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Christiane Franke & Cornelia Kuhnert: Zum Teufel mit den fiesen Friesen

rororo 

Genau wie das Cover des vorherigen BuchesMuscheln, Mord und Meeresrauschen dirigiert auch das aktuelle zu „Zum Teufel mit den fiesen Friesen“ den Leser schon mal „sanft“ in Richtung Ostfriesland, wo diese Krimi-Reihe angesiedelt ist.
Da dies erst mein zweites Buch, aber bereits das sechste der Krimi-Reihe ist, hatte ich aber trotzdem keine Mühe mich an die drei Hauptmitwirkenden den Dorfpolizisten Rudi, seinen besten Freund und Postboten des Ortes Henner und die Lehrerin und Hobbydetektivin Rosa zu erinnern. Aber auch alle anderen Mitwirkenden sind gut gezeichnet (und am Ende des Buches mit Kurzportrait aufgelistet), so dass man keine Schwierigkeiten bei der Zuordnung in der Handlung hat.
Hier gibt es nur kurzen Einblick ins Geschehen, denn sonst würde ich den Lesern das Vergnügen nehmen, das ich zumindest bei diesem humorvollen Krimi hatte.
Rosa ist mit ihrem Auto unterwegs und kann gerade noch einem auf sie zurasenden Motorradfahrer ausweichen. Sie kommt glimpflich davon, der Biker stirbt…
Was anfangs wie ein Raser-Unfall aussieht, entpuppt sich dann als Mord, denn auf den Biker wurde geschossen…
Dies bleibt nicht er einzige Mord, der auf den ersten Blick wie ein Unfall aussieht, nein, es folgen noch weitere…
Auf Rudi kommen schwierige Ermittlungen zu, denn eigentlich hatte er sich freigenommen um seinen lange als verstorben geglaubten Vater kennenzulernen, außerdem bekommt er seinen ganz speziellen Kollegen Schnepel von der Wittmunder Polizei zur Seite gestellt, der so viele Ideen hat in welche Richtung die Ermittlungen laufen sollen, dass es Rudi des Öfteren schwerfällt, das Schwindelgefühl zu unterdrücken, dass ihn dabei manchmal ereilt…
Beim Lesen konnte ich den Täter nicht aufspüren, der taucht zum Schluss aus der Versenkung auf, obwohl es reichlich andere Verdächtige gibt.  Die Beweggründe für seine Taten sind nachvollziehbar, auch wenn nur kurz darüber reflektiert wird. Aber für mich stand hier auch mehr das humorvolle Lokalkolorit, die interessanten historischen Hintergründe bzw. die gesamte Szenerie mit seinen so gut gezeichneten „Typen“ mit ihren Ecken und Kanten im Vordergrund und der „Krimi-Teil“ wertet dies nur noch auf, so dass man hier rundum gut unterhalten wird.
Wer gern die im Buch aufgetischten Gerichte ausprobieren/nachkochen möchte, der findet am Ende des Buches einige Rezepte dazu.
Fazit: Rundum gelungenes Lesevergnügen, das mit humorvollem Lokalkolorit, den charmanten drei Hauptfiguren sowie der spannenden, eingewobenen Krimihandlung punktet! Mehr davon und weiter so!

 

 

 

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Elisabeth Herrmann: Versunkene Gräber

Versunkene Graeber von Elisabeth Herrmann

Die Geschichte beginnt mit einem Liebesbrief von einem Walter an eine Rosa. Der Brief ist auf Johannishagen 1945 datiert. Im weiteren Verlauf  werden immer wieder Briefe von Walter zwischendurch in die eigentliche Handlung eingewoben und bald erschließt sich auch dem Leser, was es mit diesen Briefen auf sich hat….
Berlin, zur Jetztzeit: Joachim Vernau sitzt mit seinem Freund und Anwaltskollegen Sebastian Marquardt in einem Lokal beim Essen. Dort kommt eine junge gutaussehende Frau auf die beiden zu. Sie will überraschender Weise zu Joachim Vernau und stellt sich als Zuzanna Markowska, Anwältin aus Polen, vor. Sie hat nur eine Frage: Wo ist Marie-Louise Hoffmann?
Die polnische Anwältin will mit der Sprache nicht so richtig heraus warum sie Marie-Louise eigentlich sucht und hinterläßt nur ihre Visitenkarte und die dringende Bitte, dass Marie-Louise sich umgehend bei ihr melden soll..
Nach einigem Hin- und Her steht fest, dass Vernaus Ex-Partnerin und Kollegin Marie-Louise, die er mittlerweile zwei Jahre nicht gesehen und gesprochen hat, nirgends auffindbar ist. Niemand kann sagen, wo sie sich aufhält bzw. kann Kontakt zu ihr herstellen.
Nachdem Vernau sich selbst davon überzeugt hat, dass Marie-Louise wie vom Erdboden verschwunden ist,  fährt er kurzerhand nach Polen um noch einmal mit der Anwältin Markowska zu sprechen.
Dort angekommen unterbreitet ihm  Zuzanna Markowska, wer ihr aufgetragen hatte, Marie-Louise ausfindig zu machen. Es ist niemand anders als sein guter alter Freund und Automechaniker Jazek Zielinski, denn der sitzt wegen Mordverdachts seit kurzem im Gefängnis. Seine Kooperation gegenüber seiner ihm zugeteilten Anwältin ist nicht sonderlich gut, aber er beteuert seine Unschuld.
Nachdem Joachim Vernau diesen Schock verdaut hat, macht er sich auf die Suche nach Marie-Louise, denn die soll in der besagten Tatnacht bei Jatzek gewesen sein…..
Mehr kann und darf man hier nicht verraten,  nur noch soviel: Die erste Spur auf der Suche nach Marie-Louise Hoffmann führt tatsächlich über „Versunkene Gräber:“, dann zu einem Weinberg und nicht zuletzt zu einer geschichtsträchtigen Vergangenheit, die hier geschickt in die Handlung eingewoben wurde.
Am Ende des Buches erzählt die Autorin, wie sie bei einer Polenreise auf die Idee zu diesem zum Teil unheimlichen, aber nicht weniger fesselnden und sehr spannenden Krimi gekommen ist.
Fazit: Unheimliche und spannende Kriminalgeschichte, die geschickt mit einem geschichtlichen Hintergrund kombiniert wurde, so dass man das Buch kaum aus den Händen legen kann.

Versunkene Graeber von Elisabeth Herrmann

Den Kriminalroman „Versunkene Gräber“ gibt es auch als vollständige Lesung  auf zwei MP3-CD’s. Max Hopp werden viele Zuhörer bestimmt an seiner markanten Stimme erkennen, denn er ist ja auch ein bekannter Schauspieler.  Leider hat er die Gesichte, die durch den Schreibstil der Autorin durchaus bildhafte Züge hat,  wirklich nur vorgelesen. Ohne Namen zu nennen, kenne ich andere Vorleser von Kriminalromanen, die durch Modulation der Stimme die Handlung richtig lebendig werden lassen, was ich hier bei den über 14 Stunden Spielzeit leider vermisst habe.
Fazit:  Schade, bei der Vertonung hätte man mehr aus der Geschichte herausholen können
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