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Sofie Sarenbrant: Der Mörder und das Mädchen

Angelockt durch die beiden „Vorleser“, nämlich Tanja Geke und Simon Jäger, deren  Können einen Text besonders gut „herüberzubringen“ ist mir schon aus anderen Hörbuchproduktionen bekannt, weshalb ich hier auf der sicheren Seite sein konnte, so dass ich mich auf den Inhalt des Krimi-Debüts der schwedischen Autorin konzentrieren konnte.
Wie schon von mir vermutet, ist es den beiden „Vorlesern“ wunderbar gelungen hier den Zuhörer mit ihren Stimmen einzufangen und die Figuren aus dem Buchtext „herauszuheben“.
Der Titel „Der Mörder und das Mädchen“ lässt nichts Gutes ahnen und tatsächlich kommt es hier zu einer diesbezüglichen Begegnung….
Aber von Anfang an:
Cornelia und Hans haben die gemeinsame Tochter Astrid, die etwas „anders“ ist, weil sie manchmal in ihrer eigenen Welt lebt. Nun lassen sich die beiden scheiden, da Hans anscheinend kein besonders netter Mensch ist. Einen Tag lang muss Cornelia noch mit Astrid im zum Verkauf angebotenen Haus zusammen mit Hans leben, dann zieht sie mit ihrer Tochter aus und sie hofft, die bereits erfolgte Hausbesichtigung war erfolgreich und es gibt einen Käufer….
Doch der Traum vom Neuanfang mit Astrid wird zum Alptraum, denn am Tag des geplanten Auszugs findet Astrid ihren Vater tot auf und als Cornelia dann telefoniert lauten ihre Worte: „Hans ist tot, ich glaube er wurde ermordet“….
Ab hier folgt die polizeiliche Ermittlung durch Emma Sköld, deren Schwester Josefine eine gute Freundin von Cornelia ist und die im Verlauf der Handlung noch einen wichtigen Part übernimmt.
Die polizeilichen Ermittlungen richten sich dann gegen Cornelia, denn auf der Tatwaffe sind ihre Fingerabdrücke und eine abgeschlossene Lebensversicherung stellt viel Geld in Aussicht…….
Leider muss ich sagen, dass ich nur am „Ball“ geblieben bin und mir das Hörbuch zu Ende angehört habe, weil die beiden oben erwähnten Vorleser hier gute Arbeit abgeliefert und aus der zu vorhersehbaren Handlung dann noch etwas herausgeholt haben.
Besonders, dass sich die Ermittlerin Emma nicht gegen ihren ehemaligen Freund „wehren“ kann/will, bzw. sie die Situation irgendwie nicht richtig erkannt hat, fand ich etwas merkwürdig, denn als Polizistin sollte sie da Mittel und Wege kennen…. Auch wer sich dann letztendlich als Täter herauskristallisiert, war für mich keine Überraschung, denn ich hatte ihn bereits viel früher im Visier.
Fazit: Schade, so ganz konnte mich dieses Debüt nicht überzeugen, nur die beiden Vorleser haben hier mal wieder ihr Können bewiesen

 

