polizei auf Trapp halten.  Der Mörder hinterlässt zwar Spuren an den Tatorten, doch wer er ist, dass erfährt man erst ganz am Schluss, so gut hat der Autor ihn in der Handlung versteckt.
Ich möchte gar nichts weiter über das Handlungsgeschehen schreiben, denn dieses Buch ist es wirklich wert, gelesen zu werden. Der Autor überrascht mit interessanten Wendungen im Verlauf und hat auch ab und an die Gedankengänge des Mörders eingewoben, was aber beim „Identifizieren“ dem Leser nicht weiterhilft….
Trotz anfänglicher Leseschwierigkeiten bzw. der Einordnung der norwegischen Personen- und Ortsnamen hat mich  das Buch total begeistert und die Handlung gefesselt. Zwar muss man wie erwähnt gute Nerven haben, aber es lohnt sich wirklich, sich diesem Nervenkitzel auszusetzen und daher kann ich nur sagen „Volle Punktzahl“ für dieses  gelungene Erstlingswerk und bitte weiter so!
Fazit: Für dieses Erstlingswerk gibt es die volle Punktzahl, denn Unvorhersehbarkeit, überraschende Wendungen und Nervenkitzel machen diesen spannenden Thriller aus! Bitte mehr davon!
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Thomas Enger: Tödlich

Ich weiß noch ganz genau, wie begeistert ich  2011 gewesen bin, als ich das erste Buch „Sterblich“ aus der Henning-Juul-Reihe gelesen hatte. Ich konnte die Veröffentlichungen der weiteren Bücher „Vergiftet“, „Verleumdet“ und „Gejagt“ kaum erwarten und es waren für mich alles unbedingt lesenswerte spannende Thriller, denn besonders der rote Faden bzw. die unermüdliche Suche nach den Hintergründen für den mysteriösen Wohnungsbrand sind auch über die Jahre bei mir im Gedächtnis geblieben….
Nun ist mit „Tödlich“ der fünfte und offenbar auch finale Teil der Reihe erschienen!
Vom ersten Buch an beschäftigt den Journalisten Henning Juul die Frage: Weshalb es in seiner Wohnung zu einem Brand kam, der dann seinem Sohn Jonas der Leben kostete. Auch Juul selbst ist nur knapp dem Flammentod damals entronnen und viele Brandnarben am Körper erinnern ihn täglich daran…
Nach seiner langsamen Genesung kehrt Juul dann an seinen alten Arbeitsplatz bei der Onlinezeitung „123nyheter“ zurück. Der Gedanke, dass es sich bei dem Brand in seiner Wohnung um Brandstiftung handeln könnte, lässt ihn nicht los und er fängt an Nachforschungen zu betreiben.
Einen wichtigen Hinweis darauf, dass er mit seiner Vermutung richtig liegt, bekommt Juul von einem in Haft sitzenden verurteilten Mörder und ehemaligen Geldeintreiber. Als Henning alle Informationen erhalten soll, ist seine Quelle für immer versiegt….
Besonders schockierend wird die Suche nach dem Warum und Wieso, als sich Henning Juul fragen muss, was eigentlich seine Schwester mit der Sache zu tun hat?
Henning bleibt über viele Hindernisse hinweg immer am Ball und oftmals steht er vor dem ersehnten Durchbruch, aber dann sterben seine Hinweisgeber oder er selbst gerät immer mal wieder in akute Lebensgefahr, wie man es gleich im „Prolog“ zum aktuellen Buch lesen kann.
Bevor aber sich alle Puzzle-Teile am richtigen Fleck befinden, vergeht noch einige Zeit. Ein alter Todesfall aus dem Jahre 1996 bringt dann endlich Licht ins Geschehen…
Tatsächlich lüftet Thomas Enger in diesem Thriller endlich das Geheimnis um den Brand in Henning Juuls Wohnung und auch was dahinter steckt. Wer aber keines der vier vorherigen Bücher der Reihe kennt, wird es schwer haben sich in der Gesamthandlung zurechtzufinden, denn die besonderen Feinheiten bzw. die weitreichenden Zusammenhänge werden nur ansatzweise reflektiert und selbst mir ist es beim Lesen anfänglich etwas schwer gefallen, die Personen und Fakten wieder zuzuorden.
Besonders einige Teile der Handlung gehen unter die Haut, da viele Menschen aus Juuls Umgebung bzw. mit denen er Kontakt hatte, sterben und meistens nicht eines natürlichen Todes…..
Ganz viel kriminelle Energie durchzieht das aktuelle Buch, es geht um Erpressung, Geldwäsche und Mord und bald weiß Henning Juul nicht mehr wem er überhaupt noch trauen kann
Das Buch ist genau wie seine Vorgänger sehr fesselnd geschrieben. Bis dann endlich Klarheit herrscht, passiert noch einiges, so dass man auch hier wie gewohnt spannende Unterhaltung geboten bekommt.
Fazit: Keine einfache Rätsellösung, da viele Verwicklungen erst einmal entwirrt und die vielen Puzzleteile in die richtige Position gebracht werden müssen. Nichtsdestotrotz spannender und wichtiger Abschluss der Reihe, den man nicht verpassen sollte!

