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Carina Bergfeldt: Die Vatermörderin

Die Vatermoerderin von Carina Bergfeldt

Das Buch ist in zwei große Handlungsstränge geteilt:
Im schwedischen Skövde wird eine seit 58 Tagen vermisste Frau tot aus dem Simsjön-See geborgen. Anfangs geht die Polizei von Selbstmord aus, da eine Art Abschiedsbrief gefunden wird, doch die Obduktion ergibt dann doch etwas anderes und es muss wegen Mordes ermittelt werden.
Ein Täter ist lange Zeit nicht in Sicht. Zwei Reporterinnen der örtlichen Zeitung befassen sich mit dem Fall und sie bringen viele Dinge ans Licht, die der Polizei verborgen geblieben sind. Zwar entpuppen sich viele Hinweise und Spuren als falsch, doch am Ende ist es ihren Recherchen zu verdanken, dass der Mord an Elisabeth Hjort aufgeklärt wird.
Im zweiten Handlungsteil erfährt der Leser anfangs, dass ein bewusstloser nackter Mann mit Namen Valdemar, in Folie gewickelt auf einer Campingliege seine letzten Lebensminuten verbringt.
Seine eigene Tochter war es, die ihn in diese Lage gebracht hat. Sie hat 78 Tage damit verbracht diese Tat bis in letzte Detail zu planen, damit sie keine Fehler macht und unerkannt bleibt…..
Aus der Sicht der Tochter, in der Ich-Erzählweise, wird in großen zeitlichen Rückblenden geschildert, wie es zu dieser Tat gekommen ist, denn besagter Valdemar ist kein sehr netter Mensch:  Zwar hat er seine Tochter nie geschlagen, aber durch Psychoterror so diszipliniert, dass sie schon anhand einer kleinen Geste von ihm genau erkennt, wenn er mal wieder wie vom Blitz getroffen sich in einen Tyrannen verwandelt. Ein Versuch die Situation abzumildern, geht dann meistens schief…..
Und nicht nur besagte Tochter wurde durch den Psychoterror seelisch beeinflusst, Valdemars ganze Familie leidet unter seinen Gewaltausbrüchen und jeder seiner drei Ehefrauen kann etwas zu Schlägen und Tritten, sogar in der Schwangerschaft aussagen, wenn sie sich denn trauten, doch unter Valdemars Herrschaft, ist nie eine Anzeige bei der Polizei eingegangen.
Ausschlaggebend für die Umsetzung des Mordplans war Valdemars letzter Gewaltausbruch: Einer seiner jüngeren Söhne liegt mit schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus und hat nur mit knapper Not überlebt….
Bis kurz vor Ende des Buches erfährt man nicht wer von den Frauen, die im Buch einen Part übernommen haben, „Die Vatermörderin“ ist. Dies in den Handlungsabläufen geschickt zu verschleiern, ist der Autorin gut gelungen.
Die sehr ins Detail gehenden Gedankengänge sowie die Listen und die tagebuchartigen Aufzählungen bei der Suche nach der besten Art den Vater zu töten, fand ich etwas zu langatmig und mir ging dabei etwas die Spannung verloren.
Fazit: Sehr viele Details lassen die Spannung etwas absinken
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