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Mammon – Staffel 2

polyband VÖ 23.11.18

Ich kann mich an die vor einigen Jahren erschienene erste Staffel von „Mammon“ noch erinnern.
Nun ist mit acht Folgen „Mammon – Staffel 2“ erschienen. Der Untertitel „Politik und andere Verbrechen“ gibt schon Einblick ins Geschehen: 
Der norwegische Reporter Peter Verås ist eine der Hauptfiguren in der Handlung und wie in der ersten Staffel ist Jon Øigarden in die Rolle geschlüpft.
Zu Beginn der neuen Staffel kommt es in der Zeitungsredaktion in der Peter Verås arbeitet immer wieder zu Reibereien und Auseinandersetzungen zwischen seinem älteren Kollegen Mathiesen und dem durch seine Art und Weise oft aneckenden Journalisten Hammren, so dass Peter schon mal in den Disput eingreifen und ihren Streit schlichten muss….
Und dann wird Hammren brutal ermordet. Durch seine aufbrausende Art und seine teils unkonventionellen Recherche-Methoden hat er sich überall Feinde gemacht…
Peter und Mathiesen finden Hinweise darauf, dass Hammren offenbar einem Polit-Skandal auf der Spur war und der norwegische Ministerpräsident Woll und noch weitere Politiker rücken dabei in den näheren Fokus….
Während der Aufarbeitung des Mordes an dem umstrittenen Journalisten, dauert es nicht lange bis sich weitere brutale Morde ereignen, deren Opfer zu den obersten Kreisen der Regierung gehörten..
Anfänglich hatte ich etwas Schwierigkeiten zu verstehen, worum es bei dem ganzen politischen Hin und Her überhaupt geht, weswegen man genau zuschauen muss, damit man bei der anspruchsvollen Handlung nicht die Übersicht verliert.
Die Rollen sind mit bekannten Gesichtern/tollen Schauspielern aus nordischen Spielfilmen/Krimis besetzt, was mir gut gefallen hat.
Auch wer hier falsch spielt bzw. wer in dem Spiel um Macht und Einfluss tatsächlich mit offenen Karten spielt, bleibt lange Zeit unklar. Durch die vielen Wendungen in der Handlung kann man den Drahtzieher für die brutalen Morde kaum ausmachen und worum es bei der ganzen Geschichte überhaupt geht, entwirrt sich erst ganz langsam, weswegen auch das überraschende Ende dann doch erstaunt…
Fazit: Tolle Darsteller in etwas undurchsichtiger, aber auch anspruchsvollen Handlung, weswegen die Spannung leider etwas auf der Strecke bleibt

 

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Freda Wolff: Töte ihn, dann darf sie leben

aufbau-verlag

Vor ein paar Jahren habe ich das erste Buch „Schwesterlein muss sterben “ aus der Krimi-Reihe um die Psychologin Merete und Jan-Ole, dem Ermittler einer Spezialeinheit der norwegischen Polizei in der Hörbuchfassung“ gelesen von Dietmar Bär, genossen. Dieser spannende Thriller war mir in Erinnerung geblieben.
Nun habe ich die „Fortsetzung“ mit dem Titel „Töte ihn, dann darf sie leben“ selbst gelesen und habe mich gleich wieder gut ins damalige Geschehen mit der Entführung von Meretes Tochter Julia und deren Freundin Marie durch den psychisch auffälligen Aksel Karlsen, einem ehemaligen Patienten von Merete, hineinversetzten können. Das erste Buch endete mit der Festnahme von Aksel, der danach in die forensische Psychiatrie eingewiesen wurde….
Nach den damaligen Ereignissen ist einige Zeit vergangen und Julia und Marie versuchen mit Hilfe von Therapeuten die Entführung zu verarbeiten, weswegen sie jetzt den Versuch starten, allein in den Urlaub zu fahren. Auch Merete und Jan-Ole, die sich privat wieder etwas angenähert haben, wollen einen Urlaub in einer abgelegenen Berghütte verbringen um die damaligen Ereignisse besser zu verarbeiten…
Die ausgemachte „Funkstille“ zwischen den beiden jungen Frauen und ihren Familien wird dann jäh unterbrochen, denn Jan-Ole wird brutal niedergeschlagen und Merete findet ihn bewusstlos auf. Während sie im Krankenhaus darauf wartet, dass er wieder aufwacht und erzählen kann, was passiert ist, bekommt Merete einen besorgniserregenden Anruf: Aksel Karlsen ist die Flucht aus der Psychiatrie gelungen…..
Ein Anfangsverdacht keimt in Merete auf und bald vermutet sie, dass Aksel irgendwie ihren Aufenthaltsort herausbekommen hat und sie macht ihn verantwortlich für den Anschlag auf Jan-Ole. Tatsächlich entwickelt sich die Geschichte in diese Richtung und Merete erhält eine Nachricht von „unbekannt“ nebst Foto von Julia, worin steht: „Töte ihn, dann darf sie leben“…..
Wie es weitergeht, werde ich nicht verraten. Ich habe in Null-Komma-Nichts dieses spannende Buch gelesen. Die Lösung des ganzen Geschehens habe zwar ich irgendwie geahnt, aber nichtsdestotrotz hat mich dieses  gut lesbare/abgefasste Buch gut unterhalten.  Besonders durch die Twists in der Handlung und die unterschiedlichen Erzählstränge/Sichtweisen habe ich immer wieder meinen Verdacht überdenken müssen, was mir gut gefallen hat!
Fazit: Page-Turner, der gut und spannend unterhält und eine  lesenswerte fesselnde Fortsetzung des Vorgängerbuches ist!

