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The Coroner – Staffel 2 –

Lange brauchten die Fans dieser britischen Krimi-Serie nicht auf die zweite Staffel zu warten, was sehr positiv ist!

 

The Coroner – Staffel 2“ punktet genau wie „Staffel 1“ wieder mit zehn abwechslungsreichen Kriminalfällen, die von Jane Kennedy als Coroner und ihrem Freund Detective Sergeant Davey Higgins bearbeitet werden. Obwohl die beiden mal in früheren Jahren ein Paar waren und man das Gefühl hat, ab und zu knistert es noch zwischen ihnen, kommen sie arbeitstechnisch und auch privat bestens miteinander aus.

Auch die  „Nebenschauplätze“ wie z.B. der Pub, den Janes Mutter mit ihrem Lebensgefährten führt und Ereignisse rund um Janes Teenagertochter sind wieder in die Gesamthandlung einbezogen. Alles wird mit viel Humor verfeinert, was neben den wunderbaren Landschaftbildern, die der Südwesten Englands bietet,  ein wichtiger Bestandteil dieser Serie ist.

 

Hier gibt es einen kleinen Einblick in die zehn neuen Folgen:
Gleich zu Anfang geht es hoch hinaus zu einer Gruppe Fallschirmspringern, allerdings endet für einen von ihnen der angesetzte Übungsflug tödlich. Was anfänglich nach einem Unfall aussieht, ändert sich bei genauerem Hinschauen dann in Richtung Mord….
Als nächstes wird in einem Abbruchhaus in den Überresten eines Kamins ein Babyskelett gefunden. Jane und Co finden heraus, dass in dem alten Haus früher einmal ein Kinderheim war. Durch ein altes Foto aus der damaligen Zeit versuchen sie die Mutter ausfindig zu machen, eine knifflige Aufgabe und deren Auflösung dann ganz anders ist, als erwartet…
Es folgen Ermittlungen weil aufgrund eines Fehlalarms ein Rettungsboot selbst in Seenot geriet, denn ein schlimmer Sturm führte dazu, dass zwei Personen über Bord gingen, wovon einer nur noch tot geborgen werden konnte….
Meine Lieblingsfolge aber ist die, in der es um die Bestie aus dem Moor geht. Hier ist ganz Lighthaven in Aufruhr, denn ein Raubtier soll sein Unwesen treiben. Ein Reporter, der die Bewohner aufrütteln will und einiges zu dem Tier recherchiert hat, wird kurze Zeit später im Moor mit aufgerissener Kehle aufgefunden……. Jane und Davey gehen der Sache nach, obwohl keiner so recht an eine Bestie glauben kann…
Erneut müssen Jane und Davey oftmals tief graben um die Kriminalfälle zu lösen und genau das gefällt mir an dieser Serie, die leider wieder viel zu schnell vorbei ist!
Fazit: Erfrischendes Ermittlerduo, abwechslungsreiche Kriminalfälle, deren Lösung nur oberflächlich einfach erscheint und wunderschöne Drehorte machen diese Serie aus, die hoffentlich bald fortgeführt wird!

 

 

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Paul Finch: Schattenschläfer

