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Elisabeth Herrmann: Zartbittertod

Das letzte Buch, dass ich aus der Feder von Elisabeth Herrmann mir angehört habe und welches von Laura Maire vorgetragen wurde, war „Seefeuer“, dass ich 2014 hier vorgestellt habe. Es hatte mir sehr gut gefallen, weswegen ich bei „Zartbittertod“ wieder die Hörbuchfassung gewählt habe. Auch diesmal liest Laura Maire gekonnt und mit ihrer sehr wandelbaren Stimme die Geschichte vor:
In Meißen gibt es das kleine generationsübergreifende Chocolaterie-Geschäft der Familie Arnholt. Mia ist die Tochter der Familie, die gern das Familiengeschäft übernehmen würde, doch dieser Platz ist für ihren ältesten Bruder vorgesehen, weswegen sie sich für den Beruf der Journalistin entschieden hat. Für eine wichtige Aufnahmeprüfung soll sie anhand eines Familienfotos eine Abhandlung darüber verfassen.  Da kommt ihr das schon etwas vergilbte Foto, das im Ladengeschäft seit vielen Jahren an der Wand hängt, gerade recht. Es zeigt ihren dunkelhäutigen, aus Deutsch-Südwestafrika stammenden Urgroßvater Jakob und seinen Ausbilder Gottlob Herder, dessen Schokoladenfabrik in Lüneburg angesiedelt ist.  Wie und warum ist Jakob nach Deutschland gekommen, das sind nur einige Fragen, die Mia gern für ihre Aufgabe geklärt haben möchte.
Ein paar Fragen kann ihre Mutter zu Jakob beantworten und es gibt auch noch ein paar Andenken von ihm sowie Briefe und Postkarten, die aber in Süterlin verfasst sind, was Mutter und Tochter nicht lesen können, weswegen Mia ihre Recherche ausweitet…
Da Jakob auf dem Bild neben seinem Ausbilder steht, hofft Mia von der Familie Herder ein paar Antworten zu ihrem Urgroßvater zu erhalten. Als sie sich telefonisch ankündigt, scheint sie bei Wilhelm Herder, Gottlobs Enkel, offene Türen einzurennen. Der alte Mann versuchte anscheinend schon lange, mit Mias Familie Kontakt aufzunehmen, wurde aber immer abgeblockt. Er lädt Mia nach Lüneburg ein und kündigt ihr an, dass er ihr etwas sehr Wichtiges mitzuteilen hat….
Doch als Mia kurze Zeit später in Lüneburg eintrifft, ist Wilhelm Herder tot……..
Ich lese gern spannende Familiengeschichten, besonders wenn sie düstere Geheimnisse verbergen oder wo plötzliche Todesfälle auftreten, wie auch in diesem Fall.
Bei den vielen Mitwirkenden hatte ich etwas Mühe alle richtig einzuordnen. Dass Mia dann nicht unbedingt nach dem Ableben des Patriarchen mit offenen Armen in der Familie aufgenommen wird um in der Vergangenheit zu wühlen, ist gut nachvollziehbar, die eingebaute Kriminalhandlung bringt Spannung und die aufkeimende Liebesgeschichte ein wenig Knistern ins Geschehen. Aber ich muss sagen, obwohl die geschichtliche Aufarbeitung der Vergangenheit hier wichtig ist, konnte mich die Gesamthandlung nicht besonders fesseln und deshalb würde ich hier nur 3 von 5 möglichen Punkten geben, denn irgendwie fehlt mir hier insgesamt das gewisse Etwas.
Fazit: Trotz eingewobener Krimihandlung fehlt mir hier das gewisse Etwas in der ganzen Geschichte, so dass ich nur 3 von 5 möglichen Punkten vergebe
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