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Shari Lapena: A Stranger in the House

Im Februar d.J. hatte ich hier den Debüt-Krimi „The Couple next door“ vorgestellt.
Nun ist der nächste Thriller aus der Feder von Shari Lapena mit dem Titel  „A Stranger in the House“ erschienen und ich kann sagen, hatte das erste Buch handlungsmäßig für mich noch einige Wackler, so hat die Autorin diesmal in meinen Augen alles richtig gemacht und es ist ein spannender Page-Turner geworden.
Da das Buch einfach angenehm lesbar und fesselnd geschrieben ist, möchte ich nur einen ganz kleinen Einblick ins Geschehen geben, damit der Lesegenuss nicht genommen wird.
Zum Inhalt:
Im Prolog rast eine Frau in der Dunkelheit mit ihrem Wagen durch die Straßen, sie missachtet rote Ampeln, bis sie dann die Kontrolle über das Fahrzeug verliert und gegen einen Strommasten prallt…
Zur gleichen Zeit kommt Tom Krupp nach Haus und freut sich auf seine Frau Karen, doch die ist nicht daheim. Anfangs denkt er noch sie kommt gleich zur Tür herein, doch das passiert nicht und langsam macht er sich Sorgen und telefoniert rum, doch nirgends gibt es einen Hinweis auf ihren Verbleib, bis die Polizei an der Tür klingelt und ihm mitteilt, dass Karen einen schweren Autounfall hatte und im Krankenhaus liegt…
Da auf dem Cover „Thriller“ steht, fängt jetzt auch erst die Handlung richtig an, denn Karen kann sich nicht an den Unfall erinnern….
Besonders spannend wird es dann, als in der Nähe des Unfallortes in einem alten verlassenen Restaurant die Leiche eines Mannes gefunden wird, der erschossen wurde und im Verlauf der Ermittlungen Hinweise gefunden werden, dass Karen am Tatort war….
Mehr Informationen zum Geschehen gibt es von meiner Seite nicht, dann dazu ist die Geschichte einfach viel zu spannend und sie entwickelt sich Seite um Seite weiter und durch immer neue Wendungen kann man sich als Leser auch nicht festlegen, wer hier die Wahrheit sagt, denn es werden immer neue Geheimnisse zu Tage gefördert und ich muss sagen, weiße Westen haben alle Mitwirkenden (ausgenommen die Ermittler) nicht und so bleibt des Rätsels Lösung,  was genau passiert ist, ganz lange im Verborgenen und die Autorin hat auch noch einen Schlussakkord parat, der dann nochmal alles in ein anderes Licht rückt!
Fazit: Klasse! Volle Punktzahl für diesen Page-Turner, der bis zum Schluss fesselt und mit einem unvorhersehbaren Ende noch Zusatzpunkte sammelt! Bitte weiter so und mehr davon!

 

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Shari Lapena: The Couple Next Door

Lübbe

Durch die auf der Coverrückseite abgedrucktem lobenden Worte der Medien, „angelockt“ , habe ich den Debüt-Krimi “The Couple Next Door“ von Shari Lapena nun selbst gelesen.
Zum Inhalt:
Anne und Marco sind die glücklichen Eltern von Baby Cora. Ihre Nachbarn haben sie zu einer „kinderfreien“ Geburtstagsparty eingeladen, weswegen sie einen Babysitter engagiert haben. Doch der sagt kurzfristig ab. Um die Party nicht platzen zu lassen, überlegen sie hin und her und entscheiden nebst Babyfon nach drüben zu gehen und halbstündig nach der Kleinen zu schauen.
Anfangs geht auch alles gut, doch zu fortgeschrittener Stunde und dem einen oder anderen Glas Wein gehen Anne und Marco dann zurück nach Haus, wo sie die Haustür offenstehend vorfinden und das Bett der kleinen Cora ist leer!
Nach dem ersten Schock rufen sie die Polizei, die dann alles auf den Kopf stellt, einschließlich dem Leben des jungen Elternpaares, denn Cora wird nicht gefunden….
Wäre der Verlust der Kleinen und die Schuldgefühle der Eltern, dass sie ihr Kind allein gelassen haben um zu feiern, nicht schon schlimm genug, setzt die Polizei dann noch einen drauf, denn sie vermutet, dass zumindest ein Elternteil in die Entführung des Baby verstrickt ist…
Der Verlauf der Handlung ist wendungsreich, das eine oder andere Geheimnis wird zu tagegefördert, war aber durch die Personenbeschreibungen bzw. die Charakterisierung  mancher Mitwirkender teils vorhersehbar….
Besonders schwer tue ich mich immer, wenn in Krimis/Thrillern mit medizinischen Diagnosen/Erkrankungen „gearbeitet“ wird um z.B. das Gefühlsleben einer Person zu beschreiben, wie es hier auch der Fall ist. Auch das „Herumspekulieren“ in welche Richtung diese Erkrankung sich ausufern könnte, um damit bei den Lesern Ängste zu schüren oder um die Spannung aufzubauen, finde ich entbehrlich, denn da habe ich schon bessere Formulieren über Gemütszustände gelesen.
Doch da es sich um einen Debüt-Krimi handelt, würde ich hier 3 von 5 möglichen Punkten geben, da zumindest der gradlinige, zwar etwas kühl wirkende Schreibstil gut lesbar sowie der rote Faden immer erkennbar ist. Durch die eingebauten Wendungen ist der Verlauf insgesamt gut gelungen, auch wenn mich als „Vielleser“ das Ende nicht unbedingt „verblüfft“ hat.
Fazit: Hochgelobtes Krimi-Debüt, das für mich allerdings an einigen Stellen noch „Wackler“ hat und daher nur 3 von 5 Punkten erhält

 

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