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Gisa Pauly: Wellenbrecher

Piper Verlag

Das Cover des 12. „Mamma-Carlotta-Krimis“ ist wieder liebevoll gestaltet und passt zum Titel „Wellenbrecher“, der diesmal  nicht nur etwas mit dem Küstenschutz der Insel Sylt zu tun hat, sondern in das gleichnamige italienische Hotel „Frangiflutti“ in Wenningstedt führt, wo Mamma Carlottas Enkelin eine Ausbildung angefangen hat…
Im Verlauf des Geschehens verschwindet ein dort angestellter Kellner des Hotelrestaurants. KHK Erik Wolf übernimmt nebst seinem jungen Kollegen Sören die Ermittlungen.
Wie sollte es auch anders sein, wenn Mamma Carlotta auf der Insel weilt, passiert so einiges, wofür sie sich interessiert und wenn es nur der Inkognito-Besuch im neuen italienischen Hotel ist, wo ihre Enkelin an der Rezeption arbeitet. Als sich dann noch herausstellt, dass die Ehefrau des Hotelbetreibers Carlottas beste Freundin aus Kindertagen ist, ist die Freude groß, doch die währt nicht lange..,
Bald kursieren Gerüchte von gepanschtem italienischem Wein, der den Weg nach Sylt gefunden hat und eine Spur führt zu zwei guten (heimlichen) Freunden von Mamma Carlotta…
Nicht nur das die sonst recht zurückhaltende Nachbarin der Familie Wolf plötzlich Kontakt zu Mamma Carlotta aufnimmt und sich die Nächte mit ihr um die Ohren schlägt, sondern dass die von Kommissar Wolf nicht sonderlich geschätzte Staatsanwältin plötzlich Mamma Carlotta als Dolmetscherin avisiert und dann auch noch mit ihr einen „getarnten“ Ausflug in Carlottas Heimat unternimmt, bringt nicht nur das Gefühlsleben von Erik Wolf durcheinander, sondern verlangt auch von Mamma Carlotta reichlich viel ab……
Wie gewohnt heiter, aber nicht minder spannend erzählt Gisa Pauly diesen Kriminalroman. Auch sind am Ende des Buches wieder die passenden Rezepte von Mamma Carlottas verführerischen Mahlzeiten aufgeführt und regen zum Nachkochen an.
Ich habe das Buch und die turbulenten Ereignisse auf Sylt und diesmal auch in Italien genossen. Der Erzählstil ist angenehm, man hat sich schnell ins Geschehen eingelesen und möchte eigentlich bei Familie Wolf gern einmal zu Gast sein, denn die Kochkünste von Mamma Carlotta laden dazu ein.
Fazit: Im gewohnt heiteren, aber auch durchaus spannenden Erzählstil hat Mamma Carlotta hier wieder ihren Auftritt und ist diesmal sogar in geheimer Mission unterwegs, was zu reichlich Aufregung und Turbulenzen führt, die aber auf gar keinem Fall fehlen dürfen, machen sie doch auch diese Reihe aus! Bitte weiter so und mehr davon!

 

 

 

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Dora Heldt: Wir sind die Guten