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Ein neuer Fall für Mark Heckenburg! Allerdings hat sich sein Einsatzort geändert, denn Scotland Yard hat ihn in die ländliche Gegend ins Dartmoor nach Cumbria versetzt. Im Sommer ein Paradies für Bergsteiger und Wanderer, aber sonst nicht unbedingt ein Ort, wo das Leben brummt, beschauliches Tempo ist hier angesagt und so ist Heck der einzige Kripobeamte im Umkreis von 50 qkm….
Das Buch „Schattenschläfer“ beginnt mit einem viele Jahre zurückliegenden Fall in deren Verlauf die junge Polizistin Gemma Piper einen lange gesuchten brutalen Sexualstraftäter auf frischer Tat ertappt und ihn dann als er flieht, erschießt, allerdings wird seine Leiche nie gefunden, denn Nebelschwaden und Dunkelheit beeinträchtigten die Sicht. Da man seine Identität nie herausbekam, wird er als „Der Fremde“ in den Akten geführt. Bei der Verfolgung des „Fremden“ fiel Gemma auf, dass er „Strangers in the Night“ vor sich hin pfiff, allerdings wissen das nur ganz wenige Menschen…..
Gerade mal ein paar Monate ist Heck an seinem neuen Arbeitsplatz tätig, als die Gegend durch tagelang anhaltenden dichten Nebel verschluckt wird. Zwei junge Camperinnen verschwinden während sie sich zu einer Wanderung aufmachen…
Heck macht sich mit der einzigen uniformierten Polizistin vor Ort auf die Suche nach den beiden Frauen. Ein im Wasser liegender Körper wird entdeckt. Es ist eine der Gesuchten, die schwer verletzt geborgen wird. Ihr Leben hängt am seidenen Faden…
Doch sie überlebt, erzählt dann davon, dass der Nebel sie auf ihrer Wanderung überrascht hat und sie sich nicht mehr orientieren konnten bis sie jemanden „Stranger in the Night“ pfeiffen hören und sie dann in diese Richung gelaufen sind, dann verliert sich ihre Erinnerung…
Kann es sein, dass der Fremde wieder zugeschlagen hat? Einiges spricht dafür und Heck informiert Gemma, denn sie kennt sich am besten mit dem zehn Jahre alten Fall aus, denn sie ist dem Fremden ja schon einmal begegnet….
Tatsächlich scheint der Fremde von damals irgendwie überlebt zu haben und treibt nun sein Unwesen im Dartmoor. Die tagelang anhaltende Nebenwand verschleiert für kurze Zeit seine brutalen Morde bis er dann in Cumbria ankommt und die Bewohner um ihr Leben bangen müssen…
Die Handlung im nebelverhüllten Dartmoor anzusiedeln um auf Mörderjagd zu gehen, da ist der Gruselfaktor nicht weit. Das ist Paul Finch auch gut gelungen und an manchen Stellen fand ich seinen detaillierten Schreibstil zur Situation passend um die Spannung zu vertiefen. Allerdings verliert er sich für meinen Geschmack insgesamt aber zu sehr in Kleinigkeiten, was mich etwas gestört hat. Schade fand ich dann auch, dass seine detaillierte Schreibweise genau da aufhört als es um das Tatmotiv bzw. das ganze Warum der Fremde wieder auftaucht, geht.
Trotzdem komme ich nicht umhin, dieses Buch als spannend zu bezeichnen, allerdings braucht man gute Nerven, denn der Gruselfaktor im Dartmoor ist hier gut gelungen und wenn Heck sich nach diesen ganzen Strapazen wieder etwas erholt hat, wäre ich an einem weiteren Fall mit ihm interessiert.
Fazit: Paul Finch hat den Dreh raus um seine Leser mit einer Gänsehaut zu versorgen, auch diesmal nichts für schwache Nerven!
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Hakan Nesser: Die Lebenden und die Toten von Winsford

Die Lebenden und Toten von Winsford von Hakan Nesser

Auf dem Buchcover steht „Roman“, doch die Geschichte, die uns Hakan Nesser wieder in seiner wunderbaren Art des Erzählens präsentiert, hat auch etwas von einem Psychogramm. Das ganze Buch über liegt eine ungewisse Spannung in der Luft, die mich bei Lesen dieses Buches eingefangen hat.
Von der Handlung möchte ich eigentlich nur kleine Teile wiedergeben, denn „Die Lebenden und Toten von Winsford“ sollte man sich nicht entgehen lassen!
Die Geschichte ist in der Ich-Erzählweise geschrieben und gibt die Erlebnisse und Gedankengänge der schwedischen Mitfünfzigerin Maria wieder, die ihren Nachnamen dann und wann ändert.
Eines Tages beschließt sie ihren Hund zu überleben. Warum und wieso, dass erzählt sie in diesem Buch…..
Einst war Maria eine Schönheit und als Moderation und Produzentin aus dem schwedischen Fernsehen vielen Menschen bekannt. Maria und ihr Mann Martin verlassen Stockholm in Richtung Marokko, so die offizielle Version für Familie und Freunde.
16 Tage später mietet sich eine schwedische Schriftstellerin mit Namen Maria in einem abgelegen Haus im englischen Dörfchen Winsford ein. Sie ist nur in Begleitung ihres Hundes und sie liebt die Abgeschiedenheit dieser Heidelandschaft. Die wenigen Kontakte zu den Dorfbewohnern scheinen ihr zur genügen und Marc Britton, würde sagen, Maria umgibt eine geheimnisvolle Aura….
Im örtlichen Pub lernen Maria und Marc sich kennen, der wegen seines kranken Sohnes in die Einsamkeit dieser Gegend gezogen ist.
Die beiden kommen sich näher und auf dieser Vertrauensbasis scheint es Maria möglich, Marc von ihrem Gefühl zu erzählen, sie werde von jemanden gestalkt. Doch Beweise hat sie nicht, nur so eine Ahnung und dann ist plötzlich eines Abends ihr Hund spurlos verschwunden…
Ist diese Frau, die allein in England aufgetaucht ist, jene Maria aus Schweden, die mit ihrem Mann Richtung Marokko abgereist ist? Doch wo ist ihr Mann?
Diese Fragen werde ich hier nicht beantworten, denn das kann der Autor viel besser als ich. Trotz der Zeitsprünge die man als Leser durchläuft, hat man keine Mühe der gesamten Handlung zu folgen. Man hat die Landschaft und die Personen direkt vor Augen, was auf auf die bildhafte Sprache  zurückzuführen ist.
Fazit: Ich habe diesen Roman genossen, und hoffe auf weitere Bücher von diesem Autor, die einem wunderbar  Zeit  und Raum vergessen  lassen!

