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Dan Brown: Origin

Lange Zeit war es still um Robert Langdon, den Professor für Kunstgeschichte und Symbolik, der immer wieder ungewollt in rätselhafte Ereignisse hineingezogen wird und dabei auch körperlich einige Blessuren abbekommt. Seinen letzten Einsatz hatte er 2013, als er um den Globus hastete um ein „Inferno“ zu verhindern…
In „Origin “ – das man übrigens zu Deutsch mit Ursprung übersetzen würde – bekommt Robert Langdon eine geheimnisvolle Einladung ins spanische Bilbao von seinem einstigen Schüler an der Harvard Universität, dem Computerwissenschaftler und Futurologen Edmond Kirsch, der seine bahnbrechende Entdeckung der Öffentlichkeit präsentieren will.  Ein Jahr zuvor hatten sich die beiden zuletzt gesehen und überraschenderweise hatten sie sich nicht wie sonst über Kunst, sondern auf Wunsch von Kirsch, einem bekennenden Atheisten, über Gott unterhalten…
Als Robert Langdon sich auf den Weg zum Veranstaltungsort macht, ahnt er noch nicht,  dass sich Kirsch im Vorfeld mit drei angesehenen Geistlichen getroffen hatte um ihnen seine brisante Entdeckung zu präsentieren. Deren anfängliche Skepsis, was dieser Mann wohl für wichtige Dinge herausgefunden haben könnte, verwandelt sich nach ihrem Gespräch in Entsetzen….
Bevor Prof. Langdon nun auf seinen Freund Edmond Kirsch trifft, wird er von seinem persönlichen Guide Winston durch das Guggenheim-Museum begleitet, wo die Präsentation stattfinden soll. Dieser Guide wird im Verlauf von eine wichtige Rolle spielen..
Nachdem die bezaubernde Ambra Vidal, die eine ganz besondere Beziehung zum zukünftigen spanischen König unterhält, die Veranstaltung mit ein paar einleitenden Worten eröffnet, warten alle nur noch auf den Auftritt von Edmond Kirsch und natürlich auf seine bahnbrechende Entdeckung, die sich mit den Fragen nach dem Ursprung des Lebens beschäftigt, was allerdings nicht nur Begeisterungsstürme hervorruft, sondern auch Neider/Gegner aufschreckt, die die Veröffentlichung verhindern wollen…
Als Kirsch dann endlich auf der Bühne erscheint um dem gebannten Publikum seine Entdeckung zu präsentieren, fällt ein Schuss und er bricht tödlich getroffen zusammen……
Robert Langdon hat ab jetzt nur ein Ziel: Er will den Mörder seines Freundes finden und versuchen der Welt die brisante Entdeckung Kirschs doch noch zu enthüllen. Unterstützt wird er dabei von Ambra Vidal…
Nun, mehr mag ich eigentlich nicht verraten, denn wie gewohnt lüftet Robert Langdon im Verlauf einige Geheimnisse und deckt brisante Zusammenhänge auf, die dann für ihn mal wieder lebensgefährlich werden…
Der Thriller führt dabei den Leser an ganz besondere/sehenswerte, aber auch eher (für mich) noch unbekannte Orte, die ich dann mit Hilfe des Internets ebenfalls besucht habe um mir die Örtlichkeiten besser vorstellen zu können, obwohl Dan Brown sie sehr anschaulich schildert. Das Buch liest sich gut, eine spannende Ungewissheit durchzieht die gesamte Handlung bis zum Schluss und führt diesmal u.a. in die Welt der Supercomputer und beeindruckt mit den Fähigkeiten künstlicher Intelligenz…
Fazit: Robert Langdons erneuter Einsatz ist gelungen, Spannung und Unvorhersehbarkeit machen diesen Thriller besonders lesenswert und die Reihe darf gern noch fortgeführt werden.

 

ORIGIN – Das Hörbuch

Wie  bereits bei den vier vorherigen Büchern aus der Reihe hat erfreulicherweise die Lesung für die Hörbuchfassung von „Origin “ wieder Wolfgang Pampel (bekannt auch als Synchronstimme z.B. von Harrison Ford) übernommen, was ein ganz großer Pluspunkt ist! Buch und Hörbuch sind im Bastei Lübbe Verlag erschienen.
Schon bei den ersten Sätzen hänge ich an seinen „Lippen“ und verfolge gebannt seinem Vortrag. Durch ihn werden die Schauplätze wie z.B. im Prolog die Zahnradbahn in Katalonien oder auch die Zusammenkunft der drei Geistlichen des Parlaments der Weltreligionen lebendig. Die Mitwirkenden bekommen durch die unterschiedlichen Stimmen ein „eigenes Gesicht“, so dass man sie gut unterscheiden kann.
Besonders die Gespräche zwischen Winston und Prof. Langdon sind gelungen und es lugt auch untergründig feiner Humor hervor.
Die sechs CD’s habe ich gleich hintereinander genossen und ich kann dieses Hörerlebnis nur jedem empfehlen, der nicht so gern über 600 Seiten Text lesen möchte.
Fazit: Dan Brown’s Thriller werden durch die Lesung von Wolfgang Pampel lebendig und bieten dem Zuhörer ein Hörerlebnis der besonderen Art! Bitte mehr davon!

 

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