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Sven Koch: Schwarzer Fjord

DroemerKnaur

Im März 2018 hatte ich hier den Thriller „Kalte Sonne von Sven Koch vorgestellt. Da ich viele seiner Bücher gelesen und besonders die Reihe um Femke Folkmer und Tjark Wolf, die an der Nordseeküste ermitteln, eine hohen Lesewert bei mir haben, war ich von besagtem Thriller nicht ganz so begeistert, da der ungewohnte Erzählstil mich nicht fesseln konnte.
Nun ist mit „Schwarzer Fjord“ ein neuer Thriller erschienen, der in Dänemark angesiedelt ist: 
Liv und Vigga waren einst beste Freundinnen, doch im Laufe der Zeit war man auseinandergedriftet, Vigga hatte Magnus geheiratet und die beiden Frauen hatten nur noch sporadisch Kontakt. Als die ersten Mails von Magnus kommen und er Liv fragt, ob sie wisse wo Vigga sei, kam ihr das etwas komisch vor, denn woher sollte sie darüber etwas wissen…
Liv versucht Vigga über die sozialen Medien und auch telefonisch zu erreichen, doch ihr Handy ist ausgeschaltet.  Nach einem Telefonat mit Magnus hegt Liv den Verdacht dass das Paar einen schlimmen Streit gehabt hat, weswegen Vigga abgetaucht ist, doch Magnus bestreitet dies vehement.
Kurze Zeit später trifft Liv am Ringkøbing-Fjord ein, wo Magnus und Vigga ein schönes Haus bewohnen, um herauszufinden, was mit Vigga passiert sein könnte. Doch weit kommt Liv nicht, denn nach einem Treppensturz landet sie im Krankenhaus und kann sich nur noch bruchstückhaft an den letzten Abend erinnern…
Dann erscheinen zwei Polizisten an ihrem Krankenbett und wollen herausbekommen, was  im Haus passiert ist, denn sie wurde bewusstlos und blutüberströmt neben einer Leiche gefunden…..
Mehr vom Inhalt gibt es hier nicht, denn in diesem Thriller hat Sven Koch einen recht fesselnden, auf den ersten Blick nicht durchschaubaren und mit vielen Wendungen angereicherten Handlungsverlauf aufgeschrieben.  Beim Lesen wird man angeregt, mitzurätseln ob Liv eine ausgebuffte Lügnerin ist oder ob sie selbst in Lebensgefahr schwebt. Zwar hatte ich im letzten Drittel der Handlung eine Ahnung, was passiert sein könnte, lag aber knapp daneben, da der Autor am Schluss noch einen Twist eingebaut hat, den man so nicht erahnen konnte. 
Fazit: Gelungen und fesselnd erzählt mit unvorhersehbaren Twists, so dass der Spannungsbogen bis zum Schluss gehalten wird! So darf der „Thrill“ gern weitergehen!
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Sven Koch: Kalte Sonne

Droemer Knaur

Diesmal schickt der Autor nicht Femke Folkmer und Tjark Wolf , das Ermittler-Duo , das zuletzt im „Dünenfluch“ an der deutschen Nordseeküste einen spannenden Fall gelöst hat, ins Rennen, sondern siedelt seinen Thriller „Kalte Sonne“ diesmal in Dänemark an, genauer gesagt auf Jütland, wo man im Herbst ein Naturschauspiel mit riesigen Vogelschwärmen beobachten kann, was eine düstere Stimmung erzeugt, denn diese vielen Tiere verdunkeln den Himmel….
Die Hauptakteurin heißt Maja und sie lebt seit dem Selbstmord ihres Mannes Erik mit ihrer kleinen Tochter Emma allein in einem Strandhaus. Obwohl schon einige Jahre vergangen sind, hat sich Maja mit dem plötzlichen Tod ihres Mannes immer noch nicht abgefunden. Sie ist psychisch immer noch traumatisiert und hat Schwierigkeiten mit diesem Verlust umzugehen, so dass sie dann und wann in „Tagträume“ abdriftet, nur ihre kleine Tochter Emma lässt sie an der Realität festhalten, so dass sie mittlerweile etwas positiver in die Zukunft blickt…
Doch dann passiert etwas, was Maja an ihrem Verstand zweifeln lässt, denn während eines Fernsehbeitrags läuft im Hintergrund ein Mann durch das Bild. Maja ist sich nach kurzer Zeit sicher, dass es sich um ihren verstorbenen Ehemann Erik handelt! Doch wie kann das sein?
Ich kann sagen, dass ich bisher alle Bücher von Sven Koch gelesen und genossen habe. Doch „Kalte Sonne“ konnte mich nicht recht begeistern, da die Geschichte viel zu langsam in Gang kommt, die Situationen/Szenen zu ausführlich geschildert werden, so dass mir hier die Spannung verloren gegangen ist.
Der gesamte Handlungsverlauf/Schreibstil nebst eingewobenen „brisanten Ereignissen“, deren Schilderung anfangs eher verwirrten, obwohl im Verlauf der Bezug dann deutlich wurde, ist so ganz anders, als ich es sonst von Sven Koch eigentlich gewohnt bin. Als dann die Hauptakteurin plötzlich aus ihrer „Schockstarre“ erwacht und dann selbst „ermittelt, hat mich der Ablauf/Ausgang des Buches letztendlich nicht überrascht, was echt schade ist, denn von diesem Autor bin ich andere und ganz besonders fesselnd geschriebene Bücher gewohnt.
Fazit: Schade, dieser ungewohnte, nicht besonders fesselnde Erzählstil des Autors konnte mich diesmal nicht begeistern