Die Lebenden und Toten von Winsford von Hakan Nesser

Im Hörverlag ist die ungekürzte Lesung des Romans „Die Lebenden und Toten von Winsford“ erschienen.
Auf den Inhalt möchte ich nicht weiter eingehen, dass  habe ich oben bereits zur Genüge getan.
Hat bisher Dietmar Bär die Bücher von Hakan Nesser vorgetragen, wurde das diesmal von der bekannten Schauspielerin Eva Mattes (z.B. Tatort-Kommissarin) übernommen, was natürlich auch zu der ganzen Handlung und dem Ich-Erzähl-Stil besonders gut passt.
Ihr gelingt es den Zuhörer mit ihrer Stimme ganz schnell einzufangen und die Emotionen der Erzählerin Maria so vorzutragen, dass man die Person direkt vor Augen hat.
Die Ungewissheit, die für lange Zeit im Raum schwebt, was eigentlich im Leben von Maria vorgefallen ist, lässt Raum für Spekulation und als dann aus Ungewissheit Gewissheit wird, schafft es die Vorleserin durch ihre ruhige und besondere Vortragsart Sympathie und Erleichterung zu vermitteln und beim Zuhörer läßt langsam die Anspannung nach, aber die Geschichte ist da noch nicht zu Ende!
Fazit: Was will man mehr: Einfühlsame Vorleserin und eine Geschichte die einen bis zum Ende fesselt!
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Jack Taylor Vol 1

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Ken Bruen hat  den irischen Privatdetektiv Jack Taylor erfunden und es sind bereits einige Bücher über ihn erschienen wie z.B. „Jack Taylor fährt zur Hölle„. Wer sich genau wie ich beim Lesen des etwas eigenwillen Schreibstils des Autors schwer tut, dem sei gesagt, die Verfilmungen der Bücher sind wirklich gelungen und man bekommt Spannung, irische Mentalität  und eine Portion sehr trockenen Humor geboten.
Mit Iain Glen, der die Rolle des Jack Taylor übernommen hat, finde ich hat man eine sehr gute Wahl getroffen und auch die anderen festen Mitwirkenden wie Cody (Killian Scott) und natürlich die junge Polizistin Kate Noonan (Nora Jane Noone) sind sehr gut besetzt und verleihen der Serie Charme und man will sie nach kurzer Zeit schon nicht mehr missen.
Hier kommt ein kleiner Einblick in die sechs Teile vonJack Taylor – Vol. 1 „:
Jack Taylor ist anfänglich noch ein angesehener Polizist im irischen Galway, aber ihm kommt immer wieder sein Alkoholkonsum in die Quere und sein ausgesprochener Gerechtigkeitssinn führt dazu, dass er einen nicht ganz astreinen Minister kurzerhand bei einer Verkehrskontrolle ins Gesicht schlägt, was dazu führt, dass er seinen Posten verliert und nun sein Geld mehr recht als schlecht  als Privatdetektiv verdient. Nur von einem kann er sich nicht trennen, daß ist der schöne Polizeimantel, den er eigentlich hätte zurückgeben müssen. Aber da ist Jack eigen und übersieht die vielen Briefe, die ihn dazu auffordern. Mittlerweile ist das seine zweite Haut geworden und man erkennt ihn schon von weitem.
Da sein Geld ständig knapp ist, kann  er sich ein richtiges Büro nicht leisten und so wird kurzerhand das Hinterzimmer des Pubs, in dem er sich sowieso am meisten aufhält, dazu umfunktioniert.
Seinen ersten Auftrag bekommt er von einer gutaussehenden Frau, die ihre Tochter, einen Teenager von Jack suchen läßt, da sie spurlos verschwunden ist.  Es dauert nicht lange und es finden sich Parallelen zu weiteren verschwundenen Teenagern, die dann alle tot aus einem Fluss geborgen wurden.  Die Polizei verfolgt diese Todesfälle, die Mordcharakter haben,  bewusst nicht weiter und bald schwebt selbst Jack in Lebensgefahr.
Auch in den weiteren Fällen, die Jack übernimmt geht es meistens um Mord. Ab der zweiten Folge bekommt er Unterstützung bei den Ermittlungen von dem  jungen engagierten Cody und Kate ist seine gute Quelle zur Polizei, obwohl das von den Vorgesetzten der jungen Polizistin nicht gut geheißen wird und sie ständig angemahnt wird, sich von Jack fernzuhalten, was sie aber nicht tut und sich dafür reichlich Ärger einfängt.
Trotz seines Alkoholkonsums hat Jack Schlag bei den Frauen und auch zwischen ihm und Kate knistert es, aber wegen des großen Altersunterschieds hält er sich zurück. Bei seinen Ermittlungen gerät er häufig in schwere handgreifliche Auseinandersetzungen. Die Blessuren wie Schrammen oder blaue Flecke trägt er stilsicher zu seinem Mantel. Durch sein Insiderwissen und seine ganz spezielle Arbeitweise hat er eine eine hohe Aufklärungsrate, was der örtlichen Polizei ein Dorn im Auge ist und er sehr oft mit seinen  früheren Kollegen aneinander gerät.
Fazit: Aus dem Dunstkreis von Alkohol und Zigaretten kristallisiert sich hier ein Privatermitler heraus, den man schon nach kurzer Zeit nicht mehr missen möchte.
 
