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Britt-Marie war hier

Prokino VÖ 24.10.19

Britt-Marie  (Pernilla August) ist seit 40 Jahren verheiratet und ihr Leben ist voll durchorganisiert. Einkaufen, Sauermachen, Kochen und ihrem hart arbeitenden Ehemann abends das Essen zu servieren sind für sie die wichtigen Dinge in ihrem Leben und für sie ist alles so wie es sein soll…..
 … doch das ändert sich schlagartig, als sie durch einen Telefonanruf aus dem Krankenhaus aufgeschreckt wird, wohin ihr Mann eingewiesen wurde. Doch als sie besorgt ans Krankenbett eilt, sitzt dort bereits eine andere, wesentlich jüngere Frau…..
Ohne lange nachzudenken, eilt Britt-Marie nach Hause und packt ihre Sachen, legt ihren Ehering ab und verschwindet in ein neues Leben…
Da sie bereits 63 Jahre alt ist, bietet der Arbeitsmarkt nicht gerade viel, aber in einem etwas abgelegenen kleinen schwedischen Ort mit dem Namen Borg beginnt sie dann als Jugendbetreuerin…
Der heruntergekommene Jugendtreff, die Kids, die unbedingt ein Fussball-Turnier gewinnen wollen und die ganze neue Situation, wo sie als Trainerin glänzen soll – obwohl sie doch überhaupt von diesem Sport keine Ahnung hat – sind eine große Herausforderung für Britt-Marie, aber sie lässt sich nicht unterkriegen….
Mit großem Elan macht sie im herunter gekommenen Jugendtreff erst einmal „Klar Schiff“ und mit Putzen und Wäschewaschen kennt sie sich ja bestens aus…
Auch die anfänglich skeptischen und ihr wenig zutrauenden Kids fangen langsam an sich in die Situation einzufügen und sich auf das bevorstehende Fussball-Turnier zu konzentrieren….
Da ich großer Krimi-Fan bin und besonders schwedische Krimi-Serien liebe, habe ich natürlich in Britt-Maries treulosen Ehemann Kent gleich Peter Haber (den Darsteller des Kommissar Beck) wiedererkannt und mich über seine Wandlungsfähigkeit gefreut.
Der Film „Britt-Marie war hier„, dreht sich eher um die kleinen Dinge des Lebens und beleuchtet die Menschen, die nicht verzweifeln, wenn sie aus ihrer gewohnten „heilen Welt“ herauskatapultiert werden. Sie arrangieren sich mit der neuen Situation und packen ihr Leben neu an. Die Rolle der Britt-Marie ist soll besetzt und Pernilla August verkörpert sie wunderbar und bringt viel Charme in den Film durch ihre Darstellung, der sicherlich als Unterhaltung für die ganze Familie geeignet ist.
Hier gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack:  Trailer 
Fazit: Der ganze Film hat Charme und ist mit ganz feinem Humor angereichert. Er macht sicherlich auch Mut und zeigt auf, dass ein „Neubeginn“ durchaus positiv sein kann und bietet Unterhaltung für die gesamte Familie. Sehenswert!

 

 

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Kommissar Beck – Staffel 5

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Die Episoden 1 – 4 der fünften Staffel  „Kommissar Beck“ sind jetzt auf DVD erschienen.
Die Bücher von Maj Sjöwall und Per Wahlöö habe ich allesamt „verschlungen“, denn durch ihre erfolgreichen und  spannenden Kriminalgeschichten wurden „Kommissar Beck“ (Peter Haber) und sein Team ins Leben gerufen und ebenso erfolgreich verfilmt!

Beck Peter Haber as Martin Beck

Zwar haben im Verlauf der Jahre einige Teammitglieder gewechselt, aber Gunvald Larsson (Mikael Persbrandt) ist ein beständiger, aber manchmal nicht besonders umgänglicher Mitarbeiter. Doch die beiden einsamen Wölfe Martin Beck und Gunvald Larsson verbindet doch so etwas wie Freundschaft, denn so würde ich das Ende der vierten Folge zumindest interpretieren…….
Beck Mikael Persbrandt as Gunvald Larsson
Um den Personalengpass im Team endlich auszugleichen, kommt Ayda neu hinzu. Besonders durch ihre kompetenten Recherchen im Internet, kann sie sich schnell  ins Team einfügen.

Beck Elmira Arikan as Ayda Cetin

Auch die Fälle sind wieder komplex und nicht vorhersehbar, wie z.B. bei „Mord in Zimmer 203“, wo in einem Hotel ein Zimmermädchen eine im Bett liegende tote junge Frau entdeckt. Einiges deutet auf Drogenkonsum hin. Allerdings ist das nicht die Todesursache, sondern die junge Frau wurde erwürgt. Die Kreditkarte mit der das Zimmer bezahlt wurde führt zu einem wohlhabenden Geschäftsmann, aber auch der Ex-Freund der Toten verhällt sich auffällig verdächtig…..
In der nächsten Folge wird anfangs ein Mann durch das geschlossene Fenster seines Haus erschossen während er sich mit seiner Frau und seinem Schwiegervater unterhält. Bei den Ermittlungen stellt sich heraus, dass der Getötete offenbar in kriminelle Machenschaften verwickelt war. Im Verlauf der Handlung kommen sich Gunvald und die Witwe näher….
Auch bei Martin Beck kommt das Gefühlsleben etwas durcheinander, denn die zuständige Pathologin sucht auch privat seinen Kontakt….
Besonders knifflig ist dann noch der letzte Fall: In einen Krankenhaus stirbt eine schwerkranke Frau. Ihr Sohn glaubt nicht an einen natürlichen Tod, denn eine leere Morphiumspritze liegt im Zimmer…
Der behandelnde Arzt rückt in den Fokus der Ermittlungen, aber er streitet ab etwas mit dem Tod seiner Patientin zu tun zu haben.  Und dann passiert etwas, was die Ermittlungen tatsächlich in eine ganz andere Richtung umschwenken lässt…
Da ich mich ja schon oben als absoluter Fan der Bücher über Kommissar Beck geoutet habe, fällt es mir nicht schwer, hier die tolle Verfilmung zu loben. Besonders die Figur des Gunvald bzw. die Darstellung von Mikael Persbrandt ist so eine Art „i-Tüpfelchen“ der Serie, obwohl seine Ermittlungsmethoden auch schon mal schlagfertig bzw. haarscharf am Limit  polizeilicher Vorgehensweisen ist, könnte ich mir diese Serie ohne ihn nicht vorstellen!
Fazit: Für Fans der Reihe ein Muss, aber auch sonst spannende Krimi-Kost aus Schweden, die unbedingt fortgeführt werden sollte!
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