 

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Sven Koch: Dünenfluch

Ich habe beim neusten Fall für Femke Folkmer und Tjark Wolf die Zeit vergessen und immer weiter gelesen –  ach was sag ich,  ich habe dies Buch verschlungen!
Ähnlich ist es mir übrigens bei den vorherigen Büchern aus dieser Reihe „Dünengrab„, Dünentod„, „Dünenkiller“ und „Dünenfeuer“ auch gegangen. Allesamt toll geschrieben und spannend!
Dünenfluch“ macht einfach von der ersten Seite an süchtig! Die Seiten fliegen einfach nur so dahin, denn Sven Koch hat einen Schreibstil, der mir sehr gut gefällt, zumal er auch wieder die Mundart von der Nordseeküste hat einfließen lassen. Da muss man sich nur noch Wind und Wellen vorstellen und schwups ist man mitten im Geschehen……
Werlesiel hat Femke beruflich bzw. die dortige Polizeistation vor einiger Zeit hinter sich gelassen, nur ab und zu ist sie noch privat hier, der Liebe wegen und um ihr Pferd Justin, der wegen seines Alters sein Gnadenbrot auf einem Hof im Ort bekommt, zu besuchen.  Und nun ist dieses liebenswerte Tier tot! Es wurde mit zwei weiteren Pferden auf der Weide regelrecht abgestochen…… Wer tut so etwas??? Geht hier ein Pferderipper um???
Femke ist am Boden zerstört und sie eilt nach Werlesiel um sich selbst ein Bild zu machen. Während sie noch überlegt, was hinter dieser Tat steckt, kommt es kurz nach der Tiertötung zu einem spektakulären und aufsehenerregenden Zwischenfall, bei dem ein Mann zu Tode kommt. Doch bei näherem Betrachten, war es kein natürlicher Tod, sondern offenbar Mord…
Wären diesen Vorfälle nicht schon schlimm genug für den sonst beschaulichen Touristenort, geschehen nach kurzer Zeit noch weitere Morde, die die zuständige Polizei auf Trapp halten und so kommt es im Verlauf, dass Femke und Tjark ihre Mithilfe anbieten. Dies Angebot wird gern angenommen, zumal sich sich Femke gut im Ort auskennt und auch sonst einen besonderen Draht zu den Bewohnern des Ortes hat, stammt sie doch selbst von hier…..
Ob tatsächlich ein „Fluch“ über dem ostfriesischen Ort liegt, werde ich nicht verraten, denn dieser Krimi ist einfach nur klasse, besonders da man bis zum Schluss nicht erkennen kann,  wer bzw. was hinter diesen ganzen aufsehenerregenden Vorkommissen steckt, denn die Wahrheit liegt tief verborgen und führt zurück in eine ganz andere Zeitepoche….
Fazit: Was für ein Krimi, sogartig wird man in die Handlung gezogen, bleibt drin verankert und merkt dabei gar nicht wie die Zeit verfliegt. Toll, Krimi-Kost vom Feinsten, die Suchtpotential hat!