 

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Geir Tangen: Seelenmesse

Es geht nach Norwegen. Der Autor Geir Tangen betreibt dort seit 2012 einen Krimi-Blog, wo er Krimis und Thriller rezensiert. Nun hat er sich seinen Traum verwirklicht  und mit „Seelenmesse“ seinen ersten eigenen Krimi veröffentlicht.
Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den für mich ungewöhnlich klingenden Namen der Mitwirkenden, so dass ich mir während des Lesens einige Notizen gemacht habe. Das hat mir in der Anfangszeit des Lesens auch geholfen, handlungsmäßig alles richtig einzuordnen, denn es wird in unterschiedlichen Zeitzonen berichtet, die zwar gekennzeichnet sind, aber auch zu unterschiedlichen Orten führen, deren Namen für ungeübte Leser in Sachen Norwegisch auch „fremd“ klingen und da waren die kurzen Notizen für mich jedenfalls sehr hilfreich.
Doch diesen „Spickzettel“ brauchte ich bald nicht mehr, denn dieser Thriller ist so fesselnd, dass man das Buch nicht aus den Händen legen kann und dann ganz schnell ins Geschehen „abgleitet“.
Allerdings sollte man starke Nerven haben, wenn man dieses Buch liest, denn ein selbsternannter Richter,  treibt hier sein Unwesen. Er wendet sich per Mail an den einst sehr erfolgreichen Journalisten Viljar Ravn Gudmundsson und kündigt einen Mord an, denn jemand habe Schuld auf sich geladen, wurde dafür aber vom Gericht nicht belangt. Ins Detail geht der Mörder nicht und Viljar ist sich nicht sicher was er von dieser Mail halten soll.
Als dann einige Zeit später eine Frau auf spektakuläre Weise ums Leben kommt und Mord nicht auszuschließen ist, wird Viljar hellhörig. Allerdings hat er seinen „Biss“ von früher verloren, denn er ist psychisch zu angeschlagen um spontan weitere Nachforschungen zu betreiben…..
Es kommen weitere Mails und es passieren weitere Morde, die die Polizei auf Trapp halten.  Der Mörder hinterlässt zwar Spuren an den Tatorten, doch wer er ist, dass erfährt man erst ganz am Schluss, so gut hat der Autor ihn in der Handlung versteckt.
Ich möchte gar nichts weiter über das Handlungsgeschehen schreiben, denn dieses Buch ist es wirklich wert, gelesen zu werden. Der Autor überrascht mit interessanten Wendungen im Verlauf und hat auch ab und an die Gedankengänge des Mörders eingewoben, was aber beim „Identifizieren“ dem Leser nicht weiterhilft….
Trotz anfänglicher Leseschwierigkeiten bzw. der Einordnung der norwegischen Personen- und Ortsnamen hat mich  das Buch total begeistert und die Handlung gefesselt. Zwar muss man wie erwähnt gute Nerven haben, aber es lohnt sich wirklich, sich diesem Nervenkitzel auszusetzen und daher kann ich nur sagen „Volle Punktzahl“ für dieses  gelungene Erstlingswerk und bitte weiter so!
Fazit: Für dieses Erstlingswerk gibt es die volle Punktzahl, denn Unvorhersehbarkeit, überraschende Wendungen und Nervenkitzel machen diesen spannenden Thriller aus! Bitte mehr davon!
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Thomas Enger: Tödlich

