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Chevy Stevens: Those Girls

978-3-8398-1460-4

Ein Jahr ist es her, dass ich hier das Hörbuch „That Night“ von Chevy Stevens mit Begeisterung besprochen habe.
Nun hat Christiane Marx – wie auch beim letzen Mal – die Hörbuchfassung des neuen Buches „Those Girls “ übernommen. Ihre jugendliche Stimme passt perfekt zur Handlung, denn hier stehen drei Schwestern im Alter von 14, 16 und 17 Jahren im Mittelpunkt des Geschehens:
Jess, die jüngste Schwester von Dani und Courtney erzählt die Geschichte, während die drei mit einem alten Pickup fluchtartig unterwegs nach Vancouver sind. Die Reise unternehmen sie nicht ganz freiwillig, aber etwas Einschneidendes ist auf der Farm passiert, wo sie zuvor gelebt haben. War ihre Kindheit vor dem Tod ihrer Mutter noch harmonisch, änderte sich das dann gravierend, denn man bringt sie getrennt in Pflegefamilien unter. Im Verlauf der Jahre sind sie dann aber doch alle wieder vereint und leben auf einer kleinen Farm mit ihrem Vater. Doch der Vater steht immer häufiger unter Alkoholeinfluss und dann ist er unberechenbar und gewalttätig. Und nun war ein Streit eskaliert…..
Der alte Pickup gibt dann auf der Fahrt irgendwann den Geist auf und die Schwestern landen in einem kleinen Ort. Zwei Jungen bieten Hilfe an, was allerdings nur ein fadenscheiniger Grund ist um die Mädchen kennenzulernen. Die sind zwar auf der Hut, können aber dem Alptraum, der ihnen passiert dann doch nicht entrinnen…..
Was passiert, wird natürlich hier nicht erzählt, nur so viel sei gesagt, für Zartbesaitete ist dieses Hörbuch nichts.
Nach dem „Alptraum“ wird die Geschichte dann mit einem großen Zeitsprung weitererzählt und wer denkt, jetzt kann man als Zuhörer aufatmen, der täuscht sich, denn erneut spitzt sich die Situation zu und gebannt verfolgt man das Geschehen…
Wieder einmal ist es Chevy Stevens gelungen einen sehr spannenden Thriller zu schreiben. Die Figuren und Dialoge sind so lebensecht, dass man die Handlung direkt vor Augen hat, was einem dann schon ab und an die Nackenhaare hochstehen lässt. Manche Situationen sind zwar etwas vorhersehbar,  doch den Verlauf und das Ende habe ich so nicht erwartet. Alles in allem ist die Story fesselnd und spannend niedergeschrieben, so dass ich sie nur empfehlen kann.
Fazit: Nichts für Zartbesaitete! Obwohl manche Situationen etwas vorhersehbar sind, ist die Story aber insgesamt spannend und fesselnd erzählt, so dass man gut unterhalten wird.
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Clan – Den perfekten Mord gibt es nicht

Clan_DVD-Cover

Das Cover der DVD-Box zur zehnteiligen Serie „Clan“ ist schon etwas makaber und deutet darauf hin, was für eine rabenschwarze bzw. bitterböse Geschichte einen hier erwartet.
Die erste Folge beginnt mit der Trauerfeier und Beerdigung von Jean-Claude Delcorps. Seine Witwe Goedele wird auf ihrem schweren Gang von ihren vier Schwestern unterstützt.
Durch den frühen Tod ihrer Eltern sind die fünf eine eingeschworene Gemeinschaft, was sie schon als Kinder durch einen blutigen Fingerschwur auf einer Tapete besiegelt hatten.

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Diese Verbundenheit wird durch Goedeles Heirat mit Jean-Claude auf eine harte Probe gestellt, denn er ist kein netter Mensch und lässt das durch Gemeinheiten und böse Spielchen an allen aus, die seinen Weg kreuzen oder ihn auf seiner Karriereleiter im Wege stehen, selbst seine wenigen Freunde empfinden bald nur noch Hass für ihn.

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Die vier Schwestern versuchen immer wieder zu verstehen, warum Goedele fest zu ihm hält, obwohl er auch an ihr immer wieder etwas auszusetzen oder zu bemängeln hat.
Irgendwann ist das Maß dann voll und die vier Schwestern schmieden Mordpläne gegenüber Jean-Claude. Doch so einfach gelingt ihnen das nicht, denn es soll ja wie ein Unfall oder auch Selbstmord aussehen und immer wieder wenn sie denken, sie haben ihn für immer beseitigt, taucht er wieder quicklebendig auf. ..
Als er nun tatsächlich stirbt und Jean-Claudes Beerdigung vorbei ist, tauchen auf der Trauerfeier plötzlich zwei Versicherungsvertreter auf, denn die Auszahlung seiner Lebensversicherung steht an. Doch diese große Summe würde für die nicht ganz koscheren Geschäfte der beiden, den finanziellen Ruin bedeuten und so versuchen sie auf alle erdenkliche Art und Weise den Tod von Jean-Claude zu hinterfragen und sie wittern, dass hier jemand nachgeholfen haben könnte…..
Bei der Serie steht schwarzer Humor auf dem Programm und das muss man schon mögen. Ich mag durchaus solche bösen Geschichten, welche hier in der Gegenwart und Vergangenheit spielt, was handlungsmäßig gut gelungen ist.
Für Freunde dieses Genre ist die zehnteilige belgische Serie sicherlich eine Bereicherung und ich kann sie nur empfehlen!
Fazit: Pechschwarzer Humor aus Belgien, den man nicht verpassen sollte!
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