 

 

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Sven Koch: Dünenfeuer

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Gut ein Jahr ist es her, daß ich hier den Krimi „Dünenkiller“ von Sven Koch vorgestellt habe und mein Resümee fiel durchaus gut aus, denn die gelunge Fortsetzung der „Dünen-Reihe“ punktete mit einem tollen Ermittlerteam und filmreifen Szenen.
Nun gibt es Nachschub aus dieser Reihe und gleich zu Beginn wird es frostig, denn ganz Niedersachsen ist zu einer schneebedeckten klirrenden Winterlandschaft erstarrt. Die verköpfige SOK für Schwerverbrechen und organisierte Kriminalität unter der Leitung von Ceylan Özer hat hier ihren vierten Einsatz und Femke, Tjark und Fred haben wieder alle Hände voll zu tun:
Die schlechten Witterungsbedingungen mit Eis und Schnee führen neben einem über die Autobahn laufenden Wildschwein zu einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen, die allesamt ineinander verkeilt und zu einem riesigen Blechhaufen zusammengeschoben sind. Mehrere Tote sind zu beklagen.
Dass die Mitglieder der SOK sich mit dem schweren Unfall befassen müssen, hat einen besonderen Grund, denn neben dem Unfallort auf einem Feld wird der abgetrennte Torso eines Mannes gefunden, der zwar keine Papiere, dafür aber eine Waffe in der Tasche hat.  Während die Ermittlungen anlaufen und die Vier sich selbst vor Ort ein Bild machen, treffen sie auf Nele Grimm,  die Leiterin der Autobahnpolizei, die ihnen dann erklärt, dass es sich hier neben dem Wildunfall auch noch um sogenannte Truck Robbery handelt, wo während der Fahrt Diebe Lkw’s ausrauben, ohne dass die Fahrer davon etwas merken….
Wer die Bücher von Sven Koch kennt, der weiß auch, dass dies nur ein kleiner Teil des Geschehens sein kann, denn er versteht es meisterhaft weitere Fäden zu spinnen, die dann aktuell zu einer undurchsichtigen Spedition führen, wo einiges im Argen liegt. Auch der ungeklärte Tod von Tjarks Mutter ist ein Teil der Handlung genau wie die Messerattacke auf Ceylan, bei der sie nur knapp dem Tod entronnen ist und eine auffällige Zahl von Todesfällen in den Reihen der Polizei wird hier untersucht. Alles in allem viele Szenenwechsel, die aber nicht verwirren, sondern gekonnt ineinander verwoben sind und am Ende zu einem Showdown im vereisten Wattenmeer führen, wo ein Dünenfeuer“ angezündet wird……..
Erneut ist Sven Koch ein sehr spannender Kriminalroman gelungen. Die vier Hauptakteure sind glaubhaft in Szene gesetzt und man erfährt auch wieder ein wenig über ihr Privatleben, das allerdings bei diesen umfangreichen Ermittlungen etwas in den Hintergrund tritt, was mich hoffen lässt, dass es weitere Bücher aus dieser Reihe gibt…
Ich habe mich wieder gut unterhalten gefühlt, die Spannung wurde bis zum Ende gehalten und durch die bildhafte Sprache war alles sehr gut vorstellbar, was teils auch mit einem gewissen Gruselfaktor (Torso etc.) einherging.
Fazit: Ein vermeintlicher Wildunfall entpuppt sich als etwas ganz anderes und zieht weitreichende Kreise, die man gebannt verfolgt und in diesem Krimi durch die bildhafte Sprache direkt vor Augen hat, so dass ich das spannende Buch nur empfehlen kann!

 

 

 

 

 

 

