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Andreas Gruber: Die Knochennadel

Goldmann

Peter Hogart, der Wiener Privatdetektiv hat ja bereits sein Können in „Die schwarze Dame“ und „Die Engelsmühle“ eindrucksvoll bewiesen.
Nun ist er eigentlich als Privatmann unterwegs, denn er begleitet seine Lebensgefährtin Elisabeth nach Paris, wo diese aus beruflichen Gründen an einer exklusiven Kunstauktion in der Opéra Garnier teilnimmt.
Während Elisabeth arbeitet, besichtigt Hogart mit seiner Nichte Tatjana – die ebenfalls mit von der Partie ist – das geschichtsträchtige Bauwerk, in dessen Räumlichkeiten parallel die Versteigerung des „millionenschweren“ Exponats „Die Knochennadel“ erfolgt.  Dieses Kunstwerk war lange Zeit nur ein Mythos und als es jetzt zum Verkauf angeboten wurde, ging ein Raunen durch die Kunst- bzw. Kennerszene….
Nach der Versteigerung kommt es zu einem Zwischenfall in deren Verlauf Elisabeth und die Knochennadel spurlos verschwinden…..
Ein anfänglicher Verdacht, dass Elisabeth nebst dem Exponat entführt wurden, nimmt bald eine düstere Wendung, denn die französische Polizei glaubt, dass Elisabeth das wertvolle Stück gestohlen habe und damit untergetaucht sei…
Hogart kann und will das nicht glauben und fängt an auf eigene Faust zu recherchieren und gerät dabei in einen Strudel von Ereignissen, die zu einer Reihe von brutalen Morden in der Kunstszene führen, die bald eine blutige Spur quer durch Frankreich ziehen. Im weiteren Verlauf gerät dann nicht nur Hogarts Leben in Gefahr, sondern auch Tatjanas, die wie Elisabeth spurlos verschwindet…
Das Gesamthandlung setzt sich aus unterschiedlichen Zeitebenen und Sichtweisen zusammen. Zusätzlich bekommt man viel Kultur präsentiert, da nicht nur die oben erwähnte Oper hier die passende Kulisse bildet. Die Mordszenarien haben es in sich und man braucht schon starke Nerven, bei dem was hier alles passiert. Aber dann und wann sind auch humorvolle Passagen eingewoben, was gut passt.
Der Spannungsbogen flacht in der Mitte etwas ab – aber auch ein Peter Hogart ist ja kein James Bond und braucht mal eine Verschnaufspause – um dann mit in einem nervenaufreibenden Showdown aufzuwarten, der einem die Nackenhaare hochstehen lässt.
Fazit: Spannende, unterhaltsame Urlaubsreise mit Alptraumcharakter

 

 

 

 

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Andreas Gruber: Die Engelsmühle

Goldmann

Fall Nr. 2 für Peter Hogart, den Versicherungs- bzw. Privatdetektiv, der in, aber auch von Wien aus agiert und dessen erster Fall „Die schwarze Dame“ spannend und nervenaufreibend war.
Auch diesmal soll Hogart einen Schadensfall für die Versicherungsgesellschaft untersuchen, denn es gab einen Brand bei der Gebietskrankenkasse. Augenscheinlich wird ein technischer Defekt dafür verantwortlich gemacht. Hogart soll der Frage nach möglicher Brandstiftung nachgehen…
Parallel zu diesem Fall braucht Hogarts Bruder Kurt, der als Chiropraktiker arbeitet, brüderliche Hilfe, denn die Polizei ermittelt im Mord am Neurochirurgen Abel Ostrosky, der in seiner Villa gefoltert und getötet wurde. Und genau dieser Mann war Kurt Hogarts Mentor während seines Studiums und danach mit ihm freundschaftlich verbunden. Kurz vor seinem Tod hatte Ostrovsky noch mit Kurt telefoniert…
In diesem Telefonat ging es um ein verstecktes brisantes Video, das Peter Hogart tatsächlich findet und sichten kann. Die kurze Filmsequenz zeigt ein recht zerschlissenes Krankenhauszimmer und eine Frau im Rollstuhl…
Da Kurt Hogart kein Alibi für den Todeszeitpunkt Ostrovskys vorweisen kann, kommt er in Untersuchungshaft…
Im Verlauf bleibt es nicht bei dem einem Mord, sondern weitere ähnlich brutale geschehen. Eine Spur führt Hogart in die Kunstszene, wo er die Bekanntschaft mit zwei mittlerweile verfeindeten Schwestern macht, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dreh- und Angelpunkt in der Handlung ist dann „Die Engelsmühle“. Dieses recht versteckt gelegene und etwas in die Jahre gekommene Gebäude ist mit unschönen Gerüchten behaftet…
Während die Versicherungsgesellschaft bei Peter Hogart wegen des Brandschadens auf schnelle Klärung drängt, recherchiert dieser unermüdlich um die Unschuld seines Bruders zu beweisen. Bald scheint es zwischen beiden Fällen einen Zusammenhang zu geben...
Verglichen mit dem ersten Band der Reihe ist dieser etwas schächer. Zwar ist Spannung  vorhanden und die Szenerie teils gruselig und düster, allerdings war mir bald klar, wer hinter diesen abscheulichen Morden steckt. Es gab zwar zum Schluss noch einen Twist, der allerdings nicht das große „Aha“ hervorbrachte.
Ich habe diesen Thriller wieder gern gelesen und da dieses Buch aber eigentlich der zweite Thriller ist, den Andreas Gruber je geschrieben hat, kann man die „Wackler“ und die Vorhersehbarkeit hier noch „verschmerzen“, denn wer die danach erschienen Thriller-Reihen aus seiner Feder kennt, weiß, dass er seinen Erzählstil auf jeden Fall verfeinert hat!
Fazit: Etwas schwächer als der Debüt-Thriller, aber durchaus spannend und lesenswert!