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Michael Tsokos: Zerschunden

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Vor ca. zwei Jahren habe ich das Hörbuch „Abgeschnitten“ aus der Feder von Sebastian Fitzek und Michael Tsokos angehört, das von David Nathan und Simon Jäger vorgetragen wurde und war begeistert, was zum Einen mit der gesamten Handlung, aber auch mit den beiden Sprechern zu tun hatte.
Zerschunden“ heißt nun der erste Thriller von Michael Tsokos um den Rechtsmediziner Fred Abel, der in der Abteilung für „Extremdelikte“ beim BKA arbeitet. Da die Hörbuchfassung wiederum von Simon Jäger vorgetragen wird, fiel mir die Wahl ganz leicht um diese „Buchform“ zu wählen und damit lag ich genau richtig, denn besser kann man sich ein spannendes Buch nicht vortragen lassen!
Zum Inhalt:
Fred Abel kommt zum Einsatz, weil alle anderen Rechtsmediziner mit einem tragischen Flugzeugabsturz mit vielen Toten beschäftigt sind. Nun landen alle verdächtigen Todesfälle auf seinem „Tisch“.
Der erste Fall lässt dann auch nicht lange auf sich warten: Irina Petrowa, 76 Jahre, offensichtlich ermordet, wird in ihrer Wohnung in Berlin aufgefunden. Besonderes Augenmerk fällt auf eine merkwürdige, grammatikalisch nicht ganz einwandfreie Botschaft auf  der Haut der Leiche.
Dann gibt es einen Tatverdächtigen, der dann auch wegen einiger Ungereimtheiten in seinen Aussagen verhaftet wird.
Fred Abel kennt den Verdächtigen Lars Moewig, haben sie doch eine gemeinsame Vergangenheit und waren einmal befreundet. Doch die Zeit verändert Menschen, aber Abel will seinen ehemaligen Freund nicht hängenlassen, denn dessen kleine Tochter ist sterbenskrank  und ihre Lebenszeit ist nur noch sehr begrenzt. Als Moewig, der seine Unschuld beteuert, nicht aus der U-Haft entlassen wird, kommt es zu einem Zwischenfall in deren Verlauf er einen Wärter angreift und nun kann Abel nur noch auf eigene Faust ermitteln um seinem Freund zu helfen….
Es dauert auch nicht lange und es wird wieder die Leiche einer älteren Frau gefunden, die ebenfalls die merkwürdige Botschaft auf der Haut trägt. Es gibt weitere ähnlich gelagerte Fälle und Abel jettet länderübergreifend von einem Tatort zum anderen…
Durch die gekonnte Vortragsweise Simon Jägers kann man der temporeichen Handlung gut folgen, die – wie man auf der Rückseite des Covers lesen kann – auf authentischen Fällen und realen Ermittlungen basiert, was wirklich erschreckend ist.
Wieviel von diesem Fall nun Fiktion und Realität ist, will ich gar nicht wissen, aber dass ein Rechtsmediziner so wie Fred Abel „ermitteln“ darf ohne seine Befugnisse zu überschreiben, kann ich mir nicht vorstellen und da gibt einen gewissen Punktabzug.
Da Herr Tsokos ja Rechtsmediziner ist, hätte ich mir auch etwas mehr Einblick in dieses Metier vorstellen können um den Täter aufzuspüren.
Nichtsdestotrotz  habe ich mich gut unterhalten gefühlt und kann ich mir eine Fortsetzung um Fred Abel gut vorstellen, endet dieses Hörbuch doch auch mit einem gewissen Fragezeichen!
Fazit: Der auf realen Ereignissen basierende Kriminalfall ist fiktiv aufgearbeitet worden und schwächelt etwas bei den Kompetenzen des von Fall zu Fall hechtenden Rechtsmediziners, wird aber durch die lebendige Vortragsweise von Simon Jäger aufgefangen und ist daher ein Thriller, der wirklich hörenswert ist!
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Sebastian Fitzek: Das Joshua-Profil

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Die bearbeitete Hörbuchfassung von „Das Joshua-Profil“ liest Simon Jäger! Als kleines Schmankerl taucht dann im Verlauf auch die Stimme von David Nathan auf, der die Lesung dann noch abrundet. Mit diesen beiden Vollblutsprechern kann nichts mehr schief gehen, denn ganz schnell taucht man ab ins Geschehen und man hört gebannt zu wie der Schriftsteller Max Rhode durch einen merkwürdigen Anruf in ein Krankenhaus beordert wird und fortan ist seine kleine heile Welt, die aus seiner Ehefrau und seiner Pflegetochter Jola besteht, nicht mehr wie sie einst war!
Während Max Rhode den ihm bis dato unbekannten Patienten im Krankenhaus aufsucht –  der ihn offenbar vor seinem Tod unbedingt noch warnen will, auf keinem Fall eine Straftat zu verüben –  wird die im Auto auf dem Parkplatz wartende Jola entführt…
Dies ist nur ein kleiner Handlungsstrang, ein weiterer führt in die Vergangenheit von Max Rhode, wo er und sein Bruder Cosmo die sehr strenge Erziehung ihres Vaters überstehen müssen. Auch Max Bruder Cosmo, der eigentlich in Sicherheitsverwahrung in einer psychiatrischen Klinik untergebracht ist, taucht unvermittelt auf und greift ins Geschehen ein und ist dann im Verlauf behilflich bei der Suche nach Jola…
Dies beides könnte ja schon spannend genug sein, aber wer die Bücher von Sebastian Fitzek kennt, der weiß, mit so gradlinigen Dingen kommt man bei diesen Krimis nicht davon.
Warum Jola entführt und ob der bis dato unbescholtene Autor Max Rhode tatsächlich keine Straftat begeht um seine Tochter zu retten, bleibt hier unerzählt…
Ein wenig hat der Rest der Handlung mich an George Orwells Prophezeihung  „Big Brother is watching you“ aus „1984“ erinnert.  Doch so ganz abwegig waren die Gedankengänge Orwells nicht, denn heute in der modernen Welt durch Internet und Co. sind wir alle gläsern und nicht nur in der Werbebranche werden Profile über uns erstellt und was das in anderen Bereichen für fatale Folgen haben kann, führt uns Sebastian Fitzek in diesem spannenden Thriller „alptraumhaft“ vor Augen!
Fazit:  Fesselnd/flüssig  erzählt und niedergeschrieben von Sebastian Fitzek, meisterlich vorgetragen von Simon Jäger, nebst Gastauftritt von David Nathan, da ist spannende Unterhaltung garantiert!