 

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Heine Bakkeid: … und morgen werde ich dich vermissen

Die gekürzte Lesung dieses Hörbuchs hat Frank Stieren übernommen, der seine Stimme sehr gut abwandeln kann, so dass man die verschiedenen Mitwirkenden hier gut unterscheiden kann.
Hier gibt es Einblick in das Krimi-Debüt des norwegischen Autors:
Nach seinem Gefängnisaufenthalt ist der ehemalige interne Ermittler der Polizei Thorkild Aske nun arbeitssuchend, da er in seinem Beruf nicht mehr tätig sein darf. Sein Gefühlsleben scheint völlig aus dem Ruder gelaufen zu sein und ein immer wiederkehrender Hinweis auf die notwendige Einnahme von Psychopharmaka und starken Schmerzmitteln lässt nichts Gutes erahnen, zumal auch immer wieder der  Kontakt zu seinem Psychiater  inhaltlich thematisiert wird.
Um Thorkild aus seinem seelischen Tief zu holen, ist sich sein Psychiater sicher, dass Arbeit die beste Medizin ist, weswegen er ihn mit einem befreundeten Ehepaar bekannt macht, deren erwachsener Sohn Rasmus vermisst wird. Rasmus war dabei auf einer abgelegenen Leuchtturminsel in Eigenregie ein Erlebnishotel aufzubauen. Die ortsansässige Polizei vermutet einen Tauchunfall, doch sein Leichnam wurde bisher nicht gefunden. Torkild soll sich im Auftrag der Eltern vor Ort selbst ein Bild machen…..
Als Thorkild sich dann während sehr schlechter Witterungsverhältnisse auf der Insel umschaut, macht er eine gruselige Entdeckung:  Durch die unruhige See wird ein schon sehr in Mitleidenschaft genommener Leichnam angespült….
Rückblickend hätte die Suche nach Rasmus durchaus eine spannende Sache sein können, was sie aber leider nicht ist, denn der eigenwillige Erzählstil des Autors, der sich einerseits zu ausführlich mit der psychischen Verfassung des Ermittlers beschäftigt und man andererseits „zwischen der Ermittlung“ bruchstückhaft „Erinnerungsfetzen Thorkilds an eine Frau“ präsentiert bekommt oder dann plötzlich wieder Gespräche mit der örtlichen Polizei einfließen, ist  gewöhnungbedürftig, aber keineswegs spannungsfördernd.
Zusammengefasst, kann ich nur sagen, der Vorleser hat gute Arbeit geleistet, denn durch seine Stimmnuancen waren die Figuren gut zu unterscheiden. Die Gesamthandlung von „…und morgen werde ich dich vermissen“  hat mich nicht richtig fesseln können und besonders mit dem psychisch angeschlagenen Ermittler konnte ich mich nicht anfreunden. Der Erzählstil des Autors ist eigenwillig, bruchstückhaft und schwammig/undurchsichtig, so dass hier Spannung zwar punktuell aufgeflackert ist, aber mehr auch nicht.
Fazit: Guter Vorleser, aber durch den eigenwilligen Erzählstil des Autors  flackert nur stellenweise Spannung auf, was schade ist!