Nachdem im letzten Jahr die Autorin mit „Böse Leute“ ihr Krimi-Debüt veröffentlicht hatte, gibt es jetzt „Nachschlag“ in dieser Richtung, welches in Buchform bei dtv erschienen ist.  Erneut kombiniert Dora Heldt den bekannten Humor aus ihren bisher veröffentlichten Romanen mit einer spannenden Kriminalgeschichte, die wiederum auf der Insel Sylt angesiedelt ist.
Das bewährte private „Ermittlerteam“ um Karl Sönningsen, der früher ja mal Revierleiter der Polizei in Westerland war und nun eigentlich seinen Ruhestand genießen könnte, was aber ganz gegen sein Naturell ist, hat wieder alle Hände voll zu tun und diesmal kreuzen auch Walter und Heinz in der Geschichte auf und mischen dann bald in Sachen eigene Ermittlungen in der turbulenten, aber auch sehr spannenden Geschichte mit!
Zu Beginn ist für Charlotte und Inge aus obigem Ermittlerteam noch alles märchenhaft, gönnen sie sich doch heimlich eine Putzfee, namens Sabine, während ihre Männer Heinz und Walter saunieren.  Doch die beiden dürfen davon nichts mitbekommen, handelt es sich hier doch um „Schwarzarbeit“…
Im Verlauf wird dann genau diese Putzfee Sabine durch ihre Vermieterin bei Karls Team als vermisst gemeldet. Aus anfänglichem zaghaften Vortasten, wo die Vermisste sein könnte, entpuppt sich die Suche, dann als weitreichender Kriminalfall, dessen Lösung in die Vergangenheit und aufs Festland führt, wo dann auch wieder der eine oder andere Eierlikör bei der Ermittlung hilft……
Die Sylter Polizistin Maren Thiele ist auch wieder mit von der Partie. Sie beschäftigt sich damit den rätselhaften Tod eines Mannes aufklären, den man erst nach einigen Tagen unterhalb der roten Klippen aufgefunden hatte. Die Identifizierung ist schwierig und als man dann endlich die Angehörigen benachrichtigen kann, weiß niemand warum er sich auf der Insel aufgehalten hat…..
Es ist Dora Heldt erneut mit „Wir sind die Guten“ ein wunderbares Buch gelungen.  Es liest sich flüssig und einmal angefangen, kann man sich schwer wieder davon lösen. Die Charaktere sind so gut beschrieben, dass man das Gefühl hat, diese Leute kennt man persönlich und auch die privaten und polizeilichen Ermittlungen – die sich zum Ende hin dann noch dramatisch zuspitzen – sind anschaulich und wieder mit dem bekannten Augenzwinkern versehen.
Fazit: Volle Punktzahl für diesen spannenden und humorvollen Krimi, der noch einen Extrapunkt für die wunderbare Besetzung der privaten wie auch polizeilichen Ermittler von mir bekommt! Unbedingt lesen!

 

Dora Heldt: Wir sind die Guten – Hörbuch

Bei GoyaLit ist das gleichnamige Hörbuch erschienen. Hatte ich das Krimi-Debüt „Böse Leute“ als Hörbuch, vorgetragen von der Autorin selbst, genossen, hat bei „Wir sind die Guten“ nun die Schauspielerin Anneke Kim Sarnau diesen Part übernommen, womit ich mich nicht so ganz anfreunden konnte. Was nicht heißen soll, dass Frau Sarnau ihre Sache schlecht macht, eher ungewohnt, verbinde ich die Romane und Bücher von Dora Heldt doch bisher auch immer mit ihrer eigenen Stimme, der ich persönlich auch schon mal bei einer Lesung lauschen durfte!
Von der ungewohnten Vorleserin mal abgesehen, ändert das aber an der spannenden und fesselnden Kriminalgeschichte überhaupt nichts, die nun auch noch durch zwei weitere „Spürnasen“ mit Namen Walter und Heinz verkomplettiert wird. 
Fans der Bücher von Dora Heldt braucht man die beiden Herren nicht extra vorstellen,  haben sie sich doch durch ihren ganz besonderen Charme, schon ihn die Herzen der Leser geschlichen.  Kennt man doch ihr Engagement und ihre Hilfsbereitschaft schon z.B. aus  „Urlaub mit Papa“ oder „Tante Inge haut ab“. Hier kommen nun ihre ganz besonderen Talente wie „durchdachtes Handeln“ mit ganz „spontanen Eingebungen“ in Sachen Ermittlungen zum Einsatz und bilden somit den humorvollen Part der Kriminalgeschichte. Außerdem wandeln sie sich von charmanten Romanhelden zu kriminalistischen Spürnasen und ich könnte mir gut vorstellen, dass sie beim nächsten „Einsatz“ ins private „Ermittlerteam“ um Karl Sönnigsen integriert werden….
Fazit: Trotz ungewohnter Lesestimme – diesmal von Anneke Kim Sarnau  und nicht wie gewohnt von der Autorin selbst vorgetragen – vereint dies Hörbuch Spannung und Humor und somit ist gute Unterhaltung garantiert. Bitte weiter so und mehr davon!  
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Gisa Pauly: Vogelkoje