Ich weiß noch ganz genau, wie begeistert ich  2011 gewesen bin, als ich das erste Buch „Sterblich“ aus der Henning-Juul-Reihe gelesen hatte. Ich konnte die Veröffentlichungen der weiteren Bücher „Vergiftet“, „Verleumdet“ und „Gejagt“ kaum erwarten und es waren für mich alles unbedingt lesenswerte spannende Thriller, denn besonders der rote Faden bzw. die unermüdliche Suche nach den Hintergründen für den mysteriösen Wohnungsbrand sind auch über die Jahre bei mir im Gedächtnis geblieben….
Nun ist mit „Tödlich“ der fünfte und offenbar auch finale Teil der Reihe erschienen!
Vom ersten Buch an beschäftigt den Journalisten Henning Juul die Frage: Weshalb es in seiner Wohnung zu einem Brand kam, der dann seinem Sohn Jonas der Leben kostete. Auch Juul selbst ist nur knapp dem Flammentod damals entronnen und viele Brandnarben am Körper erinnern ihn täglich daran…
Nach seiner langsamen Genesung kehrt Juul dann an seinen alten Arbeitsplatz bei der Onlinezeitung „123nyheter“ zurück. Der Gedanke, dass es sich bei dem Brand in seiner Wohnung um Brandstiftung handeln könnte, lässt ihn nicht los und er fängt an Nachforschungen zu betreiben.
Einen wichtigen Hinweis darauf, dass er mit seiner Vermutung richtig liegt, bekommt Juul von einem in Haft sitzenden verurteilten Mörder und ehemaligen Geldeintreiber. Als Henning alle Informationen erhalten soll, ist seine Quelle für immer versiegt….
Besonders schockierend wird die Suche nach dem Warum und Wieso, als sich Henning Juul fragen muss, was eigentlich seine Schwester mit der Sache zu tun hat?
Henning bleibt über viele Hindernisse hinweg immer am Ball und oftmals steht er vor dem ersehnten Durchbruch, aber dann sterben seine Hinweisgeber oder er selbst gerät immer mal wieder in akute Lebensgefahr, wie man es gleich im „Prolog“ zum aktuellen Buch lesen kann.
Bevor aber sich alle Puzzle-Teile am richtigen Fleck befinden, vergeht noch einige Zeit. Ein alter Todesfall aus dem Jahre 1996 bringt dann endlich Licht ins Geschehen…
Tatsächlich lüftet Thomas Enger in diesem Thriller endlich das Geheimnis um den Brand in Henning Juuls Wohnung und auch was dahinter steckt. Wer aber keines der vier vorherigen Bücher der Reihe kennt, wird es schwer haben sich in der Gesamthandlung zurechtzufinden, denn die besonderen Feinheiten bzw. die weitreichenden Zusammenhänge werden nur ansatzweise reflektiert und selbst mir ist es beim Lesen anfänglich etwas schwer gefallen, die Personen und Fakten wieder zuzuorden.
Besonders einige Teile der Handlung gehen unter die Haut, da viele Menschen aus Juuls Umgebung bzw. mit denen er Kontakt hatte, sterben und meistens nicht eines natürlichen Todes…..
Ganz viel kriminelle Energie durchzieht das aktuelle Buch, es geht um Erpressung, Geldwäsche und Mord und bald weiß Henning Juul nicht mehr wem er überhaupt noch trauen kann
Das Buch ist genau wie seine Vorgänger sehr fesselnd geschrieben. Bis dann endlich Klarheit herrscht, passiert noch einiges, so dass man auch hier wie gewohnt spannende Unterhaltung geboten bekommt.
Fazit: Keine einfache Rätsellösung, da viele Verwicklungen erst einmal entwirrt und die vielen Puzzleteile in die richtige Position gebracht werden müssen. Nichtsdestotrotz spannender und wichtiger Abschluss der Reihe, den man nicht verpassen sollte!