 

 

 

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Raymond Khoury: Furia

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Die Hörbuchausgabe von „Furia“ wird von den zwei exzellenten Sprechern Simon Jäger und David Nathan vorgetragen. Was für mir persönlich schon ein großer Anreiz war um dieses Buch überhaupt anzuhören, da ich vom Autor bisher noch nichts gehört bzw. gelesen habe.
Zum Inhalt:
Sean Reilly ist ein FBI-Agent, der in New York in einem Mord- und in einem Vermisstenfall ermitteln muss. Durch einen Sturz aus einem Fenster wurde ein Mitarbeiter des russischen Konsulats getötet. Es stellt sich heraus, dass er gestoßen wurde. Merkwürdigerweise ist der Inhaber der Wohnung, aus deren Fenster der Mann gefallen war,  ein Physiklehrer mit Namen Leo Sokolov, wie vom Erdboden verschluckt.
Im Verlauf der Handlung bekommt Agent Reilly Unterstützung von einer attraktiven Agentin des russischen Geheimdienstes, mit der er dann zusammen nach dem Vermissten sucht, der offensichtlich jemand ganz anderes ist, als er allen weißmachen wollte…
Der Inhalt eines alten Tagebuches, das in die Zeit des russischen Zaren führt, als der berühmt berüchtigte Wunderheiler Grigori Jefimowitsch Rasputin dort von sich reden machte, fließt in die Handlung ein, was ich für meinen Teil aber etwas verwirrend fand.
Die tolle Sprecher-Besetzung hat mit sehr geholfen, bei dieser komplexen Handlung überhaupt den Überblick zu behalten, denn es wimmelt hier nur so von Agenten, Geheimdiensten und es wird in der Gegenwart erzählt und aus einem alten Tagebuch vorgelesen und die Ereignisse von damals kommen dann auch in der Gegenwart zum Tragen….
Puh, doch am Ende der Geschichte blickt man dann doch noch etwas besser durch und Vieles erklärt sich und es kommt zu einem Show down, der dann für mich in Richtung Science Fiction abdriftet, denn es geht um Gedanken-kontrolle und ein futuristisches Gerät, dass großen Schaden anrichten kann, wenn es in die falschen Hände gelangt….
Ich für meinen Teil habe das Duo Simon Jäger und David Nathan als tolle Kombination empfunden und kann mich nur bei den beiden bedanken, dass sie mir durch ihre Vortragskunst, das Hin- und Herswitchen zwischen den Geheimdiensten, den Agenten und der gesamten Handlung nachvollziehbar gemacht haben.
Fazit: Tolles Sprecherduo (Simon Jäger/David Nathan), dass einem hilft die sehr komplexe Handlung zu entwirren

 

 

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Sebastian Fitzek: Das Kind – Ungekürztes Hörspiel