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Sven Koch: Dünenkiller

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Ein neuer Fall für Femke Folkmer und Tjark Wolf, die jetzt beide unter der Leitung von Ceylan Özer mit ihrem Kollegen Fred die SOK für Schwerverbrechen und organisierte Kriminalität für das nördliche Niedersachen bilden.
Vor dem Kutter „Nadja“, der auf Garnelenfang ist, taucht plötzlich aus dem Nichts eine Art Geisterschiff auf. Der Kapitän hatte es plötzlich auf dem Radar, war er doch noch kurz vorher der Meinung hier draußen vor den Ostfriesischen Inseln allein unterwegs zu sein.
Mit dem Fernglas ist eine weiße moderne Segelyacht auszumachen, doch auf die Funksprüche der „Nadja“ kommt keine Reaktion. Als sie in Sichtweite ist, scheint es so, als wenn die Yacht Schlagseite hat, aber niemand ist an Deck zu sehen.
Da stimmt etwas nicht, sind die Gedanken des Kapitäns und er macht sich daran nachsehen, ob jemand Hilfe braucht.
Auf der Yacht macht er dann eine schreckliche Entdeckung: Überall ist Blut und es riecht verkohlt, offensichtlich war ein Feuer ausgebrochen. Unter Deck findet er dann drei verkohlte Leichen. Nach diesem grausigen Fund will er nur noch weg von hier, doch dann hört er ein leises Wimmern und das kommt von einer schwer verletzten Frau, die in einer der Kabinen liegt….
Nun ist der Einsatz des SOK gefragt und es wird ein kniffeliger Fall, denn die einzige Überlebende spricht nur unverständliche Worte, die sich anhören wie: „Ich bin neu“…..
Lange Zeit fischen die Ermittler im Trüben und kommen nur langsam voran, aber als dann die Überlebende aus dem Krankenhaus entlassen wird und für kurze Zeit im ehemaligen Haus von Femkes Oma einzieht, überschlagen sich die Ereignisse, denn in das Haus wird eingebrochen und es kommt zu einem Schusswechsel……..
Nach „Dünengrab“ und „Dünentod“ geht an der ostfriesischen Küste nun der „Dünenkiller“ um!
Durch die flüssige und anschauliche Erzählweise des Autors macht es richtig Spaß diesen Krimi zu lesen, es sind mundartliche Sätze eingefügt, die die Atmosphäre und Lebensart der Landschaft unterstreichen, was mir gut gefallen hat. Die Spannung wird bis zuletzt gehalten und es gibt wieder einen spektakulären Showdown, der filmreif ist..
Das vierköpfige SOK-Team ist einem bereits durch die vorherigen Einsätze gut bekannt und es gibt auch einen kleinen Einblick in das Privatleben der Ermittler, wo es im zwischenmenschlichen Bereich an manchen Stellen knistert und es auch einiges Neues zu erfahren gibt, was aber nie von der eigentlichen Krimihandlung ablenkt, sondern sich gut ins eigentliche Geschehen einfügt. Am Ende des Buches taucht ein kleiner Hinweis auf, der mich auf eine Fortsetzung der Reihe hoffen lässt..
Fazit: Lesenswerte, gelungene Fortsetzung der „Dünen-Reihe“: Tolles Ermittlerteam muss in filmreifen Szenen gegen einen mächtigen Gegner kämpfen

Auch spannend und vom gleichen Autor: Totenmond

 

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Sven Koch: Totenmond

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Alexandra von Stietencron ist Polizistin, aber auch Psychologin in Lemfeld.
Durch personelle Umstrukturierungen taucht plötzlich eine Vorgesetzte auf, die anscheinend nur ihr eigenes Ding durchziehen will und mit Kollegen arbeitet, die sie aus ihrer vorherigen Arbeit kennt. Die Kollegen der Mordkommission,  zu der auch Alexandra gehört, sind immer irgendwie außen vor, doch dass sollte sich bald ändern….
Es ist bitterkalt draußen als die Mitglieder einer Band vor einer alten Bauruine einer Fabrik Fotos für ihr CD-Cover schießen wollen. Nach ein paar Klicks betrachten sie auf dem Display der Kamera die Bilder,  doch was sie dort erkennen, ist der blanke Horror: Irgendetwas scheint im Innern der Bauruine von der Wand zu hängen, was die Jugendlichen dazu verleitet, doch mal genauer nachzusehen. Als sie das sperrige Tor endlich offen haben, stehen sie vor der Leiche einer Frau, die von der Decke herunterhängt. In ihrer Panik stoßen die Jungs an einen Hebel, der eine Mechanik auslöst und die Leiche zu Boden fallen lässt….
Die herbeigerufene Polizei nebst Alexandra und ihrem Kollegen Rolf Schneider haben dann einen Tatort, der einem Schlachthaus gleicht, denn die Leiche die sie vorfinden, wurde regelrecht wie von Klauen zerfetzt. An den Wänden finden sich merkwürdige Zeichen, die offensichtlich mit dem Blut des Opfers an die Wand gebracht wurden. Nachdem sie alle den Anblick mehr oder weniger verdaut haben, sagt Rolf Schneider: Das ist nicht das erste Mal!
Rolf Schneider informiert Alexandra als sie wieder im Revier sind über den Mordfall Nele Bender, der sich vor einiger Zeit ereignet hatte als Alex noch nicht zum Team dazugehörte.
Wären die beiden bestialischen Morde nicht schon Grund genug um nach dem Mörder zu suchen, scheint dieser sich daran zu weiden, dass Alex mit von der Partie ist und er fängt an ihr Botschaften zu schicken, die alle etwas mit Songtexten zu tun haben, in denen der Mond eine wichtige Rolle spielt.
Neben ihrer beruflichen Tätigkeit hat Alexandra nach sehr langer Zeit wieder ein Liebesleben und das heißt Jan, der  Vater einer Teenagertochter ist, die dann im Verlauf der Handlung zum Spielball des mittlerweile zum Serientäter avancierten Mörders wird….
Mond und bestialisch getötete Opfer, da hatte ich schon gedacht Sven Koch will uns hier mit „Totenmond“ einen Werwolf-Krimi präsentieren. Aber dem ist natürlich nicht so. Alle Bücher von Sven Koch, die ich bisher kenne, waren Krimis mit Tiefgang und von einem besonderen Thema inspiriert, was auch diesmal der Fall ist. Sein Schreibstil ist wunderbar packend und so kommt es schon vor, daß einem die Nackenhaare beim Lesen hochstehen, also Spannung pur!
Fazit: Nervenkitzel auf hohem Niveau! Bitte mehr davon!
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Den Nächsten, der FROHE WEIHNACHTEN zu mir sagt, bringe ich um

