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John Wick 3

Concorde VÖ 04.10.19

Zwei Jahre sind vergangen und erneut schlüpft Keanu Reeves in die Rolle des John Wick, der sich zumindest in „Teil 1“ aus Liebe zu seiner Frau als Profi-Killer zur Ruhe setzte. Dann starb seine geliebte Frau. Sie hatte noch zu Lebzeiten dafür gesorgt, dass er einen jungen Hund zur Seite bekommt um die Trauer besser zu bewältigen. Doch lange ist ihm die Zweisamkeit mit dem Hund nicht beschieden, denn russisch sprechende Typen brechen bei ihm zuhause ein, setzen ihn außer Gefecht, töten den Hund und klauen seien heißgeliebten Sportwagen…
Teil 2“ beginnt nach einer actiongeladenen Szenerie in einem Lagerhaus, wo der gestohlene Wagen steht….
John hat keine Möglichkeit in Ruhe zu trauern, denn im Verlauf brennt sein Haus lichterloh. Sein ehemaliges Gangsterleben fordert seinen Tribut und der im Vorborgenen agierende  Geheimbund „Hohe Kammer“ pocht auf die Einhaltung besonderer Regeln und ungeschriebener Gesetze, die es einzuhalten gilt, komme was da wolle.
Doch ein John Wick hält sich auch mal nicht an die Regeln….
 „Teil 3 startet mit der Info, dass auf John Wick wegen dieses Regelbruchs ein hohes Kopfgeld ausgesetzt wurde. Was zur Folge hat, dass Gangster aus aller Herren Länder es nun auf John abgesehen haben und als Zuschauer wird man von einer atemberaubenden Kampfszenerie in die nächste katapultiert …..
Auf wen John von seinen Kontakten noch zählen kann, ist eher undurchsichtig und sollte ihm tatsächlich jemand wohlgesonnen sein, muss dieser es dann schwer büßen, denn die „Hohe Kammer“ entsendet eine Richterin, die blutige Strafen verhängt und mancher um sein Leben bangen muss…
Hier ist durchweg Action angesagt und wie auch schon Teil 2 verdient dieser Teil ganz besonders FSK 18!
Wie ich auch schon im vorherigen Teil angemerkt hatte, verliert sich die Handlung hinter den teils rechts langgezogenen Kampfszenen, was aktuell noch mehr zum Tragen kommt. Man sollte schon die zwei vorherigen Teile kennen, um überhaupt den tieferen Sinn dieses Rachefeldzugs zu verstehen, denn Hilfestellung gibt es in Form einer kurzen Rückblende/Zusammenfassung hier nicht, dafür aber knallharte Action!
Mir ist schleierhaft wie John Wick nach diesem Gemetzel überhaupt noch „ganz“ ist, kann mir aber durchaus einen weiteren Teil vorstellen!?
Erneut sind in den Nebenrollen bekannte Schauspieler wie diesmal z.B. Halle Berry zu sehen. Tolle Landschaftskulissen/Lokalitäten bilden ein sehenswertes „Panorama“ und lassen den Zuschauer kurz aufatmen, um dann gleich wieder von einer“Sturmböe“ erfasst zu werden, die einen ins nächste Kampfgeschehen wirbelt….   
Wo Action draufsteht, ist auch Action drin und diesmal hat man das Gefühl in einem Orkan gefangen zu sein, der einen erfasst und dann erst nach reichlichen Turbulenzen auf den Boden krachen lässt! Fans dieses Genre werden begeistert sein!
Fazit: Orkanartige Action durchzieht diesen Film, so dass die Handlung in den Hintergrund tritt, was aber das tolle Schauspiel-Ensemble und sehenswerte Kulissen wieder auffangen!

 

 

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Camilla Läckberg: Die Schneelöwin

