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Die Wiese – Ein Paradies nebenan

Polyband VÖ 11.10.19

Ich habe ja schon öfters Natur-Dokumentationen vom Filmemacher Jan Haft wie z.B. „Das grüne Wunder“ oder auch die „Magie der Moore“ hier vorgestellt. „Die Wiese“ ist sein neuestes Werk!
Leider gibt es ja in unserer industrialisierten Welt immer weniger von diesen schönen grünen, blühenden und voller Leben steckenden Arealen. Der Filmemacher hat mit seiner Kamera das „lebendige Grün“ genau unter die Lupe genommen, so dass man als Zuschauer einen tiefen, aber auch ganz besonders eindrucksvollen Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt dieses immer mehr schrumpfen Lebensraums bekommt.

Im Bonusmaterial kommt der Filmemacher selbst zu Wort und erzählt über die Dreharbeiten, die sich nach der Laune der Natur richten mussten, denn besonders Tieraufnahmen kann man nicht planen und so maches Tierchen, das man hier vor der Kamera sieht, konnte nicht am gelanten Drehort entdeckt werden……
Gleich zu Beginn fährt die Kamera über eine Wiese, die von weißen Margeriten dominiert wird. ..

Rehe und Wildschweine durchkreuzen das Bild und man hört ganz plötzlich Knallgeräusche, die aber nicht von der Büchse eines Jägers stammen….

Auf Waldlichtungen findet man so manches kleine Paradies und es kommt vor, dass 1000 verschiedene Arten an Blütenpflanzen und unzählige Kräuter miteinander harmonieren.

Die heutige Kameratechnik macht es möglich, dass man kleinste Einblicke in die Natur bekommt oder wie auch hier im Film unter die flauschigen Federn eines großen Brachvogels schauen kann…

Nur für geübte Augen sind die Nester der Feldlerche zu erkennen. Doch wenn der „Mamavogel“ mit dem Futter für die Kleinen auftaucht, dann gibt es kein Versteckspiel mehr und die kleinen Schnäbelchen tauchen aus dem Nichts auf…
An meine Streifzüge durch die Natur an der Hand meines Großvaters erinnerte mich der Ruf der Kiebitze, die man hier im Film  zu hören bekommt. Mein Großvater zeigte mir die kaum sichtbaren Nester dieses Vogels, die ich dann auf einem Stoppelfeld genau betrachten konnte. Die Eier des Kiebitz sind gut getarnt und nur aus der Nähe von Kieselsteinen zu unterscheiden…..
Wer sich in diesem Film noch so tummelt, fliegt, summt und brummt, kann ich gar nicht alles aufzählen. Das wir sorgsam mit unser Umwelt und Natur umgehen sollen, braucht nicht erwähnt zu werden, aber mit offen Augen einmal rechts und links des Wegesrandes zu schauen, sollte Anreiz für jeden sein.

 

Ich habe diese Dokumentation genossen, die Kamera hat wunderschöne Aufnahmen eingefangen und auch versteckten/unbekannten Pflanzen und Lebewesen einen gelungenen Auftritt verschafft.
Fazit: Diese sehenswerte Natur-Doku ermöglicht erstaunliche Einblicke in ein immer mehr schrumpfendes Naturareal, das gleich bei jedem um die Ecke liegt und nur darauf wartet entdeckt zu werden!

 

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Max Bentow: Der Schmetterlingsjunge

der Hörverlag

Der Berliner Kommissar Nils Trojan hat einen neuen Fall, der es mal wieder in sich!
Wie bereits bei einigen der vorherigen Einsätze von Nils Trojan –  z.B.  inDas Hexenmädchen“ – hat erfreulicherweise auch bei diesem Thriller Axel Milberg den Part des  Vorleser übernommen und er schafft gleich von Anfang an stimmlich die passende Atmosphäre für dieses spannungsgeladene Hörbuch.
Wie man dem Cover schon entnehmen kann, ist ein Schmetterling von Bedeutung in der Geschichte. Ein wunderschönes Exemplar befindet sich dann als farbenprächtiges Gemälde auf dem Rücken einer in ihrer Wohnung ermordeten Frau. Nils Trojan kommt kaum zum Nachdenken darüber, was er am Tatort gesehen hat, denn kurze Zeit später wird er zum nächsten Mordfall gerufen, wo der menschliche Rücken erneut zu einer farbenprächtigen Leinwand wurde….
Max Bentow erzählt seinen spannenden Thriller aus verschiedenen Sichtweisen, so dass man auch Einblick in die Beweggründe des Mörders bekommt, der nicht nur schöne Schmetterlinge malt, sondern auch gern Geschenke verteilt.  Aber auch die potentiellen Opfer „kommen zu Wort“ bzw. gibt es einen Einblick in ihre Welt. Außerdem ist man ganz dicht bei den Ermittlungen dabei, die dann auch bald einen Verdächtigen zu Tage fördern, denn offenbar hat der Mörder nicht nur ein künstlerisches Talent und bevorzugt Schmetterlinge als Motiv, sondern er kennt sich offenbar auch gut mit kriminaltechnischen Untersuchungen aus….
Der Mörder lässt sich nicht so leicht fangen und bald befindet sich Nils Trojan mit seiner Kollegin Stephanie in einem Verwirrspiel,  dessen Lösung  ist wie eine Art Puzzle, dessen Teile erst Stück für Stück zu einem Bild  zusammengesetzt werden müssen.
Das Hörbuch „Der Schmetterlingsjunge“ hat mir gut gefallen, besonders wie der Autor den Thriller insgesamt aufgebaut hat, finde ich gelungen. Nur einen klitzekleinen Kritikpunkt habe ich. Es gibt hier reichlich viele namentlich genannte Mitwirkende, die man erst einmal im Verlauf zuordnen muss. Axel Milbergs Stimmnuancen helfen da gut weiter, aber aufpassen muss man schon dabei.
Fazit: Max Bentows Kommissar Trojan ist mittlerweile aus der Krimilandschaft nicht mehr wegzudenken, dazu sind seine Fälle viel zu spannend aufgeschrieben. Axel Milbergs Stimme bringt es handlungsmäßig atmosphärisch auf den Punkt, so dass ich hier insgesamt  für das Hörbuch die volle Punktzahl vergeben möchte! Bitte mehr davon!