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Grabbers

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Was zeichnet die Iren aus: Sie sind trinkfest!  Und wer hätte das gedacht, dass ihnen diese Eigenschaft einmal das Leben retten würde!
Aber von Anfang an: Erin Island ist eine kleine beschauliche irische Insel, auf der so gut wie nie etwas Außergewöhnliches passiert und deswegen ist auch der Inselpolizist mehr mit dem Trinken von Alkoholika beschäftigt als das er Verbrechen aufklären muss. Seine neue Kollegin, Lisa Nolan, ist nicht sonderlich erbaut ist, als sie von ihrem angetrunkenen Kollegen Ciaran O’Shea mit dem Auto von der Fähre abgeholt wird, denn sie ist Antialkoholikerin….
Doch die Ruhe  auf und um der Insel täuscht, denn irgendetwas geht vor:  Eine Art Meteorit fällt ins Meer und daraufhin stranden kurze Zeit später ungewöhnlich viele Grindwale am Strand  und verenden dort.  Der alte, immer angetrunkene Hummerfischer Paddy hat dann anstatt der Hummer ein merkwürdiges Lebewesen mit Tentakeln in seinem Fangkorb und diese glibberige Etwas greift ihn an…
Wie durch ein Wunder überlebt Paddy, was manch andere Inselbewohner nicht von sich sagen können und so wird der ortsansässige Meeresbiologe  zu Rate gezogen, der nur zu dem einen Schluss kommt: Die „Grabbers “  brauchen zum Überleben Wasser und Blut und da in Paddys Blut immer kräftig Alkohol ist, ist das des Rätsels Lösung um auf der Insel zu überleben, denn es werden immer mehr Grabbers gesichtet, die Hunger haben.
Schnell versammeln sich die Bewohner im örtlichen Pub und es wird getrunken, bis keiner mehr stehen kann… Für Lisa Nolan ist das eine ganz besondere Herausforderung, doch wenn es ums blanke Überleben geht, dann muss man auch Opfer bringen und sie kippt einen Drink nach dem anderen…
Die blutrünstigen Tentakelmonster  haben mich ein wenig an „Audrey“ erinnert, die menschenfressende außerirdische Blume aus „Der kleine Horrorladen“.
Fürchten muss man sich als Zuschauer nicht vor diesen Grabbers, ganz im Gegenteil hier werden die Lachmuskeln strapaziert und das nicht zu wenig. Diese irische „Horrorkomödie“ zeichnet sich durch die gute Besetzung der Schauspieler und dem tollen Drehbuch aus.
Als Extras gibt es die  enfallene Szenen und ein Blick hinter die Kulissen außerdem gibt ein kleines Booklet zum Film.
Fazit: Gelungene irische „Horrorkomödie“

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