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Fall Nr. 9 für Patrik Hedström (Polizist in Tanum, Schweden) und Erica Falck (Patriks Ehefrau und Kriminalschriftstellerin)!
Und ich kann sagen, ich habe alle vorherigen Bücher aus der Reihe mit Begeisterung gelesen! Außerdem hatte ich auch bereits das Glück die Autorin bei einer Buchvorstellung und Lesung live hier in Deutschland zu erleben! Toll!
Zum Inhalt des Buches:
Erica ist bei Recherchearbeiten für ein neues Buch. Sie versucht hinter das Motiv zu kommen, weshalb Laila K. 1975 ihren Ehemann getötet hat. Als die Polizei am Tatort eintraf, fand man die im Keller angekettete Tochter der beiden.
Erica besucht die wegen Mordes verurteilte im Gefängnis. Allerdings schweigen die beiden Frauen sich eher an, als dass Laila irgendetwas Brauchbares über das damalige Geschehen preisgibt….
Patrik Hedström bekommt einen Anruf als er im Polizeirevier an seinem Schreibtisch sitzt. Kurze Zeit später sprintet er durch Revier, mobilisiert seine Kollegen und ruft ihnen im Laufen die wichtigsten Fakten zu: Viktoria Hallberg ist nach vier Monaten wieder aufgetaucht. Sie wurde auf einer Landstraße von einem Auto angefahren und ist jetzt auf dem Weg ins Krankenhaus!
In der Notaufnahme des Krankenhauses erfahren die Ermittler vom Arzt, dass Viktoria gerade operiert wird, aber vor dem Unfall bereits massiven brutalen Misshandlungen ausgesetzt gewesen ist, denn  u.a. fehlt ihr die Zunge…..
Die Ermittlungen sind schwierig, ergeben aber dann, dass es noch mehr vermisste junge Mädchen im weiteren Umkreis gibt, über die es reichlich in der Presse zu lesen gab….
Da Ericas Recherchen irgendwie ins Stocken geraten, ist sie dankbar für einen heißen Tipp aus dem Gefängnis: Laila K. sammelt Zeitungsausschnitte über die verschwundenen Mädchen. Was hat das zu bedeuten?
Wie gewohnt gibt es bei den Krimis von Camilla Läckberg immer einen Schwenk in die Vergangenheit, was „bei „Die Schneelöwin“ diesmal der Fall der Laila K. von 1975 ist und einen aktuellen Kriminalfall, den Patrik Hedström gerade bearbeitet. Wie und ob beide Fälle tatsächlich in einen Zusammenhang stehen, bleibt hier unerzählt, dazu ist das Buch wieder viel zu spannend geschrieben und liest sich wie gewohnt flüssig, so dass Seite um Seite dahinfliegt….
Allerdings habe ich mit dem Ende ein kleines Problem, denn so ganz abgeschlossen finde ich das Buch diesmal nicht, oder gibt es erstmals eine Fortsetzung?   
Nichtsdestotrotz hat mich das Buch gut unterhalten, die Spannung bleibt bis zum Ende erhalten und dann ist doch alles ganz anderes als es oberflächlich betrachtet, erscheint…..
Fazit: Seite um Seite spannende Unterhaltung garantiert!
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George Tenner: Single, unvermittelbar

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Bisher kannte ich von George Tenner nur die spannenden Usedom-Krimis wie z.B. „Monet und der Tod auf der Insel“ .
Doch mit „Single, unvermittelbar …“ zeigt er eine ganz andere Seite seiner Schreibkunst auf. Auch der Schreibstil ist anders und ich frage mich, wer sich eigentlich hinter dem Hauptakteuer des Romans verbirgt und wieviel Recherche der eigentliche Autor, Georg Tenner , für dieses Buch betrieben hat…..
Wenn ich oben von dem eigentlichen Autor gesprochen habe, kommt das daher, dass der Roman selbst über einen ausgebrannten und nach neuem Stoff für ein Bühnenstück suchenden Autor mit Namen Gadd Tamm handelt. Da sein Agent ihn im Nacken sitzt und auf die Abgabe des lang ersehnten Stücks drängt, gerät der zuvor durchaus erfolgreiche Schreiber eher zufällig auf sein neues Projekt:
Beim Lesen der Tageszeitung stolpert er über die Annoncen-Rubik „Sie sucht Ihn“, wo Frauen auf der Suche nach Männerbekanntschaften sind. Er liest die eine oder andere Anzeige und irgendwo im Hinterkopf überlegt er, ob er dies als Stoff für sein neues Bühnenstück gebrauchen könnte…
Die Idee setzt sich bei ihm fest und daraus folgt dann, dass er auf einige dieser Anzeigen antwortet und nach einigen Kontaktaufnahmen, die eher im Sande verlaufen, dann selbst zum Stift greift und eine Anzeige für sich selbst aufsetzt, denn auch er ist tief in seinem Herzen einsam. Zwar gibt es den einen oder anderen sexuellen Kontakt, doch Gadd Tamm sucht mehr als ein Abenteuer….
Tatsächlich bekommt er zahlreiche Antworten auf seine Annonce und die eine oder andere interessierte Frau ist bereit sich mit ihm zu treffen…
So bekommt Gadd viel Stoff für sein neues Bühnenstück und sein Agent ist zuversichtlich, dass es sich gut vermarkten lässt. Während Gadd sich nun voll ins Abenteuer stürzt und so einige körperliche Aktivitäten investiert, steht anfänglich die Recherche für das Stück im Vordergrund.
Bald muss er erkennen, dass er sich selbst nach einer richtigen Partnerschaft mit Heirat nicht ausgeschlossen, sehnt. Diese Sehnsucht kommt nicht von ungefähr, denn bei den vielen Zuschriften trifft er auf eine Frau, die es ihm angetan hat und er verliebt sich. Doch diese Liebe ist sehr zerbrechlich…
Ob es Gadd Tamm wirklich gelingt die Frau seiner Träume an sich zu binden, wird hier keinesfalls verraten, denn dieser mit vielen pikanten, erotischen Situationen und Szenen, die aber nie eine gewisse Grenze überschreiten,  gespickte Roman ist sehr unterhaltsam  und sehr gut beobachtet geschrieben, was mir gut gefallen hat.
Ein Roman, wie ihn das Leben schrieb, mal heiter, mal traurig, die Situationen mal erotisch pikant, die Gedankengänge mal böse und hinterlistig, aber auch zärtlich und liebevoll.
Fazit: Krimi-Autor George Tenner mal anders, aber genauso lesenswert!
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Seitengänge

