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Sven Koch: Dünenblut

DroemerKNAUR

Zuletzt gab es mit „Dünenfluch“ 2017 einen sehr fesselnden und spannenden Fall aus der Krimi-Reihe um das Vierergespann Femke Folkert, Ceylan Özer, Fred Berger und Tjark Wolf, welche bei einer Sondereinheit des LKA an der Nordsee ermitteln.
Im aktuellen und mittlerweile im sechsten Fall „Dünenblut“ steht Tjark im Mittelpunkt des Geschehens. Anfangs verbringt er gerade mal wieder seine dienstfreie Zeit in seinem Ferienhaus in Dänemark.
Anne Madsen ist Ermittlerin bei der Kriminalpolizei in Dänemark und sie leitet den aufsehenerregenden Mordfall an der angesagten und sehr bekannten Rock-Gothic-Sängerin Hela. Das Besondere an dem Fall ist, dass der Mörder seinem Opfer am ganzen Körper Runen in die Haut ritzt.
Hela ist nicht das erste Opfer des „Runenkillers“ – wie die Medien ihn bereits betiteln -, denn einige Zeit vorher hatte er auf dieselbe Art und Weise Mette, eine sehr bekannte Beachvolleyballspielerin getötet und auch in ihren Körper germanische Schriftzeichen (Runen) eingeritzt….
Die Ermittler rätseln welche Botschaft der Mörder damit vermitteln will…
Wenn Tjark in Dänemark ist, trifft er sich hin und wieder mit Anne, es knistert schon etwas länger zwischen ihnen und diesmal kommen sie sich näher…
Während gerade Tjark wieder in Deutschland seinen Dienst antritt,  treffen besorgniserregende Nachrichten aus Dänemark ein:
Anne wird vermisst, ihr Auto ist verschwunden und es finden sich Kampf- und Blutspuren in Tjarks Ferienhaus, wo man auch Annes Handy gefunden hat. Tjark steht unter dringendem Tatverdacht und soll verhaftet werden. Doch er widersetzt sich dem, flüchtet und ist fortan auf sich selbst gestellt….
Mehr wird nicht verraten, denn diesen Krimi darf man einfach nicht verpassen. Sven Koch legt geschickt einige vielversprechende, aber auch falsche Fährten aus. Wer genau aufpasst, der hat vielleicht wie ich eine Ahnung und erkennt „das Böse“, was aber dem Unterhaltungswert des Buches keineswegs schmälert.
Wie gewohnt fliegen die Seiten nur so dahin, man taucht ab ins Geschehen und ist schnell in der Handlung gefangen, bis sich ganz am Ende  das „Böse“ offenbart. Der Autor spielt mit der Fantasie seiner Leser und verzichtet gekonnt auf zu detaillierte Szenen, wenn das Opfer dem Täter in die Falle gegangen ist.
Nach Abschluss dieses Falls stehen Veränderungen an, die das Vierergespann betreffen und ich als großer Fan der Reihe hofft nun, dass es trotz allem eine Fortsetzung  gibt.!
Fazit: Länderübergreifender, sehr spannender und fesselnder Fall der „Dünen-Krimi-Reihe“,  die  unbedingt fortgesetzt werden sollte!

 

 

 

 

 

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Frida Gronover: Ein dänisches Verbrechen

Ullstein Verlag

Gitte Madsen will sich aus privaten Gründen beruflich verändern. Da sie deutsche und dänische Wurzeln hat, lässt sie Deutschland hinter sich und macht sich auf den Weg nach Marielyst , einem idyllischen Ort in Dänemark, wo sie demnächst ihre neue Arbeitsstelle beim örtlichen Bestatter antreten will.
Schon bei der Überfahrt auf der Fähre fällt ihr ein junger etwas ängstlich wirkender südländisch aussehender Mann auf. Es kommt zu einem kurzen Gespräch, wo Gitte etwas über die Pläne des jungen Griechen Joris erfährt. An Land trennen sich ihre Wege, doch geraume Zeit später findet Gitte genau diesen jungen Mann tot auf der Terrasse ihres neuen Zuhauses, ein Messer steckt in seiner Brust…
Der zuständige Kommissar heißt Ole Ansgaard, der bald der kriminalistischen Spürnase Gitte Madsen Einhalt gebieten muss, was zu Komplikationen führt. Aber so ganz unsympathisch sind sich die beiden nicht und im Verlauf lösen die beiden durch eine Art „Geben und Nehmen“ von unterschiedlichen Informationsquellen den Fall, der allerdings durch die frisch eingeritzten Wikingerrunen auf dem Rücken des Opfers etwas mysteriös anmutet und nur eine Spur bei den Ermittlungen ist…
Der Kriminalroman „Ein dänisches Verbrechen“ liest sie gut, die Akteure sind sympathisch und gut beschrieben, so dass man sie sich gut vor Augen führen kann. Auch die vielen „dänischen Fakten“, die die Autorin hier in die Geschichte mit eingewoben hat, sind schon fast wie eine Art Reiseführer für das bessere Verständnis für Land und Leute, was mir gut gefallen hat.
Durch Gittes privater Suche nach ihrem seit vielen Jahren spurlos verschwundenen Vater, der zuletzt in Marielyst gesehen wurde, bekommt die Handlung ein weiteres Spannungsteil hinzu, das aber nicht aufgelöst wird, so dass ich mir durchaus eine Fortsetzung mit der „Spürnase“ Gitte Madsen nebst Ole Ansgaard gut vorstellen kann.
Fazit: Dieses etwas ungleiche Ermittler-Duo Madsen/ Ansgaard kommt gut rüber und auch handlungsmäßig macht dies Buch Laune auf mehr davon

 

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