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Samuel Bjørk: Bitterherz

der Hörverlag

Genau wie bei den beiden vorherigen Hörbüchern Engelskalt“ und „Federgrab“ aus der Reihe um Kommissar Holger Munch und seiner Kollegin Mia Krüger, die in Norwegen ermitteln, hat Dietmar Wunder den Part des Vorlesers übernommen. Darüber habe ich mich sehr gefreut, denn ohne, dass ich überhaupt etwas vom Handlungsinhalt gehört habe, freue ich mich auf seine „Stimmenvielfalt“ und sein Können dem Zuhörer die passende Atmosphäre zum Geschehen zu vermitteln.
Nachdem ich nun die 8 ½ Stunden vonBitterherz“ genossen habe, kann ich nur sagen, wenn Dietmar Wunder liest, vergesse ich die Zeit und lasse mich in die Handlung ziehen:
Man braucht zwar keine Vorkenntnisse um den dritten spannenden Fall aus Norwegen zu „verstehen“, aber da ich die beiden vorherigen Bücher kenne und die privaten Geschehnisse um Holger Munch und Mia Krüger mir noch präsent waren, war die aus vielen Perspektiven erzählte Handlung für mich gut nachvollziehbar, Samuel Bjork hilft aber auch mit eingewobenen Informationen oder Rückblicken dabei.
Mia Krüger sitzt auf gepackten Koffern und will bei einem Segeltörn in der Karibik  sechs Monate lang „ihre Seele baumeln lassen“ um neue Kraft zu tanken.
Holger Munch hatte sich nach den dramatischen Vorfällen des letzten Falls beurlauben lassen um seiner Tochter bei der Genesung zu helfen, denn sie war in die Fänge des „Bösen“ geraten.
Doch beide Ermittler werden jäh in ihrer verdienten „Auszeit“ gestört, denn es wird eine weibliche Leiche in einem Ballettkostüm in einem See gefunden. In der näheren Umgebung wird eine Kamera gefunden, auf deren Linse eine Zahl eingeritzt ist….
Leider bleibt es nicht bei der einen Toten, weitere Morde an zufällig gewählten Opfern folgen, was die Ermittlungen sehr schwierig macht und von Mia und Holger vollen Einsatz fordern….
„Das Böse“ wird letztendlich besiegt, fordert aber von Mia einen sehr hohen Preis, weswegen man ihr nun tatsächlich eine Auszeit gönnt, ich mich aber auch über ein neues Buch aus der Reihe freuen würde.
Der rote Faden der Handlung taucht wie bei den vorherigen Büchern ab und zu unter und aus „allen Richtungen“ wird man mit Informationen „bombardiert“, die oftmals den klaren Blick aufs Geschehen verschleiern und man schon genau aufpassen muss um hier „am Ball“ zu bleiben. Dem Vorleser ist es zu verdanken, dass man den roten Faden nicht verliert und die Spannung bis zum Schluss gehalten wird, so dass die Enttarnung des Bösen dann zu mindestens für mich auch noch eine Überraschung war.
Fazit: Dietmar Wunder schafft mit seiner Stimme die passende Atmosphäre und hilft dem Zuhörer bei der sehr umfangreichen spannenden Handlung dem Bösen auf der Spur zu bleiben. Hörenswert und bitte mehr davon!
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Geir Tangen: Totenfest

