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Judith Arendt: Sündenbock

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Schon das Erstlingswerk der Autorin mit dem Titel „Unschuldslamm“ hatte mir gut gefallen.  Und mit dem jetzt erschienen TaschenbuchSündenbock“ gibt es einen neuen Einsatz für die in Berlin tätige Schöffin Ruth Holländer.  Es ist erneut eine Kombination aus einem interessanten Kriminalfall und dem bewegten Privatleben von Ruth Holländer, die nach ihrer Scheidung nun eine komplizierte Beziehung mit dem Staatsanwalt Hannes Eisenrauch eingegangen ist.
Der Fall dem sie als Schöffin diesmal beisitzt, ist schon etwas gruselig, denn ein Rentner ist angeklagt seine bettlägerige Ehefrau durch Gift ermordet  und mit der Toten dann noch einige Zeit in der Wohnung gelebt zu haben….
Doch der Eindruck, den der Angeklagte auf Ruth macht, passt gar nicht zu der schweren Straftat, weswegen er vor Gericht steht. Im Gerichtssaal  sitzt ein kleiner unscheinbarer Mann, über den der Hausarzt der Toten nur Gutes zu berichten hat, denn auch nach Bekanntwerden der schweren Krankheit der Frau, hat er sie nicht im Stich gelassen, sondern war immer an ihrer Seite und später hat er sie hingebungsvoll gepflegt!
Und dieser Mann soll ein Mörder sein, Ruth hat da so ihre Zweifel….
Die ganze Handlung ist in kleine Kapitel unterteilt, die zum einen den Prozessverlauf erzählen und zum anderen die Lebensgeschichte des Angeklagten und seiner Frau, die viele Pokale und Auszeichnungen mit ihren Tanzdarbietungen eingeheimst hatten. Und dann ist da noch Uwe Ringel, der beste Freund des Angeklagten, der auch dem Gericht nur Gutes über seinen langjährigen Freund zu berichten hat.  Durch Zufall stößt Ruth auf einen ganz anderen Uwe Ringel, der so ganz anders zu sein scheint, als er sich vor Gericht präsentiert hatte und sie hat den Eindruck, dass er etwas zu verbergen hat….
Durch geschicktes Hin- und Herschwenken zwischen den einzelnen Handlungssträngen baut sich dann langsam eine spannungsgeladene Szenerie auf,  weswegen ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, denn wenn Ruth Holländer ihrem Spürsinn nachgeht, will man unbedingt erfahren, ob sie richtig gelegen hat.
Fazit: Interessanter Kriminalfall gepaart mit dem turbulenten Privatleben der Schöffin wird zum Page-Turner, der nach einer Fortsetzung verlangt!

 

 

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Judith Arendt: Unschuldslamm

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Der erste Fall für Schöffin Ruth Holländer
Berlin. Eines schönen Tages bekommt die Bistrobetreiberin Ruth Holländer Post, die ihr Leben in der kommenden Zeit durcheinanderwirbeln wird.  Doch das ist ihr eigentlich gar nicht recht, denn gerade kommt wieder etwas Normalität in ihr Leben. Nach der Scheidung lebt sie jetzt mit ihrer 16-jährigen Tochter zusammen, ihr Sohn studiert und lebt nicht mehr zuhause. 
Besagte Post ist ein Brief vom Gericht, das sie zur Schöffin beruft und ihr erster Fall ist ein gleich ein Mordfall, der sie für längere Zeit nicht mehr loslässt: 
Dem Kurden Aras Demizgül wird vorgeworfen seine eigene Schwester Derya mit unzähligen Messerstichen ermordet zu haben. Als Motiv soll er die westliche Lebensweise seiner Schwester nicht toleriert und sie deswegen ermordet haben.
Ruth verlässt sich auf ihr „Bauchgefühl“ und hegt Zweifel an der Darstellung des Staatsanwalts und kann sich nicht vorstellen, dass Aras tatsächlich diese Tat begangen hat.
Während der Gerichtsverhandlung wird aufgezeigt, das Derya einen deutschen Freund hatte, der dann vor Gericht seine Aussage, die er bei der Vernehmung bei der Polizei gemacht hatte, revidiert, da er auf Druck seiner Mutter zu der Aussage gedrängt wurde. Daraufhin werden die Ermittlungen wieder aufgenommen und bald ist besagte Mutter einer der möglichen Tatverdächtigen, da sie die Beziehung zwischen ihrem Sohn und Derya nicht tolerieren konnte…
Doch die Autorin hat noch so einige weitere Spuren ausgelegt und erst ganz zum Schluss kristallisiert sich heraus, was wirklich zum Tod von Derya geführt hat…..
Ich hatte „Unschuldslamm“ kaum angefangen zu lesen, da war ich schon in der Handlung gefangen und so habe ich das Buch in kurzer Zeit durchgehabt und hoffe nun, Frau Arendt gehen die Ideen nicht aus und es gibt weitere Fälle für die Schöffin Ruth Holländer.
Fazit: Diese Autorin sollte man unbedingt im Auge behalten!
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