TOP

Robert Galbraith: Der Seidenspinner

Der Seidenspinner von Robert Galbraith
Nach seinem aufsehenerregenden Erfolg im Fall des Topmodels Lula Landry, von dem das erste Buch „Der Ruf des Kuckuck“ handelt, wo es Cormoran Strike gelungen war einen Mörder dingfest zu machen,  obwohl die Polizei doch hartnäckig von Selbstmord ausging, ist seine Privatdetektei gut frequentiert und über Arbeitsmangel kann er nicht klagen.
Eines Tages taucht dann Loretta Quinn im Büro von Cormoran auf. Sie möchte, dass er ihren seit zehn Tagen spurlos verschwundenen Mann Owen sucht, der sich als umstrittener Romanautor einen gewissen Namen gemacht hat. Eine polizeiliche Ermittlung hält sie für unnötig, denn Owen verschwindet schon mal dann und wann, um dann unvermittelt wieder quicklebendig vor ihr zu stehen. Er soll einfach wieder zu ihr und der kleinen Tochter nach Hause kommen…
Gleich zu Beginn seiner Ermittlungen muss Cormoran feststellen, dass irgendetwas an diesem Fall merkwürdig ist und das kommt dann auch schnell zum Vorschein, denn der verschwundene Romanautor hatte gerade sein neues Buchmanuskript fertig gestellt  in dem er sehr scharfzüngig über manche Fehltritte von Personen aus seinem näheren Bekanntenkreis schreibt, was so mancher als Vertrauensverrat ansehen und auf Rache sinnen könnte…
Es vergeht noch einige Zeit und nur durch Zufall erfährt Strike von einem Ort, wo er noch nicht nach dem Vermissten gesucht hat und genau dort wird er dann fündig, allerdings kommt er einige Zeit zu spät, denn Owen Quinn lebt nicht mehr und wurde offensichtlich ermordet….
Robert Galbraith alias J.K. Rowling hat mit „Der Seidenspinner“ den nächsten Roman veröffentlicht, der wieder sehr gut beobachtet geschrieben ist und das Ermittlerduo Cormoran Strike und Robin Ellercott ist einem schon irgendwie vertraut mit seinen privaten Sorgen und Nöten, obwohl sie erst den zweiten Fall bearbeiten. Und genau dieses Zusammenspiel durchzieht sich wie eine fesselnde Konstante durch dieses seitenstarke Buch.
Die Kriminalhandlung um den Mord an Owen Quinn war dann durch die eingewobene Manuskripthandlung mit den vielen merkwürdigen Namen und Deutungsversuchen wesentlich schwieriger zu lesen und zu verstehen. Eine etwas einfachere verständlichere Interpretation der Zusammenhänge hätte mir besser gefallen, damit man nicht Gefahr läuft zwischendrin den Faden zu verlieren. Dies ist für mich ein deutlicher Minuspunkt in dem sonst so gut lesbaren Buch.
Fazit: Sympathisches Ermittlerduo mit einem Fall, wo man Gefahr läuft den Faden zu verlieren
Read More