 

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Heine Bakkeid: … und morgen werde ich dich vermissen

Die gekürzte Lesung dieses Hörbuchs hat Frank Stieren übernommen, der seine Stimme sehr gut abwandeln kann, so dass man die verschiedenen Mitwirkenden hier gut unterscheiden kann.
Hier gibt es Einblick in das Krimi-Debüt des norwegischen Autors:
Nach seinem Gefängnisaufenthalt ist der ehemalige interne Ermittler der Polizei Thorkild Aske nun arbeitssuchend, da er in seinem Beruf nicht mehr tätig sein darf. Sein Gefühlsleben scheint völlig aus dem Ruder gelaufen zu sein und ein immer wiederkehrender Hinweis auf die notwendige Einnahme von Psychopharmaka und starken Schmerzmitteln lässt nichts Gutes erahnen, zumal auch immer wieder der  Kontakt zu seinem Psychiater  inhaltlich thematisiert wird.
Um Thorkild aus seinem seelischen Tief zu holen, ist sich sein Psychiater sicher, dass Arbeit die beste Medizin ist, weswegen er ihn mit einem befreundeten Ehepaar bekannt macht, deren erwachsener Sohn Rasmus vermisst wird. Rasmus war dabei auf einer abgelegenen Leuchtturminsel in Eigenregie ein Erlebnishotel aufzubauen. Die ortsansässige Polizei vermutet einen Tauchunfall, doch sein Leichnam wurde bisher nicht gefunden. Torkild soll sich im Auftrag der Eltern vor Ort selbst ein Bild machen…..
Als Thorkild sich dann während sehr schlechter Witterungsverhältnisse auf der Insel umschaut, macht er eine gruselige Entdeckung:  Durch die unruhige See wird ein schon sehr in Mitleidenschaft genommener Leichnam angespült….
Rückblickend hätte die Suche nach Rasmus durchaus eine spannende Sache sein können, was sie aber leider nicht ist, denn der eigenwillige Erzählstil des Autors, der sich einerseits zu ausführlich mit der psychischen Verfassung des Ermittlers beschäftigt und man andererseits „zwischen der Ermittlung“ bruchstückhaft „Erinnerungsfetzen Thorkilds an eine Frau“ präsentiert bekommt oder dann plötzlich wieder Gespräche mit der örtlichen Polizei einfließen, ist  gewöhnungbedürftig, aber keineswegs spannungsfördernd.
Zusammengefasst, kann ich nur sagen, der Vorleser hat gute Arbeit geleistet, denn durch seine Stimmnuancen waren die Figuren gut zu unterscheiden. Die Gesamthandlung von „…und morgen werde ich dich vermissen“  hat mich nicht richtig fesseln können und besonders mit dem psychisch angeschlagenen Ermittler konnte ich mich nicht anfreunden. Der Erzählstil des Autors ist eigenwillig, bruchstückhaft und schwammig/undurchsichtig, so dass hier Spannung zwar punktuell aufgeflackert ist, aber mehr auch nicht.
Fazit: Guter Vorleser, aber durch den eigenwilligen Erzählstil des Autors  flackert nur stellenweise Spannung auf, was schade ist!

 

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Samuel Bjørk: Federgrab

Federgrab von Samuel Bjork

Im Mai letzten Jahres hatte ich hier das Krimi- bzw. Thrillerdebut  „Engelskalt“ dieses norwegischen Autors  vorgestellt, welches ich mir damals von Dietmar Wunder in der Hörbuchfassung habe vorlesen lassen. Das Debut und besonders den Vortrag fand ich gelungen.
Nun gibt es „Nachschub“ aus Norwegen und wiederum hat Dietmar Wunder die Lesung übernommen und der Zuhörer kann sich in den neun Stunden, die die Hörbuchfassung dauert, davon überzeugen, was für ein Stimmenspektrum er besitzt. In „Federgrab“ switcht er gekonnt z.B. von einer Kinderstimme zu der des immer etwas „brummeligen“ Kommissar Munch, der die Ermittlungen leitet. Außerdem setzt sich die Gesamthandlung aus mehreren Perspektiven zusammen und da hilft einem hier die Stimme des Vorleser ganz besonders um alles richtig einzuordnen.
Zum Inhalt:
Der Hobbybotaniker Tom Pedderson durchstreift ein Waldgebiet auf der Suche nach einer besonderen Pflanze. Doch die Suche nach diesem Gewächs wird jäh unterbrochen, als er einen grausigen Fund macht: Er findet ein totes unbekleidetes Mädchen, dass von Federn umkränzt ist und eine weiße Lilie im Mund hat…
Die Ermittlungen übernimmt Kommissar Holger Munch und auch die immer noch psychisch etwas angeschlagene Mia Krüger ist wieder mit im Team dabei…
Bis die Ermittler die Identität der Toten herausgefunden haben, dauert es etwas und die Spur führt  dann zu einem Heim für junge Mädchen, wo man aber nicht unbedingt zur Aufklärung des Mordfalls beitragen kann, denn die vormals aufgegebene Vermisstenanzeige bezüglich Camilla Green wurde kurze Zeit später wieder zurückgenommen, denn sie hatte eine SMS als Lebenszeichen geschickt…
So richtig voran kommen die Ermittlungen erst als ein Hacker sich bei der Polizei meldet und auf ein bizarres Video aufmerksam macht, dass er beim „Surfen im Netz“ entdeckt hat….
Mehr möchte ich hier eigentlich gar nicht erzählen, denn wie auch der erste Fall mit dem Team um Kommissar Munch wird man hier spannend unterhalten. Zwar gibt es von Seiten des Team sehr viel „Handlungsbeiwerk“ und es wird deren psychische Verfassung (Mia) einige Male in den Vordergrund gerückt, so dass der eigentliche Fall darunter verschwindet und auch das Familienleben des Kommissars ist ein Thema, was vielleicht ein wenig zu viel des Guten ist, denn die Aufklärung des mysteriösen Falls an sich hätte mir schon gereicht, zumal auch noch aus verschiedenen Perspektiven bzw. durch unterschiedliche Personen erzählt wird.  Doch Dietmar Wunder hat es erneut geschafft, dass man genau am Ball leibt und man nicht abdriftet, denn wenn er liest, ist es immer ein ganz besonderes Hörvergnügen, so dass die „kleinen Schwächen“ in der Handlung dann nicht mehr so doll stören.
Fazit: Ein bisschen mehr Konzentration auf den spannenden Mordfall wäre hier wünschenswert gewesen, aber durch die gekonnte Lesung von Dietmar Wunder werden diese kleinen Beanstandungen gekonnt ausgeglichen, so dass man hier spannend unterhalten wird.