 

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Samuel Bjørk: Federgrab

Federgrab von Samuel Bjork

Im Mai letzten Jahres hatte ich hier das Krimi- bzw. Thrillerdebut  „Engelskalt“ dieses norwegischen Autors  vorgestellt, welches ich mir damals von Dietmar Wunder in der Hörbuchfassung habe vorlesen lassen. Das Debut und besonders den Vortrag fand ich gelungen.
Nun gibt es „Nachschub“ aus Norwegen und wiederum hat Dietmar Wunder die Lesung übernommen und der Zuhörer kann sich in den neun Stunden, die die Hörbuchfassung dauert, davon überzeugen, was für ein Stimmenspektrum er besitzt. In „Federgrab“ switcht er gekonnt z.B. von einer Kinderstimme zu der des immer etwas „brummeligen“ Kommissar Munch, der die Ermittlungen leitet. Außerdem setzt sich die Gesamthandlung aus mehreren Perspektiven zusammen und da hilft einem hier die Stimme des Vorleser ganz besonders um alles richtig einzuordnen.
Zum Inhalt:
Der Hobbybotaniker Tom Pedderson durchstreift ein Waldgebiet auf der Suche nach einer besonderen Pflanze. Doch die Suche nach diesem Gewächs wird jäh unterbrochen, als er einen grausigen Fund macht: Er findet ein totes unbekleidetes Mädchen, dass von Federn umkränzt ist und eine weiße Lilie im Mund hat…
Die Ermittlungen übernimmt Kommissar Holger Munch und auch die immer noch psychisch etwas angeschlagene Mia Krüger ist wieder mit im Team dabei…
Bis die Ermittler die Identität der Toten herausgefunden haben, dauert es etwas und die Spur führt  dann zu einem Heim für junge Mädchen, wo man aber nicht unbedingt zur Aufklärung des Mordfalls beitragen kann, denn die vormals aufgegebene Vermisstenanzeige bezüglich Camilla Green wurde kurze Zeit später wieder zurückgenommen, denn sie hatte eine SMS als Lebenszeichen geschickt…
So richtig voran kommen die Ermittlungen erst als ein Hacker sich bei der Polizei meldet und auf ein bizarres Video aufmerksam macht, dass er beim „Surfen im Netz“ entdeckt hat….
Mehr möchte ich hier eigentlich gar nicht erzählen, denn wie auch der erste Fall mit dem Team um Kommissar Munch wird man hier spannend unterhalten. Zwar gibt es von Seiten des Team sehr viel „Handlungsbeiwerk“ und es wird deren psychische Verfassung (Mia) einige Male in den Vordergrund gerückt, so dass der eigentliche Fall darunter verschwindet und auch das Familienleben des Kommissars ist ein Thema, was vielleicht ein wenig zu viel des Guten ist, denn die Aufklärung des mysteriösen Falls an sich hätte mir schon gereicht, zumal auch noch aus verschiedenen Perspektiven bzw. durch unterschiedliche Personen erzählt wird.  Doch Dietmar Wunder hat es erneut geschafft, dass man genau am Ball leibt und man nicht abdriftet, denn wenn er liest, ist es immer ein ganz besonderes Hörvergnügen, so dass die „kleinen Schwächen“ in der Handlung dann nicht mehr so doll stören.
Fazit: Ein bisschen mehr Konzentration auf den spannenden Mordfall wäre hier wünschenswert gewesen, aber durch die gekonnte Lesung von Dietmar Wunder werden diese kleinen Beanstandungen gekonnt ausgeglichen, so dass man hier spannend unterhalten wird.