Goldmann Verlag

Im November 2017 hatte ich den gelungenen Debüt-Thriller mit dem Titel „Seelenmesse“ hier vorgestellt, die volle Punktzahl vergeben und mir eine Fortsetzung  gewünscht.
Nun ist der zweite Band „Totenfest“ erschienen. Der norwegische Journalist Viljar Ravn Gudmundsson ist psychisch immer noch nicht auf der Höhe und hat auch seinen „Biss“ bisher nicht wiedergefunden. Auch Oberkommissarin Lotte Skeisvoll ist wieder mit von der Partie, allerdings ist sie durch die Ereignisse, die sich im Vorgängerbuch nachlesen lassen, psychisch kaum belastbar, sie will aber unbedingt arbeiten, was ihr mehr schlecht als recht gelingt….
Viljar wird mit einem Schlag aus seiner Elegie gerissen, als ihn sein 17-jähriger Sohn Alexander verzweifelt anruft und ihn dringend um Hilfe bittet, denn nach einer ausschweifenden Party mit Alkohol und Drogen ist er in einem Bett neben seiner Freundin Emilie aufgewacht, was für ihn schon ein „Ereignis“ ist, denn so eng war er bisher mit ihr noch nicht. Doch bis sein „vernebeltes Gehirn“ registriert, dass irgendwas an der ganzen Situation nicht stimmt, kommt dann die ernüchternde Erkenntnis, dass Emilie neben ihm tot im Bett liegt….. Alexander versucht verzweifelt sich an die vergangenen Stunden zu erinnern, was ihm nicht gelingt, denn sein Gehirn ist völlig leer – das große Nichts, der totale Blackout …
Der Tod von Emilie ist nur der Beginn einer Reihe von weiteren Todesfällen. Die Opfer waren ebenfalls Gäste dieser Party. Doch durch Alkohol, Drogen oder „mordmäßige“ Eifersucht lassen sich die Todesumstände der Opfer nicht erklären und die Ermittler müssen tief graben um auf den gemeinsamen Nenner zu kommen. ….
Erneut ist dem Autor ein durchweg spannendes und besonders auch fesselndes Buch gelungen.  Die beiden Hauptakteure Lotte und Viljar haben ihre besten Zeiten bereits hinter sich gelassen und kämpfen mit ihren Dämonen, schaffen aber doch sich nicht unterkriegen zu lassen und werden so zu einem eher ungleichen „Ermittler-Duo“. Die Handlung ist anschaulich geschrieben, die Situationen bildhaft eingefangen und auch aktuelle Thematik  gut nachvollziehbar ins Geschehen eingewoben, so dass die polizeilichen und auch „journalistischen“ Recherchen in alle Richtungen gehen. Besonders gut hat mir die nicht vorhersehbare Auflösung der Ereignisse erst ganz zum Schluss gefallen.
Da im Nachwort bereits ein drittes Buch in Aussicht gestellt wird, bin ich gespannt, was im weiteren Verlauf noch so passiert……
Fazit: Lesenswerter spannender Page-Turner, der von der ersten Seite an fesselt! Bitte weiter so!
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Mammon – Staffel 2

polyband VÖ 23.11.18

Ich kann mich an die vor einigen Jahren erschienene erste Staffel von „Mammon“ noch erinnern.
Nun ist mit acht Folgen „Mammon – Staffel 2“ erschienen. Der Untertitel „Politik und andere Verbrechen“ gibt schon Einblick ins Geschehen: 
Der norwegische Reporter Peter Verås ist eine der Hauptfiguren in der Handlung und wie in der ersten Staffel ist Jon Øigarden in die Rolle geschlüpft.
Zu Beginn der neuen Staffel kommt es in der Zeitungsredaktion in der Peter Verås arbeitet immer wieder zu Reibereien und Auseinandersetzungen zwischen seinem älteren Kollegen Mathiesen und dem durch seine Art und Weise oft aneckenden Journalisten Hammren, so dass Peter schon mal in den Disput eingreifen und ihren Streit schlichten muss….
Und dann wird Hammren brutal ermordet. Durch seine aufbrausende Art und seine teils unkonventionellen Recherche-Methoden hat er sich überall Feinde gemacht…
Peter und Mathiesen finden Hinweise darauf, dass Hammren offenbar einem Polit-Skandal auf der Spur war und der norwegische Ministerpräsident Woll und noch weitere Politiker rücken dabei in den näheren Fokus….
Während der Aufarbeitung des Mordes an dem umstrittenen Journalisten, dauert es nicht lange bis sich weitere brutale Morde ereignen, deren Opfer zu den obersten Kreisen der Regierung gehörten..
Anfänglich hatte ich etwas Schwierigkeiten zu verstehen, worum es bei dem ganzen politischen Hin und Her überhaupt geht, weswegen man genau zuschauen muss, damit man bei der anspruchsvollen Handlung nicht die Übersicht verliert.
Die Rollen sind mit bekannten Gesichtern/tollen Schauspielern aus nordischen Spielfilmen/Krimis besetzt, was mir gut gefallen hat.
Auch wer hier falsch spielt bzw. wer in dem Spiel um Macht und Einfluss tatsächlich mit offenen Karten spielt, bleibt lange Zeit unklar. Durch die vielen Wendungen in der Handlung kann man den Drahtzieher für die brutalen Morde kaum ausmachen und worum es bei der ganzen Geschichte überhaupt geht, entwirrt sich erst ganz langsam, weswegen auch das überraschende Ende dann doch erstaunt…
Fazit: Tolle Darsteller in etwas undurchsichtiger, aber auch anspruchsvollen Handlung, weswegen die Spannung leider etwas auf der Strecke bleibt

