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Shari Lapena: Der zehnte Gast – Es gibt kein Entkommen

Lübbe

Dies ist mittlerweile das dritte Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe und was ihr diesmal bei „Der zehnte Gast“ wieder eingefallen ist, möchte ich niemals erleben….
Ein abgelegenes Hotel in den Bergen verspricht zuerst Idylle pur. Die eintreffenden Gäste sind von seinem Komfort sehr angetan, obwohl sie auf ihre Handys während des Aufenthalts verzichten müssen, denn hier oben gibt es dafür keinen Empfang.
Doch die Idylle hält nicht lange an, denn schon nach kurzer Zeit findet man eine der Gäste tot auf. Die Person liegt am Ende einer Treppe, was erst zu der Vermutung führt, sie wäre gestolpert und hinuntergestürzt und es sich um einen tragischen Unfall gehandelt hat.  Doch nachdem dann die nächste Person tot aufgefunden wird, geht es diesmal zweifelsohne um Mord…
Die änfänglich gute Stimmung unter den Anwesenden im Hotel schlägt schnell um; Angst und Schrecken breiten sich aus. Alptraumhaft wird die Szenerie dann als witterungsbedingt durch Sturm und starken Schneefall der Strom ausfällt und das Hotel im Dunkeln liegt und für alle zum „Gefängnis“ wird …
Zwar liest sich das Buch gut und bei den vielen Mitwirkenden verliert man auch nicht den Überblick, aber die eingebauten falschen Fährten und die im Verlauf recht vielfältigen Gedankengänge der einzelenen in den Fokus gerückten Personen fand ich dann etwas zu ausführlich und der Weg um das „Böse“ aufzudecken dauerte mir dann bald zu lange.  Auch ein paar Wackler in der Story wie z.B. dass ein so abgelegenes Hotel ohne großen Kerzenvorrat ausgestattet ist, so dass bei Stromausfall keine alternative Lichtquelle vorhanden ist, fand ich nicht nachvollziehbar.
Hatte mich das zweite Buch der Autorin „A stranger in the house“ begeistert, vergebe ich diesmal nur drei von fünf möglichen Punkten.
Fazit: Schade, schafft nicht die volle Punktzahl wie der Vorgänger, da teils zu ausführlich erzählt und es an manchen Stellen „wackelt“
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Camilla Läckberg: Schneesturm und Mandelplätzchen

9783899038828

Nina Petri liest dies Hörbuch aus der Feder von Camilla Läckberg vor. Ich hatte bereits das Vergnügen ihr live bei so einer Buchpräsentation zuzuhören und mittlerweile sind Nina Petri und Camilla Läckberg eine tolle Kombination in Sachen Krimi und Hörbuch.
Camilla Läckberg führt den Zuhörer wieder ins schwedische Fjällbacka. Weihnachten steht vor der Tür und Martin Molin, Kommissar bei der Mordkommission, hat seiner neuen Freundin Lisette,  etwas widerwillig zugestimmt, Weihnachten bei ihrer Familie auf der kleinen Insel Valö zu verbringen.  Dort angekommen wird er gleich von Lisette mit allen anderen Familienmitgliedern bekannt gemacht.
Die Stimmung ist irgendwie angespannt. Ruben das Familienoberhaupt ist ein vermögender Mann und er hat sich vor einiger Zeit aus dem Geschäft zurückgezogen und die Leitung seinen zwei Söhnen Harald und Gustav anvertraut. Doch die mögen sich nicht sonderlich und scheinen auch in den Augen von Ruben einiges bei der Geschäftsführung verkehrt zu machen.
Auch seine Enkel scheinen es nur auf sein Geld abgesehen zu haben und auch seine Finanzspritzen für ihre Unternehmen scheinen aufgebraucht, was ihn ärgert. Nur mit seinem psychisch angeschlagenen Enkel Matte scheint er sich gut zu verstehen.
Es entflammt eine heiße Debatte an der alle Familienmitglieder teilnehmen und in deren Verlauf dann Ruben damit droht sie alle zu enterben und das Geld wohltätigen Einrichtungen zuzusprechen.
Das Weihnachtsessen wird aufgetragen und die Stimmung ist nach der Drohung Rubens auf dem Tiefpunkt als er plötzlich tot zusammenbricht…
Der Titel des Hörbuchs „Schneesturm und Mandelduft“  ist sehr treffend gewählt: Da durch einen schlimmen Schneesturm die Insel vom Festland abgeschnitten ist und Martin Molin ja vom Fach ist, untersucht er den Toten und stellt einen Duft an ihm fest, der an Bittermandel erinnert, was auf eine Vergiftung schließen lässt….
Das Weihnachtsfest ist damit passé und Martin beginnt mit den Befragungen der Familienmitglieder, denn eins steht fest, der Mörder ist noch auf der Insel….
Martin versucht sein Bestes um in der verzwickten Familiengeschichte und den nicht sonderlich netten Mitmenschen eine Spur zu finden, wer das Familienoberhaupt ermordet hat, denn ein Motiv hatten viele…
Es soll nicht der letzte Tote sein, der zu betrauern ist und ganz langsam durchblickt Martin das Geschehen und  findet die Antwort auf die Frage, wer als Mörder in Betracht kommt…
Fazit: So wünscht man sich zwar nicht Weihnachten, aber verpassen sollte man diesen Krimi nicht.
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