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Ploey – Die fliegst niemals allein

Koch Films VÖ 28.02.19

Gleich zu Beginn dieses charmanten Animationsfilms wird man Zeuge wie aus dem Süden unterschiedliche Vogelschwärme zurückkommen.
Dabei ist auch ein Paar von Goldregenpfeifern, die vor Freude darüber ihr altes Nest wiedergefunden zu haben, gleich mal einen Tanz aufführen. Kurze Zeit später sieht man wie in diesem Nest ein großes Ei liegt, aus dem dann ein Vogeljunges herausschlüpft.
Zwei große Kulleraugen gehören zu dem Neuankömmling, der „Ploey “ von seinen Eltern getauft wird.  Die Freude über die Geburt des kleinen Vogeljungen hält nicht lange an, denn aus der Luft droht Gefahr von dem gewieften Falken Shadow….
Aber neben den gefährlichen Situationen, die hier lauern, gibt es in diesem Film aber reichlich humorvolle Szenen wie z.B. den Einblick in die Flugschule der Vogelkinder, wo Ploey allerdings nicht so gut abschneidet, denn Fliegen ist nicht so sein Ding….
Wegen seines Flug-Mankos gerät er dann in Gefangenschaft und lebt fortan in einem Vogelkäfig, von wo er mit ansehen muss wie der Rest seiner Familie  wieder gen Süden  fliegt…
Ploey gelingt es zwar aus der Gefangenschaft zu fliehen, aber nun ist er auf sich gestellt und muss den nahenden Winter irgendwie überstehen…
Ab jetzt beginnt das große Abenteuer für den kleinen Vogeljungen…..
Zwar findet man in diesem kunterbunten Film durchaus bekannte Szenen (ich denke z.B. an Susi und Strolch, die sich durch eine Nudel näherkommen) aus anderen Animationsfilmen , aber der kleine Vogeljunge hat doch einen besonderen Charme mit seinen großen Kulleraugen, so dass hier trotz dieser kleinen „Anleihen“ die ganze Familie sicherlich eine vergnügliche Zeit beim Anschauen des Films hat.
Der kleine Vogel behauptet sich ja auf seiner langen Wanderung ganz gut, lernt andere Tiere  kennen, die ihn unterstützen, beschützen und ihm den Weg ins sagenumwobene Paradise Valley zeigen, was ja auch einen gewissen „Lerneffekt“ bei den jungen Zuschauern aufzeigen dürfte.
Ob man nun unbedingt von „Helden und Feiglingen“  in einen Kinderfilm sprechen bzw. die Charaktere darauf ausrichten sollte, vermag ich nicht zu entscheiden, ein fröhliches Miteinander wäre mir sympathischer. Dies nur am Rande, denn die Mitwirkenden haben alle einen gewissen Charme und besonders die Mäuse haben es mir hier neben der Hauptfigur noch angetan, so dass ich hier gut unterhalten wurde.
Fazit: Kunterbunter, schön gestalteter Animationsfilm, der zwar inhaltlich nicht viel Neues bietet, aber sicherlich der ganzen Familie beim Anschauen viel Vergnügen bereitet!
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