 

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Freda Wolff: Töte ihn, dann darf sie leben

aufbau-verlag

Vor ein paar Jahren habe ich das erste Buch „Schwesterlein muss sterben “ aus der Krimi-Reihe um die Psychologin Merete und Jan-Ole, dem Ermittler einer Spezialeinheit der norwegischen Polizei in der Hörbuchfassung“ gelesen von Dietmar Bär, genossen. Dieser spannende Thriller war mir in Erinnerung geblieben.
Nun habe ich die „Fortsetzung“ mit dem Titel „Töte ihn, dann darf sie leben“ selbst gelesen und habe mich gleich wieder gut ins damalige Geschehen mit der Entführung von Meretes Tochter Julia und deren Freundin Marie durch den psychisch auffälligen Aksel Karlsen, einem ehemaligen Patienten von Merete, hineinversetzten können. Das erste Buch endete mit der Festnahme von Aksel, der danach in die forensische Psychiatrie eingewiesen wurde….
Nach den damaligen Ereignissen ist einige Zeit vergangen und Julia und Marie versuchen mit Hilfe von Therapeuten die Entführung zu verarbeiten, weswegen sie jetzt den Versuch starten, allein in den Urlaub zu fahren. Auch Merete und Jan-Ole, die sich privat wieder etwas angenähert haben, wollen einen Urlaub in einer abgelegenen Berghütte verbringen um die damaligen Ereignisse besser zu verarbeiten…
Die ausgemachte „Funkstille“ zwischen den beiden jungen Frauen und ihren Familien wird dann jäh unterbrochen, denn Jan-Ole wird brutal niedergeschlagen und Merete findet ihn bewusstlos auf. Während sie im Krankenhaus darauf wartet, dass er wieder aufwacht und erzählen kann, was passiert ist, bekommt Merete einen besorgniserregenden Anruf: Aksel Karlsen ist die Flucht aus der Psychiatrie gelungen…..
Ein Anfangsverdacht keimt in Merete auf und bald vermutet sie, dass Aksel irgendwie ihren Aufenthaltsort herausbekommen hat und sie macht ihn verantwortlich für den Anschlag auf Jan-Ole. Tatsächlich entwickelt sich die Geschichte in diese Richtung und Merete erhält eine Nachricht von „unbekannt“ nebst Foto von Julia, worin steht: „Töte ihn, dann darf sie leben“…..
Wie es weitergeht, werde ich nicht verraten. Ich habe in Null-Komma-Nichts dieses spannende Buch gelesen. Die Lösung des ganzen Geschehens habe zwar ich irgendwie geahnt, aber nichtsdestotrotz hat mich dieses  gut lesbare/abgefasste Buch gut unterhalten.  Besonders durch die Twists in der Handlung und die unterschiedlichen Erzählstränge/Sichtweisen habe ich immer wieder meinen Verdacht überdenken müssen, was mir gut gefallen hat!
Fazit: Page-Turner, der gut und spannend unterhält und eine  lesenswerte fesselnde Fortsetzung des Vorgängerbuches ist!

 