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Den Titel „Den Nächsten, der FROHE WEIHNACHTEN zu mir sagt, bringe ich um:“ auf einem Buch dekorativ zu platzieren, ist hier in jedem Fall gelungen: Pechschwarzer Hintergrund eine weiße Schneeflocke und der meiste Text rot.  Soviel zum Schutzumschlag. Wenn man das Buch etwas seitlich betrachtet kann man den Text auf roten Untergrund lesen….
Vielleicht will man damit ja schon auf den Inhalt dieses Buches hinweisen: Zwölf Thriller von namhaften Krimi-Autoren wie Karen Rose, Markus Heitz, Daniel Holbe, Petra Busch, Sven Koch, Alex Berg, Simone Buchholz, Heinrich Steinfest, Zoë Beck, Markus Stromiedel, Frank Göhre und Claudio M. Mancini.
Auf einige Kurzgeschichten will ich besonders eingehen:
Sven Koch: Stille Nacht:
Es ist Heilig Abend und über Hamburg kreist ein Hubschrauber, denn die Polizei vermutet, dass er wieder zuschlagen wird. Er, das ist ein seit mehreren Jahren gesuchter Serienkiller, den man kurzer Hand „Santa“ betitelt hat, weil er immer am 24.12. tötet. 2010 hat er im Alten Land, einem ländlichen Gebiet, das vor Hamburgs Toren liegt,  die Familie Reems getötet. Der schlimmste Anblick für die Ermittler  war der Tannenbaum, denn er war neben Spielsachen mit den Organen der ganzen Familie geschmückt….
2011 war es eine dreiköpfige Familie in Ottensen, die auf bestialische Weise ihr Leben gab und nun hat er wieder zugeschlagen und die einzigen Spuren sind Stiefelabdrücke und rote Wollfasern…..
Simone Buchholz: Kaltes Licht
In einem abgelegenen und heruntergekommenen Hotel an einem Highway in Alaska zwischen Fairbanks und Anchourage passieren merkwürdige Dinge. Die wenigen Autos die dort anhalten und deren Fahrer verschwinden zumeist auf Nimmerwiedersehen. Hinter dem Hotel liegt ein See und irgendwo im Wald ein Parkplatz, wo seine Reihe von Fahrzeugen vor sich hinrosten..
Ein Polizist der sich vor Ort einmal umsehen wolle, wurde nie wieder gesehen und seine Dienststelle daraufhin geschlossen….
Zoe Beck: Rot wie Schnee
Dies ist die Geschichte eines ungleichen Schwesternpaares, wovon die eine gut in der Schule ist und nach den Vorstellungen der Eltern gerät. Die andere trägt nur schwarze Kleidung und ihre Arme sind übersäht mit Narben, die sich selbst mit einer Rasierklinge beigebracht hat, denn so kann sie sich nur spüren! Und nun wartet sie an einem ganz speziellen Ort auf ihre Familie…
Petra Busch: Nur ein Schneehase
Diese Geschichte erzählt von einem kleinen Jungen, der Schneehasen über alles liebt und die sein Verhängnis werden. Es ist die Geschichte eines auf seine Art traunernden Vaters und einem Psychiater, der ihm unbedingt helfen will, obwohl der das gar nicht möchte….
Die zwölf Geschichten sind spannend, fesselnd, düster und  regen aber auch zum Nachdenken an und sind für „Weihnachtsmuffel“ ein ideales Geschenk
 
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