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Susanne Mischke: Warte nur ein Weilchen

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Wer in oder um Hannover aufgewachsen ist bzw. lebt, der verbindet mit diesen Buchtitel auch noch mit einer Liedzeile, die eng mit der schlimmen Kriminalgeschichte um Fritz Haarmann verknüpft ist, der in 1920ziger Jahren in der niedersächsischen Landeshauptstadt sein mörderischen Unwesen getrieben hat. Doch das nur am Rande, denn der Kriminalroman von Susanne Mischke „Warte nur ein Weilchen“ hat inhaltlich nichts damit zu tun.
Der sechste Einsatz für Hauptkommissar Bodo Völxen und sein Team!
Das Team beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit einem sehr makaberen Mordfall: Kai Börrie ist Immobilienmakler. Er hat keinen sonderlich guten Ruf, denn ihm wird nachgesagt, dass er mit zweifelhaften Methoden alteingesessene Mieter aus ihren Wohnungen vertreibt. Regt sich Widerstand bei einer Mietpartei, so soll Börrie dann auch noch Kontakt zu etwas zwielichtigen Typen haben, die dann für den Rest sorgen…. So steht Börries Name dann auch gleichauf mit vielen sozialen Dramen, die sich im Verlauf in Hannover abgespielt haben….
Und genau dieser Kai Börrie bekommt eine Trauerkarte zugeschickt, wo sein baldiger Tod angekündigt wird, der dann auch wenige Zeit später tatsächlich eintritt und man ihn erschlagen im Vorgarten seiner Villa auffindet…..
Die Kriminaltechnik kann zwar ein wenig Aufschluss über die Abfassung des Textes geben, aber richtig weiter bringt das das Team auch nicht und sie tappen im Dunkeln…
Und dann ereilt Bodo Völxen eine schlimme Nachricht: Weibliche Leiche im Swimmingpool! Die Tote wurde offensichtlich erschlagen und ist niemand anderes als die Mutter von seinem Teammitglied Jule Wedekin. Die hat auch gleich einen Mörder parat: Ihren Stiefvater, den Journalisten Jan Mattai.
Nun muss Völxen erst einmal die Wogen glätten und da für Jule eine Mitarbeit am Mord ihrer eigenen Mutter nicht in Frage kommt, leitet sie ab sofort ihr eigenes Team um den Trauerkartenmörder aufzuspüren.
Was anfangs nach zwei separaten Fällen aussieht, wird dann zu einem, denn bei der Hausdurchsuchung im Fall Wedekin wird im Hochzeitsalbum eine Trauerkarte gefunden, die der im Fall des Immobilienmaklers Börrie sehr ähnelt…
Susanne Mischke hat hier einen durch und durch spannenden Kriminalroman geschrieben. Sie legt geschickt falsche Fährten aus, so dass immer wieder Verdächtige in den Fokus rücken, aber sich erst ganz zum Schluss der Nebel lichtet und man erkennt wer und warum für die Taten verantwortlich ist.
Neben der spannenden Kriminalgeschichte sind auch die Figuren einem mittlerweile ans Herz gewachsen und sie haben sich im Verlauf der Reihe fortentwickelt. Außerdem ist immer ein guter Schuss Lokalkolorit in den Geschichten um Bodo Völxen verankert und wer sich in der Gegend auskennt, hat so manchen Aha-Effekt.
Fazit: Rundum gelungener Kriminalroman, der Spannung und Lokalkolorit sehr gut vereint. Bitte mehr davon!

 

 

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