 

 

 

 

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Andreas Gruber: Die schwarze Dame

Goldmann

Nachdem ich eher zufällig vor einiger Zeit auf den letzten Teil der „Rache-Reihe“ mit dem Leipziger Polizisten Walter Pulaski und der Wiener Anwältin Evelyn Meyers gestoßen bin und nach dem Lesen von „Rache-Winter“ so begeistert von dem spannungsgeladenen Thriller war, habe ich nach und nach alle Bücher der Reihe „verschlungen“.
Auf der Suche nach weiteren spannenden Thrillern von Andreas Gruber, bin ich dann auf die „Todesbox“ gestoßen, wo die ersten vier Fälle des niederländischen BKA-Profiler Maarten S. Sneijder nebst seiner Kollegin Sabine Nemez in der Hörbuchversion von Achim Buch vorgetragen werden. Den bisher letzten Teil der Reihe „Todesmal“ habe ich dann natürlich auch noch genossen.
Und nun ist im Taschenbuchformat „Die schwarze Dame“ erschienen, wo der Wiener Versicherungsdetektiv Peter Hogart seinen ersten Einsatz hat. Dies Buch ist auch das Thriller-Debüt von Andreas Gruber, das bisher nur als eBook erschienen war.
Peter Hogart wird von seinem Arbeitgeber nach Prag geschickt um nach seiner verschwundenen Kollegin Alexandra Schelling Ausschau zu halten, die dort einem Versicherungsbetrug auf der Spur war und Beweise dafür gefunden hatte, dass nicht die hoch versicherten Original-Gemälde bei einem Brand vernichtet wurden, sondern es sich dabei um Fälschungen handelte. Wo genau sich die wertvollen Bilder jetzt befinden, hatte sie noch nicht rausbekommen. Dies alles teilt sie ihrem Arbeitgeber in einem  letztem Telefonat mit, denn danach fehlt von ihr jede Spur….
In Prag macht sich Hogart auf die Suche nach seiner Kollegin und den wertvollen Gemälden. Während seiner Nachforschungen macht er zufällig die Bekanntschaft mit der Privatdetektivin Ivona Markovic, die in einer bizarren Mordserie ermittelt. Als die beiden sich zu einem Abendessen in Ivonas Wohnung treffen, kommt es zu einer folgenschweren Explosion und auf  Peter wird geschossen…
Warum Ivonas Wohung in die Luft fliegt und Peter angeschossen wird, das wollen die beiden Detektive gemeinsam herausfinden. Und ob es einen Zusammenhang zwischen dem Verschwinden von Alexandra Schelling, bizarren Morden, verbrannten Gemälden u.v.m.  gibt, sollte jeder selbst lesen, denn die Recherche in Prag an schönen und auch düsteren Ecken dieser Stadt ist spannend, fesselnd und nervenaufreibend, aber in einem angenehmen Erzählstil von Andreas Gruber aufgeschrieben.
Auch der erste Thriller aus der Feder von Andreas Gruber ist spannend, teils düster und nervenaufreibend. Durch seinen wunderbaren Erzählstil fliegen die Seiten nur so dahin und obwohl ich noch nie in Prag war, hatte ich beim Lesen das Gefühl „ich bin vor Ort“. Und wie „nah“ der Autor und die Hauptfigur Peter Hogart sind, erzählt Andreas Gruber in einem Vorwort selbst hier im Buch.
Fazit: Was ist fesselnd, spannend, düster und nervenaufreibend? Die Lösung lautet: Der Debüt-Thriller von Andreas Gruber, den man nicht verpassen sollte!
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