 

 

Aus einem Jugendheim bei Oslo verschwindet ein siebzehnjähriges Mädchen. Einige Zeit später wird

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Die Bärenbande – In Skandinaviens Wäldern

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Diese herzerwärmende Naturdokumentation beginnt im Hohen Norden, wo Väterchen Frost mit eisiger Hand regiert: Alles ist weiß und schneebedeckt, aber unter der dicken Schneedecke, da gibt es eine lauschige Höhle in der drei junge Braunbären auf die Welt gekommen sind. Fünf Monate verbringen sie im Schutz der Höhle und der Wärme ihrer Mutter…..
Doch dann ist es endlich soweit, der Frühling mit der langsamen Schneeschmelze beginnt und die drei kleinen Bärchen erblicken zum ersten Mal Licht und Sonne…

 

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Der Lebensraum der gezeigten Braunbären liegt in den Wäldern Finnlands, Norwegens und Schwedens, wo nun die kleinen Bärchen auf Erkundungstour gehen und da sie noch nicht Freund und Feind kennen, ist ihre Mutter immer in ihrer Nähe, es sei denn man klettert wagemutig auf einen Baum, wo sich dann andere Waldbewohner zeigen. Allerdings kommt es da schon mal zu brenzligen Situationen, denn jetzt im Frühling sind alle Tiere ausgehungert und sie kämpfen um jedes Stück Nahrung das sie ergattern können.

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Neben den abenteuerbereiten Mini-Bären kommen hier Wölfe, Rentiere, Luchse, aber auch Greifvögel wie der Bartkauz oder der Seeadler vor die Kamera, denen man beim Beutemachen zusehen kann, denn sie haben ein sehr feines Gehör, dass auch die Lebewesen unter der dicken Schneeschicht ausmachen kann….

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Possierlich sind auch die Gleithörnchen, die sich von Baum zu Baum schweben lassen.
Nicht nur für „ Die Bärenbande “ hier im Film gibt es viel zu sehen und zu lernen, auch der Zuschauer wird mit wunderschönen Landschafts- und Tieraufnahmen belohnt und wer einmal den kleinen Bärchen in die Augen geschaut hat, der schmilzt sowieso dahin….
Die Kameraleute haben hier zu allen Jahreszeiten gedreht, was sicherlich manchmal auch eine körperliche Herausforderung war, denn bei Minustemperaturen zu drehen, stelle ich mir nicht einfach vor. Man sollte vor ihnen den Hut ziehen, dass ihnen ein so charmanter Film gelungen ist!
Fazit: Auch wenn die Naturdokumentation im Hohen Norden spielt, schmilzt das Herz sofort, wenn man in die Augen der drei kleinen Bärchen schaut, die hier zusammen mit dem Zuschauer ihre Welt erkunden! Sehr sehenswert!
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