 

 

Aus einem Jugendheim bei Oslo verschwindet ein siebzehnjähriges Mädchen. Einige Zeit später wird

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Die Bärenbande – In Skandinaviens Wäldern

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Diese herzerwärmende Naturdokumentation beginnt im Hohen Norden, wo Väterchen Frost mit eisiger Hand regiert: Alles ist weiß und schneebedeckt, aber unter der dicken Schneedecke, da gibt es eine lauschige Höhle in der drei junge Braunbären auf die Welt gekommen sind. Fünf Monate verbringen sie im Schutz der Höhle und der Wärme ihrer Mutter…..
Doch dann ist es endlich soweit, der Frühling mit der langsamen Schneeschmelze beginnt und die drei kleinen Bärchen erblicken zum ersten Mal Licht und Sonne…

 

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Der Lebensraum der gezeigten Braunbären liegt in den Wäldern Finnlands, Norwegens und Schwedens, wo nun die kleinen Bärchen auf Erkundungstour gehen und da sie noch nicht Freund und Feind kennen, ist ihre Mutter immer in ihrer Nähe, es sei denn man klettert wagemutig auf einen Baum, wo sich dann andere Waldbewohner zeigen. Allerdings kommt es da schon mal zu brenzligen Situationen, denn jetzt im Frühling sind alle Tiere ausgehungert und sie kämpfen um jedes Stück Nahrung das sie ergattern können.

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Neben den abenteuerbereiten Mini-Bären kommen hier Wölfe, Rentiere, Luchse, aber auch Greifvögel wie der Bartkauz oder der Seeadler vor die Kamera, denen man beim Beutemachen zusehen kann, denn sie haben ein sehr feines Gehör, dass auch die Lebewesen unter der dicken Schneeschicht ausmachen kann….

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Possierlich sind auch die Gleithörnchen, die sich von Baum zu Baum schweben lassen.
Nicht nur für „ Die Bärenbande “ hier im Film gibt es viel zu sehen und zu lernen, auch der Zuschauer wird mit wunderschönen Landschafts- und Tieraufnahmen belohnt und wer einmal den kleinen Bärchen in die Augen geschaut hat, der schmilzt sowieso dahin….
Die Kameraleute haben hier zu allen Jahreszeiten gedreht, was sicherlich manchmal auch eine körperliche Herausforderung war, denn bei Minustemperaturen zu drehen, stelle ich mir nicht einfach vor. Man sollte vor ihnen den Hut ziehen, dass ihnen ein so charmanter Film gelungen ist!
Fazit: Auch wenn die Naturdokumentation im Hohen Norden spielt, schmilzt das Herz sofort, wenn man in die Augen der drei kleinen Bärchen schaut, die hier zusammen mit dem Zuschauer ihre Welt erkunden! Sehr sehenswert!
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Die Legende vom Weihnachtsstern

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Auch wenn das Wetter uns etwas anderes vorgaukelt, bald ist wieder Weihnachten und um langsam in Stimmung zu kommen, möchte ich hier auf einen ganz charmanten Film für Jung und Alt aus Norwegen mit dem Titel „Die Legende vom Weihnachtsstern“ aufmerksam machen:
Nun,Weihnachten und Märchenfilme gehörten in meiner Kindheit immer zusammen und auch jetzt lasse ich mich gern durch diese Art Filme verzaubern.
Hat die Handlung hier ab und zu Anleihen von bekannten Märchen, macht das überhaupt nichts, denn die erzählte Geschichte hat Charme und die Umsetzung mit Spezialeffekten sowie die passende schauspielerische Besetzung sind gelungen und man wird schnell vom Zauber eingefangen.
Die Vorgeschichte wird in einer Art Zeichentrick erzählt, nämlich dass die kleine Tochter des Königspaars, liebevoll Prinzessin Goldhaar genannt, durch eine böse List des Onkels, sich am Heiligen Abend aufgemacht hat, um den Weihnachtsstern zu suchen..
Die kleine Prinzessin kehrt nicht nach Haus zurück. Die Königin stirbt an gebrochenem Herzen und der König verflucht den Stern, so dass er nicht mehr am Himmel zu sehen ist….
Nun sind zehn Jahre vergangen und der traurige König sucht immer noch nach seinem Kind. Der intrigante Vetter hat es auf den Thron abgesehen und mit Hilfe der bösen Hexe und ihrer Tochter will er an die Macht.
Im Verlauf der Handlung lernt man die 14-jährige Sonja kennen, die bei einer Räuberbande festgehalten wird, da sie keine eigene Familie hat…
Sonja und der traurige König treffen durch Zufall aufeinander und Sonja verspricht dem König, sich auf die Suche nach dem Weihnachtsstern zu machen und dann fängt das eigentliche Abenteuer an, von dem ich hier nicht im Voraus erzählen möchte…
Der Film ist charmant und sehenswert und wird sicherlich die ganze Familie über eine Stunde lang gut unterhalten. Im Bonus-Material gibt es geschnittene Szenen, die nicht synchronisiert, aber mit deutschen Untertiteln versehen sind. Hier kann man in die norwegische Sprache hineinhören, aber auch sehen, wieviel Spaß die Schauspieler beim Drehen hatten.
Fazit: Sehenswerter, charmanter Weihnachtsfilm aus Norwegen, der bestimmt Jung und Alt begeistern und verzaubern wird!