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Geir Tangen: Seelenmesse

Es geht nach Norwegen. Der Autor Geir Tangen betreibt dort seit 2012 einen Krimi-Blog, wo er Krimis und Thriller rezensiert. Nun hat er sich seinen Traum verwirklicht  und mit „Seelenmesse“ seinen ersten eigenen Krimi veröffentlicht.
Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den für mich ungewöhnlich klingenden Namen der Mitwirkenden, so dass ich mir während des Lesens einige Notizen gemacht habe. Das hat mir in der Anfangszeit des Lesens auch geholfen, handlungsmäßig alles richtig einzuordnen, denn es wird in unterschiedlichen Zeitzonen berichtet, die zwar gekennzeichnet sind, aber auch zu unterschiedlichen Orten führen, deren Namen für ungeübte Leser in Sachen Norwegisch auch „fremd“ klingen und da waren die kurzen Notizen für mich jedenfalls sehr hilfreich.
Doch diesen „Spickzettel“ brauchte ich bald nicht mehr, denn dieser Thriller ist so fesselnd, dass man das Buch nicht aus den Händen legen kann und dann ganz schnell ins Geschehen „abgleitet“.
Allerdings sollte man starke Nerven haben, wenn man dieses Buch liest, denn ein selbsternannter Richter,  treibt hier sein Unwesen. Er wendet sich per Mail an den einst sehr erfolgreichen Journalisten Viljar Ravn Gudmundsson und kündigt einen Mord an, denn jemand habe Schuld auf sich geladen, wurde dafür aber vom Gericht nicht belangt. Ins Detail geht der Mörder nicht und Viljar ist sich nicht sicher was er von dieser Mail halten soll.
Als dann einige Zeit später eine Frau auf spektakuläre Weise ums Leben kommt und Mord nicht auszuschließen ist, wird Viljar hellhörig. Allerdings hat er seinen „Biss“ von früher verloren, denn er ist psychisch zu angeschlagen um spontan weitere Nachforschungen zu betreiben…..
Es kommen weitere Mails und es passieren weitere Morde, die die Polizei auf Trapp halten.  Der Mörder hinterlässt zwar Spuren an den Tatorten, doch wer er ist, dass erfährt man erst ganz am Schluss, so gut hat der Autor ihn in der Handlung versteckt.
Ich möchte gar nichts weiter über das Handlungsgeschehen schreiben, denn dieses Buch ist es wirklich wert, gelesen zu werden. Der Autor überrascht mit interessanten Wendungen im Verlauf und hat auch ab und an die Gedankengänge des Mörders eingewoben, was aber beim „Identifizieren“ dem Leser nicht weiterhilft….
Trotz anfänglicher Leseschwierigkeiten bzw. der Einordnung der norwegischen Personen- und Ortsnamen hat mich  das Buch total begeistert und die Handlung gefesselt. Zwar muss man wie erwähnt gute Nerven haben, aber es lohnt sich wirklich, sich diesem Nervenkitzel auszusetzen und daher kann ich nur sagen „Volle Punktzahl“ für dieses  gelungene Erstlingswerk und bitte weiter so!
Fazit: Für dieses Erstlingswerk gibt es die volle Punktzahl, denn Unvorhersehbarkeit, überraschende Wendungen und Nervenkitzel machen diesen spannenden Thriller aus! Bitte mehr davon!
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Thomas Enger: Tödlich

Ich weiß noch ganz genau, wie begeistert ich  2011 gewesen bin, als ich das erste Buch „Sterblich“ aus der Henning-Juul-Reihe gelesen hatte. Ich konnte die Veröffentlichungen der weiteren Bücher „Vergiftet“, „Verleumdet“ und „Gejagt“ kaum erwarten und es waren für mich alles unbedingt lesenswerte spannende Thriller, denn besonders der rote Faden bzw. die unermüdliche Suche nach den Hintergründen für den mysteriösen Wohnungsbrand sind auch über die Jahre bei mir im Gedächtnis geblieben….
Nun ist mit „Tödlich“ der fünfte und offenbar auch finale Teil der Reihe erschienen!
Vom ersten Buch an beschäftigt den Journalisten Henning Juul die Frage: Weshalb es in seiner Wohnung zu einem Brand kam, der dann seinem Sohn Jonas der Leben kostete. Auch Juul selbst ist nur knapp dem Flammentod damals entronnen und viele Brandnarben am Körper erinnern ihn täglich daran…
Nach seiner langsamen Genesung kehrt Juul dann an seinen alten Arbeitsplatz bei der Onlinezeitung „123nyheter“ zurück. Der Gedanke, dass es sich bei dem Brand in seiner Wohnung um Brandstiftung handeln könnte, lässt ihn nicht los und er fängt an Nachforschungen zu betreiben.
Einen wichtigen Hinweis darauf, dass er mit seiner Vermutung richtig liegt, bekommt Juul von einem in Haft sitzenden verurteilten Mörder und ehemaligen Geldeintreiber. Als Henning alle Informationen erhalten soll, ist seine Quelle für immer versiegt….
Besonders schockierend wird die Suche nach dem Warum und Wieso, als sich Henning Juul fragen muss, was eigentlich seine Schwester mit der Sache zu tun hat?
Henning bleibt über viele Hindernisse hinweg immer am Ball und oftmals steht er vor dem ersehnten Durchbruch, aber dann sterben seine Hinweisgeber oder er selbst gerät immer mal wieder in akute Lebensgefahr, wie man es gleich im „Prolog“ zum aktuellen Buch lesen kann.
Bevor aber sich alle Puzzle-Teile am richtigen Fleck befinden, vergeht noch einige Zeit. Ein alter Todesfall aus dem Jahre 1996 bringt dann endlich Licht ins Geschehen…
Tatsächlich lüftet Thomas Enger in diesem Thriller endlich das Geheimnis um den Brand in Henning Juuls Wohnung und auch was dahinter steckt. Wer aber keines der vier vorherigen Bücher der Reihe kennt, wird es schwer haben sich in der Gesamthandlung zurechtzufinden, denn die besonderen Feinheiten bzw. die weitreichenden Zusammenhänge werden nur ansatzweise reflektiert und selbst mir ist es beim Lesen anfänglich etwas schwer gefallen, die Personen und Fakten wieder zuzuorden.
Besonders einige Teile der Handlung gehen unter die Haut, da viele Menschen aus Juuls Umgebung bzw. mit denen er Kontakt hatte, sterben und meistens nicht eines natürlichen Todes…..
Ganz viel kriminelle Energie durchzieht das aktuelle Buch, es geht um Erpressung, Geldwäsche und Mord und bald weiß Henning Juul nicht mehr wem er überhaupt noch trauen kann
Das Buch ist genau wie seine Vorgänger sehr fesselnd geschrieben. Bis dann endlich Klarheit herrscht, passiert noch einiges, so dass man auch hier wie gewohnt spannende Unterhaltung geboten bekommt.
Fazit: Keine einfache Rätsellösung, da viele Verwicklungen erst einmal entwirrt und die vielen Puzzleteile in die richtige Position gebracht werden müssen. Nichtsdestotrotz spannender und wichtiger Abschluss der Reihe, den man nicht verpassen sollte!