Es gibt einen guten Grund für Mamma Carlotta mal wieder einen Besuch auf Sylt zu machen, wo die Familie ihrer verstorbenen Tochter lebt. Ihre Enkelin Carolin wird 18 Jahre alt, das ist doch ein Grund zum Feiern.
Doch wer die Geschichten um Mamma Carlotta kennt, der weiß genau, dass meistens Turbulenzen entstehen, wenn sie mit ihrem Temperament über die Insel „peest“ und dabei so einiges aufschnappt, was eigentlich im Verborgenen bleiben soll und sie  dann auch noch ganz nebenbei für ihre Lieben  italienische Leckereien auf den Tisch zaubert….
Im Hause ihres Schwiegersohns Erik Wolf, der auf der Insel ja als Kriminalhauptkommissar arbeitet, wird in einigen Räumen renoviert, was Eriks neue Freundin Swea vorangetrieben hat, nur in der Küche, wo Mamma Carlotta sofort wieder mit Begeisterung den Kochlöffel schwingt, ist alles beim Alten geblieben.
Ronnie, ein junger Mann, der unter Swea Fittichen steht, ist für die Malerarbeiten engagiert worden, was besonders gut bei Caroline ankommt…
Doch dieser junge Mann rückt schnell in den Focus von Mamma Carlotta,  denn sie entdeckt ihn bei einem ihrer Besuche in ihrer Lieblingskneipe „Käptan’s Kajüte“ und dort scheint er in undurchsichtige Machenschaften verwickelt zu sein….
Diesmal stehen die Aufregungen und Ereignisse rund um die Familie Wolf doch ziemlich im Mittelpunkt, obwohl Kommissar Wolf und sein Kollege Sören doch beruflich sehr eingespannt sind, denn auf Sylt finden gehäuft illegale Autorennen statt. Bei ihren Recherchen in dieser Sache werden die beiden dann Augenzeugen eines makaberen Zwischenfalls, denn während eines dieser Rennen verunglückt ein bestückter Leichenwagen, dessen Inhalt dann auf der Straße landet…..
Wie gewohnt liest sich das Buch flüssig und ist mit viel Humor angereichert. Im Verlauf treten sehr viele Personen auf und da werden auch mal falsche Angaben zur Identität gemacht,  was dann zu einigen Verwirrungen führt, so dass man schon genau aufpassen muss, wer hier alles im Geschehen auftaucht.  Nichtsdestotrotz ist auch „Vogelkoje“ (übrigens ein Naturschutzgebiet, wo man in der Handlung eine Leiche entdeckt) wieder heiter-spannender Lesestoff, der sich gut als Ferienlektüre eignet.
Übrigens hat Mamma Carlotta erneut einige ihrer Rezepte verraten, die am Ende des Buches abgedruckt sind und zum Nachkochen anregen.
Fazit: Durch falsche Identitätsangaben wird es im Mittelteil etwas wuselig, so dass man aufpassen muss, dass man sich nicht den Überblick verliert. Nichtsdestotrotz unterhält Mamma Carlotta wieder durch ihr Temperament und ihre Spürnase, so dass man hier von einem heiteren humorvollen, aber auch spannenden Buch sprechen kann!