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Die Crème de la Crème der Hörbuchsprecher vereint dieses Hörspiel, das jetzt bei  LÜBBE Audio  erschienen ist. Die ungekürzte Fassung von „Das Kind“ sprechen:  Tanja Geke, Simon Jäger,  David Nathan, Sascha Rothermund, David Kunze und Thilo Schmitz u.v.m. Über sieben Stunden Spannung pur macht es zu einem Hörerlebnis der besonderen Art. Schon nach den ersten Minuten ist man im der Szenerie gefangen und bleibt es auch bis zum spannungsgeladenen Ende. Ich will hier nur einen kleinen Einblick in das Geschehen geben, denn entgehen lassen sollte man sich dies spannende Hörspiel nicht.
Zum Inhalt:
Der Rechtsanwalt Robert Stern  arbeitet erfolgreich in Berlin. Normalerweise trifft er seine neuen Mandanten nicht  nachts auf einem verlassenen Fabrikgelände. Doch die Umstände machen es erforderlich, denn sein neuer Mandant ist der 10 Jahre alte Simon Sachs. Er ist schwerkrank, denn er leidet unter einem Gehirntumor. Sein soziales Umfeld war vor der Einlieferung in ein Krankenhaus sehr schlecht,  er wurde verwahrlost in einer Wohnung aufgefunden.  Das allein ist schon tragisch, aber was Robert Stern dann von dem Jungen zu hören bekommt, verschlägt ihm die Sprache, denn Simon behauptet ganz standfest: „Ich habe getötet, ich bin ein Mörder. Ich habe einem Mann mit der Axt auf den Kopf geschlagen. Es war genau an dieser Stelle…“
Kann er dem Jungen glauben? Sind das die Auswirkungen des Tumors auf das Gehirn des Jungen oder ist etwas Wahres an seinen Behauptungen?  Es dauert nicht lange und der Rechtanwalt befindet sich in einem Verwirrspiel aus persönlichen Erinnerungen und  einem makabren  Einblick in die Pädophilen-Szene…
Fazit: Ungekürztes Krimi-Hörspiel vom Feinsten
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Sebastian Fitzek: Der Nachtwandler

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Also eins erst einmal vorweg: Wenn Simon Jäger vorliest, was bei diesem Hörbuch der Fall ist, kann man gewiss sein, dass man keine Schwierigkeiten hat, dem Plot zu folgen, den durch seine wandelbare Stimme, kann man die feinen Nuancen der Handlung direkt spüren.
Aber bei „Der Nachtwandler“ sollte man wirklich hellwach sein und nicht wie der Hauptakteuer des Buches nicht wissen ob er nun wach ist oder ob er sich in einer seiner unterschiedlichen Schlafphasen befindet. Durch die unterschiedlichen Sichtweisen der Handlung und den ganzen merkwürdigen Situationen in die Leon Nader gerät, muss man als Zuhörer erst einmal durchsteigen.  Auch die Auflösung am Schluss, lässt so manches Fragezeichen im Raum stehen und ich will nur hoffen, ich gerate nie in eine solche traumatische Geschichte.
Zum Inhalt:
Als seine Frau, die reichlich lädiert aussieht und ihn dann ohne richtige Erklärung von heute auf morgen verlässt, ist sich Leon sicher, dass es wieder geschehen ist! Seine Krankheit ist zurück, wegen der er schon in seiner Jugend bei einem Psychiater in Behandlung gewesen ist: Er schlafwandelt und kann nicht sagen, was er in diesem Zustand seiner Umgebung antut. Da seine Frau mit Blessuren verschwindet, ist Leon sicher, dass er sie so verunstaltet hat und er in seinen Schlafwandelphasen  aggressiv und gewalttätig ist.
Um Herauszufinden, was er in diesen Phasen tut, kauft er sich eine kleine Kamera, die er an seinem Kopf befestigt, wenn er ins Bett geht.
Als er sich die Aufnahmen ansieht, kann er kaum glauben was er dort sieht: In seinem Schlafzimmer steht ein schwerer Schrank, den er unter großen Mühen beiseiteschiebt und es wird eine große Öffnung sichtbar. Er kriecht hinein und befindet sich kurz danach in ein einem Labyrinth. Er geht immer weiter hinein und steht bald vor einer verschlossenen Tür. Er will schon umkehren, als er auf einmal die angsterfüllte Stimme seiner Frau hört, die irgendwo hier gefangen zu sein scheint….
Fazit: Nur wer hellwach ist, kann dem Nachtwandler folgen!
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