 

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Die Magie der Moore

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Wenn ich das Wort Moor höre, dann denke ich an meine Kindheit zurück, als ich mit meinem Vater im Museum war und dort erstmals in einem Schaukasten eine „Moorleiche“ gesehen habe. Damals hat mich diese Begegnung noch lange im Schlaf verfolgt und deshalb war der Begriff Moor bei mir lange Zeit angstbesetzt.
Als ich dann etwas älter war, habe ich dann tatsächlich den Mut gefunden und habe auf zugewachsenem Moor gestanden, was ein eigentümliches Gefühl war, denn der Untergrund war immer noch irgendwie beweglich, was unheimlich war. Allerdings war die Landschaft ringsum sehr interessant und so ist die Angst dann der Neugier gewichen und das ist bis heute so geblieben.
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Die Naturdokumentation „Magie der Moore“ wird sprachlich von Axel Milberg untermalt und er ist mir aus vielen Krimi-Lesungen und natürlich als Schauspieler sehr gut bekannt. Seine Stimme kann er sehr gut modulieren und somit die Stimmung des Moores wunderbar damit einfangen!
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Meterdicke Schichten aus abgestorbenen Pflanzen lässt ein Moor in die Höhe wachsen und kann dadurch gewaltige Regenmengen speichern. Dies ist ein ganz besonderer Lebensraum für Tiere und Pflanzen, den diese Dokumentation in wunderbaren Bildern und Zeitrafferaufnahmen vorstellt.
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Es werden Birkhühner im Schnee und bei der Balz vor die Kamera gelockt, man sieht abgestorbene Häute, die von Kreuzottern stammen, die ebenfalls in diesem Lebensraum zu finden sind.
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Besonders faszinierend fand ich schon immer fleischfressende Pflanzen wie z.B. den Sonnentau, der ebenfalls im Moor zu finden ist. An seinen klebrigen Tentakeln bleibt so einiges haften und diesen Einblick in die Natur kann man hier von ganz nah bestaunen.
Raupen im Fressrausch, bunte Schmetterlinge und Moorameisen, aber auch spielende Bärenkinder sind nur einige der Lebewesen, die man im Moor findet.
Im Wechseln der Jahreszeiten, von oben betrachtet oder von ganz nah, die Schönheit dieser Landschaftsform wird hier eindrucksvoll gezeigt und ist neben den schönen Aufnahmen auch sehr lehrreich und informativ.
Ein Booklet mit einem Vorwort von Axel Milberg und einem Interview mit ihm und dem Drehbuchautor Jan Haft, angereichert mit sehr schönen Bildern, gibt es noch dazu.
Fazit: Faszinierender Einblick in den Mythos Moor mit seiner Tier- und Pflanzenwelt! Empfehlenswert und lehrreich!
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Länder des Monsuns – Wunderbares Asien –

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Diese fünfteilige Dokumentation gibt Einblick in die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt, die der mächtigsten Naturgewalt der Erde, dem Monsun, ausgesetzt ist. Aber auch die in dieser Gegend lebenden Menschen haben sich mit diesem Naturphänomen arrangiert, worauf im letzten Teil  eingegangen wird.
Die Reise führt vom Himalaya in Tibet bis ins Outback von Australien.
Bevor ich auf die Stationen dieser Reise eingehe, soll der Begriff Monsun erklärt werden: Im Arabischen gibt es das Wort „Mausim“, das Jahreszeit bedeutet. Unter Monsun versteht man auch einen Wind, der sich ständig hin- und herdreht und auch während der verschiedenen Jahreszeiten ständig die Richtung ändert. Aus diesem Grunde kann es zu extrem starken Regenfällen kommen, die alles überschwemmen, was zuvor in der Dürrezeit ausgetrocknet gewesen ist. Es ist ein ständiger Kampf der Naturgewalten, die verheerende Zerstörung hervorrufen kann, aber auch später dann durchaus wieder neues Leben entstehen lässt.