 

Gisa Pauly: Vogelkoje – Hörbuch

Wer nicht so gerne selber liest, dem kann ich nur das Hörbuch des Sylt-Krimis empfehlen, dass bei audio media erschienen ist.
Schon das Cover ist wieder ansprechend gestaltet und man kann erahnen, wohin es handlungsmäßig (I love Sylt) geht und das hohe Geschwindigkeit (Autorennen) sicherlich einen Part übernimmt.
Erneut hat mit ihrer markanten Stimme Christiane Blumhoff den Part der Vorleserin übernommen. Besonders gut und mit Wiedererkennungsfaktor verkörpert sie die Figur der Mamma Carlotta, deren italienischer Akzent hier besonders gut zur Geltung kommt. Aber auch andere Mundart kommt ihr sehr gut über die Lippen, was man dann bei einigen anderen Personen in der Handlung heraushören kann.
Obwohl die ungekürzte Lesung 16 Stunden dauert, war es nie langweilig und durch die gekonnte Vortragsart von Frau Blumhoff, waren die im Buch erscheinenden Figuren gut zu unterscheiden und besonders, die Situationen in denen es zu „ungewolltem Körperkontakt“ auf Seiten Mamma Carlottas kommt, hatte man direkt vor Augen, so dass man auch mal herzhaft lachen kann…
Fazit: Durch Christiane Blumhoffs Stimme wird Mamma Carlotta lebendig, so dass man hier von einem heiter-vergnüglichen, aber auch spannenden Hörerlebnis sprechen kann! Davon kann man durchaus noch mehr vertragen!
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Gisa Pauly: Gegenwind

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Mamma Carlotta hat mittlerweile in „Gegenwind“ ihren zehnen Auftritt auf Sylt!
Dass ihr Besuch auf Sylt diesmal so emotional sein würde, darauf hätte Mamma Carlotta gut verzichten können. Da ihre beiden Enkelkinder sich in Sachen Sport für so manches begeistern können und Mamma Carlotta so gar nicht sportlich aktiv ist und es auch nicht sein möchte, wählt sie zum Gefallen ihrer Enkel einen Zwischenweg und engagiert sich als Helferin beim jährlich stattfindenden Syltlauf. Und dort passiert es dann auch, dass ihr ein jugendlicher Teilnehmer regelrecht in die Arme läuft, zusammenbricht und in ihren Armen stirbt…….
Als die Identität des Toten als Haymo Hesse bestätigt wird, tritt sein Vater auf den Plan, der frei heraus verkündet, sein Sohn wäre ermordet worden…..
Nun ist der Schwiegersohn von Mamma Carlotta gefragt, denn Kommissar Erik Wolf muss tatsächlich in Sachen Mord an Haymo Hesse in Erscheinung treten und da es sich um den Tod eines 17jährigen Schülers handelt, rücken Lehrer und Mitschüler in den Fokus der Ermittlungen…
Es sind knifflige Befragungen und während die Polizei noch beim Entwirren der  Zusammenhänge ist, kommt es zu weiteren Morden und immer ist Mamma Carlotta irgendwie in der Nähe der Tatorte, was sie dann in Erklärungsnot gegenüber ihrem Schwiegersohn bringt……
Auch im Privatleben von Erik Wolf tut sich was, alte Bekannte tauchen auf und Mamma Carlotta hat wieder alle Hände voll zu tun, denn mit ihrer Kochkunst lockt sie so manchen Gast ins Hause Wolf und besonders die zuständige  Staatsanwältin  lässt sich diese Einladungen zum Leidwesen Eriks nicht entgehen….
Fall Nr. 10 hat mich wieder gut unterhalten, besonders die temperamentvolle Mamma Carlotta und der friesische Charme ihres Schwiegersohns lassen hier emotionale Welten aufeinanderprallen, was sehr erfrischend ist. Auch wenn die Kriminalfälle eher „leichterer“ Natur sind und man sich nicht schreckhaft unter der Bettdecke verkriecht,  steht für mich der Unterhaltungswert nebst humorvoller italienschischer „Eingriffe“ in die Ermittlungen im Vordergrund.  Am Ende des Buches wird man als Leser wiederum mit Rezepten von Mamma Carlotta belohnt und das eine oder andere davon wird sicherlich auch von mir ausprobiert…
Fazit: Sylt, Mamma Carlotta, Sport und Mord fügen sich zusammen zu einem unterhaltsamen mit Humor angereicherten Krimi, dem durchaus noch weitere folgen dürfen!
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Für diejenigen, die sich „Gegenwind“ lieber vorlesen lassen möchten, hat die Schauspielerin Christiane Blumhoff – wie auch schon zuvor – die Lesung der Hörbuchfassung übernommen.  Egal ob friesische Mundart oder italienscher Akzent, beides kommt gekonnt über ihre Lippen, so dass man Mamma Carlottas Einsatz entspannt genießen kann.
Das Cover des Hörbuchs ist optisch ansprechend im gewohnten Stil gestaltet und der „Sylt-Krimi“ verteilt sich auf sechs CD’s. Die über 450 Minuten vergehen eigentlich wie im Flug, denn einmal angefangen, ist es schwer sich aus Mamma Carlottas Bann zu lösen. Diesmal liegen ihr die Toten regelrecht zu Füßen, was auch eine italienische Nonna nicht so einfach verdauen kann. Nur durch ihre heimlichen Besuche in  Käptens Kajüte und die dort wohltuenden Gespräche helfen ihr die schrecklichen Ereignisse zu verkraften und den Überblick zu behalten.
Fazit: Gekonnt wechselt Christiane Blumhoff ihre Stimme von „friesisch herb“ zu „italienisch temperamentvoll“, so dass es Spaß macht Mamma Carlottas zehnten Einsatz auf Sylt zu verfolgen! Bitte mehr davon!
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Dora Heldt: Böse Leute

