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Top of the lake – Staffel 2

Vier Jahre ist es her, dass ich hier die erste Staffel dieser Serie vorgestellt hatte, die mir insgesamt gut gefallen hatte.
Damals konnte die junge engagierte Kriminalpolizistin Robin Griffin (Elisabeth Moss) in Neuseeland einen Kriminal-Fall  erfolgreich abschließen. Was ihr beruflich gut gelang, ist ihr auf privater Ebene nicht so gut gelungen und sie hat viele seelische Wunden davongetragen, eine davon ist, daß sie einst ihre Tochter zur Adoption freigeben musste, da sie selbst noch sehr jung war….

Um einen Neuanfang zu versuchen und ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen, zieht Robin wieder nach Sydney, wo sie hofft, Kontakt zu ihrer mittlerweile 17-jährigen Tochter herstellen zu können, die ebenfalls in der australischen Stadt mit ihren Adoptiveltern lebt.
Aber auch beruflich hat Robin zu kämpfen und da kommt ihr ein angeschwemmter Koffer am malerischen Bondi Beach, aus dem dunkle lange Haare herausquellen, gerade recht.

Nachdem der Koffer sichergestellt und geöffnet wurde, findet man darin den Leichnam einer asiatischen Frau, aber ohne Hinweis auf ihre Identität. Die Obduktion erbringt neben der Todesursache auch noch andere Aspekte für die Ermittlungen hervor…
Im Verlauf lernt Robin ihre Tochter Mary kennen, die in einen viel älteren Mann verliebt ist und Heiratspläne schmiedet, was den Adoptiveltern zu schaffen macht, denn bei näherem Betrachten ist dieser wohl kein guter Umgang für ihre Tochter…..
Die Ermittlungen im Fall der toten Asiatin ziehen immer weitere Kreise, wovon eine Spur in ein Bordell mit zwielichtige Personen führt. Die Recherchen münden in einer Spirale aus Prostitution, illegalen Geschäften mit asiatischen Frauen, die ihren Körper für Leihmutterschaften zur Verfügung stellen und führen zu verzweifelten Paaren, die sich unbedingt ein Kind wünschen….
Da zu lange Zeit verstrichen war um mich an die Handlung der ersten Staffel noch genau zu erinnern, habe ich zwar die Hauptdarstellerin in der Rolle der Robin wiedererkannt, aber welches private Schicksal ihr widerfahren und warum es noch einen ausstehenden Prozess nach so langer Zeit gab, konnte ich aus den vagen Andeutungen im aktuellen Folgenverlauf nicht mehr nachvollziehen. Da man ja von einem Neuanfang sprach, wäre dieser Handlungsstrang für micht entbehrlich gewesen….

Die aktuelle Staffel hat zwar ein brisantes Thema aufgegriffen und ich kann mir durchaus vorstellen, dass es einen Dunstkreis gibt, wo solche Geschäfte praktiziert werden, doch durch die vielen privaten Nebenschauplätze der Mitwirkenden verliert sich der eigentliche „Kriminalfall“ irgendwo dazwischen. Gewöhnungsbedürftig fand ich auch die gesamte Rolle und Optik von Nicole Kidman und unrealistisch die Strandszene nebst Karton und den weiteren sich daraus ergebenen Handlungsverlauf, so dass mein Fazit  der zweiten Staffel „Top of the Lake“ nicht so positiv ausfällt wie zuvor bei Staffel 1, die mir ja gut gefallen hatte. Manchmal muss es keine weitere Staffel geben, eine gelungene erste reicht völlig aus!
Fazit: Manchmal muss es keine Fortsetzung bzw. nächste Staffel geben, wenn die erste gelungen und sehenswert ist!
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