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Der Film spielt irgendwo in Frankreich.
Für die  junge eigenwillige Gracieuse bricht eine Welt zusammen als sie miterleben muss, dass ihr Lieblingspferd gegen ihre Erwartungen verkauft wird. Da sie sich übervorteilt und hintergangen fühlt, kommt es zu einer unschönen Szene, in deren Verlauf sie ihre Arbeit als Zureiterin verliert und sie zurück auf den Hof ihres Vaters kommt.
In unmittelbarer Nähe findet sie neue Arbeit bei Joséphine, die mit Dressurpferden ihr Geld verdient. Dort kann Gracieuse als Pflegerin anfangen.
Auf dem Gestüt lebt seit Jahren Franz Mann (Bruno Ganz), der eine Legende im Dressursport ist. Irgendwie scheint er von Joséphine abhängig zu sein. Mürrisch und nicht unbedingt mit Leidenschaft trainiert er betuchte Reiterinnen und bildet ihre wunderschönen und teuren Pferde für den Dressursport aus.
Als eine dieser betuchten Damen ein von ihr ausgemustertes Pferd umtauschen will, sieht Gracieus ihre Chance und durch einen Zufall darf sie das Tier reiten und in ihrem Kopf scheint es zu arbeiten, denn sie hat nicht vor immer nur Ställe auszumisten…
Da eine Großveranstaltung im Dressursport in Deutschland ansteht und Franz Mann, Joséphine und die meisten Pferde mit ihren Reiterinnen dorthin reisen, ist das Gestüt fast menschenleer. Gracieus informiert sich über die Dressurmethode von Franz Mann und fängt an mit dem zurückgebrachten Pferd zu trainieren und sie bleibt verbissen dabei und macht Fortschritte. In einer Nacht- und Nebenaktion macht sie sich mit dem Pferd auf nach Deutschland um Franz Mann ihre Dressur vorzuführen……
Ich kenne mich in der Welt des Reit- und Pferdesport kein bisschen aus. Ich hatte den Eindruck, dass hier nicht nur Pferde gezähmt werden, sondern auch die junge Frau, die in ihrem Leben anscheinend besser mit Pferden als mit Menschen umgehen kann. Wie auch anderen Orts gibt es hinter den Kulissen von prachtvollen Pferden, Ruhm und Reichtum Intrigen und Neid, die sich auch in dieser Geschichte widerspiegeln..
Alles Glück dieser Welt, liegt auf den Rücken der Pferde scheint hier im Vordergrund zu stehen und wird von Pferdeliebhabern sicherlich unterstrichen. Ich kann den Film „Seitengänge“ nicht einordnen oder beurteilen, denn ich habe keine Ahnung von Pferden und deswegen hat er für mich auch keinen Unterhaltungswert, denn dazu ist er zu sportorientiert und die Handlung der jungen Reiterin für mich nicht nachvollziehbar.
Fazit: Die Liebe zum Pferdesport steht hier an erster Stelle!
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