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Bisher hat die Autorin erfolgreich humorvolle Romane wie z.B. „Urlaub mit Papa“ oder „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen“ sowie Kolumnen in Zeitschriften geschrieben, die dann auch als Hörbuchfassung unter dem Titel „Jetzt mal unter uns“ erschienen sind. Jetzt hat sie ihren ersten Kriminalroman veröffentlicht und gleich mal die Lesung für die Hörbuchfassung übernommen.
Wie auch zum Teil ihre Romane spielt die Handlung von „Böse Leute“ auf der Insel Sylt und wer die vorherigen Bücher kennt, der wird die eine oder andere mitwirkende Person hier in der Handlung wiedererkennen, was aber keine Voraussetzung ist, um der Geschichte folgen zu können.
Hier gibt es einen kleinen Einblick ins Geschehen, dass wieder ganz typisch Dora Heldt mit einer guten Prise Humor angereichert ist, was mir gut gefallen hat!
Im Prolog erfährt man, dass Diebe auf der Insel ihr Unwesen treiben, doch es sind nicht die protzigen Villen, die sie verwüsten, nein, sie haben es auf die Häuser älterer alleinstehender Damen abgesehen und manchmal ist auch nur alles verwüstet ohne das etwas fehlt! Das Dreiste an der Sache ist, dass die Diebe am helligten Tag zuschlagen, ohne irgendwelche brauchbaren Spuren zu hinterlassen…..
Maren Thiele ist auf der Insel aufgewachsen und hat lange Zeit als Polizistin auf dem Festland gearbeitet,  jetzt übernimmt sie die ausgeschriebene Stelle auf der Insel und zieht wieder ins Elternhaus ein, denn sie will ihren Vater nach dem Tod der Mutter etwas unterstützen….
Ihr Patenonkel heißt Karl und er war bis vor kurzem Revierleiter in Westerland. Seinen Nachfolger Peter Runge kann er nicht ausstehen und dessen Fähigkeiten die Diebstähle aufzuklären, schätzt er als sehr gering ein.
Da die Polizei offensichtlich ratlos ist, wer hinter den Einbrüchen steckt, mobilisiert Karl drei Mitstreiter und bildet seine eigene Sonderkommission um die Diebe zur Strecke zu bringen. Bei Kaffee, Kuchen und dem einen oder anderen Eierlikör schmieden sie Pläne wie sie vorgehen wollen. Zum Leitwesen der richtigen Ermittler kreuzen sich immer wieder ihre Wege und dann spitzt sich die Lage zu als sie im Nachbarhaus ihres Hauptquartiers eine Leiche entdecken…..
Wer nun letztendlich hier dem Täter auf die Spur kommt, dass bleibt hier unerzählt……
Dora Heldt besitzt eine gute Beobachtungsgabe und sie beschreibt die Charaktere ihrer Mitwirkenden so gut, dass man das Gefühl hat, man kennt auch so jemanden….
Es hat mir Spaß gemacht die vier Hobbydetektive bei ihrer Ermittlungsarbeit zu belauschen und neben dem Humor fehlt auch die nötige Spannung nicht, denn bei der Tätersuche tappt man als Zuhörer auch erst lange Zeit im Dunkeln bis dann wieder eitel Sonnenschein herrscht auf der schönen Insel.
Fazit: Gelungenes Krimi-Debüt, dass Spannung und Humor vereint! Beim Zuhören empfiehlt sich ein Eierlikörchen oder auch zwei, dann sind die vier Stunden Hörgenuss leider vorbei…..

