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National Geographic: Remote Hotels

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Der Untertitel lautet „Die schönsten Orte, um wirklich abzuschalten“
Die Autorin ist Debbie Pappyn, eine Belgierin, die Tourismus und Journalismus studiert hat. Mit dem Fotografen David De Vleeschauwer hat sie die 22 außergewöhnlichen Orte und Hotels bereist und die beiden haben in einem Vorwort ihre Erfahrungen und Erinnerungen daran niedergeschrieben.
Wenn man den englischen Ausdruck für „remote“ hier anwenden will, dann geht es um Abgeschiedenheit oder auch Abgelegenheit der Orte und Hotels, damit man dem lauten und stressigen Leben, was um einen herum stattfindet, entfliehen kann und sich in Ruhe auf die Schönheit der Natur und vielleicht auch auf sich selbst konzentrieren kann um aufzutanken und nach einer Auszeit wieder voll durchzustarten.
Dies Buch entführt an abgelegene Orte überall auf der Welt,  in Hotels für den kleinen und für den extrem gefüllten Geldbeutel. Das Buch beginnt in Island mit dem Hotel Budir, das nur wenige Meter vom Atlantik entfernt neben einem Lavafeld liegt. Durch meine Vorliebe für isländische Krimis habe ich zwar schon von der Halbinsel Snaefellsness im Westen Island gehört, aber nun durch die eindrucksvollen Bilder, die hier die Umgebung des Hotels einfangen, kann ich mir die Einsamkeit und Abgeschiedenheit der Gegend noch viel besser vorstellen.
Danach geht es weiter nach Norwegen, in die Schweizer Berge, Italien, Griechenland und Estland bis ich auf Seite 107 im Resort Amangiri anhalte. Es befindet sich im amerikanischen Utah und ist laut Beschreibung in der Wüstenlandschaft nicht leicht zu entdecken. Über die Architektur der Anlage möchte ich hier keine Aussage machen, das ist sicherlich Geschmacksache, aber was man hier landschaftlich geboten bekommt, ist echt beeindruckend. Das man hier nicht mal gleich zum Shoppen irgendwo hingehen kann, erkennt man auf den Fotos ein paar Seiten weiter, hier gibt es nur Felsen und Landschaft….
Die weiteren Hotels liegen in Alaska, Neufundland, Chile, der Mongolei, Buthan, China, Neuseeland, Australien, Marokko, Botswana, Namibia und Vanuatu. Bei dem Letztgenannten musste ich erst einmal im Atlas nachschauen, wohin mich die Reise führt. Es ist eine kleine Insel und ehemalige Kokosplantage mitten im Pazifik. Die Zeit scheint hier stehengeblieben zu sein und laut der Autorin soll es an das Paradies auf Erden erinnern. Als mir der Name der entlegenen Insel dann aber in den Nachrichten begegnete, wo es um Zerstörung durch Naturgewalten ging, sind dies im Buch vielleicht die letzten Bilder, die erzählen wie es dort mal ausgesehen hat, was man natürlich nicht hoffen will…..
Egal ob man sich den Luxus von Ruhe und Abgeschiedenheit in einem der aufgelisteten Unterkünfte gönnen möchte oder das Buch über die „Remote Hotels“ nur als inspirierenden Bildband zum Träumen nimmt, es ist sehr gut gelungen und informativ und wie bereits erwähnt, bekommt man Fernweh und möchte gleich die Koffer packen….
Fazit: Inspirierender, gelungener Bildband, der zum Reisen oder auch nur zum Träumen anregt
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Uwe Ritzer/Olaf Przybilla: Die Affäre Mollath

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Durch die Medienberichterstattung aufmerksam geworden, verfolgte ich in letzter Zeit die Neuigkeiten zum Fall Gustl Mollath, dem Mann, der vor sieben Jahren  durch einen Gerichtsprozess in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen wurde.  Was war geschehen?
Nun, die 1991 geschlossene Ehe des Ehepaar Mollath bekam irgendwann Risse. Im Buch erfährt man wie es zum Prozess wegen angeblicher Körperverletzung durch Gustl Mollath  an seiner Frau kommt. Gustl Mollath wiederum beschuldigt seine Frau, die bei der Hypovereinsbank als Anlageberaterin arbeitet und  mit großen Geldsummen jongliert,  illegale und dubiose Geldgeschäfte zu tätigen.  Auch Kollegen seiner Frau sollen in diese Machenschaften verwickelt sein.  Er kann auch Beweise anführen, doch niemand scheint sich dafür zu interessieren.
 In Briefen an die Verantwortlichen der Bank und an viele andere einflussreiche Stellen  wendet er sich mit seinem Wissen, doch niemand glaubt ihm und durch sehr merkwürdige Geschehnisse landet er dann  per Gerichtsbeschluss in der psychiatrischen Klinik, wo er dann viele Jahre verbringt,  weil man bei ihm eine wahnhafte Störung vermutet, was dann durch mehrere Gutachten auch attestiert wird…
Mittlerweile ist aber bekannt, dass es tatsächlich fragwürdige Geldgeschäfte gegeben hat, was durch einen internen Revisionsbericht der Hypovereinsbank belegt ist und der zu mehreren Entlassungen einschließlich der Ehefrau von Gustl Mollath geführt hat…
Besonders gut hat mir gefallen, die beiden Autoren das Buch so verfaßt haben, dass man sich als Leser selbst ein Bild machen kann und das nur anhand der Fakten, die dann nochmals am Ende des Buches  in einer Chronologie zusammengefasst sind, so daß man  einen besseren Überblick  über die ganzen Geschehnisse hat.
Nach dem Lesen des Buches war ich erst einmal sprachlos und irritiert und ich kann nur hoffen, dass jetzt langsam Licht in diesen bizarren Fall bzw. „Die Affäre Mollath“  kommt, denn mittlerweile ist Gustl Mollath ja frei!
Fazit:  Ohne Effekthascherei  geschriebenes Buch, das durch die bloßen Tatsachen und Fakten besticht!
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