 

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Samuel Bjørk: Engelskalt

Engelskalt von Samuel Bjork

Über zwölf (!) Stunden Hörbuchlesung vom Feinsten sind jetzt im Hörverlag erschienen: Dietmar Wunder breitet hier wieder einmal gekonnt sein weitgefächertes Stimmenrepertoire aus und macht aus dem spannenden Krimidebüt des Autors eine Lesung, die einen ganz schnell gebannt zuhören lässt.
Samuel Bjørk ist das Pseudonym des norwegischen Autor, Dramatiker und Singer-Songwriter Frode Sander Øien. Er hat bereits hochgelobte Romane sowie sechs Musikalben veröffentlichtEngelskaltist sein erster Thriller.
Durch seinen ungewöhnlichen Erzählstil bekommt man sehr viel Hintergrundwissen über die Mitwirkenden und aus verschiedenen Richtungen und Blickwinkeln entsteht eine spannende Suche nach dem Mörder, dessen Opfer kleine Mädchen sind. Dem Autor ist es gelungen ohne Effekthascherei über die Morde und Opfer zu schreiben und man braucht nicht viel Phantasie um sich die geschilderten Szenen vorzustellen, auch ohne Autopsiebefund oder genauer Tatortbeschreibung, was mir sehr gut gefallen hat, denn die Spannung leidet auf keinem Fall darunter.
Im Wald wird ein totes Mädchen gefunden, dass mit einem Seil aufgehängt an einem Baum baumelt. Sie trägt ein Schild mit den Worten „Ich reise allein“. Es dauert nicht lange und zwei im Wald spielende Jungen finden erneut ein totes Mädchen, und dieser „Engel“ wurde wieder mit einem Seil im Baum aufgehängt….
Die psychisch angeschlagene Polizistin Mia Krüger hat sich auf eine abgelegene Insel zurückgezogen und will nur noch für sich sein, doch ihr ehemaliger Kollege Holger Munch schafft es sie für den Fall der getöteten Mädchen zu interessieren und bald befinden sie sich mitten in den komplizierten Ermittlungen und es ist Eile geboten, denn offenbar plant der Mörder weitere Mädchen zu töten….
Es gibt viele Fährten, die der Autor auslegt, aber erst am Ende fallen alle Puzzleteile an ihren richtigen Platz.
Wie bereits geschrieben, ist dies Hörbuch durch den Vortrag von Dietmar Wunder wieder etwas ganz Besonderes und das Krimidebüt von Samuel  Bjørk durchaus gelungen, nur den Showdown Auge im Auge mit dem Täter hätte ich mir etwas ausgefeilter gewünscht, was aber dem Gesamtwerk nicht schadet. Das Team um Holger Munch ist eine interessante Mischung an Typen und ich könnte mir durchaus gut einen weiteren Fall in dieser Besetzung  vorstellen.
Fazit: Das Krimidebüts des Autors ist gut gelungen, durch den Vortrag von Dietmar Wunder wird es lebendig, weshalb ich diese Kombination nur empfehlen kann!

 

 

 

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