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Georges Simenon: Maigret stellt eine Falle/ Maigret kennt kein Erbarmen

 

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Zwei Krimi-Klassiker mit Jean Gabin als Kommissar Maigret in der Hauptrolle wurden digital überarbeitet und erfreuen den Zuschauer jetzt in toller Bildqualität auf DVD oder Blu-ray
Wer die in Schwarz/Weiß gedrehten französischen Kriminalfilme bzw. –fälle noch nicht kennt, der bekommt hier einen kleinen Vorgeschmack um was es hier geht:
In „Maigret stellt eine Falle ist anfangs nichts los im Pariser Polizeirevier und Kommissar Maigret hat vor Angeln zu gehen. Doch das muss warten und auch die Ruhe im Revier ist schlagartig vorbei, denn in den dunkeln Straßen wird eine Frau auf bestialische Weise getötet. In Tatortnähe wird ein Fleischermesser gefunden. Was liegt also näher als alle Fleischer der Gegend zu überprüfen…
Doch so einfach ist der Fall nicht, denn es passieren weitere Morde und es sind alles Frauen, die eine besonders weibliche Figur haben und sie werden alle in der Nähe des ersten Tatort getötet. Langsam geht die Angst in Paris um, denn der Frauenmörder könnte jederzeit wieder zuschlagen. Aber so weit will es Maigret nicht kommen lassen und er stellt dem Mörder eine Falle…..
In weiteren Rollen habe ich Lino Ventura und Annie Girardot entdecken können.

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In „Maigret kennt kein Erbarmen“ reist Maigret in seine eigene Vergangenheit.  Sein Vater war früher Gutsverwalter bei einem Grafen. Der Graf ist mittlerweile verstorben, doch seine hochbetagte und gesundheitlich angeschlagene Witwe bittet Maigret um Hilfe, denn sie hat einen anonymen Brief bekommen, in dem steht: „Die Stunde der Sühne hat geschlagen“. Die Gräfin holt Maigret ab und fährt mit ihm auf das Schloss, das so gut wie leer ist, denn viel kostbares Mobiliar oder auch Gemälde sind verkauft worden um, wie sich später herausstellt, den ausschweifenden Lebensstil des jungen Grafen zu ermöglichen.
Die Wiedersehensfreude von Maigret und der Gräfin wehrt nicht lange, denn sie stirbst während der Morgenmesse, der auch Maigret beiwohnt und ihm ist gleich klar, sie starb keines natürlichen Todes, auch wenn der herbeigerufene Doktor ihm von einer Herzschwäche erzählt. Sein Verdacht wird noch erhärtet, als das Gebetbuch der Gräfin, dass sie ständig bei sich trug, verschwunden ist……
Es war ein Genuss Jean Gabin als Kommissar Maigret wieder spielen zu sehen, denn mit Hut und Pfeife als Erkennungszeichen verkörpert er die Rolle im wahrsten Sinne des Wortes.
Die beiden Kriminalfälle haben nichts an Spannung verloren, im Gegenteil durch die Schwarz/Weiß-Verfilmung sind die Pariser Gassen noch düsterer und es kribbelt beim Zusehen im Nacken bei der Vorstellung, dass ein Frauenmörder um geht.
Beide Filme zeigen auf, dass der Kommissar durchaus ein Genussmensch ist und Essen und Trinken seinen kriminalistischen Spürsinn aufrecht hält. Außerdem kann er so ganz beiläufig in einem Gasthaus sitzen, genüßlich speisen und dann auch gleich vor Ort unauffällig ermitteln, denn wo wird am meisten über wichtige Themen gesprochen, da wo die Zunge besonders locker sitzt: In den Gaststätten und Kneipen rings um einen Tatort.
Fazit: Sehr zu empfehlen! Jean Gabin verkörpert mit Leib und Seele Kommissar Maigret
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