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Anfangs sieht man Tiere die an ehemaligen Gewässern auf das lang ersehnte Nass warten, sich irgendwo bei 38° C im Schatten verkriechen wie  z.B. die roten Flughunde. Sie sind nicht durch durch die Hitze und Dürre bedroht, nein hungrige Krokodile kommen zum Vorschein und denen ist jeder Leckerbissen recht.
Dann bahnt sich endlich ein Gewitter an und am Boden beginnt es in Rot zu wimmeln, unzählige rote Krabben begeben sich auf Wanderschaft!
Die Reise führt nach Kambotscha in die größte und bekannteste Tempelanlage Ankor Wat.

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Unterwasseraufnahmen zeigen Riesenrochen, die majestätisch durch das Wasser gleiten.
Ein wunderschöner Pfau kündigt durch seinen Ruf den nahenden Monsun an.
Auf der zweiten DVD geht es weiter zum pazifischen Feuergürtel, wo Vulkanausbrüche und heiße Quellen die Gegend prägen.
In Borneo kommen riesige rote Blutegel vor die Kamera, bunte Raupen kriechen durchs Bild. Um nicht von den Raupen gefressen zu werden, haben einige Pflanzen Abwehrstoffe entwickelt, die der Raupe dann auf den Magen schlagen und sie so die Pflanzen verschmähen.
Orchideen, Kannenpflanzen, farbenprächtige Schmetterlinge, Nasenaffen, Spitzhörnchen und Winkerfrösche sind nur noch einige Tier- und Pflanzenarten die man hier bestaunen kann, denn alle haben sich den Wetterbedingen angepaßt und besonders die Farbenvielfalt ist beeindruckend.

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Mir hat die fünfteilige Reise in die Wunderwelt Asiens sehr gut gefallen, denn sie ist neben den faszinierenden optischen Eindrücken auch sehr lehrreich. Die Naturgewalt Monsun mit seinen guten und schlechten Seiten wird hier in ausdrucksstarken Bildern gezeigt. Neben der Farbenpracht ist der Einfallreichtum der Tier- und Pflanzenwelt beeindruckend, die Symbiosen gebildet hat um den extremen Wetterbedingungen zu strotzen. Ohne Kofferpacken, kann man hier in ferne Länder reisen und sich an geheimnisvolle Orte entführen lassen!
Fazit: Empfehlenswerte filmische Reise, die einen faszinierenden Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt der „Länder des Monsuns“ gibt.
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Big Bugs – 3 D

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Kleine Krabbler ganz gross!
In der 3D-Version kommt man den kleinen Krabbeln wie z.B. Spinnen, Käfern oder Schmetterlingen auf wundersame Weise ganz nah.
Der Film beginnt in einem kleinen Waldstück in Mexiko, wo sich aus bisher ungeklärten Günden jedes Jahr zu Tausenden orange-schwarze Monarch-Falter versammeln um eine große Reise anzutreten. Wenn man als Zuschauer ein wenig die Hand ausstreckt landet mit ein wenig Geschick einer der vielen Schmetterlinge auf einem Finger. Zumindest hat man die Assoziation man wäre vor Ort. 
Im Verlauf des Films erfährt man, dass diese Schmetterlingsart mehrmals ihre Farbe wechselt. Als entschlüpfende kleine Raupe ist sie weiß und nur der Kopf ist schwarz. Im Verlauf färbt sie  sich um in schwarz-gelb und als Schmetterling noch einmal dann in orange-schwarz, was den Feinden signalisieren soll: „Ich bin ungenießbar“!
Aber nicht nur wunderschöne Schmetterlinge gehören zu dieser Krabblergruppe, die zumeist aus Gliederfüßern besteht, sondern auch eine unzählige Artenvielfalt von Käfern wie z.B. Marien- oder Hirschhornkäfer, Spinnen oder Insekten wie z.B. Bienen oder Heuschrecken.  
Durch diese atemberaubende Dokumentation der kleinen Lebewesen erfährt man, das bestimmte Körperbaumerkmale bei allen  übereinstimmen, was  durch hochsensible Zeitlupenaufnahmen für den Zuschauer sichtbar gemacht wird.
Die Symbiose die ein Insekt mit einer Orchidee eingeht,  würde man mit bloßem Auge als Betrachter gar nicht erkennen können und so führt dieser Film in eine Welt des bisher Unbekannten und man lernt Lebewesen kennen mit so schön klingenden Namen wie Gottesanbeterin, Schützenfisch oder Falltürspinne. Sie leben für die meisten Menschen im Verborgenen und durch die „Dokumentation „Big Bugs 3D“ bekommt man sie direkt  ganz dicht vor die Augen bzw. direkt ins Wohnzimmer.
Fazit: Eine Expedition zu kleinen  Lebenwesen, die mit Hilfe der 3D-Technik  dann faszinierende Bilder direkt ins Wohnzimmer bringt

big_bugs_10Hawthorn Shieldbug, Acanthosoma haemorrhoidale

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