 

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Heine Bakkeid: … und morgen werde ich dich vermissen

Die gekürzte Lesung dieses Hörbuchs hat Frank Stieren übernommen, der seine Stimme sehr gut abwandeln kann, so dass man die verschiedenen Mitwirkenden hier gut unterscheiden kann.
Hier gibt es Einblick in das Krimi-Debüt des norwegischen Autors:
Nach seinem Gefängnisaufenthalt ist der ehemalige interne Ermittler der Polizei Thorkild Aske nun arbeitssuchend, da er in seinem Beruf nicht mehr tätig sein darf. Sein Gefühlsleben scheint völlig aus dem Ruder gelaufen zu sein und ein immer wiederkehrender Hinweis auf die notwendige Einnahme von Psychopharmaka und starken Schmerzmitteln lässt nichts Gutes erahnen, zumal auch immer wieder der  Kontakt zu seinem Psychiater  inhaltlich thematisiert wird.
Um Thorkild aus seinem seelischen Tief zu holen, ist sich sein Psychiater sicher, dass Arbeit die beste Medizin ist, weswegen er ihn mit einem befreundeten Ehepaar bekannt macht, deren erwachsener Sohn Rasmus vermisst wird. Rasmus war dabei auf einer abgelegenen Leuchtturminsel in Eigenregie ein Erlebnishotel aufzubauen. Die ortsansässige Polizei vermutet einen Tauchunfall, doch sein Leichnam wurde bisher nicht gefunden. Torkild soll sich im Auftrag der Eltern vor Ort selbst ein Bild machen…..
Als Thorkild sich dann während sehr schlechter Witterungsverhältnisse auf der Insel umschaut, macht er eine gruselige Entdeckung:  Durch die unruhige See wird ein schon sehr in Mitleidenschaft genommener Leichnam angespült….
Rückblickend hätte die Suche nach Rasmus durchaus eine spannende Sache sein können, was sie aber leider nicht ist, denn der eigenwillige Erzählstil des Autors, der sich einerseits zu ausführlich mit der psychischen Verfassung des Ermittlers beschäftigt und man andererseits „zwischen der Ermittlung“ bruchstückhaft „Erinnerungsfetzen Thorkilds an eine Frau“ präsentiert bekommt oder dann plötzlich wieder Gespräche mit der örtlichen Polizei einfließen, ist  gewöhnungbedürftig, aber keineswegs spannungsfördernd.
Zusammengefasst, kann ich nur sagen, der Vorleser hat gute Arbeit geleistet, denn durch seine Stimmnuancen waren die Figuren gut zu unterscheiden. Die Gesamthandlung von „…und morgen werde ich dich vermissen“  hat mich nicht richtig fesseln können und besonders mit dem psychisch angeschlagenen Ermittler konnte ich mich nicht anfreunden. Der Erzählstil des Autors ist eigenwillig, bruchstückhaft und schwammig/undurchsichtig, so dass hier Spannung zwar punktuell aufgeflackert ist, aber mehr auch nicht.
Fazit: Guter Vorleser, aber durch den eigenwilligen Erzählstil des Autors  flackert nur stellenweise Spannung auf, was schade ist!

 

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