 

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Gisa Pauly: Sonnendeck

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Im Piper-Verlag ist jetzt der neue ermittlerische Einsatz von Mamma Carlotta erschienen!
Erik Wolf, der Schwiegersohn von Mamma Carlotta ist immer noch als Kriminalhauptkommissar auf Sylt tätig. Er muss den Mord an Gregor Imhoff, dem Eigentümer des Restaurants „Silbener Hering“ aufklären. Der Namensgeber des Restaurants der „Silberne Hering“ lag immer in einer Vitrine und nun ist er verschwunden….
Auf Sylt verschwindet so einiges in letzter Zeit, denn ein Dieb geht um und parallel zu den Diebstählen liegt immer das Kreuzfahrtschiff „Arabella“ vor Anker, gibt es da einen Zusammenhang?
Mamma Carlotta erfährt bei einem Schwätzchen mit Tove Griess dem Besitzer von „Käptens Kajüte“, dass der Sohn von seinen Cousin Habbo und dessen Frau, die jetzt wegen einer schweren Krankheit im Krankhaus liegt, vor vielen Jahren auf der Insel verschwunden ist. Alle Bemühungen das Kind wiederzufinden waren vergebens und die Eltern sind immer noch nicht über den Verlust hinweg……
Dann gewinnt Mamma Carlotta in einem Preisausschreiben eine Reise auf der „Arabella“. Sie ist überglücklich und als Begleitperson nimmt sie ihre 17jährige Enkelin Carolin mit.  An Bord lernt Carolin den schwerkranken Tilman kennen und lieben. Mamma Carlotta hat der junge Mann ganz schnell um den Finger gewickelt, ist er doch wohl erzogen und die Eltern mit an Bord.
Während Carolin Schmetterlinge im Bauch hat, erkundet Mamma Carlotta das riesige Schiff und dann ist sie plötzlich wie vom Erdboden verschwunden. Caroline setzt alle Hebel in Bewegung einschließlich ihres Vaters, der telefonisch den Kapitän des Schiffes informiert. Nun wird auf dem ganzen Schiff einschließlich dem „Sonnendeck“ nach Mamma Carlotta gesucht….
Erik Wolf hat alle Hände voll mit der Aufklärung des Mordes und den Einbrüchen zu tun. Privat kriselt es heftig in der Beziehung zu seiner Wiebke und nun ist auch noch seine Schwiegermutter verschwunden, mehr Aufregung braucht er eigentlich nicht…
Aus diesen Handlungssträngen entwickelt sich dann eine humorvolle Mörderjagd nebst einer auf einem Kreuzfahrtschiff verschwundenen Mamma Carlotta, die diesmal einige Blessuren davonträgt… 
Am Ende des Buches hat Mamma Carlotta einige Rezepte verraten und besonders der Brotsalat ist sehr zu empfehlen.
Fazit: Humor, Krimi und ganz besondere italienische Momente bekommt man hier geboten und das Buch bietet sich als unterhaltsame Urlaubslektüre an
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Wer sich das Buch lieber vorlesen lässt der ist hier an der richtigen Stelle:
Bei „audiomedia“ ist das Hörbuch erschienen. Das Cover ist optisch wieder sehr gut gelungen und spiegelt schon etwas von der vergnüglichen Handlung wieder.
Die Hörbuchfassung wird von der bekannten Schauspielerin Christiane Blumhoff vorgetragen. Ihre sprachliche Vielfalt reicht von friesischer Mundart über weibliche oder männliche Stimmen mit vielen Nuancen bis hin zu Mamma Carlotta, die man durch ihrem charmanten Akzent und ihr italienisches Temperament direkt vor Augen hat, wenn sie durch die turbulente Handlung wirbelt.
Wer die vorherigen Geschichten aus der Reihe kennt, der kann sich gut vorstellen, dass Mamma Carlotta nichts auf dem „Sonnendeck“ eines Kreuzfahrtschiffes hält, wenn sie mal wieder Dingen auf den Grund gehen muss, die ihr zu Ohren gekommen sind und sie dahinter eine Straftat vermutet…
Auch diesmal hat sie den richtigen Riecher und ihre Entdeckungen sind hilfbreich bei der Aufklärung der Fälle, in denen ihr Schwiegersohn ermittelt…
Fazit: Christiane Blumhoff läßt Mamma Carlotta lebendig werden, was bei dieser Handlung ein Vergnügen für den Zuhörer ist!
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Dora Heldt: Wind aus West mit starken Böen

