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Gisa Pauly: Sturmflut

Piper Verlag

Der 13. Einsatz von Mamma Carlotta auf Sylt!
Nachdem zuletzt ein „Wellenbrecher“ titelgebend war, ist diesmal eine „Sturmflut“ im Anrollen.
Fans dieser Buchreihe brauche ich die Mitwirkenden nicht vorzustellen, denn Carlotta Capella (Mamma Carlotta), die italienische Schwiegermutter des auf Sylt lebenden und diensttuenden Kriminalhauptkommissar Erik Wolf hat schon viele Male durch ihr „kriminalistisches Gespür“ und ihr italienisches Temperament so manchen Kriminalfall auf Sylt ins Wanken gebracht, ihren Schwiegersohn dabei den Schweiß auf die Stirn getrieben, aber oftmals auch wichtige Hinweise zur Aufklärung beitragen können.
Diesmal „stolpert“ Mamma Carlotta durch Zufall in einen Entführungsfall. Besonders prekär ist hier, dass der Entführer von Lale Claussen, der Tochter eines wohlhabenden Fabrikanten die Warnung ausspricht: Keine Polizei, sonst hängt das Leben der jungen Frau am seidenen Faden….
KHK Wolf und sein Assistent Sören ermitteln undercover und Mamma Carlotta wird zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet, was ihr ganz besonders schwer fällt…..
Während die Ermittlungen unter größter Geheimhaltung erfolgen, engagiert sich Mamma Carlotta nebst ihrer Enkelin Carolin beim bevorstehenden Lyrik-Wettbewerb. Carolin wird von ihrer Nonna noch auf die Teilnehmerliste „geschmuggelt“, denn die Anmeldefrist ist bereits abgelaufen….
Weitere Puzzle-Steinchen der aktuellen Handlung sind u.a. die auf Sylt Urlaub machende Staatsanwältin Dr. Speck, ein undurchsichtiger italienischer Kellner und ein aufstrebender schräger Lyrik-Autor. Es passiert recht viel und an verschiedenen Orten, so dass man genau aufpassen muss, dass man die Zusammenhänge erkennt und nicht den roten Faden verliert.
Leider ist  die Entführungsgeschichte zäh, undurchsichtig und durch viele Akteure verwirrend, so dass die Spannung dabei auf der Strecke bleibt.
Nichtsdestotrotz ist der typische Humor nebst italienischem Temperament mit reichlich italienischem Essen (am Ende des Buches finden sich die passenden Rezepte dazu!) wie gewohnt vorhanden, so dass Fans der Reihe nicht umhinkommen, sich diesen Fall zu gönnen.
Fazit:  Weniger gut gelungener Kriminalfall, die Gesamthandlung punktet aber wieder mit dem bekannten Humor und dem italienischen Temperament!

 

 

 

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Gisa Pauly: Wellenbrecher

Piper Verlag

Das Cover des 12. „Mamma-Carlotta-Krimis“ ist wieder liebevoll gestaltet und passt zum Titel „Wellenbrecher“, der diesmal  nicht nur etwas mit dem Küstenschutz der Insel Sylt zu tun hat, sondern in das gleichnamige italienische Hotel „Frangiflutti“ in Wenningstedt führt, wo Mamma Carlottas Enkelin eine Ausbildung angefangen hat…
Im Verlauf des Geschehens verschwindet ein dort angestellter Kellner des Hotelrestaurants. KHK Erik Wolf übernimmt nebst seinem jungen Kollegen Sören die Ermittlungen.
Wie sollte es auch anders sein, wenn Mamma Carlotta auf der Insel weilt, passiert so einiges, wofür sie sich interessiert und wenn es nur der Inkognito-Besuch im neuen italienischen Hotel ist, wo ihre Enkelin an der Rezeption arbeitet. Als sich dann noch herausstellt, dass die Ehefrau des Hotelbetreibers Carlottas beste Freundin aus Kindertagen ist, ist die Freude groß, doch die währt nicht lange..,
Bald kursieren Gerüchte von gepanschtem italienischem Wein, der den Weg nach Sylt gefunden hat und eine Spur führt zu zwei guten (heimlichen) Freunden von Mamma Carlotta…
Nicht nur das die sonst recht zurückhaltende Nachbarin der Familie Wolf plötzlich Kontakt zu Mamma Carlotta aufnimmt und sich die Nächte mit ihr um die Ohren schlägt, sondern dass die von Kommissar Wolf nicht sonderlich geschätzte Staatsanwältin plötzlich Mamma Carlotta als Dolmetscherin avisiert und dann auch noch mit ihr einen „getarnten“ Ausflug in Carlottas Heimat unternimmt, bringt nicht nur das Gefühlsleben von Erik Wolf durcheinander, sondern verlangt auch von Mamma Carlotta reichlich viel ab……
Wie gewohnt heiter, aber nicht minder spannend erzählt Gisa Pauly diesen Kriminalroman. Auch sind am Ende des Buches wieder die passenden Rezepte von Mamma Carlottas verführerischen Mahlzeiten aufgeführt und regen zum Nachkochen an.
Ich habe das Buch und die turbulenten Ereignisse auf Sylt und diesmal auch in Italien genossen. Der Erzählstil ist angenehm, man hat sich schnell ins Geschehen eingelesen und möchte eigentlich bei Familie Wolf gern einmal zu Gast sein, denn die Kochkünste von Mamma Carlotta laden dazu ein.
Fazit: Im gewohnt heiteren, aber auch durchaus spannenden Erzählstil hat Mamma Carlotta hier wieder ihren Auftritt und ist diesmal sogar in geheimer Mission unterwegs, was zu reichlich Aufregung und Turbulenzen führt, die aber auf gar keinem Fall fehlen dürfen, machen sie doch auch diese Reihe aus! Bitte weiter so und mehr davon!

 

 

 

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