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Nele Neuhaus: Zeiten des Sturms

Ullstein Verlag

Die beiden vorherigen Bücher „Sommer der Wahrheit“ (2014) und „Straße nach Nirgendwo“ (2015) hatte die Autorin noch unter ihrem Mädchennamen Löwenberg veröffentlicht, wo der Teenager Sheridan Grant, ihr Leben als Adoptivkind auf einer Farm in Fairfield/Nebraska und ihr aufregendes Leben im Mittelpunkt des Geschehens steht. Die Handlung begann 1994 als Sheridan erstmals mit dem Gesetz in Konflikt kam und ihr Vater Vernon sie aus dem Gefängnis holten musste.
Das Leben auf der Farm ist für Sheridan kein Zuckerlecken, denn ihre Adoptivmutter Rachel führt ein strenges Regime und ist von allen, die auf der Farm leben und arbeiten, gefürchtet…
Sheridan ist eine gute Schülerin, sehr belesen und äußerst musikalisch, sie spielt Klavier und komponiert ihre eigenen Lieder, doch besonders herausragend ist ihre Stimme, die bei kleineren Veranstaltungen schon bejubelt wurde. Ihr großer Traum ist als Sängerin Karriere zu machen….
Im Verlauf der Vorgeschichte begegnet Sheridan vielen Männern, die ihr den Kopf verdrehen, sie stürzt sich in pikante Affären, gerät aber auch immer wieder in sehr missliche und verstörende Situationen, die ihr Leben und ihre Persönlichkeit prägen.
Nachdem sie als 17jährige die Farm und ihre Familie fluchtartig verlassen hatte, die Polizei sie wegen der Vorkommnisse auf der Farm sucht, taucht sie unter und gerät in schlechte Gesellschaft, muss um ihr Leben fürchten und nur ganz knapp gelingt ihr die Flucht.
Der letzte Band endet damit, dass sie „abgebrannt“  in Rockbridge in Massachusetts landet und sie den gutsituierten Arzt Paul Sutton kennenlernt….
Was ich soeben aufgeschrieben habe, ist ungefähr noch das, was mir aus den beiden sehr spannend erzählten Romanen über das Leben von Sheridan Grant noch nach fünf Jahren in Erinnerung geblieben ist.
Nun hat Nele Neuhaus das aufregende Leben der jungen Frau, die mittlerweile 21 Jahre alt ist in „Zeiten des Sturms“ weiter erzählt.
Die Handlung beginnt 2001 in Rockbrigde, wo Sheridan ihr Hochzeitskleid anprobieren soll, denn sie plant Paul Sutton zu heiraten. Während sie vor dem Spiegel bei der Schneiderin steht und die kleinen Änderungen am Kleid über sich ergehen lässt, kommen ihr Zweifel, ob nach den fünf romantischen Monaten mit Paul, sie auch die richtige Entscheidung getroffen hat. Fluchtartig entledigt sie sich dem teuren Kleid und läuft blindlings auf die Straße….
….. direkt in die Arme eines Mannes, den sie gehofft hatte, nie in ihrem Leben wiederzusehen…
Ab jetzt wird es turbulent und ohne den weiteren Verlauf des wieder sehr spannenden seitenstarken Romans noch groß zu verraten, nur noch so viel:
Sie wird entführt und gerät in einen folgenschweren Autounfall. Doch Sheridan ist eine Kämpferin, die ihren Weg geht. Man begleitet sie als Leser auf der Suche nach ihren „richtigen Eltern“, lässt die zurückliegenden traumatischen Ereignisse  revuepassieren, die sie dann in ein Hochsicherheitsgefängnis führen. Mehrere Männer kreuzen Sheridans Weg während sie ihren großen Traum einer Sangeskarriere nicht aus den Augen verliert…..
Auch wie in den vorherigen Büchern, konnte ich dann und wann Sheridans Verhalten/Handlungen nicht ganz nachvollziehen. Außerdem hätte ich mir nach fünf Jahren Lesepause an manchen Stellen etwas mehr „Infos“ zu den zurückliegen Ereignissen gewünscht, da klaffte ab und zu mal eine kleine Lücke, weswegen ich hier vier von fünf möglichen Punkten vergebe, was aber den Lesewert des Buch nicht schmälert!
Fazit: Spannender Abschluss (?) der aufregenden Sheridan-Grant-Reihe, der wieder von Anfang an fesselt!
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Nele Löwenberg: Straße nach Nirgendwo