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Dora Heldt liest mit Jürgen Uter und Christian Rudolf, beides bekannte deutsche Schauspieler, dieses Hörbuch vor, was mir gut gefallen hat.
Wer allerdings auf eine „Christine-Geschichte“ bzw. einen humorvollen Roman bzw. Hörbuch gehofft hat, der wird ein wenig enttäuscht sein, denn der typische Situationshumor á la „Heinz und Co.“ fehlt hier ganz. Vielmehr ist „Wind aus West mit starken Böen“ eine Lebens- und Liebesgeschichte, die das Auf und Ab des täglichen Lebens widerspiegelt und von menschlichen Begegnungen erzählt, die auf die eine oder andere Art zu Erinnerungspunkten werden, denn von manchen lieben Menschen muss man sich im Verlauf des Lebens ganz verabschieden…
Nichtsdestotrotz hat mich das Hörbuch gut unterhalten, denn der Erzählstil ist wieder bildhaft und gut nachvollziehbar, was den Charme der Bücher von Dora Heldt ausmacht und wird durch das „Lesen mit verteilten Rollen“ noch verfeinert.
Zum Inhalt:
Die Insel Sylt dient wieder als Kulisse für die Rahmenhandlung.
Der sehr erfolgreiche holländische Autor Bastian de Jong wendet sich mit einem Recherche-Auftrag an Katharina Johannsen, die in einer Agentur in Bremen arbeitet. De Jong benötigt Informationen für seinen neuen Roman. Katharina soll für ihn Material zusammenstellen über alt eingesessene sylter Familien.
Katharinas Leben findet in Bremen statt, doch sie ist auf Sylt aufgewachsen und ein Teil ihrer Familie lebt noch dort. Katharina hatte die Insel jahrelang gemieden, da sie mit ihr die schmerzliche Trennung von ihrer großen Liebe Hannes Gebauer verbindet.
Mit gemischten Gefühlen reist sie auf die Insel und bei einem persönlichen Gespräch lernt Katharina dann den charismatischen Bastian de Jong kennen, der ihr das Leben während ihrer Recherchen sehr angenehm gestaltet. Als es dann zu einem Brand in ihrem Hotel kommt, holt ihre Schwester Inken sie zu sich und die beiden kommen sich nach der langen Zeit wieder näher.
Im Insel-Archiv trifft Katharina ihre ehemalige Lehrerin wieder, die sie zu einem Abendessen bei sich einlädt. Als Katharina die Einladung annimmt, ahnt sie nicht, dass sich ihr Leben danach – ganz gegen ihre Natur  – spontan verändern wird…..
Fazit: Dora Heldt mal anders, aber nicht weniger unterhaltsam
Auch empfehlenswert von Dora Heldt:

Siebenmeter für die Liebe

Jetzt mal unter uns

Herzlichen Glückwunsch….

 

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