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Die erste Begegnung mit Sheridan Grant im Buch „Sommer der Wahrheit“ endete mit dem Fortgang der Siebzehnjährigen von der Willow Creek Ranch in Nebraska um in New York ihr Glück als Sängerin zu suchen. Zu viel war im Vorfeld geschehen, so dass sie nur einen Ausweg sieht um ihrem Stiefbruder Esra und ihrer von Hass erfüllten Adoptivmutter zu entkommen: Sie macht sich heimlich von dannen, auch wenn ihr der Abschied vom Rest der Familie sehr schwer fällt…..

Und so geht es jetzt dann weiter:

Doch sehr weit kommt sie nicht, denn während sie Pause in einer Raststätte macht, muss sie aus dem Fernsehen erfahren, dass ihr Stiefbruder Esra zum Amokläufer geworden ist und auf der Willow Creek Ranch ein Massaker verübt hat, man spricht von Toten und Schwerverletzten….
Ist diese Nachricht nicht schon furchtbar, beginnt für Sheridan jetzt der eigentliche Alptraum, denn sie wird im Zusammenhang mit den Vorkommnissen auf der Ranch gesucht,  es wird vermutet,  sie habe etwas damit zu tun. Kurze Zeit später wird sie dann noch auf der Raststätte verhaftet……
Im Verlauf der Geschichte muss sich Sheridan gegen die böswilligen Anschuldigen ihrer Adoptivmutter wehren, die dass Massaker überlebt hat. Sheridan wird zum Spielball der Medien und es wird kein gutes Haar an ihr gelassen…..
Der zuständige Detective Jordan Blystone kann dann endlich Licht in die wirklichen Vorgänge auf der Ranch bringen und er hilft Sheridan sich aus dem Blitzlichtgewitter der Medien zu entfernen um in Ruhe ihren Schulabschluss zu machen.
Doch irgendwie zieht Sheridan Schwierigkeiten an und es dauert nicht lange und sie ist erneut einer Hetzkampagne in den Medien ausgesetzt, was dazu führt, dass sie sich von ihrem ehemaligen Lebensziel weit entfernt und untertaucht, so dass niemand erfährt wo sie sich aufhält…..
Es vergehen Jahre und Sheridan macht sehr schmerzliche Erfahrungen im zwischenmenschlichen Bereich , fällt immer wieder auf die falschen Männer herein und gerät dadurch sogar in Lebensgefahr….
Ob Sheridan noch ihr Glück findet, sollte jeder selbst herausfinden, denn Nele Löwenberg ist mit „Straße nach Nirgendwo“ eine lesenswerte Fortsetzung  gelungen. Zwar fand ich Sheridan manchmal etwas naiv und blauäugig wie sie in manche Situationen hineinrutscht, aber nichtsdestotrotz wünscht man ihr nach all den Geschehnissen, dass sie bald zur Ruhe kommt und sie ihren Traum als Sängerin doch noch verwirklicht.
Ich für meinen Teil hoffe, dass Sheridan Grant auf ihrem Lebensweg noch viel erlebt, weil ich gerne eine weitere Fortsetzung der Reihe lesen würde!
Fazit: Gelungene Fortsetzung der Reihe um Sheridan Grant, deren weiterer Lebensweg mit allen Höhen und Tiefen hier spannend erzählt wird, wovon man durchaus noch mehr Lektüre vertragen könnte!

 

 

 

 

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